{"id":1731,"date":"2021-03-10T02:51:10","date_gmt":"2021-03-10T00:51:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=1731"},"modified":"2025-03-19T00:26:17","modified_gmt":"2025-03-18T22:26:17","slug":"sozialepidemiologie-des-drogenkonsums-kapitel-5","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=1731","title":{"rendered":"Sozialepidemiologie des Drogenkonsums Kap. 5"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=88\"><strong>Weiterlesen   <\/strong><\/a><br>\u00a9 ProLitter<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" src=\"https:\/\/pl01.owen.prolitteris.ch\/na\/plzm.3a1a97a9-a8f0-4722-bed0-42cef39efc03\">is, Josef Estermann<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"\/bild\/sozep_vs_gross.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/bild\/sozep.jpg\" alt=\"beschreibung\" title=\"titel\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>5 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse &#8211; Empfehlungen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die vorliegende Studie liefert eine Sch\u00e4tzung der Zahl der Heroin und Kokain kon\u00adsumierenden Personen in der Schweiz f\u00fcr die Jahre 1989 bis 1994. Die Verbindung von qualitativen und quantitativen Ans\u00e4tzen dient dazu, ein m\u00f6glichst umfas\u00adsendes, differenziertes Bild der Struktur und des Umfangs der Heroin und Kokain konsumie\u00adrenden Bev\u00f6lkerung zu geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gruppengr\u00f6\u00dfensch\u00e4tzungen sind vor allem das Ergebnis der Auswertung der in der Schweiz greifbaren Repressions- und Mortalit\u00e4tsdaten. Dar\u00fcber hinaus werden die Biographien beh\u00f6rdlich nicht erfa\u00dfter und sozial integrierter Konsumierender untersucht. Daraus resultieren einerseits Erkenntnisse \u00fcber protektive Faktoren, die eine relative Immunit\u00e4t gegen staatliche Interventionen gew\u00e4hrleisten. Andererseits erm\u00f6glicht die Selbsteinsch\u00e4tzung von Erfassungsrisiken, auch diese Gruppe Heroin und Kokain konsumierender Personen zumindest ansatzweise in die Gruppengr\u00f6\u00dfen\u00adsch\u00e4tzungen einzubeziehen.<sup><a href=\"#sdfootnote1sym\"><sup>1<\/sup><\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Typologie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Grundlage der Untersuchung besteht in der Entwicklung einer Typologie ent\u00adlang der Konsummuster der Konsumierenden. Sie ist im zweiten Kapitel der Studie dar\u00adge\u00adstellt und f\u00fchrt von den Personen, die Erfahrung mit harten, illegalen Drogen haben, \u00fcber Gelegenheitskonsumierende, aktuell Konsumierende und regelm\u00e4\u00dfig Konsu\u00admierende zum Kern der abh\u00e4ngigen Konsumierenden. Mobilit\u00e4t zwischen den ver\u00adschiedenen Konsumverhaltensmustern, und zwar in beliebiger H\u00e4ufigkeit und in be\u00adliebiger Rich\u00adtung, ist im Karriereverlauf aller Drogenkonsumierenden \u00fcblich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Typologie wird in Beziehung gesetzt zu der Dimension Suszeptibilit\u00e4t ver\u00adsus Immunit\u00e4t in den beiden Bereichen Repression und Medizin. Repressive Erfas\u00adsung und Medizinalisierung im Sinne einer amtlichen Registrierung sind Ausdruck sozia\u00adler Desintegration per se. Ein Erfassungsrisiko ist jedoch nicht unbedingt an die Ge\u00adbrauchsdosis gekn\u00fcpft, sondern an die Umst\u00e4nde der Beschaffung und des Konsums sowie der konsumierten Substanz.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gruppengr\u00f6ssensch\u00e4tzung: Pr\u00e4valenz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Zwecke der Gruppengr\u00f6\u00dfensch\u00e4tzung stehen bis anhin fl\u00e4chendeckend f\u00fcr die Schweiz lediglich Daten des Repressionssystems zur Verf\u00fcgung. Die Ergeb\u00adnisse der blo\u00dfen Z\u00e4hlung der polizeilich Erfa\u00dften sind jedoch in erster Linie abh\u00e4ngig von den f\u00fcr deren Erfassung zur Verf\u00fcgung stehenden Ressourcen.<sup><a href=\"#sdfootnote2sym\"><sup>2<\/sup><\/a><\/sup> Diese erfuhren im Beobachtungszeitraum einen betr\u00e4chtlichen Zuwachs. Auch im Medizinalisierungs\u00adbe\u00adreich ist ein nicht unbedeutender Anstieg der Ressourcen und Angebote zu ver\u00adzeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im vierten Kapitel aufgef\u00fchrte Sch\u00e4tzungen, die gegen\u00fcber einer Ausweitung der Repressionskapazit\u00e4ten in einer sich nicht ver\u00e4ndernden Grundgesamtheit relativ insensibel sind, zeigen Gruppengr\u00f6\u00dfen des Kernbereichs der regelm\u00e4\u00dfigen, mit\u00adun\u00adter abh\u00e4ngigen Konsumierenden von harten, illegalen Drogen in einem Umfang von 30&#8217;000 Personen mit einer Untergrenze von 26&#8217;000 und einer Obergrenze von 36&#8217;000. Diese Sch\u00e4tzungen beziehen sich auf geschlossene Populationen bei etwa einem Jahr Beobachtungszeit. Innerhalb dieser Grenzen ist im Beobachtungszeit\u00adraum zwischen 1989 und 1994 keine \u00c4nderung der Pr\u00e4valenz oder der Inzidenz mit gen\u00fcgender Sicherheit festzustellen, das hei\u00dft, im Beobachtungszeitraum fand kein signifikanter Anstieg der Zahl der Heroin- oder Kokainkonsumierenden statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um Aussagen \u00fcber alle Konsumierenden machen zu k\u00f6nnen, sind weitere Daten\u00ads\u00e4tze beigezogen worden, wie diejenigen der Drogentodesf\u00e4lle und Untersuchun\u00adgen \u00fcber nicht medizinisch betreute und nicht von der Repression betroffene Per\u00adsonen. Diese Untersuchungen und Datens\u00e4tze beziehen sich auch auf integrierte, m\u00e4\u00dfig Konsu\u00admierende. Sie f\u00fchren zu Gruppengr\u00f6\u00dfensch\u00e4tzungen von deutlich mehr als 50&#8217;000 Personen, und zwar schon zu Beginn des Beobachtungszeitraums. In dieser Zahl sind teilweise auch nicht regelm\u00e4\u00dfig Konsumierende eingeschlossen. Ein An\u00adstieg der Gruppengr\u00f6\u00dfe, gemessen mit bestimmten Verfahren, ist unter Umst\u00e4nden auf die Ausweitung der Repression wie auch der Medizinalisierung auf bisher unbe\u00adlastete, integrierte Personengruppen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Nur ein Teil die\u00adser Population ist sozial auff\u00e4llig, bedarf der medizinischen Betreuung oder ist poli\u00adzeilich regi\u00adstriert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine unerwartete polizeiliche Erfassung oder aber eine medizinische Betreuung kommen jedoch auch bei integrierten Konsumierenden vor, so da\u00df die Erfas\u00adsungs\u00adwahrscheinlichkeit auch in der quasi immunen Population \u00fcber einem Pro\u00adzent per annum liegt. Es besteht kein Grund zur Annahme, da\u00df diese Population wesentlich kleiner ist als der nach den vorliegenden Resultaten ungef\u00e4hr 30&#8217;000 Personen um\u00adfassende Kern der abh\u00e4ngigen Konsumierenden mit schwer kompul\u00adsiven Mustern des Drogengebrauchs. Dieser \u00abKern\u00bb ergibt eine wohnbev\u00f6lkerungsbezogene Pr\u00e4va\u00adlenz von vier Promille regelm\u00e4\u00dfiger Heroin- oder Kokainkonsumierender, Inzidenz und Remission mit einbezogen. M\u00e4nner sind mit knapp acht Promille st\u00e4rker vertre\u00adten als Frauen mit etwa zwei Promille. Zur Zeit mit an die zwei Prozent am st\u00e4rksten belastet sind die Jahr\u00adg\u00e4nge um 1970, also die Menschen Mitte Zwanzig, w\u00e4hrend die f\u00fcnfziger Jahrg\u00e4nge kaum mehr ein halbes Prozent erreichen. Im sehr niedrigen Promillebereich findet sich die Pr\u00e4valenz bei unter Zwanzigj\u00e4hrigen und bei \u00fcber F\u00fcnfundvierzigj\u00e4hrigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gruppengr\u00f6ssensch\u00e4tzung: Inzidenz, Remission und mortalit\u00e4t<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sowohl die Inzidenz wie auch die Remission<sup><a href=\"#sdfootnote3sym\"><sup>3<\/sup><\/a><\/sup> bewegen sich in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von \u00fcber 3&#8217;000 bis \u00fcber 6&#8217;000 Personen j\u00e4hrlich, wobei echte Inzidenzen von Wie\u00addereinstiegen nach langer Pause schwer zu unterscheiden sind. Sofern keine Ver\u00adlaufsdaten vorliegen, kann nicht ent\u00adschieden werden, ob es sich um inzidente F\u00e4lle im engeren Sinne handelt oder ob eine Wiederaufnahme des Konsums nach l\u00e4ngerer Abstinenz vorliegt. \u00dcber einen F\u00fcnfjahreszeitraum betrachtet, liegen die Einstiegs- und Ausstiegsraten zwischen 10% und 20%, \u00fcber einen Jahreszeitraum betrachtet zwischen 20% und 30%. Inzidenz und Remission sind wegen der im Beobachtungs\u00adzeitraum ver\u00e4nderten Erfassungsintensit\u00e4t schwierig exakt zu sch\u00e4tzen. Die Sch\u00e4tz\u00adverfahren f\u00fcr offene Populationen ergeben eine wohnbev\u00f6lkerungsbezogene Pr\u00e4va\u00adlenz von drei Promille. Inzidenz und Remission liegen in diesem Falle bei knapp einem Promille. Pro Jahr beginnt also nicht ganz jeder tausendste Mensch in der Schweiz mit dem regelm\u00e4\u00dfigen Konsum von Heroin oder Kokain. Am h\u00f6chsten ist die Inzidenz bei den Menschen um die zwanzig. Remissionen sind am wahr\u00adschein\u00adlichsten bei Leuten um die vierzig und mehr, wobei schon bei den Dreissig\u00adj\u00e4hrigen die Remissionsrate die Inzidenzrate erreicht oder \u00fcbertrifft. Die Mortalit\u00e4t liegt in absoluten Zahlen mit um die 700 F\u00e4llen oder mehr j\u00e4hrlich mit \u00fcber zwei Prozent der Kernpopulation sehr hoch. Dies entspricht einer etwa zwanzigfachen \u00dcber\u00adsterblich\u00adkeit gegen\u00fcber der altersgleichen Bev\u00f6lkerung, womit risikoreicher Drogen\u00adkonsum bei den Zwanzig- bis knapp \u00fcber Dreissigj\u00e4hrigen eine der wichtigsten Todesur\u00adsa\u00adchen darstellt. Doch die \u00fcber f\u00fcnf Jahre gemessene j\u00e4hrliche Remissionsrate liegt mit deutlich mehr als zehn Prozent bei den \u00fcber Dreissigj\u00e4hrigen deutlich h\u00f6her, so da\u00df bei einer medianen Konsumdauer von zehn Jahren die Prognose doch nicht so schlecht ist, wie vielfach angenommen wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Regionale Verteilung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jene Kantone, in denen ein wesentlicher Teil der Bev\u00f6lkerung in gr\u00f6\u00dferen st\u00e4dti\u00adschen Agglomerationen lebt, haben eine etwas h\u00f6here Pr\u00e4valenz von Heroin- oder Ko\u00adkainkonsumierenden. Dies entspricht der Rolle der Agglomerationen als Markt\u00adpl\u00e4tze. Aus dem Repressionssystem abgeleitete Daten spiegeln die straf\u00adrechtliche Norm wider, da\u00df ein Verfahren am Ort des Delikts und nicht am Wohnort des Be\u00adschuldigten durchzuf\u00fchren ist. Der Einkauf birgt eine gr\u00f6\u00dfere Gefahr der Erfassung als der Konsum in der privaten Sph\u00e4re. Durch diese Mecha\u00adnismen erscheinen die St\u00e4dte st\u00e4rker belastet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andererseits zeigt sich auch, da\u00df Kantone mit wenigen Anzeigen durchaus hohe Anteile von Konsumierenden haben k\u00f6nnen. So unterscheidet sich bei\u00adspielsweise die Pr\u00e4valenz von St. Gallen und Basel Land nicht, obwohl St. Gallen bev\u00f6lke\u00adrungsrelativ mehr als doppelt so viele Anzeigen meldet. Im all\u00adgemeinen gruppieren sich die eher l\u00e4ndlich gepr\u00e4gten Kantone um niedrige Anzeige- und Benutzerpr\u00e4va\u00adlenz, w\u00e4hrend in urbanen Kantonen hohe Anzeige- mit hoher Benutzerpr\u00e4valenz ein\u00adhergeht. Die Differenz zwischen Stadt und Land ist allerdings nicht einmal dop\u00adpelt so gro\u00df. Zwischen den Sprachregio\u00adnen sind keine deutlichen Unterschiede zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im internationalen Vergleich ist die Schweiz, zusammen mit Spanien, Italien und Frankreich, ein hochpr\u00e4valentes Land, was die offiziell angegebene beziehungsweise wissenschaftlich gemessene Anzahl von Heroin- und Kokainkonsumierenden betrifft. Die Pr\u00e4valenz in Deutschland liegt mit \u00f6fters angegebenen 100\u2019000 Konsumierenden um das dreifache niedriger. Dies l\u00e4\u00dft sich mindestens zum Teil durch unterschiedli\u00adche Me\u00dfmethoden erkl\u00e4ren. Hingegen liegt die wissenschaftlich gemessene Pr\u00e4va\u00adlenz im ehemaligen Westberlin nahe an derjenigen, die hier f\u00fcr die Schweiz gefun\u00adden wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Protektive Faktoren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die biographischen Daten best\u00e4tigen weitgehende Immunit\u00e4t sozial integrierter Kon\u00adsumierender gegen eine institutionelle Erfassung. Angebote auf freiwilliger Basis im medizinischen Sektor, die nicht mit einer beh\u00f6rdlichen Erfassung ver\u00adbunden sind, finden bei ihnen eine gewisse Akzeptanz. Personen mit entsprechen\u00adden individuel\u00adlen Voraussetzungen und sozialem Umfeld f\u00fchlen sich insbesondere immun gegen Ma\u00df\u00adnahmen des Repressionssystems. Diese Immunit\u00e4t wird gew\u00e4hrleistet durch eine sozial angepa\u00dfte, quasi \u00abb\u00fcrgerliche\u00bb Lebensweise, die Akzeptanz zentraler ge\u00adsell\u00adschaftlicher Werte. Die Konsumierenden verf\u00fcgen allerdings \u00fcber ein klares Bewu\u00dft\u00adsein der Gefahr der Repression vor allem auch f\u00fcr die eigene Bezugs\u00adgruppe der ebenfalls Konsumierenden. Ein deutlicher Einflu\u00df der Repression auf den Um\u00adfang des Konsums, vielleicht vermittelt durch Angst vor der Repres\u00adsion, oder auf die Zahl der Konsumierenden kann allerdings nicht gezeigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen Schwerpunkt der Studie bildet die Benennung und Beschreibung der Fakto\u00adren, die einem integrierten, von Polizei und Justiz, von Institutionen der Medizin und der Sozialarbeit weit\u00adgehend unbehelligten Leben der Konsumierenden f\u00f6rderlich sind und es ihnen erlau\u00adben, Immunit\u00e4t aufrecht zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als protektiver Faktor zeigt sich einmal das <strong>Geschlecht<\/strong>. Frauen laufen sehr viel seltener Gefahr, durch die Repression erfa\u00dft und belastet zu werden als M\u00e4nner. Frauen werden nicht nur von Polizei und Justiz weniger fokussiert, sondern leben auch h\u00e4ufig in Beziehungen, in denen die Partner vorrangig das Erfassungsrisiko tra\u00adgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Verh\u00e4ltnis von M\u00e4nnern zu Frauen betr\u00e4gt ungef\u00e4hr f\u00fcnf zu eins bei den Repres\u00adsions\u00adsuszeptiblen und mehr als drei zu eins bei den Medizinalisierungssuszeptiblen. F\u00fcr die Gesamtpopulation der Konsumierenden ist mit einem Verh\u00e4ltnis von unge\u00adf\u00e4hr drei zu eins zu rechnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <strong>Alter<\/strong> bildet ebenfalls einen protektiven Faktor. Der typische Bereich f\u00fcr den Einstieg in den Konsum ist das Altersfenster zwischen 17 und 22 Jahren, die h\u00f6chste Belastung durch die Repression findet sich im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, Remission und Immunit\u00e4t verst\u00e4rken sich in der Altersklasse \u00fcber 30. Diesbez\u00fcglich sind kaum Unterschiede zu den anderen Bereichen der Repression zu sehen. Die er\u00adh\u00f6hte Suszeptibilit\u00e4t der Zwanzigj\u00e4hrigen, insbesondere f\u00fcr Repressionsma\u00dfnahmen, weist auf mit abweichenden Verhaltensweisen verbun\u00addene sp\u00e4te Adoleszenzpro\u00adbleme der Personen in dieser Altersgruppe hin, andererseits aber auch auf die spezi\u00adfische Ausrichtung der polizeilichen Ma\u00dfnahmen auf diese Gruppe und die damit verbundenen Stereotypen. Die Dreissig- bis Vierzigj\u00e4hrigen haben bessere Chancen, harte, illegale Drogen zu konsumieren und dabei stabil und integriert zu bleiben, auch weil das daf\u00fcr not\u00adwendige Umfeld und die individuellen Ressourcen bei ihnen eher vorhanden sind als bei j\u00fcngeren Personen. Insofern ist das Herauswachsen aus der Suszeptibilit\u00e4t ein wichtiger, sich mit Erfahrung und Lebensalter nat\u00fcrlich ein\u00adstellender, positiver Mechanismus der Drogenkarriere, dessen Wirkung durch Inter\u00adventionen blockiert werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lebensgestaltung bildet dann einen protektiven Faktor, wenn sie sich an den herrschenden zentralen Normen und Werten der modernen b\u00fcrgerlichen Gesell\u00adschaft orientiert. Die <strong>Arbeitsorientierung<\/strong>, das <strong>soziale Netzwerk<\/strong> und die <strong>Akzep\u00adtanz zen\u00adtraler gesellschaftlicher Werte<\/strong> bilden einen Rahmen, welcher sank\u00adtions\u00adgef\u00e4hrdete Handlungen wie illegale Mittelbeschaffung, profitorientierten und pro\u00adfessionellen Drogenhandel oder die Drogenbeschaffung in der offenen Szene weit\u00adgehend aus\u00adschlie\u00dft. Integrierte Konsumierende sind in der Regel erwerbst\u00e4tig, sie beachten die Budgetrestriktionen ihrer legalen Einkommen, pflegen Beziehungen zu nicht kon\u00adsumierenden Personen und lehnen eine Sch\u00e4digung Dritter durch krimi\u00adnelle Hand\u00adlungen prinzipiell ab. Die Wertordnung der Konsu\u00admierenden deckt sich dabei nicht unbedingt mit derjenigen, welche die Repressionsinstanzen vertreten, also die durch Strafnormen gesetzten, sondern folgt dieser nur, wo es sinnvoll er\u00adscheint. Drogen\u00adkonsumierende stellen die Wertvorstellungen, die dem Strafrecht zugrunde liegen, nicht grunds\u00e4tzlich in Frage, sieht man vom Drogenkonsum und den damit verbun\u00addenen Handlungen wie Weitergabe und \u00e4hnlichem ab. Es geht dabei um eine Anglei\u00adchung der Gruppennormen an die Lebensumst\u00e4nde, ein Mechanismus, der sich kei\u00adnesfalls nur bei Drogenkonsumierenden findet. Im \u00fcbri\u00adgen verdeutlicht sich immer wieder die Reproduktion gesellschaftlich dominanter Wertvorstellungen und Verhaltensmuster auch im \u00abrechtsfreien Raum\u00bb des Drogen\u00adkonsums.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer protektiver Faktor von Bedeutung ist das <strong>K\u00f6rper- und Gesundheits\u00adbewu\u00dftsein<\/strong>. Als Handlungsmaxime tritt f\u00fcr integrierte Konsumierende anstelle einer staatlich normierten und gesellschaftlich definierten Grenze, die durch die Illegalit\u00e4t und Stigmatisierung des Heroin- und Kokainkonsums gegeben ist, die pers\u00f6nlich wahrgenommene Grenze des k\u00f6rperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefin\u00addens, mitunter eine hedonistische Grundhaltung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein letzter protektiver Faktor l\u00e4\u00dft sich durch den Begriff der <strong>Autonomie <\/strong>beschrei\u00adben. Integrierte Konsumierende haben das zentrale Bed\u00fcrfnis, die Kontrolle \u00fcber den Gebrauch der Droge autonom auszu\u00fcben, und sie erreichen in der Regel das Ziel internaler Kontrolle. Diese Autonomiebestrebungen ber\u00fchren alle Bereiche des Dro\u00adgenkonsums und h\u00e4ngen mit der individuellen und sozialen Kompetenz des Indivi\u00adduums zusammen, seine soziale Integration aufrechtzuerhalten. Schuld\u00adzuweisungen an Dritte, moralische Selbstzerfleischung oder eine Mitleid erheischende Grundhal\u00adtung hingegen sind eher ung\u00fcnstig f\u00fcr dauerhafte Immunit\u00e4t gegen\u00ad\u00fcber institutionel\u00adlen Interventionen jeder Art.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich f\u00f6rdern gute materielle Ressourcen und die Herkunft aus einer gehobe\u00adnen sozio\u00f6konomischen Schicht die Repressionsimmunit\u00e4t und damit die M\u00f6glich\u00adkeit des gesellschaftlich integrierten Gebrauchs illegaler Drogen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Konsumverhalten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Einstieg der integrierten Konsumierenden in den Konsum und ihr weiterer Kar\u00adriereverlauf sind oft hedonistisch orientiert. Bei nicht integrierten Konsumierenden sind hingegen h\u00e4ufig problembeladene Kontexte relevant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Integrierte Konsumierende betrachten den Drogenkonsum als Freizeitbesch\u00e4fti\u00adgung. Von Anfang an sind sie \u00fcberzeugt, diesen kontrollieren zu k\u00f6nnen. Eine prim\u00e4r an den Konsum gebundene Alltagsorientierung findet eher selten statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso wie die Karriereverl\u00e4ufe nicht integrierter Konsumierender weisen auch die\u00adjenigen der integrierten Konsumierenden Phasen kompulsiven Gebrauchs auf. Dro\u00adhenden Kontrollverlusten begegnen sie durch selbstinitiierte Unterbrechungen, Ein\u00adschr\u00e4nkungen des Konsums oder ritualisierten Umgang mit der Droge. Dabei finden sie Unterst\u00fctzung bei den ebenfalls konsumierenden Mitgliedern ihrer sozia\u00adlen Netzwerke. Einige schlie\u00dfen nicht aus, da\u00df sie den Konsum in absehba\u00adrer Zeit g\u00e4nzlich einstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterschiede zeigen sich bez\u00fcglich des Konsumverhaltens und der konsumierten Substanz. F\u00fcr deutlich mehr als die H\u00e4lfte der Heroinkonsumierenden ist der Bei\u00adkonsum von Kokain durchaus \u00fcblich, und die \u00fcbrigen lehnen Kokainkonsum in der Regel nicht prinzipiell ab. Umgekehrt grenzt sich eine gro\u00dfe, tendenziell medizi\u00adnali\u00adsierungs- und repressionsimmune Gruppe von Kokainkonsumierenden von den \u00abJunkies\u00bb sehr deutlich ab. Die allermeisten Konsumierenden beider Gruppen schreiben der Substanz Heroin ein gr\u00f6\u00dferes Gef\u00e4hrdungspotential zu.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verfolgungsintensit\u00e4t<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine sozialepidemiologische Studie darf nicht nur die Konsumierenden betrachten, sondern mu\u00df die Organe der Drogenrepression und der sozialmedizinischen Ver\u00adsor\u00adgung ebenfalls ber\u00fccksichtigen. Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist der Nachweis einer sich verst\u00e4rkenden Repression seit 1990. Die Erfassung der Kon\u00adsumenten durch die Polizei unterliegt sowohl zwischen den Kantonen als auch im Zeitverlauf einer betr\u00e4chtlichen Variabilit\u00e4t. In fast allen Kantonen hat sich jedoch die Anzeige\u00adintensit\u00e4t zwischen 1990 und 1993 betr\u00e4chtlich erh\u00f6ht. Die blo\u00dfe Zahl der Anzeigen pro Zeiteinheit bildet keinen guten Indikator f\u00fcr Inzidenz und Pr\u00e4valenz des Drogen\u00adkonsums, die daraus abgeleiteten Gruppengr\u00f6\u00dfen\u00adsch\u00e4tzungen hingegen schon. Im Be\u00adobachtungszeitraum wurden mit steigender Ten\u00addenz j\u00e4hrlich zwischen 25% und 45% der repressionssuszeptiblen Konsumieren\u00adden durch die Polizei erfa\u00dft. Eine Vermin\u00adderung der finanziellen Mittel in diesem Bereich w\u00fcrde zu einer Senkung der Fallzahlen f\u00fchren. Bei einer hohen Aus\u00adsch\u00f6pfung sinkt der Grenznutzen f\u00fcr einen zus\u00e4tzlich gefundenen Fall massiv, da die Kosten \u00fcberproportional steigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es zeigt sich auch, da\u00df die Repression verst\u00e4rkt neue, bisher wenig belastete oder immune Personengruppen fokussiert und so beispielsweise vermehrt Kokainkon\u00adsu\u00admierende oder Frauen erfa\u00dft werden. Gleichzeitig erh\u00f6ht die verst\u00e4rkte Anzeige\u00adin\u00adtensit\u00e4t aber auch die Wahrscheinlichkeit, da\u00df bereits Suszeptible erneut erfa\u00dft wer\u00adden, was zu einer Erh\u00f6hung der gemessenen Fallzahlen der \u00abR\u00fcckf\u00e4lligen\u00bb f\u00fchrt. Daraus resultiert eine \u00dcbersch\u00e4tzung der Inzidenzen und der Gruppengr\u00f6\u00dfen. Die einmal erfolgte Erfassung erh\u00f6ht das Risiko weiterer Erfas\u00adsungen. Sanktionen k\u00f6n\u00adnen die Lebenssituation vor allem von bisher integrierten Konsumierenden destabili\u00adsieren. Insofern kann eine Erh\u00f6hung der Verfolgungsin\u00adtensit\u00e4t auch nega\u00adtive Aus\u00adwirkungen auf individuelle Drogenkarrieren im Sinne einer zunehmenden sozialen Desintegration haben. Dies d\u00fcrfte im Bereich der medizinischen Vorsorge und Ver\u00adsorgung bedeutend seltener der Fall sein als im Repressionsbereich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Empfehlungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus der Studie lassen sich Erkenntnisse ableiten, die aus gesamtgesellschaftlicher Sicht geeignet sind, den Komplex \u00abDrogenproblem\u00bb zu entsch\u00e4rfen. Zum einen wird deutlich, da\u00df versch\u00e4rfte Repression die gesellschaftliche Integration der Konsumie\u00adrenden nicht f\u00f6rdert. Zum andern ergibt sich auf der Kostenseite ein abneh\u00admender Grenznutzen bei einer zunehmenden Verfolgung bisher integrierter, unauff\u00e4lliger Konsumierender. Diese Form des Konsums ist mit dem geringsten Aufwand f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Haushalt belastet und verursacht im besten Fall \u00fcberhaupt keine Kosten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Integrierte Konsumierende verlieren durch Stigmatisierung ihren Status und verur\u00adsachen dann Kosten und Wohlfahrtsverluste, womit der Nutzen der Intervention ne\u00adgativ wird. Die Drogenpolitik mu\u00df sicherstellen, da\u00df ein m\u00f6glichst gro\u00dfer Teil der Konsumierenden von einer Stigmatisierung verschont bleibt. Diese sind dann besser in der Lage, gesellschaftliche Integration und eine ihrer Gesundheit f\u00f6rder\u00adliche posi\u00adtive Lebenshaltung aufrechtzuerhalten. Zu warnen ist im weiteren vor intensiven Registrierungen und Verurteilungen der schon von jeher gegen\u00fcber repres\u00adsiver Stig\u00admatisierung besonders empfindlichen Jugendlichen, die unter Umst\u00e4nden dadurch einen Gro\u00dfteil ihrer Lebenschancen und Perspektiven verlie\u00adren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu f\u00f6rdern sind hingegen alle Ma\u00dfnahmen, die, sofern ein sofortiger Ausstieg nicht m\u00f6glich ist, zu einem gesellschaftlich integrierten Konsummuster f\u00fchren. Dabei sol\u00adlen die nicht biologisch determinierten protektiven Faktoren gest\u00e4rkt werden: K\u00f6r\u00adper- und Gesundheitsbewu\u00dftsein, internale Kontrolle, Arbeitsorientie\u00adrung und so\u00adziale Vernetzung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fussnoten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote1anc\">1<\/a> F\u00fcr epidemiologische Fragestellungen besonders schwer einzuordnen sind diejenigen Perso\u00adnen, die ihren Konsum w\u00e4hrend einiger Zeit einstellen und ihn unter Umst\u00e4nden nach zwei-, drei- oder mehrj\u00e4hriger Pause wieder aufnehmen. Dabei handelt es sich sowohl um Perso\u00adnen mit einigerma\u00dfen kontrolliertem Gebrauch als auch um solche, die immer wieder Phasen des unkontrollierten, massiven Gebrauchs durchmachen und dann auch mit erh\u00f6hter Wahr\u00adscheinlichkeit auff\u00e4llig werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote2anc\">2<\/a> Im Jahre 1994 sind mehr als 25&#8217;000 Personen wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen das Bet\u00e4ubungsmittel\u00adgesetz polizeilich erfa\u00dft worden, darunter 14&#8217;000 Konsumierende von Heroin oder Kokain. F\u00fcr die Repression des Drogenkonsums wurde im Jahre 1991 eine halbe Milliarde Franken an \u00f6ffent\u00adlichen Mitteln aufgewendet, und zwar mit steigender Tendenz in den folgenden Jahren. N\u00e4heres \u00fcber Volumen und Kosten der Drogenm\u00e4rkte in Estermann: Die Kosten der Drogen\u00adrepression, a.a.O., 1995 und ders.: Zum Erfolg der Drogenrepression in der Schweiz. Eine zeitgeschichtliche Betrachtung. In: abh\u00e4ngigkeiten, 1\/1996, Lausanne, 1996<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote3anc\">3<\/a> Zur eigentlichen Remission, dem Ausstieg aus dem Konsum, m\u00fcssen die Todesf\u00e4lle hinzuge\u00adrechnet werden. ProLitter<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pl01.owen.prolitteris.ch\/na\/plzm.3a1a97a9-a8f0-4722-bed0-42cef39efc03\" width=\"1\" height=\"1\">is<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weiterlesen \u00a9 ProLitteris, Josef Estermann 5 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse &#8211; Empfehlungen Die vorliegende Studie liefert eine Sch\u00e4tzung der Zahl der Heroin und Kokain kon\u00adsumierenden Personen in der Schweiz f\u00fcr die Jahre 1989 bis 1994. Die Verbindung von qualitativen und quantitativen Ans\u00e4tzen dient dazu, ein m\u00f6glichst umfas\u00adsendes, differenziertes Bild der Struktur und des Umfangs der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=1731\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Sozialepidemiologie des Drogenkonsums Kap. 5<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":284,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1731","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1731","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1731"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1731\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3488,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1731\/revisions\/3488"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/284"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1731"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}