{"id":2441,"date":"2022-10-30T23:55:42","date_gmt":"2022-10-30T21:55:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=2441"},"modified":"2025-03-19T00:38:49","modified_gmt":"2025-03-18T22:38:49","slug":"auswirkungen-drogenrepression-nelles-strafvollzug","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=2441","title":{"rendered":"Auswirkungen Drogenrepression Nelles Strafvollzug"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=2443\"><strong>Weiterlesen: Maeder Strafvollzug<\/strong><\/a><br>\u00a9 ProLitter<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" src=\"https:\/\/pl01.owen.prolitteris.ch\/na\/plzm.0c072e64-293d-4fdd-8ea8-ec2117ad1fa5\">is, Joachim Nelles<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/9783907230015_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"417\" height=\"600\" src=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/9783907230015_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3490\" style=\"width:71px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/9783907230015_.jpg 417w, https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/9783907230015_-209x300.jpg 209w\" sizes=\"auto, (max-width: 417px) 100vw, 417px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Joachim Nelles und Andreas Fuhrer<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Drogen im Strafvollzug. Problematik und Ans\u00e4tze f\u00fcr einen risiko\u00e4rmeren Umgang<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einf\u00fchrung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In nur drei\u00dfig Jahren, zwischen 1965 und 1994, stieg in der Schweiz die j\u00e4hrliche Zahl der Verurteilungen nach dem Bet\u00e4ubungsmittelgesetz von anf\u00e4nglich 9 auf 9055 F\u00e4lle, darunter 2999 unbedingte Freiheitsstrafen (Estermann 1997). In deutschen Gef\u00e4ngnissen sitzt rund ein Viertel der Gefangenen wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen das Drogengesetz ein (Quensel 1997). Diese beiden Beispiele spiegeln die sich seit den 60er Jahren abzeichnende internationale Tendenz, mehr und mehr Personen wegen Drogendelikten oder Beschaffungskriminalit\u00e4t zu verurteilen &#8211; eine Entwicklung, die einerseits auf die zunehmende Verbreitung illegaler Drogen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, andererseits aber auch als Folge der drogenpolitischen Repressionsstrategie gewertet werden muss (ausf\u00fchrlich f\u00fcr die Schweiz: Estermann et al. 1996).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Gro\u00dfteil der drogenbedingt Inhaftierten ist selbst drogenabh\u00e4ngig, ja gerade aufgrund der eigenen Sucht, etwa wegen illegalen Drogenkonsums oder durch Beschaffungsdelikte, erst straff\u00e4llig geworden. Die meisten von ihnen finden Mittel und Wege, den Drogenkonsum im Gef\u00e4ngnis fortzusetzen. Die wenigen verf\u00fcgbaren Untersuchungen belegen eine massive \u00dcberrepr\u00e4sentation Drogenabh\u00e4ngiger und -konsumierender unter Straff\u00e4lligen. So sind gem\u00e4\u00df einer Erhebung des Schweizerischen Bundesamtes f\u00fcr Statistik 25 bis 50% der Insassinnen in Schweizer Gef\u00e4ngnissen drogenabh\u00e4ngig (Koller 1997). In der weiter unten dargestellten, in der Frauenstrafanstalt Hindelbank durchgef\u00fchrten Studie wurde ein Anteil von Heroin- und Kokainkonsumierenden von 40% gefunden, von denen wiederum \u00fcber 80% im Gef\u00e4ngnis den Konsum von Heroin oder Kokain fortsetzten. Diese Gr\u00f6\u00dfenordnungen stehen beispielhaft f\u00fcr viele Strafanstalten in Industriel\u00e4ndern, d.h. es muss von erheblichen Anteilen intraven\u00f6s Drogen konsumierender Gef\u00e4ngnisinsassen ausgegangen werden (Tabelle 1). Der Umstand, dass Drogenkonsumentlnnen aufgrund ihres suchtspezifischen Verhaltens w\u00e4hrend des Vollzugs h\u00e4ufiger keine vorzeitige Entlassung gew\u00e4hrt wird, akzentuiert die Situation noch.<\/p>\n\n\n\n<p>Tabelle 1: I.v. Drogenkonsum im Gef\u00e4ngnis im internationalen Vergleich<\/p>\n\n\n\n<p>Land                       Zeitraum       Prozent    Quelle<\/p>\n\n\n\n<p>Australien           1989-1993   36-46    Crofts 1995, Gaugwhin 1991<\/p>\n\n\n\n<p>Kanada                 1989-1994    30-50    J\u00fcrgens 1994, Rothon 1994<\/p>\n\n\n\n<p>Italien                    1991-1992    19-32    Ceretti 1994<\/p>\n\n\n\n<p>Niederlande       1989                 33            Moerings 1994<\/p>\n\n\n\n<p>Norwegen            1989                44            Scherdin 1994<\/p>\n\n\n\n<p>Schottland            1991-94     18-27.5   Bird 1992, Gore 1995, Power 1992, Shewan 1993, Taylor 1995<\/p>\n\n\n\n<p>Spanien                   1989-1994    44          Basoco 1994<\/p>\n\n\n\n<p>USA                           1985-1993    40-80   Brewer 1992, Hammett 1994, Minshall 1993, Pagliaro 1992, Vlahov 1993<\/p>\n\n\n\n<p>Die Angaben betreffen jeweils nur den Personenkreis, der mit der entsprechenden Untersuchung erfasst wurde. Die Daten sind infolge der sehr unterschiedlichen Stichprobengr\u00f6\u00dfen nur bedingt vergleichbar. In der Regel stammen die Resultate nicht aus fl\u00e4chendeckenden Studien, sondern aus einem oder mehreren Gef\u00e4ngnissen eines Landesteils. Die Prozentzahlen zum Drogenkonsum beziehen sich auf die Insassen-Gesamtpopulation.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. &#8222;Harm Reduction&#8220; innerhalb und au\u00dferhalb der Gef\u00e4ngnisse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Drogenkonsum ist im Zuge seiner Kriminalisierung zu einem Hauptproblem vieler Gef\u00e4ngnisse geworden. Wesentlich mit dazu beigetragen hat der praktische Ausschluss einer Reihe von effizienten, au\u00dferhalb von Gef\u00e4ngnissen bew\u00e4hrten gesundheitsorientierten Angeboten im Strafvollzug. Parallel zum Repressionsprimat, das seit den 20er Jahren die US-amerikanische, sp\u00e4testens seit den 60er Jahren auch die europ\u00e4ische Drogenpolitik dominiert (Springer 1992), hat das Gesundheitswesen mit dem Konzept der &#8222;Risikominderung&#8220; (engl. &#8222;Harm Reduction&#8220;) ein praxisorientiertes Pr\u00e4ventionskonzept etabliert. Den Drogenkonsumentinnen stehen au\u00dferhalb der Gef\u00e4ngnisse vielerorts Angebote zur Verf\u00fcgung, die nicht unmittelbar auf die Therapie der Sucht und auf Drogenabstinenz abzielen, sondern vermeidbare, illegalit\u00e4tsbedingte gesundheitliche Begleitrisiken des Drogenkonsums minimieren, insbesondere die Gefahr der \u00dcbertragung von Infektionskrankheiten. Zu diesen Angeboten z\u00e4hlen die Abgabe von sterilem Spritzenbesteck, Desinfektionsmitteln und Kondomen (DrogenkonsumentInnen stellen hinsichtlich des sexuellen Risikoverhaltens, vor allem wegen ungesch\u00fctzter sexueller Kontakte, eine besonders gef\u00e4hrdete bzw. gef\u00e4hrdende Gruppe dar), die Anleitung zum sicheren Drogengebrauch, die Einrichtung von Fixerr\u00e4umen sowie die Verschreibung von Methadon und in j\u00fcngerer Vergangenheit von Heroin und Morphin. Diese Ma\u00dfnahmen, einschlie\u00dflich der Bet\u00e4ubungsmittelverschreibung, werden in der Schweizer \u00d6ffentlichkeit mehrheitlich bef\u00fcrwortet (Gutzwiller 1997).<\/p>\n\n\n\n<p>Innerhalb der Gef\u00e4ngnismauern hingegen wurden risikomindernde Drogenstrategien bislang kaum eingef\u00fchrt (Nelles et al. 1995). In vielen Gef\u00e4ngnissen ist bereits die Abgabe von Kondomen umstritten. Schon der Besitz von Injektionsmaterial ist nicht erlaubt und wird sanktioniert; sterile Spritzen sind f\u00fcr Abh\u00e4ngige im Gef\u00e4ngnis noch schwieriger erh\u00e4ltlich als die Bet\u00e4ubungsmittel selbst. Ein Gef\u00e4ngnisaufenthalt beinhaltet f\u00fcr die Insassinnen wegen des Tauschs mehrfach benutzter Spritzen und infolge ungesch\u00fctzter sexueller Kontakte ein massiv erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Infektions\u00fcbertragungen. Die Pr\u00e4valenzen von HIV-Infektionen, aber auch von viraler Hepatitis (und deren potentiell lebensbedrohlichen Formen B und C) unter Gefangenen erweisen sich, soweit \u00fcberhaupt bekannt, als um ein Vielfaches h\u00f6her als in der Normalbev\u00f6lkerung und sind bei Drogenkonsumentinnen mit Hafterfahrung signifikant h\u00f6her als bei solchen ohne Hafterfahrung (BAG 1993, Harding et al. 1990, Kleiber 1990, Koch et al. 1992, M\u00fcller et al. 1994). F\u00fcr HIV-\u00dcbertragungen im Gef\u00e4ngnis existiert heute wissenschaftliche Evidenz (Taylor et al. 1995; Dolan et al. 1994; \u00dcberblick zum internationalen Forschungsstand bei Dolan 1997). Angesichts des Umstandes, dass Gef\u00e4ngnisse alles andere als abgeschlossene Systeme darstellen (hohe Durchl\u00e4ssigkeit infolge h\u00f6heren Anteils an Kurzstrafen, Urlauben, Verlegungen und vorzeitigen Entlassungen) sowie im Zuge von Beschaffungsprostitution sind l\u00e4ngerfristig, weit \u00fcber den engen Kreis der Straff\u00e4lligen hinausgehend, breitere Bev\u00f6lkerungsgruppen von diesen Risiken mitbetroffen. Gef\u00e4ngnisse m\u00fcssen deshalb als eigentliche Angelpunkte f\u00fcr die Verbreitung von Infektionskrankheiten bezeichnet werden (Dolan 1997).<\/p>\n\n\n\n<p>In der Schweiz sind unter dem Eindruck des Auftretens von AIDS immerhin einige gesundheitspolitisch motivierte Ma\u00dfnahmen auf die Gef\u00e4ngnisse ausgedehnt worden. Seit 1986 f\u00fchrten mehr und mehr Anstalten die Abgabe von Kondomen ein. Es folgte die Zurverf\u00fcgungstellung von Desinfektionsmitteln und die Einf\u00fchrung der Methadonverschreibung f\u00fcr drogenabh\u00e4ngige Gefangene. Ab 1992 wurden in der Kantonalen Strafanstalt Obersch\u00f6ngr\u00fcn (Kanton Solothurn) vom \u00e4rztlichen Dienst sterile Injektionsspritzen an drogenkonsumierende Insassen abgegeben. 1994\/95 fand in der Frauenstrafanstalt Hindelbank ein Pilotprojekt zur Drogen- und HIV-Pr\u00e4vention statt, das die freie Zug\u00e4nglichkeit steriler Spritzen \u00fcber eins-zu-eins-Austauschautomaten mit ein schloss. Spritzen werden seither in Hindelbank als fester Bestandteil der gef\u00e4ngniseigenen Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen weiter abgegeben. Seit 1995 wird in der Strafanstalt Obersch\u00f6ngr\u00fcn im Rahmen des schweizerischen Versuchsplans zur \u00e4rztlichen Verschreibung von Bet\u00e4ubungsmitteln Heroin zur intraven\u00f6sen Applikation unter Aufsicht an eine Auswahl drogenabh\u00e4ngiger Insassen abgegeben. Im Basler Gef\u00e4ngnis Sch\u00e4llem\u00e4tteli konnten im Rahmen eines Pilotprojekts Insassen bis M\u00e4rz 1997 Methadon unter \u00e4rztlicher Aufsicht intraven\u00f6s applizieren. In der kantonalen Anstalt Realta (Graub\u00fcnden) werden seit Februar 1997 Spritzen in einem Austauschautomaten abgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Das Pilotprojekt in Hindelbank<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem in der Frauenstrafanstalt Hindelbank 1994 realisierten Pilotprojekt zur Drogen- und HIV-Pr\u00e4vention wurde erstmals die freie Abgabe steriler Injektionsspritzen und -nadeln (zusammen mit einem Paket pr\u00e4ventiver Begleitma\u00dfnahmen) unter den Bedingungen des Strafvollzugs systematisch erprobt. Gewiss besteht in diesem Frauengef\u00e4ngnis mit nur knapp 100 Insassinnen eine spezielle Strafvollzugssituation, dennoch weist das Projekt in zweierlei Hinsicht exemplarischen Charakter auf: erstens in Bezug auf seine wechselhafte Entstehungsgeschichte und zweitens hinsichtlich der Ergebnisse, welche sich &#8211; letztlich unspektakul\u00e4r &#8211; weitgehend mit Erkenntnissen aus Untersuchungen au\u00dferhalb der Gef\u00e4ngnisse decken. Diese beiden Aspekte sollen im Folgenden kurz beleuchtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.1 Entstehungsgeschichte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Thema \u201eSucht&#8220; wurde erstmals in den Jahresberichten der Anstalt Hindelbank von 1957-1962 erw\u00e4hnt, damals allerdings noch im Zusammenhang mit zu hoher Medikamentenverschreibung. Erst in den Jahresberichten von 1968 bis 1978 war von zunehmenden Widerhandlungen gegen das Bet\u00e4ubungsmittelgesetz die Rede. Bereits in der n\u00e4chsten Berichtsperiode (1979 bis 1982) nahm das Drogenproblem einen auff\u00e4lligen Platz in der Darstellung ein. Erstmals kamen Drogenschmugglerinnen mit langen Freiheitsstrafen nach Hindelbank. 1983 bis 1985 wurde das Konzept des Betreuungsvollzugs umgesetzt, man sprach von &#8222;drogenkranken&#8220; Insassinnen. 51% der Insassinnen wurden wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen das Bet\u00e4ubungsmittelgesetz eingewiesen, die H\u00e4lfte dieser Frauen hatten starke Suchtprobleme. In der Berichtsperiode 1990 bis 1993 ist nachzulesen, dass in der Belegschaft eine gro\u00dfe Verunsicherung zu sp\u00fcren sei. Nach zwei Todesf\u00e4llen von drogenabh\u00e4ngigen Insassinnen Anfang 1991 beginnen die konkreten Vorbereitungen zum Pilotprojekt &#8222;Aids-Pr\u00e4vention und Spritzenabgabe&#8220; in Zusammenarbeit von Polizeidirektion, Anstaltsleitung und Bundesamt f\u00fcr Gesundheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesem letzten Schritt vorausgegangen waren Anstrengungen von Drogenfachleuten, Spritzenabgabe auch innerhalb der Gef\u00e4ngnisse zu erm\u00f6glichen. Die Anstaltsleitungen aus den drei schweizerischen Strafvollzugskonkordaten sprachen sich damals noch grunds\u00e4tzlich gegen eine Abgabe von Spritzen im Gef\u00e4ngnis aus. (1) Richtlinien zur Aids-Problematik in Gef\u00e4ngnissen und \u00e4hnlichen Institutionen (2) enthielten allerdings den Hinweis, dass von \u00e4rztlicher Seite empfohlen werde, Drogenabh\u00e4ngigen den Bezug von sterilem Injektionsmaterial zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zuge der anwachsenden Aids-Problematik war es ein Anliegen des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit (BAG), Fachkreise f\u00fcr das Drogen- und Aidsproblem in den Vollzugsanstalten zu sensibilisieren. Auf Einladung des BAG trafen sich im Juni 1989 Gef\u00e4ngnis\u00e4rzte, Fachleute f\u00fcr das Gesundheitswesen und Gef\u00e4ngnisdirektoren aus der ganzen Schweiz zu einem Austausch \u00fcber das Thema &#8222;Aids&#8220;. Im Auftrag des BAG f\u00fchrte Harding zur gleichen Zeit in 17 Vollzugseinrichtungen der Schweiz die Untersuchung &#8222;Aids im Strafvollzug&#8220; durch (Harding et al. 1990). Die Ergebnisse dieser Studie wurden im M\u00e4rz 1991 bei einer Veranstaltung des BAG in Bern einer interessierten Fach\u00f6ffentlichkeit vorgestellt. Stimmen f\u00fcr eine Pr\u00e4vention inklusive Spritzenabgabe waren zu diesem Zeitpunkt erst vereinzelt zu vernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>ln Hindelbank selber wurden die Verh\u00e4ltnisse bez\u00fcglich Drogenkonsum, Risikoverhalten und Gesundheitszustand der Frauen (Todesf\u00e4lle, wiederkehrende \u00dcberdosierungen, Spritzenabszesse, Spritzentausch mit erh\u00f6htem Infektionsrisiko) immer prek\u00e4rer, so dass der Gef\u00e4ngnisarzt gemeinsam mit den Angestellten des Gesundheitsdienstes im Mai und Juni 1991 eine informelle Erhebung \u00fcber Drogenkonsum und Risikoverhalten der Insassinnen vornahm. Die besorgniserregenden Resultate leitete er, verbunden mit dem Antrag auf Bewilligung einer kontrollierten Spritzenabgabe, an die Polizeidirektion und den Kantonsarzt des Kantons Bern weiter. (3) In Zusammenarbeit von BAG, den Anstalten in Hindelbank und der Polizeidirektion des Kantons Bern entstand in der Folge ein erstes Arbeitspapier<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Pilotprojekt Aidspr\u00e4vention in Hindelbank&#8220;. Im M\u00e4rz 1992 wurden die Konzeption des Projekts und der Begleitevaluation in Auftrag gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Voruntersuchung beim Anstaltspersonal ergab, dass die Akzeptanz der geplanten Ma\u00dfnahmen bei denjenigen Angestellten, die in engem Bezug mit den Insassinnen arbeiten, besonders hoch war. Diese Gruppen dr\u00e4ngten in der Folge auch besonders nachdr\u00fccklich auf eine rasche Installation des Projekts. Es schienen somit gute Voraussetzung f\u00fcr eine Umsetzung zu bestehen. Auf politischer Ebene erwuchsen dem Projekt aber noch einige Schwierigkeiten. Erst im September 1993 hat letztlich der Neunerausschuss, ein vorberatendes Gremium der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren, den Projektentwurf mehrheitlich zustimmend zur Kenntnis genommen. Nachdem der Polizeidirektor des Kantons Bern den offiziellen Auftrag zur Realisierung erteilt hatte, konnten die erforderlichen Schritte zur Umsetzung unternommen werden. Die Evaluation setzte mit der ersten Erhebung am 19.5.1994 ein; rund einen Monat sp\u00e4ter begann die Pr\u00e4ventionsarbeit mit dem Aufstellen von je einem Spritzentauschautomaten in den sechs Abteilungen der Anstalt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entstehungsgeschichte des Pilotprojekts von Hindelbank ist bezeichnend f\u00fcr die zaghafte Entwicklung der Gesundheitsvorsorge im &#8222;Niemandsland zwischen (&#8230; ) Gesundheitswesen und Kriminaljustiz&#8220; (Harding 1997). Nur verz\u00f6gert gegen\u00fcber der gesellschaftlichen Entwicklung wurde das Drogenproblem auch f\u00fcr die Verantwortlichen des Strafvollzugs zu einem Thema, und pragmatische Gesundheitsstrategien wurden von den Justizbeh\u00f6rden lange abgelehnt. Erst das dezidierte Engagement aus den Kreisen des Gesundheitswesens, das heisst von Mitarbeiterlnnen des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit einerseits und vom Gesundheitsdienst der Anstalt andererseits, hat die Realisierung des Projekts in Hindelbank erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.2. Ausgew\u00e4hlte Ergebnisse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Pilotprojekt in der Anstalt Hindelbank umfasste, neben der Spritzenabgabe, auch Informationsveranstaltungen im Plenum und in Gruppen, \u00e4rztliche und nicht\u00e4rztliche Sprechstunden und das Auflegen von Informationsschriften. Ein Forschungsteam der Psychiatrischen Universit\u00e4tsklinik Bern f\u00fchrte die externe Evaluation durch (Nelles et al. 1997). Zu vier Zeitpunkten (unmittelbar vor sowie drei, sechs und zw\u00f6lf Monate nach Einsetzen der Pr\u00e4vention) wurden die Insassinnen und teilweise das Personal systematisch befragt. Von den Insassinnen nahmen 85% an den Interviews teil. Die so gewonnenen Daten zu Drogenkonsum, Risikoverhalten, Akzeptanz des Projekts usw. wurden erg\u00e4nzt u.a. durch Ergebnisse medizinischer Untersuchungen, Zahlen zum Spritzenbezug sowie Daten \u00fcber die anstaltsinternen Sanktionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Spritzenabgabe wurde sehr gut genutzt: 5335 Spritzen sind w\u00e4hrend der einj\u00e4hrigen Pilotphase an den Automaten bezogen worden, dies bei einem durchschnittlichen Insassinnenbestand von 87\u00b16 Personen. In Zeiten mit geringeren Spritzenbez\u00fcgen gingen auch die drogenbedingten anstaltsinternen Sanktionen (z.B. wegen positiver Urinkontrollen) zur\u00fcck, d.h. Spritzen wurden dann bezogen, wenn auch Drogen verf\u00fcgbar waren. Zweckfremde Verwendungen wurden nicht registriert. Die Spritzenabgabe f\u00fchrte im Anstaltsalltag nicht zu Schwierigkeiten; die freie Abgabe hat sich als machbar erwiesen. Die H\u00e4ufigkeiten von Drogen\u00fcberdosierungen oder Todesf\u00e4llen im Zusammenhang mit Drogenkonsum ist nicht angestiegen. Abszesse, zur\u00fcckzuf\u00fchren auf Drogenkonsum innerhalb der Anstalt, wurden im Laufe des Projektes keine mehr beobachtet. Die Ma\u00dfnahmen in der Anstalt Hindelbank haben sich als machbar erwiesen. Ein Hauptziel des Projekts, die Verminderung von Infektionsrisiken durch Mehrfachgebrauch von Injektionsbesteck, wurde klar erreicht. Unmittelbar vor Beginn des Projekts gaben 8 von 65 befragten Insassinnen an, mit z.T. mehreren Personen Spritzen getauscht zu haben; nach zw\u00f6lf Monaten war es noch eine von 57 befragten Insassinnen, die Spritzen mit einer Freundin tauschte. Im gleichen Zeitraum hat sich die Anzahl der Konsumentinnen von Heroin oder Kokain von 25 auf 13 ver\u00e4ndert, darunter 19 respektive neun Insassinnen, welche die Substanzen intraven\u00f6s applizierten. Der Drogenkonsum hat (auch unter Ber\u00fccksichtigung der Konsumfrequenz) im Zuge der Spritzenabgabe nicht zugenommen; das Muster der Applikationsformen f\u00fcr Heroin und Kokain lie\u00df keine systematischen Ver\u00e4nderungen erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Tabelle 2: Konsum von Heroin und Kokain (alle befragten Insassinnen, n=137)   <\/p>\n\n\n\n<p>                    jemals im Leben       im Monat           im Gef\u00e4ngnis<\/p>\n\n\n\n<p>                       regelm\u00e4\u00dfig               vor  Eintritt <\/p>\n\n\n\n<p>                                          Anzahl       Anzahl              Anzahl<\/p>\n\n\n\n<p>Heroin                                10                 10                        24  <\/p>\n\n\n\n<p>Kokain                                   6                    8                           2<\/p>\n\n\n\n<p>Heroin und Kokain      46                 35                        19<\/p>\n\n\n\n<p>Total                                     62                 53                         45<\/p>\n\n\n\n<p>Freiwillige Blutanalysen, bei 94 Insassinnen durchgef\u00fchrt, ergaben in sechs F\u00e4llen positive HIV-Befunde, f\u00fcnf lnsassinnen wiesen eine aktive Hepatitis B auf. Insgesamt 53% (50\/94) der Tests fielen positiv auf Hepatitis B, 37% (35\/94) positiv auf Hepatitis C aus. Das Risiko der \u00dcbertragung von HIV oder viraler Hepatitis ist als hoch anzusehen. Diese Tatsache wird zus\u00e4tzlich durch den hohen Anteil von Heroin- und Kokainkonsumentinnen unter den Insassinnen unterstrichen (Tabelle 2). Heroin und Kokain wurden \u00fcberwiegend intraven\u00f6s konsumiert. 45% der 137 befragten Insassinnen hatten fr\u00fcher regelm\u00e4\u00dfig Heroin oder Kokain konsumiert, 33% gaben im Laufe des Pilotprojekts an, auch im Gef\u00e4ngnis Heroin oder Kokain zu konsumieren. Dabei war der Anteil der Drogenkonsumentinnen um so h\u00f6her, je l\u00e4nger sich die Frauen zum Zeitpunkt der Befragung bereits in der Anstalt befanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Evaluationsstudie zum Pilotprojekt von Hindelbank best\u00e4tigt, was bereits Untersuchungen au\u00dferhalb der Gef\u00e4ngnisse ergeben haben: Spritzenabgabe ist eine geeignete Ma\u00dfnahme, den Tausch von Injektionsmaterial unter Drogenkonsumierenden und damit das Risiko von Neuinfektionen wirksam zu verringern. Die Ergebnisse zum Drogenkonsum und zur Infektionspr\u00e4valenz machen schon in dieser nur kursorischen Darstellung deutlich, wie notwendig eine wirkungsvolle Infektionsprophylaxe und damit verbunden die Aufwertung gesundheitspolitischer Aspekte gegen\u00fcber dem Repressionsprinzip auch im Strafvollzug ist. Aufgrund der gesamthaft positiven Ergebnisse des Pilotprojektes wurde die Spritzenabgabe in Hindelbank fest installiert. Zur Wahrung notwendiger begleitender Pr\u00e4ventionsbem\u00fchungen wurde eigens eine Gesundheitsschwester in Teilzeit angestellt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literaturangaben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>BAG (Bundesamt f\u00fcr Gesundheit) und Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Aidsfragen (Hrsg.): HIV-Pr\u00e4vention in der Schweiz. Ziele, Strategien, Ma\u00dfnahmen. Bern, Bundesamt f\u00fcr Gesundheit, 1993.<\/p>\n\n\n\n<p>Basoco, J.T.: AIDS in Prison in Spain. In: Thomas, P.A.; Moerings, M. (eds.): AIDS in Prison. Dartmouth, Aldershot u.a., 1994, S. 99-105.<\/p>\n\n\n\n<p>Bird, A.; Gore, S.M.; Jolliffe, D.W.; Bums, S.M.: Anonymous HIV surveillance in Saughton Prison. In: AIDS, Vol. 6, Edinburgh, 1992, S. 725-733.<\/p>\n\n\n\n<p>Brewer, T.F.; Derrickson, J.: AIDS in prison: A review of epidemiology and preventive policy. In: AIDS, Vol. 6 (7), Edinburgh 1992, S. 623-628.<\/p>\n\n\n\n<p>Ceretti, A.; Merzagora, 1.: AIDS in Prisons in Italy. In: Thomas, P.A.; Moerings, M. (eds.): AIDS in Prison. Dartmouth, Aldershot u.a., 1994, S. 84-98.<\/p>\n\n\n\n<p>Crofts, N.; Stewart, T.; Hearne, P.; Xin, Y.P.; Breschkin, A.M.; Locarnini, S.A.: Spread of bloodborne viruses among Australian prison entrants. British Medical Journal, Vol. 310, 1995, S. 285-288.<\/p>\n\n\n\n<p>Dolan, K.; Hall, W.; Wodak, A.; Gaughwin, M.: Evidence ofHIV transmission in an Australian prison. Letter, MJA, 160, 1994, S. 734.<\/p>\n\n\n\n<p>Dolan K: AIDS, drugs and risk behaviour in prison: State of the Art. In: Nelles, J.; Fuhrer, A. (Hrsg.\/eds): Harm Reduction in Prison &#8211; Risikominderung im Gef\u00e4ngnis. Bern, Verlag Peter Lang, 1997, S. 213-238.<\/p>\n\n\n\n<p>Estermann, J.; Herrmann, U.; H\u00fcgi, D.; Nydegger, B.: Sozialepidemiologie des Drogenkonsums. Zu Pr\u00e4valenz und Inzidenz des Heroin- und Kokaingebrauchs und dessen polizeiliche Verfolgung. Berlin, VWB, Studien zur qualitativen Drogenforschung und akzeptierenden Drogenarbeit, Bd. 8, 1996.<\/p>\n\n\n\n<p>Estermann, J.: Die Verfolgung des Drogenkonsums und Drogenkonsumierender in Schweizer Gef\u00e4ngnissen. In: Nelles, J.; Fuhrer A. (Hrsg.\/eds): Harm Reduction in Prison &#8211; Risikominderung im Gef\u00e4ngnis, Bern, Verlag Peter Lang, 1997, S. 61-82.<\/p>\n\n\n\n<p>Gaughwin, M.D.; Douglas, R.M.; Liew, C.; Davies, L. et al.: HIV prevalence and risk behaviours for HIV transmission in South Australian prisons. In: AIDS, Vol 5 (7), 1991, S. 845-851.<\/p>\n\n\n\n<p>Gore, S.M.; Bird, A.G.; Bums, S.M.; Goldberg, D.J.; Ross, A.J.; Macgregor, J.: Drug injection and HIV prevalence in inmates of Glenochil prison. British Medical Journal, Vol. 310, 1995, S. 293-296.<\/p>\n\n\n\n<p>Gutzwiller, F.: Schadensreduktion als Teil eine koh\u00e4renten Drogenbek\u00e4mpfw1gsstrategie. In: Nelles, J.; Fuhrer A. (Hrsg.\/eds.), Harm Reduction in Prison &#8211; Risikominderung im Gef\u00e4ngnis. Bern, Verlag Peter Lang, 1997, 35-43.<\/p>\n\n\n\n<p>Hammett, T.M.; Harrold, L.; Newlyn, A.; Moini, S.: AIDS in Prisons in the USA. In: Thomas, P.A.; Moerings, M. (eds.): AIDS in Prison. Dartmouth, Aldershot u.a., 1994, S. 136-148.<\/p>\n\n\n\n<p>Harding, T.W.: Do prisons need special health policies and programmes? In: Nelles, J.; Fuhrer, A. (Hrsg.\/eds): Harm Reduction in Prison &#8211; Risikominderung im Gef\u00e4ngnis. Bern, Verlag Peter Lang, 1997, S. 161-180.<\/p>\n\n\n\n<p>Harding, T.W.; Manghi, R.; Sanchez, G.: Le SIDA au milieu carceral, Les strategies de pr\u00e9vention dans les prisons suisses. Rapport mandate par l&#8217;OFSP. Geneve, Institut universitaire de medecine legale, 1990.<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00fcrgens, R.: AIDS in Prisons in Canada. In: Thomas, P.A.; Moerings, M. (eds.): AIDS in Prison. Dartmouth, Aldershot u.a., 1994, S. 106-135.<\/p>\n\n\n\n<p>Kleiber, D.: HIV-Pr\u00e4valenzraten bei i.v. Drogenabh\u00e4ngigen. In: Rosenbrock, R.; Salmen, A. (Hrsg.): Aids-Pr\u00e4vention. Fulda, edition sigma, 1990, S. 55-66.<\/p>\n\n\n\n<p>Koch, U.; Ehrenberg, S.: Akzeptanz AIDS-pr\u00e4ventiver Botschaften: Evaluation der Aufkl\u00e4rungs- und Beratungsarbeit bei i.v. Drogenabh\u00e4ngigen in der Bundesrepublik Deutschland. In: AIDS-Forum D.A.H., Band IX, AIDS und Drogen II, Evaluation AIDS-pr\u00e4ventiver Botschaften. Berlin, Deutsche AIDS-Hilfe e.V., 1992, S. 27-99.<\/p>\n\n\n\n<p>Koller, C.: La consommation de drogues dans les prisons suisses. Resultats d&#8217;une enquete par interviews realisee en 1993. In: Nelles, J.; Fuhrer, A. (Hrsg.\/eds.), Harm Reduction in Prison &#8211; Risikominderung im Gef\u00e4ngnis. Bern, Verlag Peter Lang, 1997, S. 83-114.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00e4rk-Meyer, R.: Drogen im Gef\u00e4ngnis. Einzeldiplomarbeit, Fachkurs f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte in sozialen Organisationen. Z\u00fcrich, Schule f\u00fcr Soziale Arbeit, 1994.<\/p>\n\n\n\n<p>Minshall, M.E.; Dickinson, D.J.; Fleissner, M.L.: Prevalence of syphilis, hepatitis B virus (HBV), and human immunodeficiency virus (HIV) infection in new arrestees at the Lake County Jail, Crown Point, India. Journal of Prison and Jail Health, Vol 12(2), 1993, S. 135-155.<\/p>\n\n\n\n<p>Moerings, M.: AIDS in Prisons in the Netherlands. In: Thomas, P.A.; Moerings, M. (eds.): AIDS in Prison. Dartmouth, Aldershot u.a., 1994, S. 56-73.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcller, R.; Stark, K.; Guggenmoos-Holzmann, I.; Wirth, D.; Bienzle, U.: Imprisonment: a risk factor of HIV infection counteracting education and prevention programmes for intravenous drug users. In: AIDS, Vol. 9, 1994, S. 183-190.<\/p>\n\n\n\n<p>Nelles, J.: Wie gef\u00e4hrlich sind illegale Drogen? In: B\u00f6ker, W.; Nelles, J. (Hrsg.), Drogenpolitik wohin? Sachverhalte, Entwicklungen, Handlungsvorschl\u00e4ge. Bern, Haupt, 1992, S. 181-200.<\/p>\n\n\n\n<p>Nelles, J.; Waldvogel, D.; Maurer, Ch.; Aebischer, Ch.; Fuhrer, A.; Hirsbrunner, H.: Pilotprojekt Drogen- und HIV-Pr\u00e4vention in den Anstalten in Hindelbank. Evaluationsbericht, im Auftrag des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit. Bern, Eidgen\u00f6ssische Drucksachen und Materialzentrale EDMZ, 1995.<\/p>\n\n\n\n<p>Pagliaro, L.A.; Pagliaro, A.M.: Sentenced to death? HIV infection and Aids in prison: Current and future concerns. Canadian Journal ofCriminology, Vol. 34 (2), 1992, S. 201-214.<\/p>\n\n\n\n<p>Power, K.G.; Markova, I.; Rowolands, A.; McKee, K.J.; Anslow, P.J.; Kilfedder, C.: Intravenous Drug Use and HIV Transmission amongst Inmates in Scottish prisons. British Journal of Addiction, 87 (1), 1992, S. 35-45.<\/p>\n\n\n\n<p>Quensel, S.: Drogen im Strafvollzug &#8211; muss das sein? In: Nelles, J.; Fuhrer, A. (Hrsg.\/eds.): Harm Reduction in Prison &#8211; Risikominderung im Gef\u00e4ngnis. Bern, Verlag Peter Lang, 1995, S. 45- 60.<\/p>\n\n\n\n<p>Rothon, D.A.; Mathias, R.G.; Schlechter, M.T.: Prevalence of HIV infection in provincial prisons in British Columbia. Can.Med.Assoc.J., Vol. 151 (6), 1994, S. 781-787.<\/p>\n\n\n\n<p>Scherdin, L.: AIDS in Prisons in Norway. In: Thomas, P.A.; Moerings, M. (eds.): AIDS in Prison. Dartmouth, Aldershot u.a., 1994, S. 7-19.<\/p>\n\n\n\n<p>Shewan, D.; Gemmell, M.; Davies, J.B.: Drug use in Scottish prisons &#8211; the surnmary report. Addiction Research Group, University of Strathclyde, 1993.<\/p>\n\n\n\n<p>Springer, A.: Heroinmythologie und Heroinkontrolle: zur Sozialgeschichte einer Beziehung. In: B\u00f6ker, W.; Nelles J. (Hrsg.): Drogenpolitik wohin? Sachverhalte, Entwicklungen, Handlungsvorschl\u00e4ge. Bern, Verlag Paul Haupt, 1992, S. 113-128.<\/p>\n\n\n\n<p>Taylor, A.; Goldberg, D.; Emslie, J.; Wrench, J.; Gruer, L.; Cameron, S.; Black, J.; Davis, B.; McGregor, J.; Follett, E.; Harvey, J.; Basso, J.; McGavigan, J.: Outbreak of HIV infection in a Scottish prison. BMJ, 310, 1995, S. 289-292.<\/p>\n\n\n\n<p>Vlahov, D.; Nelson, K.E.; Quinn, T.C.; Kending, N.: Prevalence and incidence of hepatitis C virus infection among male prison inrnates in Maryland. European Journal of Epidemiology, Vol. 9 (5), 1993, S. 566-569.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1 Informationen \u00fcber den Straf- und Massnahmenvollzug, Bundesamt f\u00fcr Justiz, 1987, Nr. 4, S. 4.<\/p>\n\n\n\n<p>2 1986 herausgegeben von der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren, der Eidgen\u00f6ssischen Fachkommission f\u00fcr Aids-Fragen und dem BAG.<\/p>\n\n\n\n<p>3 Dr. med. Martin Bachmann, Hindelbank, ,&#8220;Drogenkonsum, Spritzentausch, Spritzenabgabe in den Strafanstalten Hindelbank&#8220;; Schreiben vom 4.7.1991.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weiterlesen: Maeder Strafvollzug\u00a9 ProLitteris, Joachim Nelles Joachim Nelles und Andreas Fuhrer Drogen im Strafvollzug. Problematik und Ans\u00e4tze f\u00fcr einen risiko\u00e4rmeren Umgang Einf\u00fchrung In nur drei\u00dfig Jahren, zwischen 1965 und 1994, stieg in der Schweiz die j\u00e4hrliche Zahl der Verurteilungen nach dem Bet\u00e4ubungsmittelgesetz von anf\u00e4nglich 9 auf 9055 F\u00e4lle, darunter 2999 unbedingte Freiheitsstrafen (Estermann 1997). 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