{"id":2767,"date":"2023-12-29T23:53:34","date_gmt":"2023-12-29T21:53:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=2767"},"modified":"2023-12-30T05:22:44","modified_gmt":"2023-12-30T03:22:44","slug":"aushandlung-der-maskenpflicht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=2767","title":{"rendered":"Aushandlung der Maskenpflicht deVries"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=519\"><strong>Weiterlesen<\/strong><\/a><br>\u00a9 ProLitter<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pl01.owen.prolitteris.ch\/na\/plzm.454ceb84-f5a3-4d32-990e-42630eb24796\" height=\"1\" width=\"1\" border=\"0\">is, Autorin: <strong>Raffaela Christina de Vries<\/strong> (Volltext)<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"> Einleitung<\/h1>\n\n\n\n<p>Seit Donnerstag, dem 27. August 2020, gilt im Kanton Z\u00fcrich aufgrund des SARS-CoV-2 (<em>Severe acute respiratory coronavirus type 2<\/em>) eine Maskentragpflicht in den L\u00e4den. Als Reaktion darauf konnte man in den Einkaufszentren der angrenzenden Kantone Schwyz oder Aargau eine deutliche Zunahme an z\u00fcrcherischen Eink\u00e4ufern feststellen<a href=\"#sdfootnote1sym\" id=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a>. Erkl\u00e4rt wurde dies mit dem Ausbleiben der Maskentragpflicht in den L\u00e4den in diesen Kantonen. Zwei Wochen sp\u00e4ter, am 10. September 2020, wurde die Maskentragpflicht im Kanton Z\u00fcrich erweitert. Ab diesem Zeitpunkt sollten auch in allen anderen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Bereichen Masken getragen werden<a href=\"#sdfootnote2sym\" id=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a>. Am 29. Oktober 2020 wurde die Maskentragpflicht gesamtschweizerisch durch den Bund verordnet<a href=\"#sdfootnote3sym\" id=\"sdfootnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Beginn September wurden in diversen Medien die Schlagzeilen prominent, dass beispielsweise Ikea in Dietlikon Z\u00fcrich die Maskentragdispens aufgrund eines Arztzeugnisses nicht akzeptiert und somit der Zutritt verweigert wird<a href=\"#sdfootnote4sym\" id=\"sdfootnote4anc\"><sup>4<\/sup><\/a>. Bei der Konsultation der Website von Ikea, insbesondere der Hausordnung, liess sich vor der Einf\u00fchrung der nationalen Maskenpflicht folgende Aussage finden:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abWir richten uns nach den <strong>kantonalen Bestimmungen<\/strong> zur Bek\u00e4mpfung der Pandemie. <strong>In einigen unserer IKEA Einrichtungsh\u00e4usern gilt zudem eine ausnahmslose Maskenpflicht <\/strong>[\u2026]. Kundinnen und Kunden, die keine Maske tragen m\u00f6chten \u2013 <strong>ob mit oder ohne Attest \u2013 wird der Besuch eines Einrichtungshauses, in dem die Maskenpflicht gilt, nicht gestattet<\/strong>. Wir handhaben es \u2018f\u00fcr die Vielen\u2019 gleich und sehen in uns nicht die n\u00f6tige Fachkompetenz, zwischen einem \u00e4rztlich verschriebenem und einem im Internet gekauften Attest zu unterscheiden.\u00bb<a href=\"#sdfootnote5sym\" id=\"sdfootnote5anc\"><sup>5<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der Verweis auf die kantonalen Bestimmungen zeigt lediglich, dass die Maskenpflicht \u00abin allen Innenr\u00e4umen von Einkaufsl\u00e4den, Einkaufszentren und M\u00e4rkten\u00bb<a href=\"#sdfootnote6sym\" id=\"sdfootnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a> gilt. Doch der Verzicht auf eine Akzeptanz von Arztzeugnissen l\u00e4sst sich auf keine mit dem im Virus in Verbindung stehende Rechtsgrundlage zur\u00fcckf\u00fchren. Daraus l\u00e4sst sich schliessen, dass Ikea hier eine subjektive Entscheidung gef\u00e4llt hat, welche auch anders h\u00e4tte getroffen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Grund ergibt sich die Forschungsfrage f\u00fcr diese im Seminar \u201eEmpirische Ans\u00e4tze der Rechtssoziologie\u201c an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich entstandene Arbeit: <em>Inwiefern wird die Maskentragpflicht in \u00f6ffentlichen R\u00e4umen wahrgenommen und pers\u00f6nlich umgesetzt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a> Theoretische Rahmung<\/h1>\n\n\n\n<p>Mit der soeben hergeleiteten Forschungsfrage lassen sich zwei Hypothesen aufstellen, welche in dieser Arbeit \u00fcberpr\u00fcft werden sollen. Einerseits kann man sagen, dass die Maskentragpflicht entweder positiv oder negativ wahrgenommen wird. Eine neutrale Haltung zu diesen Regeln im Kanton Z\u00fcrich ist nicht m\u00f6glich, dies aufgrund der vielen unterschiedlichen Handhabungen der Kantone in Bezug auf den Umgang mit dem Virus SARS-CoV-2. So k\u00f6nnte man fast daraus schliessen, dass das Virus je nach Kanton ein Anderes sein m\u00fcsse. Aufgrund dieses F\u00f6deralismus und der Suche nach dem richtigen Weg, kann die Frage aufkommen, inwiefern eine Maske n\u00fctzen kann, wenn sie in diversen Kantonen nicht getragen werden muss. Andererseits k\u00f6nnte man argumentieren, dass die Maskentragpflicht im Kanton Z\u00fcrich ein Schritt in die richtige Richtung ist\/war, damit immer mehr Kantone diese einf\u00fchren konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Als zweite Hypothese l\u00e4sst sich \u00fcberpr\u00fcfen, worauf sich die Umsetzung der Maskentragpflicht zur\u00fcckf\u00fchren l\u00e4sst. Wie am Beispiel der Ikea dargelegt, wird eigentlich auf eine Rechtsgrundlage, hier auf die kantonalen Verordnungen, verwiesen, wobei die konsequente Umsetzung mit der Verweigerung eines Arztzeugnisses nichts mit einer Rechtsgrundlage zu tun hat, sondern mit der pers\u00f6nlichen Kompetenzzumutung oder eher pers\u00f6nlichen Werten.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit l\u00e4sst sich der theoretische Zugang mit Parsons Strukturfunktionalismus herstellen. Mit dem Strukturfunktionalismus wird die Gesellschaft als geschlossenes Handlungssystem betrachtet. Dabei geht es um \u00abeine Theorie, die unabh\u00e4ngig von jeglicher Gesellschaft theoretisch begr\u00fcndet, warum und wie eine bestimmte Handlung zur Entfaltung des jeweiligen gesellschaftlichen Systems beitragen kann, in dem diese Handlung stattfindet\u00bb<a href=\"#sdfootnote7sym\" id=\"sdfootnote7anc\"><sup>7<\/sup><\/a>. Das bedeutet, die Handlung kann einen Beitrag f\u00fcr die Erhaltung des Systems leisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Parsons<a href=\"#sdfootnote8sym\" id=\"sdfootnote8anc\"><sup>8<\/sup><\/a> zeigen sich hierbei folgende M\u00f6glichkeiten einer Orientierung individuellen Handelns (\u00abPattern Variables\u00bb) auf: Affektivit\u00e4t oder Neutralit\u00e4t, Orientierung am Kollektiv oder an sich selbst, Partikularismus oder Universalismus, Orientierung an den Vorgaben oder an der Leistung und zuletzt diffuses oder spezifisches Verhalten<a href=\"#sdfootnote9sym\" id=\"sdfootnote9anc\"><sup>9<\/sup><\/a>. An diesen Orientierungspunkten wird sich auch diese Arbeit speziell im Kapitel der deskriptiven Analyse festmachen. Dabei ist es aber wichtig, dass die Punkte nicht als einander gegen\u00fcbergestellt und somit gegenteilig, sondern als Kontinuum gesehen werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abJede Handlung kann nach Parsons durch drei Eckwerte beschrieben werden: 1. Durch die Beschaffenheit der Situation, 2. durch die Bed\u00fcrfnisse des Handelnden und 3. durch die Bewertung der Situation durch den Handelnden, der stets versuchen muss, einen Ausgleich zwischen seinen individuellen Bed\u00fcrfnissen und den gesellschaftlichen Anforderungen zu finden. [\u2026] Indem die Notwendigkeit des Ausgleichs zwischen den pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnissen und den sozialen Interessen in die Natur des Menschen verlegt wird, begr\u00fcndet Parsons die f\u00fcr ihn notwendige These, dass soziales Handeln vornehmlich aussen geleitetes Handeln ist.\u00bb<a href=\"#sdfootnote10sym\" id=\"sdfootnote10anc\"><sup>10<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a> Methode<\/h1>\n\n\n\n<p>In dieser Arbeit wird die <em>Grounded Theory Methodology<\/em> als leitende Methode betrachtet, da sie den Forschungsprozess aus subjektiver Sicht am umfassendsten reflektiert. Zudem scheint sie gut handhabbar zu sein. Das Konzept, die \u00dcberpr\u00fcfung der Hypothesen aufgrund der Daten zu erm\u00f6glichen, scheint f\u00fcr dieses Vorhaben am sinnvollsten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Leitfadeninterview<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Leitfadeninterview<a href=\"#sdfootnote11sym\" id=\"sdfootnote11anc\"><sup>11<\/sup><\/a> wurde hierf\u00fcr ausgesucht, da es im Einzelsetting stattfindet, welches m\u00f6gliche Hemmschwellen mindert und somit eine detailliertere Erz\u00e4hlung erm\u00f6glicht<a href=\"#sdfootnote12sym\" id=\"sdfootnote12anc\"><sup>12<\/sup><\/a>. Die daraus entstandenen Transkripte werden einander gegen\u00fcbergestellt. Dabei werden gem\u00e4ss der <em>Grounded Theory Methodology<\/em> Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in Bezug auf die Hypothesen herausgearbeitet. Ausgehend von dem zu Beginn vorhandenen Vorwissen, aber auch von den Erfahrungen oder Vorannahmen, wurden bereits am Anfang Hypothesen entwickelt und darauf basierend Material erhoben, um die oben dargestellten Hypothesen zu \u00fcberpr\u00fcfen. Es handelt sich somit um einen Prozess des st\u00e4ndigen Vergleichens, des Verifizierens und des Falsifizierens<a href=\"#sdfootnote13sym\" id=\"sdfootnote13anc\"><sup>13<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Probleme mit der <em>Grounded Theory Methodology<\/em> k\u00f6nnen sich ergeben, wenn die theoretische S\u00e4ttigung bei einem extrem kleinen Sampling nicht oder zu fr\u00fch erreicht wird. Bei einem Nicht-Erreichen kann es sein, dass die Validit\u00e4t der Forschung nicht (vollst\u00e4ndig) vorhanden ist. Bei einem zu fr\u00fchen Erreichen der theoretischen S\u00e4ttigung kann das G\u00fctekriterium der Reliabilit\u00e4t in Frage gestellt werden. Da in dieser Forschung lediglich zwei Interviews gef\u00fchrt wurden, l\u00e4sst sich hier keinen Anspruch auf Validit\u00e4t erheben. Dazu m\u00fcsste man in weiterf\u00fchrenden Forschungen mehr Interviews f\u00fchren. Jedoch ist hier zus\u00e4tzlich zu betrachten, dass sich die aktuelle Situation sehr schnell \u00e4ndert, was auch in diesem Beispiel zur Folge hat, dass die untersuchte Situation nicht mehr aktuell ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die digitale Aufzeichnung des Interviews dient der Transkription und wurde im Anschluss nach den Regeln von Dresing und Pehl<a href=\"#sdfootnote14sym\" id=\"sdfootnote14anc\"><sup>14<\/sup><\/a> transkribiert und danach vernichtet. Das Transkript wurde vollst\u00e4ndig anonymisiert, d. h. alle Personen, Orte oder Institutionen, mit welchen auf die interviewte Person geschlossen werden k\u00f6nnte, wurden weggelassen oder f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis durch die Funktion der Person oder der Institution ersetzt. Dies wurde von Beginn an mit den Freiwilligen besprochen. Diese haben jeweils eine Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung unterschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Leitfaden f\u00fcr das Interview und die beiden Transkripte sind im Anhang beigef\u00fcgt. Zudem ist eine leere Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung dem Leitfaden angeh\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Teilnehmende Beobachtung<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00abUnter einer wissenschaftlichen Beobachtung (\u2018scientific observation\u2019) versteht man die zielgerichtete, systematische und regelgeleitete Erfassung, Dokumentation und Interpretation von Merkmalen, Ereignissen oder Verfahrensweisen mithilfe menschlicher Sinnesorgane und\/oder technischer Sensoren zum Zeitpunkt ihres Auftretens.\u00bb <a href=\"#sdfootnote15sym\" id=\"sdfootnote15anc\"><sup>15<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen des Forschungsinteresses und speziell im Prozess deren Herleitung wird eine teilnehmende Beobachtung als sinnvoll und gewinnbringend erachtet. Es soll hier jedoch ber\u00fccksichtigt werden, dass die Beobachtung stets in einem subjektiven Wahrnehmungsprozess stattfindet<a href=\"#sdfootnote16sym\" id=\"sdfootnote16anc\"><sup>16<\/sup><\/a>. Diese ethnographischen Daten werden durch ein Spannungsfeld beobachtet, wobei die Aufmerksamkeit von induktiv und deduktiv erstellten Annahmen gepr\u00e4gt wird. Dies wird hier als Vorteil betrachtet<a href=\"#sdfootnote17sym\" id=\"sdfootnote17anc\"><sup>17<\/sup><\/a>. Das Interesse der Beobachtung bezieht sich auf die Umsetzung der Maskentragpflicht, also welche Massnahmen Ikea trifft und ob die Besucher die Maske tats\u00e4chlich auch (richtig) tragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wegen der SARS-CoV-2-Pandemie wurde in der Ikea auf Gespr\u00e4che verzichtet, welche die Beobachtung sicherlich erkenntnisreicher gemacht h\u00e4tten, jedoch auch zus\u00e4tzliche Begegnungen und somit Risiken evoziert h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p>Folgend m\u00f6chte ich die Eindr\u00fccke meiner Beobachtung vom 20.10.2020 von ca. 18.00-19.30 Uhr darstellen:<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits beim Einparken in der Tiefgarage in der Ikea f\u00e4llt mir auf, dass es erstaunlich wenig Menschen hat (daf\u00fcr, dass es Wochentags und Feierabend ist). Ich bin in der Ikea in Dietlikon, da ich auch von da die Schlagzeilen (s. Einleitung) hatte und darum davon ausgehe, dass dieses Einrichtungshaus eher strikt bez\u00fcglich der Maskentragpflicht ist. Schon auf dem Parkplatz haben Alle, die ich draussen sehe, eine Maske an. Beim Eingang hat es eine Mitarbeiterin, deren Funktion ich nicht ganz klar deuten kann. Voreingenommen w\u00fcrde ich sagen, dass sie kontrolliert, ob alle eine Maske anhaben. Auch nach dem Eingang wird die Maske von den Besuchern nicht abgenommen. Ich warte kurz einige Minuten am Eingang um zu schauen, ob jemand ohne Maske angesprochen wird. Doch es kam niemand ohne Maske rein. Beim Einkaufen vergesse ich das Virus fast, denn es hat sehr wenig M\u00f6glichkeiten zur H\u00e4ndedesinfektion und auch sehr wenig Schilder, die auf das Virus aufmerksam machen. Sichtbar wird es nur durch die Masken und die Plexiglasscheiben bei Beratungsstellen von Mitarbeitenden. Trotzdem muss man bem\u00e4ngeln, dass der Abstand von Niemandem eingehalten wurde, auch nicht von den Mitarbeitenden. Zudem sehe ich zwei Personen (sie geh\u00f6rten offensichtlich sogar zusammen), welche die Maske nicht richtig getragen haben. So war es f\u00fcr sie kein Mund-Nasen-Schutz, sondern lediglich einen Mund-Schutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss nimmt es mich noch wunder, wie die Hygiene auf den Toiletten ist. Denn genau da w\u00fcrde ich viele Desinfektionsm\u00f6glichkeiten erwarten und vielleicht sogar, dass jeweils eine Kabine geschlossen ist, um einen gr\u00f6sseren Abstand zu gew\u00e4hren (wie es mit Umkleidekabinen in Kleiderl\u00e4den ist). Doch ich wurde entt\u00e4uscht. In den Toiletten gab es \u00fcberhaupt keine Hygienemassnahmen, die sich von denjenigen in Zeiten ohne Virus unterscheiden w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a> Modell<\/h1>\n\n\n\n<p><em>Abbildung 1: Ablaufschema einer qualitativen Inhaltsanalyse. Quelle: Kuckartz, 2016.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Auswertung erfolgt mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring<a href=\"#sdfootnote18sym\" id=\"sdfootnote18anc\"><sup>18<\/sup><\/a>. Es werden deduktive Kategorien gebildet durch vorangehend erw\u00e4hnte Theorie nach Parsons<a href=\"#sdfootnote19sym\" id=\"sdfootnote19anc\"><sup>19<\/sup><\/a> und \u00fcber Vorannahmen<a href=\"#sdfootnote20sym\" id=\"sdfootnote20anc\"><sup>20<\/sup><\/a>. Die Kategorien dienen am Ende f\u00fcr eine vereinfachte deskriptive Analyse. Das regelgeleitete Analyseverfahren hat zum Vorteil, dass die Ergebnisse klar strukturiert werden k\u00f6nnen und mit verschiedenen Materialdurchg\u00e4ngen die Textstellen immer wieder neu geordnet werden k\u00f6nnen<a href=\"#sdfootnote21sym\" id=\"sdfootnote21anc\"><sup>21<\/sup><\/a>. Das bedeutet, dass das Kategoriensystem immer \u00fcberarbeitet wird und somit bis zum Ende der Analyse vorl\u00e4ufig ist. Auch hier wird kein Anspruch auf Objektivierbarkeit erhoben, denn die qualitative Inhaltsanalyse beinhaltet unbewusste subjektive Sinnzuschreibungen, welche nicht direkt beschrieben werden k\u00f6nnen<a href=\"#sdfootnote22sym\" id=\"sdfootnote22anc\"><sup>22<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a> Deskriptive Analyse<\/h1>\n\n\n\n<p>In diesem Abschnitt wird die qualitative Inhaltsanalyse anhand der im Kapitel zur theoretischen Verortung dargestellten Theorie von Parsons behandelt. Die verschiedenen Handlungsm\u00f6glichkeiten sind die deduktiv erstellten Kategorien anhand welcher die beiden Transkripte analysiert werden. Das Zitat von Korte<a href=\"#sdfootnote23sym\" id=\"sdfootnote23anc\"><sup>23<\/sup><\/a> jeweils zu Beginn des Abschnittes dient zur Definition und genauen Abgrenzung der Kategorien voneinander.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Affektivit\u00e4t oder Neutralit\u00e4t<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00ab[\u2026] dass Affektivit\u00e4t, wenn sie als Handlungsorientierung in einer Gesellschaft vorgesehen ist, emotionales Handeln erlaubt und die unmittelbare Bed\u00fcrfnisbefriedigung vorsieht. Die Kommunikation zwischen Ego und Alter wird eher auf gef\u00fchlsm\u00e4ssiger Basis gef\u00fchrt. Im Gegensatz dazu steht die Affektneutralit\u00e4t, und hier k\u00f6nnen wir uns z.B. eine Handlung zwischen einem Verk\u00e4ufer und einem Kunden vorstellen, wobei diese Handlung und die Situation, in der sie stattfindet, nicht so sehr von emotionaler Unmittelbarkeit, sondern von bewertender \u00dcberlegung gelenkt werden.\u00bb<a href=\"#sdfootnote24sym\" id=\"sdfootnote24anc\"><sup>24<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>In Bezug auf die Affektivit\u00e4t oder Neutralit\u00e4t l\u00e4sst sich aus Sicht des Forschenden kein Urteil bilden. Da das Thema sehr aktuell ist und es keine ideale oder richtige L\u00f6sung im Umgang mit dem Virus gibt, sind die Interviews in keinem Fall neutral. So zeigt auch Interview 1, dass es immer \u00abStudien geben [wird], welche das eine sagen und es wird immer Studien geben, welche das Andere sagen\u00bb<a href=\"#sdfootnote25sym\" id=\"sdfootnote25anc\"><sup>25<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Selbstorientierung oder Kollektivorientierung<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00abDie Kollektivorientierung z.B. verlangt die Unterordnung privater Interessen, wogegen die Selbstorientierung die Durchsetzung individueller Bed\u00fcrfnisse ohne R\u00fccksicht auf die Interessen der Gesamtheit m\u00f6glich macht.\u00bb<a href=\"#sdfootnote26sym\" id=\"sdfootnote26anc\"><sup>26<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>In den Interviews scheint die Selbstorientierung im Vordergrund zu stehen, denn beide gehen auf das Homeoffice als erste Ver\u00e4nderung ein. Das Interview 1 behandelt zuerst die Selbstorientierung im Sinne von Beruflichem oder Privatem. Erst danach scheint auch die Kollektivorientierung, mit dem \u00abVerst\u00e4ndnis von Kunden, welche auf die Bank kommen\u00bb<a href=\"#sdfootnote27sym\" id=\"sdfootnote27anc\"><sup>27<\/sup><\/a>, eine kleine Rolle zu spielen. Aber das wird nur kurz angesprochen, denn danach geht es um die Art, wie man eine Sitzung hat<a href=\"#sdfootnote28sym\" id=\"sdfootnote28anc\"><sup>28<\/sup><\/a>. Zudem sind die eigenen Ferien auch sehr fr\u00fch erw\u00e4hnt<a href=\"#sdfootnote29sym\" id=\"sdfootnote29anc\"><sup>29<\/sup><\/a>. Im Interview 2 wird ein Misstrauen genannt, welches eher der Kollektivorientierung zuzuordnen ist<a href=\"#sdfootnote30sym\" id=\"sdfootnote30anc\"><sup>30<\/sup><\/a>. Zudem wird eine Empathie gegen\u00fcber Eltern, die Kinder im Homeschooling haben, ausgedr\u00fcckt<a href=\"#sdfootnote31sym\" id=\"sdfootnote31anc\"><sup>31<\/sup><\/a>. Doch gleich darauf wird vom eigenen Sozialleben und dem Verzicht auf bestimmte Dinge gesprochen<a href=\"#sdfootnote32sym\" id=\"sdfootnote32anc\"><sup>32<\/sup><\/a>, was wieder auf die Selbstorientierung schliessen l\u00e4sst. Im gesamten Interview 2 wurde der Eindruck stark, dass sich die Gesellschaft von der Kollektivorientierung hin zur Selbstorientierung entwickelte. So wird gesagt<a href=\"#sdfootnote33sym\" id=\"sdfootnote33anc\"><sup>33<\/sup><\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abDas Schlimme ist, dass man einander die Mimik nicht mehr sieht, das L\u00e4cheln nicht mehr sieht, die Herzlichkeit nicht mehr sieht, und dass jeder wird je l\u00e4nger es geht irgendwie ein Egoist. Nicht nur die Staaten untereinander, wer hat zuerst den Impfstoff und so weiter, sie schauen f\u00fcr sich selbst, auch die- also nicht nur die (unverst.) auf der Staatenebene, sondern auch auf der KMU-Ebene, wo grosse tragische Schicksale sind wegen dem. Welche wir gar nicht richtig erfassen, weil jetzt \/eben\/ wir jetzt nicht so betroffen sind. Wir haben einen sicheren Arbeitsplatz, aber Andere, eben, welche ein Hotel f\u00fchren oder ein Restaurant haben, ein Coiffeur-Laden, ja, vor allem K\u00fcnstler, welche nichts anderes machen k\u00f6nnen, keine Auftr\u00e4ge haben, aber sie m\u00fcssen ihre- ja die sind am verzweifeln. Das Kulturelle- die sind am verzweifeln.\u00bb<a href=\"#sdfootnote34sym\" id=\"sdfootnote34anc\"><sup>34<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Universalismus oder Partikularismus<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00abUniversalismus verlangt eine Orientierung der Handlung an allgemeinen Standards, w\u00e4hrend Partikularismus als gegens\u00e4tzlicher Begriff spezielle Orientierungen zul\u00e4sst, die aus besonderen Beziehungen zu anderen Handelnden resultierten.\u00bb<a href=\"#sdfootnote35sym\" id=\"sdfootnote35anc\"><sup>35<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Im Interview 1 scheint ein gewisser Partikularismus zum Vorschein zu kommen, wenn man eine Regelung der Maskentragpflicht in den L\u00e4den hat und man dementsprechend das Einkaufen einfach meidet<a href=\"#sdfootnote36sym\" id=\"sdfootnote36anc\"><sup>36<\/sup><\/a>. Der Universalismus zeigt sich in der positiven Auffassung der Digitalisierung f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsleben:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abDann eben der andere positive Aspekt ist eben, ich glaube der ganze Homeoffice-Teil, Digitalisierungsteil jetzt auf das Gesch\u00e4ftsleben bezogen. Das ist sicher als positiver Aspekt anzuschauen.\u00bb<a href=\"#sdfootnote37sym\" id=\"sdfootnote37anc\"><sup>37<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Im Interview 2 wird als Partikularismus die verbesserte Beziehung zur Familie erw\u00e4hnt. \u00abMan ist bewusster mit der Familie\u00bb<a href=\"#sdfootnote38sym\" id=\"sdfootnote38anc\"><sup>38<\/sup><\/a> und hat dabei mehr Kontakt. Das bedeutet, die Situation wird in diesem Sinne anders beurteilt, wenn die Personen zur Verwandtschaft geh\u00f6ren oder nicht. Doch auch hier wird die Digitalisierung als \u00abVorw\u00e4rtskatapult\u00bb<a href=\"#sdfootnote39sym\" id=\"sdfootnote39anc\"><sup>39<\/sup><\/a> beschrieben, genauso wie in Interview 1.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Orientierung an Vorgaben (Zuweisung) oder an der Leistung<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00abUnd Zuweisung bedeutet z.B. ein Handeln auf Befehl und eine strikte Orientierung an vorgeschriebenen L\u00f6sungen, w\u00e4hrend die Leistungsorientierung z.B. beim Handeln des Unternehmers es m\u00f6glich macht, dass der Handelnde die Situation differenziert betrachtet und spezifische L\u00f6sungen plant, bewertet und ausw\u00e4hlt.\u00bb<a href=\"#sdfootnote40sym\" id=\"sdfootnote40anc\"><sup>40<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>In Interview 2 wird die Orientierung am Befehl als grundlegend wichtig gesehen. Der Vergleich mit der Gurttragepflicht oder dem Anhalten beim Rotlicht als Autofahrer verdeutlicht dies. Diese \u00abBenimmregeln\u00bb<a href=\"#sdfootnote41sym\" id=\"sdfootnote41anc\"><sup>41<\/sup><\/a>, wie sie auch im Umgang mit dem Virus verlangt werden, seien sehr wichtig f\u00fcr den Fortbestand der Gesellschaft. Aber die Disziplin, die es f\u00fcr die Einhaltung dieser Regeln braucht, wird gem\u00e4ss Interview 2 nur erhalten, wenn die Wahrheit gesagt wird<a href=\"#sdfootnote42sym\" id=\"sdfootnote42anc\"><sup>42<\/sup><\/a>. Als Vorschlag oder Utopie im Umgang mit dem Virus wird die chinesische Vorgehensweise gesehen<a href=\"#sdfootnote43sym\" id=\"sdfootnote43anc\"><sup>43<\/sup><\/a>. Dort wurden gem\u00e4ss Interview 2 alle in ihre Wohnungen f\u00fcr sechs oder acht Wochen gesperrt und man durfte nicht raus. Dadurch konnte man das Virus eind\u00e4mmen \u00abund sie sind jetzt eigentlich wieder frei\u00bb<a href=\"#sdfootnote44sym\" id=\"sdfootnote44anc\"><sup>44<\/sup><\/a>. Im Gegensatz dazu steht die Demokratie in der Schweiz, welche aus der Sicht von Interview 1 erhalten werden soll:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abWeil es wird dann nat\u00fcrlich sehr auf eine feige Art und Weise gemacht, von Seiten von Bund, vom Kanton. Mit dem dass dann nachher einfach die Verantwortung an den Ladenbesitzer abgegeben wird. Und das finde ich pers\u00f6nlich \u00fcberhaupt nicht richtig. Sondern wenn ich eine Busse bekomme, dann ist das okay, dann kann ich rechnen, kann das budgetieren. Aber nicht dass dann nachher der Laden 10 Tausend Franken Busse muss bezahlen weil ich mich nicht daran halte.\u00bb<a href=\"#sdfootnote45sym\" id=\"sdfootnote45anc\"><sup>45<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zitat wird deutlich, dass im Interview 1 die Orientierung an vorgeschriebenen L\u00f6sungen nicht erw\u00fcnscht ist. Die Tendenz zur Freiheit und gegen das strikte Eingreifen des Staates zeigen die politische Gesinnung der interviewten Person. Aus diesem Grund scheint es auch nachvollziehbar, dass die eher rechte politische Orientierung dazu f\u00fchrt, dass Zuweisungen noch abgewogen werden m\u00fcssten. Der Sinn der Maskentragpflicht im \u00f6ffentlichen Verkehr wird in diesem Beispiel nicht eingesehen, da der Abstand meistens eingehalten werden k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Diffuses oder spezifisches Verhalten<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00abSpezifisches Verhalten zeichnet z.B. die Handlung zwischen Arzt und Patient aus. Hier werden nur spezielle Eigenschaften einer Rolle, n\u00e4mlich die des Arztes und die des Patienten beschrieben, w\u00e4hrend diffuses Verhalten sich eher in Nachbarschaften, Freundschaften usw. findet, wo weniger eindeutige Rollenerwartungen dem Handelnden einen Spielraum lassen.\u00bb<a href=\"#sdfootnote46sym\" id=\"sdfootnote46anc\"><sup>46<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Im Interview 1 scheint es, als ob es ein grosser Wandel im Bewusstsein stattfand. Die Auffassung der Gesundheit und das Bewusstsein von Hygiene und Krankheitssymptomen haben sich ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00ab[\u2026] ich bin einer gewesen, der eigentlich immer ist arbeiten gegangen, wenn ich jetzt nicht gerade v\u00f6llig zusammengeklappt und an das Bett gefesselt worden bin, w\u00fcrde ich behaupten, das w\u00fcrde ich in der heutigen Zeit sicher nicht mehr machen.\u00bb<a href=\"#sdfootnote47sym\" id=\"sdfootnote47anc\"><sup>47<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Grund l\u00e4sst sich hier der Wandel vom spezifischen zum diffusen Verhalten feststellen, denn im spezifischen Verhalten wurde die Eigenschaft von Interview 1 in der Rolle des Arbeitenden betrachtet, und nicht als Mensch, der eine weniger starke Erwartung bez\u00fcglich der Arbeit auch bei Krankheit mit sich bringt.<\/p>\n\n\n\n<p>In Interview 2 wird das spezifische Verhalten thematisiert. So wird die Handlung speziell auf die Funktion von Politikern und Wissenschaftlern bezogen und dementsprechend verurteilt:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abIch finde einfach nur (lacht), ich weiss nat\u00fcrlich, was in der Politik abgeht, was die Wissenschaft weiss, weiss ich meistens vor dem, dass es \u00fcberhaupt publiziert wird, in der Tagesschau. Und es nervt mich einfach, wie sp\u00e4t die Informationen von oben runter gehen an die \u00d6ffentlichkeit und man weiss es schon drei Monate vorher. Und es wird nirgends erz\u00e4hlt. Und das nervt mich enorm. Also dass auch verschiedene Versteckensspielchen gespielt wurden mit der Anzahl Masken, wo ich doch genau den Pandemieplan kenne und an den Kopf fasse, was wird da erz\u00e4hlt.\u00bb<a href=\"#sdfootnote48sym\" id=\"sdfootnote48anc\"><sup>48<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a> Diskussion<\/h1>\n\n\n\n<p>Das Unterkapitel der \u00abAffektivit\u00e4t oder Neutralit\u00e4t\u00bb zeigt, dass die Neutralit\u00e4t in Bezug auf SARS-CoV-2 nicht vorhanden sein kann. Die \u201eausserordentliche Lage\u201c und die Mobilisierung der Armee scheinen kriegs\u00e4hnliche Zust\u00e4nde zu best\u00e4tigen; auch zum Krieg kann man sich nicht neutral verhalten. Jedes Geschehen in der speziellen Situation provoziert eine Reaktion: Zustimmung oder Ablehnung. So wird gesagt:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abBis jetzt kennen wir das aus der Politik, wir kennen es aus amerikanischen Wahlk\u00e4mpfen, aber ich glaube es gibt- aktuell ist es schwierig, Raum zu haben, f\u00fcr eine neutrale faktenbasierte Diskussion. Sondern ich stelle negative Aspekte fest, im Sinne dessen, entweder bist du ein wahnsinniger Bef\u00fcrworter, und man kann sagen \u2018Okay, du sorgst dich um alle\u2019. Oder \u2018du bist wahnsinnig verblendet und h\u00f6rig\u2019. Oder du- auf der anderen Seite interessiert es dich nicht und du f\u00e4llst in den- ich sage jetzt mal \u2018Corona-Skeptiker bis Verschw\u00f6rungstheorien-Ecken\u2019. Und das glaube ich, ist schon nicht ganz so optimal.\u00bb<a href=\"#sdfootnote49sym\" id=\"sdfootnote49anc\"><sup>49<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Auch die \u00abSelbstorientierung oder Kollektivorientierung\u00bb zeigt in beiden Interviews eine \u00e4hnliche Tendenz: der Schwerpunkt wird eher bei der Selbstorientierung gesehen. Die erste Ver\u00e4nderung, die genannt wird, ist in beiden Interviews die Verlagerung vom B\u00fcro ins Homeoffice. Ab und zu schimmert die Kollektivorientierung durch, speziell im zweiten Interview. Es wird eine \u00fcberaus hohe Empathie gegen\u00fcber den \u00abOpfern\u00bb der Krise konstatiert, so sehen Kinder keine Herzlichkeit oder kein L\u00e4cheln, K\u00fcnstler und Erwerbst\u00e4tige im Kulturbereich verzweifeln und alle Staaten schauen egoistisch nur f\u00fcr sich selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>V\u00f6llig anders sind die Antworten auf die Frage nach der Ideall\u00f6sung im Unterkapitel der \u00abOrientierung an Vorgaben (Zuweisung) oder an der Leistung\u00bb. Die Frage zielte darauf ab, wie man pers\u00f6nlich in der Position der entscheidenden Personen handeln w\u00fcrde. Da kamen beide Interviewpartner ins Stocken.<\/p>\n\n\n\n<p>Im ersten Interview wird die Demokratie in den Vordergrund gesetzt. Es sollte also die Entscheidungskompetenz nicht nur national gehalten werden, sondern ganz f\u00f6deralistisch den Kantonen oder gar den Individuen \u00fcbergeben werden. Im Gegensatz dazu steht Interview 2. Idealerweise sollte die Schweiz die Notsituation nutzen, um wie China kurzfristig eine kommunistische Diktatur durchzusetzen. Denn dadurch sind die Menschen in China wieder \u00abfrei\u00bb<a href=\"#sdfootnote50sym\" id=\"sdfootnote50anc\"><sup>50<\/sup><\/a>, wohingegen sich in der Schweiz die Situation aus der Perspektive des zweiten Interview nicht bessern wird. Worin sich beide Interviewpersonen einig sind, ist, dass der Bund, welcher momentan \u00fcber die Entscheidungskompetenzen verf\u00fcgt, sich st\u00e4rker positionieren soll. Dies wird auch im Unterkapitel \u00abDiffuses oder spezifisches Verhalten\u00bb mit Interview 2 und damit dem spezifischen Verhalten gezeigt. Interview 1 tendiert eher zum diffusen Verhalten. In beiden Interviews wird mehr Transparenz gefordert<a href=\"#sdfootnote51sym\" id=\"sdfootnote51anc\"><sup>51<\/sup><\/a>. Interviewperson 1 hofft zudem auf mehr Empfehlungen und weniger Anordnungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nebst der inhaltlichen Zusammenfassung soll an dieser Stelle die Theorie kurz kritisch betrachtet werden: Denn eine Kategorisierung bedeutet auch eine Reduktion an Informationen und dementsprechend l\u00e4sst sich menschliches Verhalten oder die Aussagen im Interview nicht vollst\u00e4ndig erfassen. Zudem war es in dieser Arbeit teilweise schwierig, das Verhalten klar einem Pol zuzuordnen, obwohl es als Kontinuum gesehen werden sollte. Und letztendlich, wenn die Zuordnung funktionierte, gibt es so viele Kombinationsm\u00f6glichkeiten, dass ein Vergleich von verschiedenen Arbeiten oder von mehreren interviewten Personen sehr schwierig wird. Um diese Positionen grafisch darstellen zu k\u00f6nnen, br\u00e4uchte man ein mehrdimensionales System, welches auf umfangreichen statistischen Analysen beruhen m\u00fcsste.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a> Fazit<\/h1>\n\n\n\n<p>Im Abschnitt der deskriptiven Analyse konnte aufgezeigt werden, dass sich die Motivation der Umsetzung, warum man also eine Maske tr\u00e4gt oder nicht, nicht auf eine Rechtsgrundlage, wie die nationalen oder kantonalen Verordnungen, zur\u00fcckf\u00fchren l\u00e4sst. Die zweite Hypothese konnte dementsprechend in diesem Sinne best\u00e4tigt werden. Es stehen pers\u00f6nliche Werte dahinter, welche vorwiegend auf sich selbst bezogen werden (vgl. Kapitel \u00abSelbstorientierung oder Kollektivorientierung\u00bb). Das Zitat im Abschnitt \u00abDiskussion\u00bb best\u00e4tigt auch die erste Hypothese: Die Maskenpflicht wird positiv oder negativ wahrgenommen, eine neutrale Haltung dazu ist nicht m\u00f6glich. Im Unterkapitel \u00abAffektivit\u00e4t und Neutralit\u00e4t\u00bb konnte dies ausgef\u00fchrt werden, denn dadurch, dass das Thema so neu und auch so pr\u00e4sent ist, muss man eine eigene Haltung dazu beziehen und dementsprechend kann man nicht neutral oder gleichg\u00fcltig sein. Jedoch konnte in der Beobachtung aufgezeigt werden, dass die Maske ohne Widerspruch in der \u00d6ffentlichkeit getragen wird. Die Frage nach der sozialen Kontrolle oder der (unbewussten) \u00dcberwachung durch die Frau am Eingang wird hier nicht beantwortet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie Parsons zeigt, sind Handlungsmuster tief im Mensch verankert. Um diese zu \u00e4ndern, braucht es Zeit:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abEs muss durch Lernprozesse die ad\u00e4quate Motivation entwickelt und w\u00e4hrend des ganzen Lebens erhalten werden, an sozial positiv bewerteten und gesellschaftlich kontrollierten Interaktionszusammenh\u00e4ngen teilzunehmen. Andererseits m\u00fcssen die Handlungszusammenh\u00e4nge einer Gesellschaft ihren Mitgliedern hinreichende Befriedigung und Belohnung bieten, so dass die Gesellschaft f\u00fcr ihre Systemfunktionen kontinuierlich auf die Leistungen ihrer Mitglieder zur\u00fcckgreifen kann.\u00bb<a href=\"#sdfootnote52sym\" id=\"sdfootnote52anc\"><sup>52<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Handlungszusammenh\u00e4nge k\u00f6nnen sich also in der Gesellschaft \u00e4ndern. Doch daf\u00fcr braucht es eine Motivation und auch Best\u00e4tigung (positive Verst\u00e4rkungen) seitens der Gesellschaft. Es k\u00f6nnte sein, dass die Personen zu einem anderen Zeitpunkt eine andere Einstellung haben und andere Antworten auf die selben Fragen geben w\u00fcrden. Dies aufgrund der sich w\u00e4hrend des ganzen Lebens entwickelnden Lernprozessen und Ver\u00e4nderungen der Kontexte<a href=\"#sdfootnote53sym\" id=\"sdfootnote53anc\"><sup>53<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die in dieser Arbeit aufgezeigten Ergebnisse beziehen sich auf lediglich zwei Interviews. Um eine repr\u00e4sentative Arbeit zu erstellen, m\u00fcssten viel mehr Interviews bis hin zu einer theoretischen S\u00e4ttigung gef\u00fchrt werden. Das heisst, wenn diese Arbeit wiederholt werden w\u00fcrde, k\u00e4me man unter Umst\u00e4nden wegen der kleinen Fallzahl wahrscheinlich nicht auf das selbe Ergebnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weiterf\u00fchrende Forschungsarbeit w\u00e4re sehr spannend, jedoch m\u00fcsste aufgrund der ver\u00e4nderten Situation der Leitfaden im Interview angepasst werden und eine gr\u00f6ssere Samplingstrategie verfolgt werden. Die Hypothesen sowie die Handlungstheorie von Parsons scheinen in diesem Zusammenhang f\u00fcr die Arbeit geeignet, auch hier w\u00e4re eine \u00dcberpr\u00fcfung n\u00f6tig, um diese Annahme zu best\u00e4tigen.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a> Literaturverzeichnis<\/h1>\n\n\n\n<p>Bogdan, B. C. &amp; Biklen, S. K. (1982). <em>Qualitative research for education: An introduction to theory and methods.<\/em> Boston\/London\/Sydney\/Toronto: Sage.<\/p>\n\n\n\n<p>Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (2020). Coronavirus: Massnahmen und Verordnungen. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/www.bag.admin.ch\/bag\/de\/home\/krankheiten \/ausbrueche-epidemien-pandemien\/aktuelle-ausbrueche-epidemien\/novel-cov\/massnahmen-des-bundes.html#1570431754 [zuletzt abgerufen am: 05.01.2021].<\/p>\n\n\n\n<p>Dimbath, M. (2020). Handlungstheorie: Eine Einf\u00fchrung. In&nbsp;<em>Handlungstheorie<\/em>&nbsp;(2. aktual. Aufl.).<\/p>\n\n\n\n<p>D\u00f6ring, N. &amp; Bortz, J. (2016). Beobachtung (Kapitel 10.1). In N. D\u00f6ring &amp; J. Bortz, <em>Forschungsmethoden und Evaluation in den Sozial- und Humanwissenschaften<\/em>, 5. Auflage (S. 323-355) Berlin: Springer.<\/p>\n\n\n\n<p>Dresing, T. &amp; Pehl, T. (2013). <em>Praxisbuch Transkription. Regelsysteme, Software und praktische Anleitungen f\u00fcr qualitative ForscherInnen.<\/em> Marburg: Eigenverlag.<\/p>\n\n\n\n<p>Flick, U. (2007). <em>Qualitative Sozialforschung: eine Einf\u00fchrung<\/em>. Rowohlt-Taschenbuch-Verlag.<\/p>\n\n\n\n<p>Flick, U., von Kardoff, E. &amp; Steinke, I. (2010). <em>Qualitative Forschung. Ein Handbuch. <\/em>Rowohlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirschauer, S. &amp; Amman K. (1997). <em>Die Befremdung der eigenen Kultur. Zur ethnographischen Herausforderung soziologischer Empirie<\/em>. Frankfurt\/M.: Suhrkamp.<\/p>\n\n\n\n<p>Kanton Z\u00fcrich (2020). Stadt Z\u00fcrich f\u00fchrt Maskenpflicht in \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Bereichen ein. Medienmitteilung vom 7. September 2020. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/gud\/de\/index\/departement\/medien\/medienmitteilungen\/2020\/september\/200907a.html [zuletzt abgerufen am: 05.01.2021].<\/p>\n\n\n\n<p>Korte, H. (2017). Eine Theorie f\u00fcr alle F\u00e4lle. Talcott Parsons, Robert K. Merton und der Strukturfunktionalismus. In: Einf\u00fchrung in die Geschichte der Soziologie. Einf\u00fchrungskurs Soziologie. Springer VS, Wiesbaden. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/link-springer-com.ezproxy.uzh.ch\/chapter\/10.1007%2F978-3-658-16422-5_10 [zuletzt abgerufen am: 05.01.2021].<\/p>\n\n\n\n<p>Lamnek, S. (2010). <em>Qualitative Sozialforschung: Lehrbuch<\/em>. Belz.<\/p>\n\n\n\n<p>Mayring, P. (2015). <em>Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken<\/em>. Weinheim: Beltz.<\/p>\n\n\n\n<p>Parsons, T. (1976). <em>Zur Theorie sozialer Systeme<\/em>. Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/link-springer-com.ezproxy.uzh.ch\/book\/10.1007%2F978-3-322-83798-1 [zuletzt abgerufen am: 08.01.2021].<\/p>\n\n\n\n<p>Parsons, T. (1958). Struktur und Funktion der modernen Medizin. Eine soziologische Analyse. In: Ren\u00e9 K\u00f6nig\/Margret T\u00f6nnesmann (Hg.), <em>Probleme der Medizinsoziologie<\/em>, Sonderheft 3 der K\u00f6lner Zeitschrift f\u00fcr Soziologie und Sozialpsychologie, Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 10\u201357. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/www-degruyter-com.ezproxy.uzh.ch\/transcript\/view\/title\/517695?tab_body=toc [zuletzt abgerufen am: 05.01.2021].<\/p>\n\n\n\n<p>Przyborski, A. &amp; Wohlrab-Sahr, M. (2014). Beobachtungsprotokolle (Kapitel 3.2); Allgemeine Prinzipien und forschungspraktische Schritte bei der Erhebung sprachlichen Datenmaterials (Kapitel 3.3). In A. Przyborski &amp; M. Wohlab-Sahr, <em>Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch,<\/em> (S. 49-78). M\u00fcnchen: Oldenburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Wozny, N. (2020). Ikea verweigert Kundin ohne Maske trotz Arztzeugnis Zutritt. Bericht vom 28.09.2020. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/www.20min.ch\/story\/ikea-verweigert-kundin-ohne-maske-trotz-arztzeugnis-zutritt-811133397909 [zuletzt abgerufen am: 06.01.2021].<\/p>\n\n\n\n<p>o.A. (2020). Wegen Maskenpflicht: Z\u00fcrcher kommen zum Einkaufen in den Kanton Schwyz. Bericht vom 09.09.2020. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/marchanzeiger.ch\/2020\/09\/09\/wegen-maskenpflicht-zuercher-kommen-zum-einkaufen-in-den-kanton-schwyz\/ [zuletzt abgerufen am: 06.01.2021].<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a> Anhang<\/h1>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Leitfadeninterview<\/h3>\n\n\n\n<p>Einstieg:<\/p>\n\n\n\n<p>Inwiefern hat Corona dein Leben \/ deinen Alltag beeinflusst? Wie geht es dir dabei?<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn du 3 positive und 3 negative Aspekte der Auswirkungen vom Virus nennen m\u00fcsstest, welche w\u00e4ren das? Und warum?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie findest du die Maskentragpflicht im \u00f6ffentlichen Raum? Wie gehst du damit um?<\/p>\n\n\n\n<p>Warum wird die Maske (nicht) getragen?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie wird die subjektive Position gegen\u00fcber der Maskentragpflicht legitimiert\/argumentiert?<\/p>\n\n\n\n<p>Zusatzfragen:<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einer kantonal L\u00f6sung, tritt der Bund Kompetenzen zu einer nationalen Regelung ab. Inwiefern findest du das sinnvoll?<\/p>\n\n\n\n<p>Was w\u00e4re die utopische\/ideale L\u00f6sung, die du dir im Umgang mit dem Coronavirus vorstellen k\u00f6nntest?<\/p>\n\n\n\n<p>Ende:<\/p>\n\n\n\n<p>Gibt es noch Anmerkungen \/ etwas, das du sagen m\u00f6chtest, ich aber nicht gefragt habe?<\/p>\n\n\n\n<p>Fragen, ob eine Kopie der Arbeit erw\u00fcnscht ist? Vor Abgabe durchlesen?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung zur Interviewf\u00fchrung<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich bin \u00fcber Ziele, Ablauf und Auswertung dieses Interviews informiert worden (u.a.: die Abschrift gelangt nicht an die \u00d6ffentlichkeit, die Daten werden vertraulich behandelt und bei der Abschrift anonymisiert, die Tonaufnahme nach der Abschrift gel\u00f6scht).<a href=\"#sdfootnote54sym\" id=\"sdfootnote54anc\"><sup>54<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin damit einverstanden, dass einzelne S\u00e4tze aus dem Interview, die aus dem Zusammenhang genommen werden und damit nicht mit meiner Person in Verbindung gebracht werden k\u00f6nnen, im Rahmen des Seminars \u00abEmpirische Ans\u00e4tze der Rechtssoziologie\u00bb (Universit\u00e4t Z\u00fcrich) genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter diesen Bedingungen erkl\u00e4re ich mich bereit, das Interview zu geben und bin damit einverstanden, dass es aufgenommen, abgetippt, anonymisiert und ausgewertet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ort, Datum \u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterschrift \u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a> Transkriptionsregeln<\/h3>\n\n\n\n<p>Transkription gem\u00e4ss einfachem Transkriptionssystem mit gegl\u00e4tteter Sprache sowie Interpunktion (bspw. Wiederholungen ausgelassen) und vom Mundart in Schriftsprache \u00fcbersetzt. Jeder Sprecher hat einen eigenen Absatz, auch bei kurzen Einw\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>I = Interviewer\/in<\/p>\n\n\n\n<p>B = Befragte\/r<\/p>\n\n\n\n<p>\/Wort\/ = un\u00fcbersetzbare schweizerische \u00c4usserung<\/p>\n\n\n\n<p>WORT = Betontes Wort<\/p>\n\n\n\n<p>Wor- = abgebrochenes Wort oder abgebrochener Satz<\/p>\n\n\n\n<p>(\u2026) = Pause<\/p>\n\n\n\n<p>(unv.) = unverst\u00e4ndliches Wort \/ Passage<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem<a href=\"#sdfootnote55sym\" id=\"sdfootnote55anc\"><sup>55<\/sup><\/a>:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Laut\u00e4usserungen, welche die Aussage unterst\u00fctzen oder verdeutlichen, werden in Klammern notiert.<\/li>\n\n\n\n<li>Jeder Sprecher hat eigene Abs\u00e4tze, auch bei kurzen Einw\u00fcrfen.<\/li>\n\n\n\n<li>M\u00fcndliche \u00dcbernahmen werden in Anf\u00fchrungs- und Schlusszeichen notiert.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>Transkript 1<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">20.10.2020, 11.00-11.30, Online<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>###comment_start###Beginn des Telefonats wurde ausgelassen, da die Infos zur Aufnahme noch nicht gegeben wurden. ###comment_end###<\/li>\n\n\n\n<li>I: Ja, du hast mein Mail erhalten? #00:03:41-9#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Yes #00:03:43-0#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Okay, perfekt. Ja also eben, es ist eigentlich (&#8230;) Eine Arbeit, wo ich schauen will, inwiefern dass diese Regelungen &#8211; also wirklich Gesetze umgesetzt werden und aus welchem Grund werden sie umgesetzt oder halt eben nicht. #00:03:58-5#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ja. #00:03:58-7#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Das ist so ein bisschen das grosse Thema. Du bist jetzt mein erster Interviewpartner #00:04:06-2#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ja #00:04:06-2#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Dann habe ich noch jemand anderes, (lacht) und sie ist so v\u00f6llig Pro Maskenpflicht und was weiss ich plus bin ich dann noch am \u00fcberlegen um nochmals jemand, welche wirklich so auf dieser Rechtsschiene ist, also eine Anwaltsassistentin, um so noch jemand zu fragen. #00:04:26-7#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Okay, wo vor Allem noch der rechtliche Aspekt rein bringt. #00:04:30-9#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Genau ja. #00:04:30-9#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Okay. Spannend. #00:04:34-9#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Mit dem Interview &#8211; also das Interview von dir wird eben anonymisiert #00:04:40-2#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Genau. #00:04:41-3#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Ist es okay, wenn ich es aufnehme? #00:04:42-6#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ja ja klar! #00:04:43-1#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Okay danke. Und ja eben, ich l\u00f6sche es nachher wieder und das Ganze, die ganze Arbeit wird nicht ver\u00f6ffentlicht, also es ist auf jeden Fall nicht geplant. #00:04:55-7#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Okay #00:04:56-5#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Einfach, dass du das auch weisst, du kannst sagen was du willst, und es wird nicht (\u2026) in der Zeitung kommen, oder was weiss ich.<\/li>\n\n\n\n<li>Okay, passt<\/li>\n\n\n\n<li>Ausser du willst es (lacht)<\/li>\n\n\n\n<li>Nein das ist gut. Die Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung, das habe ich noch gesehen, die ist ja da dabei. Muss ich die noch unterzeichnen? Brauchst du diese noch oder (\u00e4hm)<\/li>\n\n\n\n<li>(\u00c4hm) wenn es dir nicht ein zu grosser Aufwand ist, dann sehr gerne<\/li>\n\n\n\n<li>Okay, nein ist Easy, ich leite es mir gerade ins Gesch\u00e4ft, dann kann ich das nachher n\u00e4mlich ausdrucken und unterschreiben, einscannen, und dann kann ich dir das zur\u00fcckschicken.<\/li>\n\n\n\n<li>Perfekt.<\/li>\n\n\n\n<li>Ja, das ist supi. Weil das habe ich jetzt n\u00e4mlich gerade, ja das ist so dabei \u2013 ich habe mich eigentlich auf morgen eingestellt, darum w\u00e4re dann irgendwann mal heute noch die Vorbereitung f\u00fcr morgen gekommen. Aber (\u00e4hm) nein das ist gut, du hast sie noch vor oder nach dem Mittag \u2013 zeitnah<\/li>\n\n\n\n<li>Ah also es pressiert nicht, gell.<\/li>\n\n\n\n<li>Ja. Nein alles gut, alles gut.<\/li>\n\n\n\n<li>I: Dezember w\u00fcrde auch reichen.<\/li>\n\n\n\n<li>B: Dann kannst auch du weiterarbeiten.<\/li>\n\n\n\n<li>I: Okay, danke.<\/li>\n\n\n\n<li>Ja sehr gerne, gut.<\/li>\n\n\n\n<li>Ja. Die erste Frage, einfach so allgemein, inwiefern Corona dein Leben oder dein Alltag beeinflusst hat. Und wie es dir damit geht.<\/li>\n\n\n\n<li>Ja. Ja also eben, inwiefern hat es das Leben beeinflusst, ich glaube so in ziemlich jeder Lebenslage hat es beeinflusst, aber Mitte, ich sage jetzt mal, Mitte bis Ende Februar bis und mit jetzt wohlverstanden (\u2026) Ich fange jetzt mal an mit dem beruflichen. Beruflich nat\u00fcrlich die ganze Art und Weise, wo Homeoffice gekommen ist. Sehr eine neue Erfahrung, welche bei uns noch nicht so weit fortgeschritten gewesen ist, dass eigentlich in, ich sage jetzt mal in regelm\u00e4ssigem Ablauf rein geh\u00f6rt hat. Das heisst, von dem her eine (\u2026) positive Erfahrung, das geht dann auch noch ein bisschen in die n\u00e4chste Frage rein. Aber sicherlich etwas Neues, etwas Spannendes, wo hier ein sehr grosser Teil vom Alltag beeinflusst hat. Auf die andere Art und Weise aber auch (\u2026) eben, dass es darum geht das Verst\u00e4ndnis von Kunden, welche auf die Bank kommen oder um vorbei zu kommen an und f\u00fcr sich f\u00fcr einen Termin. Dort vor Allem auch eben auch der Alltag, dass man fr\u00fcher sagen konnte \u00abKomm, wir trinken einen Kaffee zusammen\u00bb oder wir gehen irgendwie in ein Kaffee nebenan oder \u00abIch komme zu dir nach Hause\u00bb. Und da muss man jetzt immer wieder, vor Allem wenn man mit potenziellen Gruppierungen von Risikopatienten zu tun hat, muss man da sehr viel und sehr aktiv dar\u00fcber nachdenken, wann macht es Sinn, um nicht MICH, aber MEINE KUNDEN diesem Risiko aussetzen, dass ich potenziell eventuell k\u00f6nnte Tr\u00e4ger von diesem Virus sein und das ver\u00e4ndert nat\u00fcrlich den Alltag schon relativ stark. Plus nat\u00fcrlich auch dass wir zum Beispiel bei den Sitzungszimmer haben wir Plexiglas dazwischen, das heisst, der ganze Ablauf, wo man zusammen eine Pr\u00e4sentation durch geht, oder ich zeige etwas oder zeichne etwas ein auf einem Blatt Papier (\u00e4hm) in der Mitte auf dem grossen Tisch. DAS hat sich nat\u00fcrlich EXTREM ver\u00e4ndert. Das heisst zusammenfassend kann man sagen, das hat eigentlich dort relativ viel vor Allem eben im pers\u00f6nlichen Austausch \u00fcber den Haufen geschmissen.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Auf der Privaten Art und Weise, ja dort nat\u00fcrlich vor Allem der ganze Aspekt Ferien, Reiset\u00e4tigkeiten, von Pl\u00e4nen welche gemacht gewesen sind, hat das nat\u00fcrlich dann ja das Leben \u2013 ich sage jetzt mal, hat es relativ STARK eingeschr\u00e4nkt, ver\u00e4ndert, ein erh\u00f6htes Mass an Flexibilit\u00e4t und Ungewissheit, welche hier rein gekommen sind.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ansonsten da, der Alltag selbst, ja der Alltag im Privaten w\u00fcrde ich jetzt behaupten, der ist Stand heute nicht mehr gross eingeschr\u00e4nkt. (\u00c4hm) Ich sage jetzt mal, eben, das ganze Einkaufen, Posten, mit Maske, ja, das meide ich einfach. #00:09:00#<\/li>\n\n\n\n<li>I: (lacht)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ja, das mache ich einfach nicht mehr. Bedeutet (\u00e4hm) zum ersten Mal in meinem Leben Zalando Shopping gemacht, WEGEN der Maske wohlverstanden.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Weil ich gefunden habe, ich gehe nicht in den Kleiderladen, sondern ich lasse mir das Zeug nach Hause liefern. Das gleiche ist, dass wenn ich posten gehe, dass ich eher ein bisschen mehr poste oder ein bisschen weiter Vorausschaue, dass ich nicht \/Allpot\/ muss in den Laden rein stehen. Obwohl das sonst eigentlich in den Alltag dazu geh\u00f6rt h\u00e4tte, dass ich einfach noch schnell auf dem Nachhauseweg noch schnell bin posten gegangen. Mehr oder weniger f\u00fcr den Tag. Also auch dort hat es doch gewisse Einschr\u00e4nkungen oder gewisse Beeinflussung gegeben aber ich bin der Meinung, prinzipiell Stand heute, jetzt bezogen, im Beruflichen mehr als im Privaten.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend). (\u2026) Ja spannend. (\u00c4hm) (\u2026) Negative Aspekte habe ich jetzt eigentlich ziemlich raus geh\u00f6rt, (\u2026) wenn du jetzt k\u00f6nntest noch zwei positive #00:10:00# Aspekte des Virus sagen. Kannst du das? Und welche w\u00e4ren das?<\/li>\n\n\n\n<li>B: Sehr subjektiv und egoistisch betrachtet, glaube ich, kann man das durchaus. Das eine ist zum Beispiel Essen in Restaurants. Finde ich viel angenehmer auf Grund vom Abstand, welcher drin ist.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend).<\/li>\n\n\n\n<li>B: Das heisst, es ist alles ein bisschen luftiger. Weil du wirst nicht irgendwo zusammengepfercht \u2013 sehr rasch nachdem wir die \u00d6ffnung gehabt haben nach dem Shutdown habe ich das als sehr positiv wahrgenommen.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend).<\/li>\n\n\n\n<li>B: Dann eben der andere positive Aspekt ist eben, ich glaube der ganze Homeoffice-Teil, Digitalisierungsteil jetzt auf das Gesch\u00e4ftsleben bezogen. Das ist sicher als positiver Aspekt anzuschauen. Und der dritte positive Aspekt, dort muss ich \/halt\/ schon sagen, kritisch wie ich bin, aber unabh\u00e4ngig davon, ich glaube, das BEWUSSTSEIN f\u00fcr Hygiene und Krankheitssymptom das w\u00fcrde ich nichtsdestotrotz als positiv anschauen.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Einfach dass wenn man erk\u00e4ltet ist, wenn man krank ist, und ich bin einer gewesen, der eigentlich IMMER ist arbeiten gegangen, wenn ich jetzt nicht gerade v\u00f6llig zusammengeklappt und an das Bett gefesselt worden bin, w\u00fcrde ich behaupten, das w\u00fcrde ich in der HEUTIGEN Zeit sicher nicht mehr machen. Ich gehe aber auch davon aus, dass sich das in der Gesellschaft mittelfristig ver\u00e4ndert hat. Und das schaue ich aber durchaus als positiv an.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) (\u2026) Und w\u00fcrdest du jetzt noch negative Auswirkungen oder negative Aspekte HINZUf\u00fcgen, zus\u00e4tzlich zum pers\u00f6nlichen Austausch oder deinen Ferien oder Planung \/ Shopping?<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ja, also ich glaube ein negativer Aspekt dahingehend ist einfach die ganze Planungsunsicherheit, das ist so ein bisschen auf der Metaebene. Aber ich glaube DAS ist etwas, was mir \/gruusig uf de Zeiger\/ geht, dass einfach Null Planungssicherheit hast, null Sicherheiten hast, um irgendwo k\u00f6nnen irgendetwas anfangen niederzuschlagen, sondern du lebst eigentlich von Tag zu Tag und jeder Tag kann aus irgendeinem Busch irgendeiner \/gumpen\/ und sagen \u00abdas ist ab morgen verboten\u00bb. Ja, das ist sicher etwas bei dem ich muss sagen, das ist negativ aus meiner Sicht (\u2026) und \u2013 ja das andere ist nat\u00fcrlich schon auch eben ein bisschen mehr auf der Metaebene aber unabh\u00e4ngig davon, w\u00fcrde ich behaupten dass sicherlich negativ ist, dass einfach der Ganze \u2013 ich stelle einfach so ein bisschen Populismus fest. Bis jetzt kennen wir das aus der Politik, wir kennen es aus amerikanischen Wahlk\u00e4mpfen, aber ich glaube es gibt &#8211; AKTUELL ist es schwierig, Raum zu haben, f\u00fcr eine neutrale faktenbasierte (\u00e4hm) Diskussion. Sondern ich stelle negative Aspekte fest, im Sinne dessen, entweder bist du ein wahnsinniger Bef\u00fcrworter, und man kann sagen \u00abOkay, du sorgst dich um alle\u00bb. Oder du bist wahnsinnig verblendet und h\u00f6rig. Oder du \u2013 auf der anderen Seite interessiert es dich nicht und du f\u00e4llst in den \u2013 ich sage jetzt mal \u00abCorona-Skeptiker bis -Verschw\u00f6rungstheorien-Ecken\u00bb. Und DAS glaube ich, ist schon nicht (\u00e4hm) ganz so optimal.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend). Sehr sch\u00f6n. (lacht) Wo w\u00fcrdest du dich jetzt dort positionieren? Wenn du jetzt WIRKLICH sagen m\u00fcsstest entweder bist du \/mega\/ Bef\u00fcrworter oder eher Coronaskeptiker.<\/li>\n\n\n\n<li>B: Also wenn du jetzt \u2013 also es kommt darauf an, wenn das Maximum der CoronaSKEPTIKER ist, dann m\u00fcssten wir uns \u00fcber die Definition unterhalten, was ist ein Skeptiker? (\u00c4hm) wenn der Skeptiker derjenige ist, der das alles konstruktiv-kritisch hinterfragt, prinzipiell eine abwartende Haltung hat und der Fokus von der Eigenverantwortung in den Vordergrund stellt, #00:14:00# dass doch jeder soll die M\u00f6glichkeit haben, um sich zu sch\u00fctzen, das heisst, wenn es mir nicht gut geht dabei, wenn ich mich selber sch\u00fctzen will oder wenn ich in einem Haushalt wohne mit meiner 98j\u00e4hrigen Grossmutter, dass ich das KANN und dass das mir erm\u00f6glicht wird, ja, dann w\u00fcrde ich mich sehr nahe zum Skeptiker (\u00e4hm) ich sage jetzt mal \u2013 einteilen. Wenn aber der Skeptiker derjenige ist, der jetzt davon ausgeht, dass es eine Verschw\u00f6rung gibt von unbekannter Stelle mit unbekanntem Ziel, und Bill Gates an einem Impfstoff dran ist, der uns Neuroplastische Weiss ich was will injizieren, und wir nachher alle ferngesteuert sind, DAS ist- von dem bin ich weit weg.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Also eben, darum, es ist \/mega\/ schwierig, um eine solche Einordnung zu machen, weil wir zuerst dar\u00fcber sprechen m\u00fcssen \u00fcber die beiden Extreme.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) Ja.<\/li>\n\n\n\n<li>B: Aber ich w\u00fcrde mich pers\u00f6nlich sicher in skeptischen \u2013 n\u00e4her am Skeptischen als am Bef\u00fcrwortenden Ecken tun. #00:15:05#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) Wie gehst du mit der Maskentragpflicht um? Weil ich glaube, man h\u00f6rt ja \/mega\/ viel dass zum Beispiel genau so im Kanton Schwyz \u2013 SVP-Hochburg, dass ja genau DIE Leute gegen Masken sind und gegen Corona im Allgemeinen.<\/li>\n\n\n\n<li>B: Das glaube ich kann man schon (\u2026) \u2013 Ja ich glaube das kann man schon irgendwo auch in eine politische F\u00e4rbung rein nehmen. Ich glaube ein Grosser Teil von der Maskentragpflicht ist \u2013 es sind zwei Aspekte. Das Eine ist, es wird dir befohlen. Und wenn du als liberaler freiheitsliebender Mensch von Oben her ein Befehl bekommst, tust du dich immer schwer.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Das ist einfach grunds\u00e4tzlich mal aufgrund von der Haltung. #00:16:00# Und darum glaube ich, kann man schon ein bisschen \u2013 ich sag jetzt mal schon ein bisschen in eine politische F\u00e4rbung rein tun. Und der zweite Punkt ist \/halt\/ einfach dass die Maskentragpflicht zum Einen ist es die Zeit in dem ganzen Virus, ist viel zu kurz um irgendwo statistisch und wissenschaftlich basierte Erkenntnisse daraus zu schliessen. Man kann sagen: \u00abGut, die Maske n\u00fctzt. Unter der Voraussetzung dass sie richtig angelegt wird, richtig getragen wird, richtig abgezogen und richtig entsorgt wird. Unter dem Aspekt n\u00fctzt die. Dann muss man noch unterscheiden, n\u00fctzt sie f\u00fcr dich selbst oder n\u00fctzt sie f\u00fcr die andern.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Und das ist jetzt mal nur meine M\u00f6glichst neutrale Auslegeordnung von dieser Maskentragpflicht. (\u00e4hm) ja. Und diese beiden Aspekte, also zum Einen mal die FAKTENBASIERTE Ausrichtung dahingehend, welche noch nicht erwiesen ist, aber das ist kein Vorwurf, weil das kann einfach auch noch nicht erwiesen sein. Und auf der anderen Seite der Befehl von Oben, wo es einfach geheissen wird, dass du mit einem Kamm durchk\u00e4mmst und \u00fcberall immer musst eine Maske haben. Ja das ist nat\u00fcrlich schon etwas, wo ich sehr grosse Sympathien habe, manchmal \u2013 eben auch wiederum konstruktiv kritisch dagegen zu stellen.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend). Wie sieht dein \u00abkonstruktiv-kritisches Dagegenstellen\u00bb aus?<\/li>\n\n\n\n<li>B: Das sieht dahingehend aus, dass dann- ich nehme das Beispiel Zugfahren oder, das ist einfach das, wo wir jetzt schon am l\u00e4ngsten haben.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Beim Zugfahren habe ich eine Maske, sagen wir ein Mund-Nasen-Schutz, weil Maske (\u00e4hm) ja \u2013 da kann man sich jetzt auch wieder mal dar\u00fcber unterhalten \u2013 aber ein Mund-Nasen-Schutz im Weiteren Sinne habe ich an beim Einsteigen und beim Aussteigen. Weil, es hat sehr viele Leute auf sehr kurzem \u2013 oder auf sehr wenig Platz. Dort mache ich es nicht wegen mir, mir selbst ist es \/scheiss\/ egal, sondern ich mache das wegen den Andern.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Anschliessend wenn ich die S-Bahn nehme um halb 11 am Abend \u2013 jetzt hat es sechs Leute im ganzen Wagenabteil, und ich stehe bei der T\u00fcre vorne, wo niemand \u2013 wo ich sch\u00e4tzungsweise vier bis f\u00fcnf Quadratmeter f\u00fcr mich alleine habe, (\u00e4hm) ja, dort nehme ich die Maske ab oder tue sie runter. Anschliessend zum Aussteigen tue ich diese wieder anziehen. Einfach auch wiederum dann wenn es mal eine Gruppenbildung gibt.<\/li>\n\n\n\n<li>I: Ja.<\/li>\n\n\n\n<li>B: Plus, der zweite Teil \u2013 vielleicht zum noch ein zweites Beispiel zu nennen, (\u00e4hm) wenn ich darauf Aufmerksam gemacht werde, dann komme ich dem nach. Weil, auch wiederum als freiheitsliebender Mensch sind mir die Eigentumsrechte sehr wichtig, das heisst, wenn ich in einen Laden rein gehe und ich wird darauf aufmerksam gemacht, ich soll doch bitte eine Maske anziehen, dann mache ich das. Oder ich verlasse den Laden. Je nach dem. Was ich NICHT WILL, und das ist ja so wie das System ausgerichtet ist, ist, dass dann nachher der Ladenbesitzer eine Busse erh\u00e4lt wegen mir.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Weil es wird dann nat\u00fcrlich sehr auf eine feige Art und Weise gemacht, von Seiten von Bund, vom Kanton. Mit dem dass dann nachher einfach die Verantwortung an den Ladenbesitzer abgegeben wird. Und das finde ICH pers\u00f6nlich \u00fcberhaupt nicht richtig. Sondern wenn ich eine Busse bekomme, dann ist das okay, dann kann ich rechnen, kann das budgetieren. Aber nicht dass dann nachher der Laden 10 Tausend Franken Busse muss bezahlen weil ICH MICH nicht daran halte. Darum \u2013 Ja. Das ist noch ein bisschen ein Abw\u00e4gen.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) Kannst du genau dieses Abw\u00e4gen noch ein bisschen erkl\u00e4ren. Also ich stelle mir pers\u00f6nlich das \/mega\/ m\u00fchsam vor, um die Maske anzuziehen, wenn du in den Zug hinein l\u00e4ufst, dann wieder ausziehen, dann je nach dem wenn jemand mit dir spricht sie wieder anziehen. Wiso machst du es genau so, und nicht einfach entweder \u2013 also quasi der einfach Weg, also entweder ganz an oder ganz ab? #00:20:11#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ich fange mit dem einfacheren Teil an: ganz ab mache ich nicht wegen den Andern. F\u00fcr mich w\u00e4re es egal, ich habe das Gef\u00fchl, eben, dann wenn du in den unsozialen Teil rein kommst, n\u00e4mlich eben dann, wenn ICH das Virus tats\u00e4chlich k\u00f6nnte haben und alle anderen Leute tats\u00e4chlich anstecken w\u00fcrde, das ist nicht mein Ziel, das zu machen. Ergo, dort mache ich es wegen den Andern, oder. In dem- eben, ich sage jetzt mal, wenn du das Beispiel Zug wieder nimmst, mit dem An oder Abziehen, beziehungsweise dem Ein oder Aussteigen. Auf der anderen Seite, warum nicht ganz anziehen, weil ich einfach den SINN dahinter nicht sehe.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:21:00<\/li>\n\n\n\n<li>B: Es gibt f\u00fcr mich keinen Grund, warum ich am Abend um halb 11 auf f\u00fcnf Quadratmeter soll eine Maske anhaben.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: dieser Grund kann man mir nicht sagen, insbesondere dann nicht, wenn das Leute sagen, oder Leute (\u00e4hm) ja, fordern, welche die Maske unter der Nase tragen, oder welche vier Tage mit der gleichen Maske rum laufen oder ich innerhalb von zwei Minuten sehe wie sie sieben Mal vorne an die Maske fassen und sich dann in die Augen und unter der Maske irgendwie noch das Rindsfilet aus den Z\u00e4hnen raus kratzen. Dort muss ich sagen, (\u00e4hm) ja, wenn DAS der 0815 Anwender einer Maske ist, bin ich der Meinung, kannst du es sein lassen. Weil dann bringt das \u00fcberhaupt nichts.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) Ja. (\u2026) Was w\u00e4re dann so die Ideall\u00f6sung aus deiner Sicht, wie man mit dem ganzen Virus sollte oder k\u00f6nnte umgehen?<\/li>\n\n\n\n<li>B: Das ist eine unglaublich schwierige Frage. (unv.) auf mich vereinen, dass ich die Eierlegende Wollmilchsau L\u00f6sung habe. Das heisst einfach die L\u00f6sung, welche f\u00fcr Alles gilt und von welcher ich glaube, das ist DIE wahre \u2013 einzig wahre L\u00f6sung. Oder.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Aber \u2013 und man muss da ein bisschen entscheiden. Beziehungsweise unterscheiden. Am Anfang von dem ganzen Theater M\u00e4rz April, DORT bin ich weniger kritisch gewesen als jetzt. Weil wir haben doch jetzt 6 Monate mehr Erfahrung gehabt, also wir sehen jetzt ein bisschen, wie man damit kann umgehen. Darum ist eben diese Frage noch schwierig generell zu beantworten. Ich sage jetzt mal, wenn ich eine Antwort m\u00fcsste geben, und diese basieren auf der Erkenntnis und auf die Situation Stand heute, dann glaube ich, (\u2026) dann gibt es f\u00fcr mich zwei, drei Aspekte: Ich glaube, man muss sehr viel Aufkl\u00e4rungsarbeit machen. Das ist f\u00fcr mich ein wichtiger Bestandteil: Transparenz. N\u00e4mlich eben, Transparenz an Zahlen, ich habe schon IMMER gefordert, dass man die Positivit\u00e4tsrate raus nimmt, das ist erst seit etwa drei Wochen, dass die Medien die Positivit\u00e4tsrate bekannt geben. Vorher hat es Anzahl F\u00e4lle geheissen, und Anzahl F\u00e4lle sind einfach nichtssagend.<\/li>\n\n\n\n<li>I: Ja.<\/li>\n\n\n\n<li>B: Das heisst, ich will viel mehr Fakten und Transparenz drin. Plus Empfehlungen. Empfehlungen im Sinne dessen, wenn du keine Lust hast, dich damit auseinanderzusetzen, oder du pers\u00f6nlich \u2013 ich sage jetzt mal, risikoavers bist, \u00e4ngstlich bist, oder dich selbst sch\u00fctzen willst, dass du weisst, dass du die richtigen Informationen hast, von offizieller Stelle. Das ist f\u00fcr mich ganz klar eine Bundesaufgabe, oder eine Kantonsaufgabe, um dann zu sagen: \u00abschau, dann empfehlen wir dir Homeoffice, wir empfehlen dir Menschenansammlungen zu vermeiden und eine Maske zu tragen.\u00bb Punkt.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Auf der anderen Seite bin ich aber auch der Meinung, in die Wirtschaftsfreiheit rein zu reden, wann muss jemand ein Laden schliessen, wie muss er in seinem Laden drin die Anzahl Leute quantifizieren, dass er MUSS eine Maskenpflicht haben, in irgendeinem \/L\u00e4deli\/ wo irgend ein Mensch auf 100 Quadratmeter drin steht am Morgen am halb 11 an einem Montag Morgen, das macht doch einfach \u00fcberhaupt keinen Sinn.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Und das glaube ich, DAS ist eben NICHT sinnvoll um das zu machen. Weil mit dem machst du viel mehr Leute \/verr\u00fcckt\/ als etwas anderes. Ich glaube wenn du aufkl\u00e4rst und die M\u00f6glichkeit gibst, ich meine das ist bei HIV nicht anders, es heisst nicht \u00abes ist verboten, Sex ohne Kondom zu haben\u00bb. Es heisst nur: \u00abHey, take care\u00bb oder?<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: \u00abschau, dass A: du weisst, wie dich sch\u00fctzen\u00bb- es gibt Aufkl\u00e4rungskampagnen, man weiss wie sich das verhaltet, dass du tendenziell nicht 90 wirst wenn du positiv bist, also von dem her, DAS ist eine Art und Weise, wie mit etwas umzugehen ist. Oder.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: und aus diesen beiden Aspekten glaube ich, mit Transparenz, mit Faktenbasiert plus eben diesen M\u00f6glichkeiten dich zu sch\u00fctzen \u2013 von mir aus kannst du im \u00d6V auch W\u00e4gen mit Maske und W\u00e4gen ohne Masken machen. Du kannst Schlangen mit und Schlangen ohne machen. (\u2026) Du kannst keine Ahnung was machen. Das ist f\u00fcr mich v\u00f6llig okay. Ich will jedem erm\u00f6glichen, sich selbst zu sch\u00fctzen, darum sage ich auch nie etwas gegen jemand anderes der eine Maske an hat.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: ob das neben mir ist, ob das 7 Kilometer entfernt ist, das ist f\u00fcr mich v\u00f6llig okay. Ich glaube einfach nicht, dass es sinnvoll ist, von oben herunter auf jede Person, jede Situation, auf jedes Alter oder an jedem Ort so zu machen.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) Ja. (\u2026) Ja spannend. Wir w\u00e4ren \/imfall\/ schon am Ende (lacht). Hast du noch Anmerkungen oder w\u00fcrdest du gerne noch etwas sagen, was ich jetzt nicht gefragt habe, fehlt noch irgend etwas?<\/li>\n\n\n\n<li>B: Schwierig zu sagen. (\u00e4hm) also ich glaube zu dem was du GEFRAGT hast, gibt es keine Erg\u00e4nzungen von meiner Seite.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ja weitere Themen, eben ich glaube wirklich etwas vom Wichtigsten in dieser Frage, gerade im aktuellen Stadium von dem Ganzen ist aus meiner Sicht \/halt\/ wirklich dass man das Zielgruppengerecht oben runter bricht. (\u2026) Das heisst, du wirst immer \u2013 Studien geben, welche das eine sagen und es wird immer Studien geben, welche das Andere sagen. Du wirst B\u00fccher finden, welche das Eine sagen, du wirst B\u00fccher finden, welche das Andere unterst\u00fctzen. Ich glaube, was da (unv.) wirklich wichtig ist, dass man es wirklich zielgruppengerecht macht. Dass man bei etwas, was Stand heute statistisch erwiesen ist, dass eine Altersgruppe \u00fcber 70 anf\u00e4lliger ist, oder Mortalit\u00e4tsrate, dass man dann in Altersheimen andere Vorkehrungen trifft als in einer KV Business School mit 18 bis 20 j\u00e4hrigen. Ich glaube DAS ist wichtig an dem Ganzen.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Dass man das wirklich unterscheidet und das von oben runter gibt, und JA dass man das probiert so nahe wie m\u00f6glich zu machen, die Dichte in der Stadt Z\u00fcrich ist eine Andere als im Dritten Alptal hinten wenn du richtig Rothenturm f\u00e4hrst. Also das sind ganz andere Ausgangslagen dort und ich glaube auch das soll eben Rechnung getragen werden. Es macht es nicht einfacher, dass die Kantone (\u00e4hm) einfach \/huere\/ feige sind und wieder nach dem Bund schreien, aber (\u00e4hm) das ist wiederum eine andere (\u00e4hm) (\u2026) Situation. Das ist ja da die eine Zusatzfrage, die du drin hast.<\/li>\n\n\n\n<li>I: Ja genau.<\/li>\n\n\n\n<li>B: Oder, also, JA, definitiv, das ist eine \/verdammte huere\/ Aufgabe von den Kantonen f\u00fcr ihren Kanton das zu machen, der Bund soll wenn dann koordinierende Funktionen haben und that\u2019s it. Weil in Z\u00fcrich und in Genf hast du eine andere Ausgangslage als im Appenzell Ausserrhoden.<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) (\u2026)<\/li>\n\n\n\n<li>B: Aber ja, (\u00e4hm) mit dem ist mein philosophischer Teil geschlossen.<\/li>\n\n\n\n<li>I: (lacht) Ja danke viel mal. H\u00e4ttest du gerne, wenn die Arbeit fertig ist, eine Kopie davon?<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ja unbedingt! Das w\u00fcrde mich Wunder nehmen.<\/li>\n\n\n\n<li>I: Okay. Gut. Soll ich sie dir schicken, bevor ich sie abgegeben habe oder nach dem?<\/li>\n\n\n\n<li>B: Nein nein, das kann nach dem- also was f\u00fcr dich einfacher ist. Aber das kann nach dem sein. Nicht dass ich noch irgendwelche Inputs oder weiss ich was habe. Das ist wirklich einfach rein Interessenhalber.<\/li>\n\n\n\n<li>I: Okay. Gut. Dann stoppe ich gerade schnell die Aufnahme.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a> Transkript 2<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">12.11.2020, 18.30-19.05, B\u00e4ch<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>I: Also. Inwiefern hat Corona dein Leben oder deinen Alltag beeinflusst? #00:00:12#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Also. Der Arbeitsalltag, dass ich von einem Tag auf den anderen eigentlich habe m\u00fcssen ins HOMEoffice. (\u2026) DASS ich Zuhause pl\u00f6tzlich die Infrastruktur haben musste und ich mich lange geweigert habe diese zu haben. Weil ich die Arbeit nicht WOLLTE nach Hause nehmen. Und (ehm) und dass ich dann schlussendlich das DOCH habe m\u00fcssen machen, weil ich gewusst habe, das geht l\u00e4nger. Das heisst selbst die Infrastruktur aufbauen, mir einen Arbeitsplatz aufbauen zuhause, daf\u00fcr aufstehen und gerade an die Arbeit k\u00f6nnen und abschalten und schon Zuhause sein k\u00f6nnen, und der Arbeitsweg weg, theoretisch mehr Freizeit. (\u2026) Aber doch m\u00fcssen Acht geben, dass die Arbeit nicht im Grunde genommen rum liegt, dass wenn man ein Wochenende hat, dass man das trennen kann, was man sonst r\u00e4umlich getrennt hat. Und zeitlich auch durch einen Arbeitsweg von einer Stunde. Und (\u2026) Das Andere, man hat eine andere ART zu arbeiten, indem dass man nicht mehr Kollegen sieht, man ist ein Einzelk\u00e4mpfer, man f\u00fchlt sich auch als Einzelk\u00e4mpfer, wenn man eine Frage hat zu andern Themen oder zu andern Kollegen MUSS man einen Termin abmachen, es geht nicht mehr spontan. Man kann NICHT MEHR sozial so zusammen ein Kaffee nehmen, was auch noch (ehm) wichtig ist, sondern man geht wirklich nur auf beruflicher, sachlicher Sicht \u2013 trifft man sich oder hat ganz viele Termine, #00:02:00# f\u00fcr was man ansonsten zwischen T\u00fcr und Angel hatte k\u00f6nnen locker besprechen so \u00abferner liefen\u00bb und \u00abich habe noch nicht\u00bb, dann muss man einen Termin abmachen. Dann verkompliziert es sich. (Ehm) Ja. Das w\u00e4re es eigentlich, VON der Arbeit her. Und vom (\u2026) Privaten, ist es so, dass man IMMER im Kopf hat, wegen Corona nonstop, jeden Tag, nicht nur jeden Tag, sondern \u00f6fters. Wenn man jemanden trifft, hat man automatisch ein gewisses MISSTRAUEN im Hinterkopf, so \u00abist der andere \/echt\/ sauber, wo k\u00f6nnte er gewesen sein? Ist es \/echt\/ gut, dass ich mich mit demjenigen oder derjenigen treffe?\u00bb. Man achtet sich auf den Abstand, man ist nicht mehr spontan. Und \/halt\/ eben mit Maske ist es auch nicht sch\u00f6n. #00:02:58#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:03:00#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Man kann nicht mehr spontan irgendwie irgendwo ein Sozialleben pflegen, indem dass man zusammen geht etwas Essen, das ist alles reglementiert und das ist einfach (ehm) das ist bedr\u00fcckend so etwas. Da \u00fcberlegt man sich wirklich, will man das machen oder verzichtet man gleich von Anfang an darauf? #00:03:17# (\u2026)<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) (\u2026) ehm (\u2026) Wenn du jetzt einfach nur drei positive und drei negative Aspekte von dieser ganzen- von diesen ganzen Auswirkungen von dem Virus nennen m\u00fcsstest, ich habe jetzt so ein bisschen die Spontanit\u00e4t heraus geh\u00f6rt und das Soziale (ehm) aber jetzt zum Beispiel drei weitere, welche w\u00e4ren das und warum w\u00e4ren es genau diese? #00:03:50#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Positiv, man ist bewusster mit der Familie, bei uns, und zwar dass man WEIL man gerade vielleicht weniger Kontakt hat, gegen ausserhalb von der Familie mehr Kontakt hat mit der Familie und das eigentlich auch zelebriert und schaut dass man sich SIEHT, und dass alle sich sehen. Wir sehen uns \u00f6fters als vor Corona. #00:04:15#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:04:16#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Wir haben besser Kontakt alle zueinander als VOR Corona. Das ist wirklich GANZ ein grosser Pluspunkt. Und dadurch, dass man das- ich habe das Gef\u00fchl, das sch\u00e4tzen alle, ist jeder auch vorsichtig, dass man das auch weiter kann machen. Keiner will die Familie anstecken. #00:04:36#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:04:38#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Das heisst, jeder ist vorsichtig. Ich weiss dass NAME DER TOCHTER auch vorsichtig ist in Bern. Weil sie wieder den SCHATZ hat, in der Familie, dass man untereinander uns haben, und das ist ein grosses Geschenk, mit DREI Haushalten mit drei Orten um mal da Essen k\u00f6nnen, mal da, mal dort Essen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir eigentlich nicht ins Restaurant, weil wir h\u00e4tten die Abwechslung auch irgendwo anders, man kann irgendwo anders hinsitzen, kann sich verw\u00f6hnen lassen irgendwo anders, wie in einem Restaurant, als uns fehlt eigentlich- in DIESER Hinsicht fehlt uns eigentlich Nichts #00:05:10#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:05:11#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Effektiv, Also- Oder es geht uns viel besser als Anderen, die das nicht haben. (\u2026) Das ist schon so. #00:05:16#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:05:18#<\/li>\n\n\n\n<li>B: und (ehm) weiter Positiv nat\u00fcrlich \/eben\/ wie ich es gesagt habe, das ganze Technische, ist nat\u00fcrlich ein Vorw\u00e4rtskatapult, oder? Von der ganzen Gesellschaft, wenn ich schon nur schon an die Sch\u00fcler denke, jeder hat Homeoffice- Homeschooling. #00:05:35#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:05:35#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Also ich h\u00e4tte nicht gewusst, wie ich das gemacht h\u00e4tte, wenn meine Kinder noch klein gewesen w\u00e4ren. Man h\u00e4tte auch nicht das ganze Material gehabt, man h\u00e4tte nicht VIER Laptops Zuhause gehabt, weil ich h\u00e4tte ja auch noch irgendwie m\u00fcssen arbeiten. Und (\u2026) das ist- habe ich das grosse Gl\u00fcck, sind meine Kinder gross, und nicht klein. Ich bewundere meine Kolleginnen, welche drei kleine Kinder haben, vom Kindergarten bis Ende Primarschule und das ist HORROR. #00:05:58#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:05:59#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Und (ehm) ich muss sagen, da habe ich nat\u00fcrlich (ehm) das goldene Los gezogen, was das betrifft. Oder? Ich habe alles, habe meine Ruhe, also eigentlich bin ich zufrieden mit dem und wenn mich jemand fragt, \u00abwillst du wieder zur\u00fcck ins Gesch\u00e4ft?\u00bb NEIN, eigentlich nicht, es gef\u00e4llt mir besser so von Zuhause aus zu arbeiten. ABER wie schon gesagt: das Soziale fehlt. (\u2026) #00:06:33#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:06:34# (\u2026) Und vielleicht noch drei negative Aspekte? Oder was sind so die drei (\u2026) gr\u00f6ssten negativen Aspekte? Weil ich w\u00fcrde behaupten, diese Liste ist relativ lange. #00:06:51#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Die gr\u00f6ssten Negativen, das ist \u00fcberhaupt dass man (\u2026) die Kontakte in der Gesellschaft so hat m\u00fcssen reduzieren, dass es eine grosse Vereinsamung gibt, (\u2026) es gibt ein Misstrauen, in der Gesellschaft gegen\u00fcber andern. Das Schlimme ist, dass man einander die Mimik nicht mehr sieht, das L\u00c4CHELN nicht mehr sieht, die Herzlichkeit nicht mehr sieht, und dass (ehm) jeder wird je l\u00e4nger es geht irgendwie ein Egoist. Nicht nur die Staaten untereinander, wer hat zuerst den Impfstoff und so weiter, sie schauen f\u00fcr sich selbst, (ehm) auch (\u2026) auch die \u2013 also nicht nur die (unverst.) auf der Staatenebene, sondern auch auf der KMU-Ebene, wo grosse tragische Schicksale sind wegen dem. Welche wir gar nicht richtig erfassen, weil jetzt \/eben\/ wir jetzt nicht so betroffen sind. Wir haben einen sicheren Arbeitsplatz, aber Andere, eben, welche ein Hotel f\u00fchren oder ein Restaurant haben, ein Coiffeur-Laden, ja, vor Allem K\u00dcNSTLER, welche nichts anderes machen k\u00f6nnen, keine Auftr\u00e4ge haben, aber sie m\u00fcssen ihre- ja die sind am verzweifeln. Das Kulturelle- die sind am verzweifeln. #00:08:12#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:08:14#<\/li>\n\n\n\n<li>B: ABER, Die Kultur hat keine grosse Lobby, Fussball zum Beispiel schon. Fussball wird erlaubt, (\u2026) Kultur, die (unverst.) wir nicht. Und sie sagen ja schon, (\u2026) sie sagen schon \u00abJa, das ist Sport, das ist gut f\u00fcr die Gesundheit, und man muss schauen, nicht nur der K\u00f6rper sondern auch die Seelische Gesundheit.\u00bb Oder dann zum Beispiel, so wie Seelsorger-Angebot, wird vernachl\u00e4ssigt, weil es ist ja echt nur Kirche (sarkastisch). Und dass viele viele Leute das jetzt SO n\u00f6tig haben, das sehe ich auch beim Arbeiten, die Psychiatrien werden langsam voll, Ambulante Behandlungen haben 70% zugenommen, SIEBZIG- #00:09:03#<\/li>\n\n\n\n<li>I: \/J\u00f6sses\/ #00:09:04#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Kinder werden depressiv, welche auch extrem zugenommen haben. Insgesamt (ehm) seit dem Fr\u00fchling haben alle Behandlungen (\u2026) also ambulant sind mehr, station\u00e4r sind 10% mehr, trotz Lockdown, trotz dem dass sie nicht aufnehmen konnten oder nicht haben d\u00fcrfen aufnehmen, und es werden viel viel mehr kommen. Es gibt ganz viel psychische Folgen von diesem Corona-Lockdown, und \u00fcberhaupt diesen ganzen Massnahmen, in welchen wir jetzt drin sind. Das sind nicht nur die ALTEN, welche depressiv werden, weil sie ja eingeschlossen waren, das ist jeder, jeder, der das betrifft. #00:09:40#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) (\u2026) vielleicht genau anschliessend an dem, dass es jeden betrifft: Jetzt gibt es, nicht neu, aber doch NEUER eine schweizweite Maskentragpflicht im \u00f6ffentlichen Raum #00:10:00# Wie findest du das, und wie gehst du damit um? #00:10:03#<\/li>\n\n\n\n<li>B: (\u2026) Also ich habe nat\u00fcrlich die wissenschaftlichen Berichte gesehen, und auch die Videos und weiss auch, wie die Aerosole sich verhalten. Und ich finde das sinnvoll. Maskenpflicht. Man muss aber nicht meinen, dass die Viren nicht durch die Maske gehen, nat\u00fcrlich gehen die durch die Maske, sie sind viel zu klein, von dem her hilft eine Maske NICHT f\u00fcr die Ansteckung zu verhindern, aber sie verhindern, dass die Aerosole eine gewisse Distanz \u00fcberbr\u00fccken k\u00f6nnen. Anstatt zwei Meter weg (\u2026) ohne Maske beim lauten Sprechen, bleiben die bei 20 Centimeter bei einem von der Distanz. Das ist sehr sehr relevant, besonders wenn man irgendwie mal an einem Tisch sitzt und miteinander soll sprechen. (\u2026) das ist schonmal etwas, dass sie HEMMT, aber sie sch\u00fctzt nicht. Ich finde es aber gut, dass man sie anhaben muss, und es gibt solche, die das NICHT wollen, und ich finde das einfach egoistisch, weil man hat nicht nur die Verantwortung f\u00fcr sich selber, wenn du sagst- es gibt viele Leute, die ich kenne, die sagen \u00abIch werde nicht krank, ich bin gesund.\u00bb F\u00fcr mich ist das Nichts. Aber die denken nicht weiter, dass SIE ja die Verantwortung auch f\u00fcr Andere haben. Und wenn man es schon selbst nicht will verstehen, finde ich, man soll sie trotzdem anziehen, nur schon um die Anderen zu sch\u00fctzen. Und man muss auch, auf eine gewisse Seite, muss man solidarisch sein, Wenn wir als Gemeinschaft oder als Gesellschaft etwas wollen erreichen, und wir wollen das ZUSAMMEN erreichen, wir M\u00dcSSEN auch! Es funktioniert NUR, wenn die Schw\u00e4chsten auch mitmachen. Ansonsten funktioniert es nicht. Und darum m\u00fcssen die alle mitmachen. #00:12:00#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend). Tr\u00e4gst du eine Maske? #00:12:05#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ja. (\u2026) Ohne Frage. #00:12:08#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:12:10#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Und ohne Probleme. Es ist eine Gewohnheitssache, tats\u00e4chlich. Man arrangiert sich damit. Und unterdessen habe ich das Gef\u00fchl, haben sich ganz viele auch daran gew\u00f6hnt. Im Gegenteil, wenn du keine Maske hast, dann f\u00e4llt es auf. Wie zum Beispiel beim Einkaufen: Es f\u00e4llt auf, wenn jemand keine Maske hat, im Laden drin. #00:12:28#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) Ja. (\u2026) Vielleicht noch so ein bisschen weiter auf die Maskentragepflicht eingehend: Weil das Eine ist jetzt, das hast du \/mega\/ sch\u00f6n erkl\u00e4rt, mit der \u00abWarum sollte man eine Maske anziehen?\u00bb Aber das Andere ist ja, dass man sagt: \u00abDu MUSST eine Maske anziehen.\u00bb Wie findest du das? Dass man das einfach wirklich sagt \u00abWenn du in einen Laden rein willst, brauchst du eine Maske\u00bb? #00:13:00#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Die Maske ist ja nicht irgendwie ein Sch\u00f6nheitsid- (ehm) Accessoire, sondern es IST so, dass es einen Anderen sch\u00fctzt. #00:13:08#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:13:10#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Und (\u2026) das ist ja sehr wichtig gegen\u00fcber einem Anderen. Und ich finde, das muss man auch in einer Gesellschaft, der Mensch, um zusammenleben zu k\u00f6nnen, dass es Benehmensregeln gibt, das ist genauso dass es Benehmensregeln gibt, wie zum Beispiel die Verkehrsregeln auf der Strasse, Anstandsregeln und so. Dass- das ist einfach f\u00fcr ein besseres Zusammenleben und um den Anderen zu sch\u00fctzen, und ich finde eine Maskentragpflicht ist genauso wie eine Gurtentragpflicht oder dass man muss anhalten beim Rotlicht, um den Anderen auch zu sch\u00fctzen. #00:13:42#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) Ja. (\u2026) (ehm) Vielleicht noch so: w\u00e4rst du jetzt Bundesrat: Was w\u00fcrdest du f\u00fcr L\u00f6sungen wollen oder machen? Also was w\u00e4re so die utopische L\u00f6sung, wie man mit diesem ganzen Virus umgehen sollte? #00:14:05#<\/li>\n\n\n\n<li>B: (\u2026) Also negativ oder positiv gemeint? #00:14:16#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Wie du willst. (\u2026) Weil es gibt ja- sagen wir es anders: Trump sagt, \u00abMaske bringt gar nichts, ihr m\u00fcsst keine Maske anziehen, ich will auch nicht, dass ihr drin bleibt\u00bb Was weiss ich. Gleichzeitig hat jetzt \u00d6sterreich, \u00fcberall- oder Spanien, sobald du aus dem Haus gehst, MUSST du eine Maske anziehen. (ehm) Andere sind wieder ganz im Lockdown drin, Also es haben alle eigentlich das Selbe Problem, und jeder geht anders damit um. Wie w\u00fcrdest du den idealen Weg sehen, wie man mit dem Ganzen umgeht? #00:14:55#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Nur f\u00fcr die Masken gedacht? #00:14:57#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Allgemein. #00:14:58#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ja. #00:14:59#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Mit dem ganzen Umgang, du kannst auch sagen (unverst.) zum Beispiel wieder ein Lockdown, oder wir machen gar nichts. #00:15:03#<\/li>\n\n\n\n<li>B: (ehm) Ich bin \u00fcberzeugt, dass man den Virus nicht weg bringt, so schnell. F\u00fcr das ist der schon zu fest (\u2026) da. Der ist nicht mehr eine Pandemie, sondern es ist eine Endemie geworden. Eine Endemie ist dann, wenn- also eine Pandemie kann man immer noch irgendwie beeinflussen, sei es zur\u00fcckbinden oder sogar eliminieren, und eine Endemie ist, wenn es sich einfach schon so etabliert hat in der Menschheit, dann bringst du den nicht mehr weg. Und das ist (\u2026) wenn du eine Positivit\u00e4tsrate von \u00fcber 5% hast. Dann ist es- wird- ist die Gefahr da, dass es eine Endemie wird, weil du es nicht mehr in den Griff bekommst. Wir haben schon LANGE \u00fcber 5%, wir haben 27%- zwischen 24 und 27% aktuell. Das heisst, darum wollen sie es runter bringen. Sie wissen aber genau, dass sie den Virus nicht wegbringen k\u00f6nnen. Und jetzt geht es eigentlich nicht mehr um den Virus WEGbringen, sondern es geht darum \u00abbitte nicht alle gleichzeitig krank werden\u00bb. \u00abBitte nicht alle gleichzeitig auf die IPS m\u00fcssen\u00bb. Weil sie es nicht mehr schaffen. Und das ist ihnen ganz bewusst und sie sagen das der Bev\u00f6lkerung aber eigentlich NICHT. Die Bev\u00f6lkerung hofft immer noch dass sie den Virus k\u00f6nnen (\u2026) beherrschen. Dass es irgendwann einmal wieder normal wird. Auch die Politiker sagen \u00abwenn dann der Virus einmal vorbei ist.\u00bb Der wird nie vorbei gehen, gar nicht. Und wenn wir den k\u00f6nnen zur\u00fcckbinden, kommt die n\u00e4chste Mutation und die n\u00e4chste Welle und es wird jetzt so weiter gehen. Das haben sie schon l\u00e4nger vorausgesagt, dass es so kommen wird. (ehm) Ich finde es schlecht, dass unsere Regierung nicht darauf vorbereitet gewesen ist, und dass sie den ganzen Sommer \/Verlauert\/ haben, das haben sie. Also der Kanton Schwyz hat es auf jeden Fall \/verlauert\/. Und dass jetzt die Leute b\u00fcssen m\u00fcssen. Und ich finde es ganz schlecht, dass sie den Leuten nicht die Wahrheit sagen, wenn sie w\u00fcrden die Wahrheit sagen, dann w\u00fcrden sie viel mehr diszipliniert sein, um ZUSAMMEN aus dieser Sache raus zu kommen. Solange es nat\u00fcrlich noch solche Covidioten gibt, welche das nicht kapieren, dann ist das eine Gefahr f\u00fcr alle andern. #00:17:21#<\/li>\n\n\n\n<li>I: (grinst) Cooles Wort! (lacht). Das finde ich \/hammer\/! (lacht) #00:17:28#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Es ist ein Covidiot (grinsend). #00:17:29#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:17:30#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ganz einfach, wir sagen dem \u00abdas ist ein Covidiot\u00bb #00:17:32#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Das heisst, wenn ich dich jetzt richtig verstehe, du w\u00fcrdest eigentlich sagen, damit wir nicht so viele Tote haben, muss man eigentlich die Gesellschaft wahrheitsgetreu aufkl\u00e4ren (\u2026) und nachher der Rest machen sie selbst? #00:17:55#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Nein. Es ist so: wir sind in einer Gesellschaft, in welcher alle die Freiheit haben wollen. Und wir haben eine Demokratie. Das ist der Ursprung, dass wir nicht mehr machen k\u00f6nnen gegen den Virus. Wenn du siehst, was ist in China abgelaufen? Die haben den Virus gehabt, ganz heftig, ganz schlimm. Was haben sie gemacht? Alle Leute sitzen in ihrer Wohnung, sie D\u00dcRFEN NICHT RAUS. Es sind Leute die gestorben sind in der Wohnung, welche krank gewesen sind, die- andere Leute sind raus gegangen, welche verhaftet worden sind, die konnten schon sagen \u00abJa aber Zuhause ist meine alte Grossmutter, ich habe jetzt m\u00fcssen etwas holen gehen.\u00bb Diese Grossmutter ist Zuhause verhungert. Es hat \/jenste\/ Schicksale, welche aus China raus gekommen sind an die \u00d6ffentlichkeit wie das gegangen ist. Die sind ganz knallhart und ganz rigoros gekommen, dann haben sie aber nicht gefragt \u00abpasst das euch oder passt das euch nicht?\u00bb Oder von Demokratie oder Mitspracherecht. \u00dcberhaupt nicht. Und dadurch, dass sie die Leute sechs oder acht Wochen in ihren Wohnungen rein verbannt haben. Wenn wir schon daran denken, das k\u00f6nnten sie bei uns NIEMALS machen, wir w\u00fcrden da alle protestieren, weil wir gew\u00f6hnt sind mitzusprechen und zu protestieren wenn uns etwas nicht passt. Weil wir das d\u00fcrfen, wir sind so aufgewachsen. In China nicht. So ist das die einzige M\u00f6glichkeit gewesen, den Virus so zur\u00fcck zu binden (\u2026) und heftig kurz und heftig mehr oder weniger f\u00fcr die und sie sind jetzt eigentlich wieder FREI. Europa schaut jetzt fast neidisch auf China wo jetzt die Konjunktur einen Wachstum hat von fast 7%, davon kann Europa nur tr\u00e4umen, auch in guten Zeiten. Wo eigentlich alles aufholt, was mit Corona gehabt hat. Und wir bringen das nicht fertig, weil wir die Demokratie achten von den Leuten wir denken nicht daran, es k\u00e4me gar nicht durch, wir h\u00e4tten einen riesigen Aufstand, es w\u00fcrde gar nicht gehen. Das heisst, dadurch dass wir dies achten, geht unsere Wirtschaft kaputt. Und immer mehr. Wir haben Schulden und so weiter. Und wir werden das auch nicht- wir brauchen jetzt schon 15 Jahre um diesen Berg von Schulden abzubezahlen. Mit allen Folgen, bis zur AHV-Reform, welche sie angreifen m\u00fcssen. Weil die Geburtenstarken Jahrg\u00e4ngen in den n\u00e4chsten 15 Jahren sind die alle pensioniert. Was passiert dann? Und in China haben sie das Problem NICHT, sage ich jetzt mal. Weil sie sind- haben rigoros durchgegriffen, sie haben nicht gefragt \u00abk\u00f6nnen wir?\u00bb sondern sie haben einfach gemacht und gezwungen- unter Zwang. China wird auch so weit sein, dass sie sagen, \u00abwir machen jetzt eine Zwangsimpfung\u00bb. Sie sind schon am impfen. #00:20:40#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:20:42#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Aber der Impfstoff, da wird nicht hinterfragt, ist das ein guter Impfstoff, hat er eine DNA-technische Ver\u00e4nderung, nein oder ja? Ver\u00e4ndert er die eigenen Gene? Was passiert? Es gibt keine Studie, nichts, aber sie m\u00fcssen einfach hinhalten, weil sie m\u00fcssen. Keine Frage. Bei uns wird das nicht kommen, aus dem Grund dass obwohl sie es w\u00fcnschen, dass es eine Impfung gibt, dass es so eine Durchseuchung gibt, aber das w\u00e4re ja ein- also das ginge gar nicht. Das ginge gegen die Menschenrechte, gegen alles. Und das ist nat\u00fcrlich ein grosser Widerspruch! Was passiert aber, wenn jemand sich da nicht will impfen lassen? Da ist nat\u00fcrlich die Gefahr, dass die Leute, die im Gesundheitswesen dagegen sind, und das sind 30%, die jetzt schon sagen \u00abImpfung kommt gar nicht in Frage, weil das ist eine gentechnische Ver\u00e4nderung an sich selbst. Das machen sie nicht.\u00bb. Und das sind \u00c4rzte, die nein sagen, wirklich, das sind diejenigen, die in Medizin \/draus\/ kommen, welche nicht wie Schafe sagen \u00abOkay, wir machen es, weil sie es sagen, die wissen schon besser\u00bb. Nein sie wissen es selbst besser. Was passiert dann, wenn diejenigen sich nicht impfen, und wollen aber weiterhin als Beruf mit andern Menschen arbeiten? Es sind schon Stimmen laut, auch der Bundesrat, der das gesagt hat vor ein paar Wochen: Wenn sie sich nicht impfen, dann nachher d\u00fcrfen sie nicht mehr mit Menschen arbeiten. So. Und wenn sie das JETZT SCHON sagen, und so mal den Gedanken streuen, dann kann das schon sein, dass das mal so kommt, dass es eine zwei-Klassen-Gesellschaft gibt im Grunde genommen. Und zwar die Klassen \u00abDie Geimpften\u00bb und \u00abDie nicht Geimpften\u00bb. Und je nach dem darfst du etwas machen, darfst vielleicht reisen gehen mit einem Impfpass, du bist geimpft, so wie ein Hund, der einen Impfpass hat, wenn er ins Ausland geht. Der gegen Tollwut geimpfte, dann darf er gehen, und wenn nicht, dann darf er nicht gehen. Und das ist die Gefahr hier. Und das w\u00e4re die Schlimme Utopie, oder? A la Orwell, oder? #00:22:42#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:22:43#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Es ist gut m\u00f6glich, dass es so kommt. Ich selbst bin \u00fcberzeugt, dass der Virus, der hat unterdessen 14 Mutationen, und dann ist der von D\u00e4nemark noch nicht dabei gerechnet,- 14 Mutationen jetzt da in Europa und die Impfung ist wie eine Grippeimpfung. Das heisst du kannst die gar nicht beherrschen, weil sie sich laufend mutiert, das heisst wenn es- wenn du jetzt eine Impfung hast, welche auf den- und das ist- also die Impfung ist dann entwickelt worden irgendwie im Fr\u00fchling, weil sonst h\u00e4ttest du jetzt nicht eine Impfung, dann ist die Erkenntnis vom Fr\u00fchling auf einen Virus ausgerichtet, den es jetzt schon nicht mehr gibt, weil er sich weitermutiert hat. Das heisst in einem halben Jahr oder in ein paar Monaten wirkt die Impfung gar nicht. Und (ehm) ja, das ist nat\u00fcrlich schon schwierig so etwas zu machen. Also das heisst, wir werden den nicht in den Griff bekommen. Und was noch ganz die neuesten News sind, (lacht) das weisst jetzt DU, (ehm) die Impfung, die alle erwarten, und alle darauf hoffen, ist nicht die gleiche Wirkung bei jedem. Und zwar (\u2026) bei den Alten wirkt es fast nicht. Und bei den Jungen mehr. #00:24:11#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Okay. #00:24:12#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Aus dem Grund, die Impfung wirkt NUR, wenn du ein gutes Immunsystem hast. Und je \u00e4lter du wirst, desto schw\u00e4cher ist das Immunsystem. (\u2026) und je mehr Vorerkrankungen du hast, desto weniger wirkt die Impfung. #00:24:31#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:24:32#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Das wissen die Leute nicht. Die denken sie k\u00f6nnen hin halten und impfen lassen. Das stimmt nicht. Also es gibt einen Umbruch in der Menschheit, in der ganzen Menschheit. (\u2026) Und wenn man weiss, JETZT ist man hier drin, das ist schrecklich eigentlich. Man w\u00fcnscht sich, das nicht zu erleben, das ist ein schlechter Film. (\u2026) #00:24:58#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:25:00#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Mir tun alle Kinder leid, (\u2026) die bereits teilweise im Kindergarten mit Masken herum laufen, wie Milena, am NAME EINES FREUNDES seine Tochter. #00:25:09#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Ja. #00:25:11#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Die m\u00fcssen auch eine Maske anziehen. Obwohl sie klein sind. Und ich finde (\u2026) die Mimik vom Gegen\u00fcber extrem wichtig und wenn sie so aufwachsen, sie werden ja auch emotional verarmen. Sie k\u00f6nnen den Anderen nicht mehr interpretieren. Das L\u00c4CHELN ist nichts mehr wert, denn es gibt es nicht mehr. Und was ist dann mit denjenigen, die nicht richtig h\u00f6ren, die Lippenlesen m\u00fcssen? (\u2026) Was passiert mit denen? #00:25:40#<\/li>\n\n\n\n<li>I: hm (bejahend) #00:25:41#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Also es ist schon etwas- und auch die Kinder: Umarmungen: und wenn es nur mit den Grosseltern ist, die sagen \u00abNein, du darfst die Grossmutter nicht umarmen, es ist zu gef\u00e4hrlich.\u00bb (\u2026) Ich finde das schwierig. Ein Kindergeburtstag, den sie nicht mehr haben k\u00f6nnen, Weihnachten, welche nicht mehr statt findet. Kein \/Samichlaus\/ der noch kommt. Einfach die ganzen Traditionen und das, was uns lieb ist, ist nicht mehr da. Und wenn das die Erwachsenen auch sehen, dann kann man wirklich depressiv werden. Und das ist das, was jetzt passiert, mit ganz ganz vielen Leuten. Die m\u00f6gen nicht mehr und sie haben genug! Und sie wollen nicht, sie wollen eigentlich aufwachen aus diesem Alptraum und w\u00fcnschen sich, dass es wieder normal ist. (\u2026) Die Leute sind auch verschieden, wie sie reagieren. Die im Tessin- alle wissen jemanden, welcher- oder haben in der Familie oder Bekannte, wo jemand gestorben ist. Die verhalten sich wieder ganz anders als wir, in der Deutschschweiz, welche keinen haben. Und es sind viele die sagen \u00abJa, ich kenne ja niemanden, es ist ja gar nicht so schlimm.\u00bb Aber was jetzt im Wallis abgeht, das ist grauenhaft. JETZT. Und (ehm) ja, es ist nicht lustig. Also wenn ich dann ins Wallis gehe, bleibe ich auf der Bettmeralp. Ich gehe dann nicht wegen dem, dann- Ja. #00:27:03#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Aber es ist nat\u00fcrlich auch sch\u00f6n, wenn man die M\u00f6glichkeit hat von einer Isolation oder einem Abschotten mit einer sch\u00f6nen Aussicht. #00:27:17#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ja ich meine, ich bin ja nicht im Nebel unten. Auch in WOHNORT DER BEFRAGTEN PERSON nicht. Ich habe ja alles, es hat Terrassen, ich kann raus, andere haben das nicht mal, sitzen zu f\u00fcnft in einer Wohnung und nerven sich, oder? Ich denke vielleicht noch der L\u00e4rm vom oberen Nachbar und die Musik vom unteren Nachbarn. Eben, in dieser ganzen Situation geht es uns allen SUPER gut. Wir haben einen festen Job, wir haben ein sch\u00f6nes Zuhause und wir k\u00f6nnen untereinander hin und her pendeln. Und haben doch wieder unsere Ruhe, wenn wir Ruhe haben m\u00f6chten. Also das ist schon, schon so. Da haben wir LUXUS, in dieser Situation drin. Andere haben das nicht. #00:27:53#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Ja. #00:27:54#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Das ist so. (\u2026) #00:28:02#<\/li>\n\n\n\n<li>I: (ehm) Vielleicht nochmals ein wenig zur\u00fcck zur Maske. In meinem ersten Interview wurde gesagt, dass man die Maske anzieht, aber nicht gerne, und aus diesem Grund eigentlich nicht mehr Einkaufen geht. Ausser es ist \/mega\/ n\u00f6tig und \u2013 ja. Ausser man hat keine Konserven mehr. Aber zum Beispiel Kleider und so werden nach Hause bestellt. (\u2026) Wie gehst du damit um? Siehst du eine Ver\u00e4nderung in deinem, sagen wir mal \u00abKonsumverhalten\u00bb? Oder im Shoppingverhalten? Aufgrund von der Maske? #00:28:47#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Aufgrund von der Maske gar nicht, also es ist nicht so dass ich sage, ich gehe keine Kleider anprobieren, was ich eben auch schon geh\u00f6rt habe, dass Leute das sagen, ich gehe nicht Kleider anprobieren mit Maske weil es mich st\u00f6rt, dann gehe ich lieber eben, in den Kanton Schwyz wo es noch lange keine Maskenpflicht gegeben hat, weil dort kann ich Kleider anprobieren OHNE Maske. Das ist vieles, was wir geh\u00f6rt haben im Kanton Schwyz. Das w\u00fcrde mich jetzt GAR nicht st\u00f6ren. Und ich muss ehrlich sagen, wenn ich eine Maske an habe, in WOHNORT DER BEFRAGTEN PERSON ist es gefroren am Morgen, dann muss ich sagen, es ist sch\u00f6n warm im Gesicht. (I: Lacht) Sonst h\u00e4tte man einen Schal vor dem Gesicht. Also das ist dann etwas, wo ich sage \u00abOh, das ist dann eigentlich schon\u00bb- es ist auch nicht schlecht. Also es ist nicht alles schlecht an der Maske. Das ist schon so. Aber wenn ich nat\u00fcrlich fest den (\u2026) Berg nach oben laufen muss irgendwo, und dann ist das schon unangenehm, weil dann hat man \u2013 dann muss man eine zweite Maske dann haben, weil die erste dann feucht wird. Also das finde ich dann wieder \/grusig\/. Also es ist schon nicht alles toll, klar. Aber ich finde es gut, wenn andere Leute nat\u00fcrlich auch eine Maske an haben, dann f\u00fchle ich mich auch eher gesch\u00fctzt. #00:29:50#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Ja. #00:29:51#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Oder, wenn sie irgendwie dann noch so rum husten und ich meine das ist nat\u00fcrlich so, sobald dass jemand hustet, dann ist er im Generalverdacht drin, oder? Er wird b\u00f6se angeschaut. Und auch in der \u00d6V wenn jemand hustet, so praktisch \u00abwas machst du noch da? Du solltest Zuhause sein, du hustest ja.\u00bb Egal ob es jetzt irgendwie ein Allergisches Husten ist oder ein Raucherhusten, egal. Man wird einfach b\u00f6se angeschaut und diese Blicke kassiert man. #00:30:13#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Ja, definitiv. #00:30:15#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ja. (\u2026) Genau. #00:30:18#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Ja, gut. Ich habe meine Fragen durch. #00:30:23#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Schon, gut. #00:30:24#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Hast du noch irgendetwas, wo du findest, DAS w\u00fcrde ich gerne noch sagen, was ich jetzt aber nicht gefragt habe, oder Anmerkungen oder noch etwas, was dir in den Sinn gekommen ist? #00:30:36#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Ich finde einfach nur (lacht), ich weiss nat\u00fcrlich, was in der Politik abgeht, was die Wissenschaft weiss, weiss ich meistens vor dem, dass es \u00fcberhaupt publiziert wird, in der Tagesschau. Und es nervt mich einfach, wie sp\u00e4t die Informationen von oben runter gehen an die \u00d6ffentlichkeit und man weiss es schon drei Monate vorher. Und es wird nirgends erz\u00e4hlt. Und das nervt mich enorm. Also dass auch verschiedene Versteckensspielchen gespielt wurden mit der Anzahl Masken, wo ich doch genau den Pandemieplan kenne und an den Kopf fasse, was wird da erz\u00e4hlt. Und dann auch mit den Kindern und den Grosseltern. Und dann nachher wo sind die Hotspots, sind es die Bars? Nein, sie sind doch Zuhause bei Privatfeiern. Und es sind so viele Gaps, wo das Bundesamt sich erlaubt hat, wo du dir an den Kopf fasst, weil es einfach nicht wissenschaftlich bewiesen gewesen ist. Oder sie haben einfach einen \/Scheiss\/ erz\u00e4hlt, um von den eigenen Fehlern abzulenken, Und gerade so ein Dani Koch ist hoch gelobt worden, dabei hat er SO VIEL \/Scheiss\/ erz\u00e4hlt. Und das nervt mich dermassen. (\u2026) Und ich denke immer, ja, in vielen Situationen, sind sie f\u00fcr dumm verkauft worden, die Leute. Jetzt auch mit der Maske. Jetzt ist die Begr\u00fcndung gewesen, letztens, wieso dass man keine Masken hat und wieso sie gesagt haben beim Lockdown \u00abDu musst keine Maske anziehen\u00bb, es hat ja immer geheissen \u00abJa, es n\u00fctzt nichts, es n\u00fctzt nichts.\u00bb Oder? Jetzt haben sie gesagt, ja sie haben das nur gesagt gehabt, weil wir ja doch w\u00e4hrend dem Lockdown Zuhause gewesen ist. Dann haben wir ja keine Maske gebraucht. Und jetzt wo es kein Lockdown ist, ist man ja unterwegs, und wegen dem sollte man jetzt eine Maske anziehen. Ja aber auch im Lockdown mussten wir Einkaufen gehen und Tanken und unterwegs sein, oder? Genau das Gleiche- und das sind so fadenscheinige (ehm) Bemerkungen oder Ausreden, ich sage wirklich Ausreden, dass sie das so sagen. Und was mir RIESIG Sorgen macht, das ist wirklcih die ganzen Schicksale mit Kurzarbeit, die finanziellen Schicksale, 1\/3 der Betriebe \u00fcberlebt das nicht, wenn nicht noch mehr. Und was passiert mit den Jungen, die keine Stelle haben oder eine noch nicht so sichere Stelle haben wie wir? Was passiert mit diesen vielen vielen Schulden, die wir haben? Staatsschulden? Ich meine, irgendjemand muss diese Kassen wieder f\u00fcllen. Wir sind ansonsten Leer und eine dritte Welle, weiss ich nicht, ob wir das noch schaffen. #00:33:08#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Hm (Bejahend) #00:33:10#<\/li>\n\n\n\n<li>B: jetzt reden wir aber von diesen eigenen Finanzen. Wir sind ein reiches Land. Wir haben jetzt k\u00f6nnen f\u00fcr 400 Millionen Impfstoff bestellen. Wo wir ja nicht wissen \u00abFunktioniert er \u00fcberhaupt?\u00bb Das heisst, unser Staat konnte Impfstoff sichern. Was ist mit Staaten, die gar kein Geld haben? Die k\u00f6nnen keinen Impfstoff sichern. Die k\u00f6nnen ihre Leute nicht impfen. Das heisst die werden weiterhin Corona bekommen. Oder die Mutation, oder wie auch immer. Das heisst, es wird NICHT aus der Welt geschafft, weil wir nicht alle zusammen das Gleiche machen k\u00f6nnen. (\u2026) Schlimm, oder? #00:33:56#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Ja (bedr\u00fcckt) #00:33:57#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Wenn du an diejenigen denkst- die ganze finanzielle Situation, was der Maurer immer sagt? Und wir sind ein reicher Staat und andere k\u00f6nnen gar nicht so Geld ausgeben. Was ist mit Italien? (\u2026) Kann nur hoffen, weil sie in der EU sind, dass die EU schaut f\u00fcr Italien, selbst w\u00fcrden sie es nicht schaffen. Aber was ist mit Afrika? #00:34:23#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Ja. #00:34:24#<\/li>\n\n\n\n<li>B: Und das sind Sachen, wir schauen nur f\u00fcr uns. Und der Egoismus von den Staaten ist riesig. Und dann wird nicht mehr geschaut auf die anderen Staaten. Und das st\u00f6rt mich dermassen. (\u2026) Ja, das ist es eigentlich. #00:34:47#<\/li>\n\n\n\n<li>I: Okay. Dann stoppe ich die Aufnahme. #00:34:53#<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote1anc\" id=\"sdfootnote1sym\">1<\/a>o.A. (2020). Wegen Maskenpflicht: Z\u00fcrcher kommen zum Einkaufen in den Kanton Schwyz. Bericht vom 09.09.2020. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/marchanzeiger.ch\/2020\/09\/09\/wegen-maskenpflicht-zuercher-kommen-zum-einkaufen-in-den-kanton-schwyz\/ [zuletzt abgerufen am: 06.01.2021]<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote2anc\" id=\"sdfootnote2sym\">2<\/a>Kanton Z\u00fcrich (2020). Stadt Z\u00fcrich f\u00fchrt Maskenpflicht in \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Bereichen ein. Medienmitteilung vom 7. September 2020. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/gud\/de\/index\/departement\/medien\/medienmitteilungen\/2020\/september\/200907a.html [zuletzt abgerufen am: 05.01.2021]<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote3anc\" id=\"sdfootnote3sym\">3<\/a>Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (2020). Coronavirus: Massnahmen und Verordnungen. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/www.bag.admin.ch\/bag\/de\/home\/krankheiten\/ausbrueche-epidemien-pandemien\/aktuelle-ausbrueche-epidemien\/novel-cov\/massnahmen-des-bundes.html#1570431754 [zuletzt abgerufen am: 05.01.2021]<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote4anc\" id=\"sdfootnote4sym\">4<\/a>Wozny, N. (2020). Ikea verweigert Kundin ohne Maske trotz Arztzeugnis Zutritt. Bericht vom 28.09.2020. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/www.20min.ch\/story\/ikea-verweigert-kundin-ohne-maske-trotz-arztzeugnis-zutritt-811133397909 [zuletzt abgerufen am: 06.01.2021]<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote5anc\" id=\"sdfootnote5sym\">5<\/a>Website Ikea: <a href=\"https:\/\/www.ikea.com\/ch\/de\/stores\/willkommen-zurueck-pub7a0a96c0\">https:\/\/www.ikea.com\/ch\/de\/stores\/willkommen-zurueck-pub7a0a96c0<\/a> [zuletzt abgerufen am: 07.10.2020]. Hervorhebung im Original.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote6anc\" id=\"sdfootnote6sym\">6<\/a>Website Kanton Z\u00fcrich: <a href=\"https:\/\/www.zh.ch\/de\/gesundheit\/coronavirus.html\">https:\/\/www.zh.ch\/de\/gesundheit\/coronavirus.html<\/a> [zuletzt abgerufen am: 07.10.2020]<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote7anc\" id=\"sdfootnote7sym\">7<\/a>Korte, H. (2017). Eine Theorie f\u00fcr alle F\u00e4lle. Talcott Parsons, Robert K. Merton und der Strukturfunktionalismus. In: Einf\u00fchrung in die Geschichte der Soziologie. Einf\u00fchrungskurs Soziologie. Springer VS, Wiesbaden. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/link-springer-com.ezproxy.uzh.ch\/chapter\/10.1007%2F978-3-658-16422-5_10 [zuletzt abgerufen am: 05.01.2021]. S. 196.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote8anc\" id=\"sdfootnote8sym\">8<\/a>Parsons, T. (1958). Struktur und Funktion der modernen Medizin. Eine soziologische Analyse. In: Ren\u00e9 K\u00f6nig\/Margret T\u00f6nnesmann (Hg.), Probleme der Medizinsoziologie, Sonderheft 3 der K\u00f6lner Zeitschrift f\u00fcr Soziologie und Sozialpsychologie, Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 10\u201357. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/www-degruyter-com.ezproxy.uzh.ch\/transcript\/view\/title\/517695?tab_body=toc [zuletzt abgerufen am: 05.01.2021]<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote9anc\" id=\"sdfootnote9sym\">9<\/a>Korte, H. (2017).<br>Dimbath, M. (2020). Handlungstheorie: Eine Einf\u00fchrung. In Handlungstheorie (2. aktual. Aufl.).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote10anc\" id=\"sdfootnote10sym\">10<\/a>Korte, H. (2017). S. 197.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote11anc\" id=\"sdfootnote11sym\">11<\/a>Flick, U. (2007). Qualitative Sozialforschung: eine Einf\u00fchrung. Rowohlt-Taschenbuch-Verlag.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote12anc\" id=\"sdfootnote12sym\">12<\/a>Przyborski, A. &amp; Wohlrab-Sahr, M. (2014). Beobachtungsprotokolle (Kapitel 3.2); Allgemeine Prinzipien und forschungspraktische Schritte bei der Erhebung sprachlichen Datenmaterials (Kapitel 3.3). In A. Przyborski &amp; M. Wohlab-Sahr, Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch, (S. 49-78). M\u00fcnchen: Oldenburg.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote13anc\" id=\"sdfootnote13sym\">13<\/a>Ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote14anc\" id=\"sdfootnote14sym\">14<\/a>Dresing, T. &amp; Pehl, T. (2013). Praxisbuch Transkription. Regelsysteme, Software und praktische Anleitungen f\u00fcr qualitative ForscherInnen. Marburg: Eigenverlag.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote15anc\" id=\"sdfootnote15sym\">15<\/a>D\u00f6ring, N. &amp; Bortz, J. (2016). Beobachtung (Kapitel 10.1). In N. D\u00f6ring &amp; J. Bortz, Forschungsmethoden und Evaluation in den Sozial- und Humanwissenschaften, 5. Auflage (S. 323-355) Berlin: Springer. S. 324.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote16anc\" id=\"sdfootnote16sym\">16<\/a>Hirschauer, S. &amp; Amman K. (1997). Die Befremdung der eigenen Kultur. Zur ethnographischen Herausforderung soziologischer Empirie. Frankfurt\/M.: Suhrkamp.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote17anc\" id=\"sdfootnote17sym\">17<\/a>Bogdan, B. C. &amp; Biklen, S. K. (1982). Qualitative research for education: An introduction to theory and methods. Boston\/London\/Sydney\/Toronto: Sage.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote18anc\" id=\"sdfootnote18sym\">18<\/a>Mayring, P. (2015). Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken. Weinheim: Beltz<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote19anc\" id=\"sdfootnote19sym\">19<\/a>Parsons, T. (1958).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote20anc\" id=\"sdfootnote20sym\">20<\/a>Mayring, P. (2015).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote21anc\" id=\"sdfootnote21sym\">21<\/a>Lamnek, S. (2010). Qualitative Sozialforschung: Lehrbuch. Belz Verlagsgruppe.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote22anc\" id=\"sdfootnote22sym\">22<\/a>Flick, U., von Kardoff, E. &amp; Steinke, I. (2010). Qualitative Forschung. Ein Handbuch. Rowohlt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote23anc\" id=\"sdfootnote23sym\">23<\/a>Korte, H. (2017).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote24anc\" id=\"sdfootnote24sym\">24<\/a>Ebd., S. 198f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote25anc\" id=\"sdfootnote25sym\">25<\/a>Interview 1, 20.10.2020, Z. 99.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote26anc\" id=\"sdfootnote26sym\">26<\/a>Korte, H. (2017). S. 199.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote27anc\" id=\"sdfootnote27sym\">27<\/a>Interview 1, 20.10.2020, Z. 33.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote28anc\" id=\"sdfootnote28sym\">28<\/a>Ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote29anc\" id=\"sdfootnote29sym\">29<\/a>Interview 1, 20.10.2020, Z. 35.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote30anc\" id=\"sdfootnote30sym\">30<\/a>Interview 2, 12.11.2020, Z. 2.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote31anc\" id=\"sdfootnote31sym\">31<\/a>Ebd., Z. 16.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote32anc\" id=\"sdfootnote32sym\">32<\/a>Ebd., Z. 3.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote33anc\" id=\"sdfootnote33sym\">33<\/a>Anmerkung zu w\u00f6rtlichen Zitaten aus den Interviews: Die Zitation ist hier aufgrund der Lesbarkeit gegl\u00e4tteter als in der Transkription. Das bedeutet, Betonungen, Wiederholungen oder Z\u00f6gerungen wurden weggelassen. Der originale Wortlaut l\u00e4sst sich aber trotzdem in den Transkripten im Anhang nachlesen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote34anc\" id=\"sdfootnote34sym\">34<\/a>Ebd., Z. 20.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote35anc\" id=\"sdfootnote35sym\">35<\/a>Korte, H. (2017). S. 199.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote36anc\" id=\"sdfootnote36sym\">36<\/a>Interview 1, 20.10.2020, Z. 39.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote37anc\" id=\"sdfootnote37sym\">37<\/a>Ebd., Z. 47.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote38anc\" id=\"sdfootnote38sym\">38<\/a>Interview 2, 12.11.2020, Z. 6.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote39anc\" id=\"sdfootnote39sym\">39<\/a>Interview 2, Z. 14.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote40anc\" id=\"sdfootnote40sym\">40<\/a>Korte, H. (2017). S. 199.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote41anc\" id=\"sdfootnote41sym\">41<\/a>Interview 2, 12.11.2020, Z. 34.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote42anc\" id=\"sdfootnote42sym\">42<\/a>Ebd., Z. 42.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote43anc\" id=\"sdfootnote43sym\">43<\/a>Ebd., Z. 48.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote44anc\" id=\"sdfootnote44sym\">44<\/a>Ebd., Z. 48.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote45anc\" id=\"sdfootnote45sym\">45<\/a>Interview 1, 20.10.2020, Z. 73.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote46anc\" id=\"sdfootnote46sym\">46<\/a>Korte, H. (2017). S. 199.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote47anc\" id=\"sdfootnote47sym\">47<\/a>Interview 1, 20.10.2020, Z. 49.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote48anc\" id=\"sdfootnote48sym\">48<\/a>Interview 2, 12.11.2020, Z. 76.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote49anc\" id=\"sdfootnote49sym\">49<\/a>Interview 1, 20.10.2020, Z. 51.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote50anc\" id=\"sdfootnote50sym\">50<\/a>Interview 2, 12.11.2020, Z. 48.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote51anc\" id=\"sdfootnote51sym\">51<\/a>Interview 1, 20.10.2020, Z. 85 &amp; Interview 2, 12.11.2020, Z. 42.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote52anc\" id=\"sdfootnote52sym\">52<\/a>Parsons, T. (1976). Zur Theorie sozialer Systeme. Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/link-springer-com.ezproxy.uzh.ch\/book\/10.1007%2F978-3-322-83798-1 [zuletzt abgerufen am: 08.01.2021]. S. 131.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote53anc\" id=\"sdfootnote53sym\">53<\/a>Parsons, T. (1958).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote54anc\" id=\"sdfootnote54sym\">54<\/a>Dies wurde nach der Abgabe der Arbeit nochmals mit den Interviewpartner besprochen: Beide stimmen einer Publikation zu.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote55anc\" id=\"sdfootnote55sym\">55<\/a>Ab Minute 5 fehlen im ersten Interview die genauen Zeitangaben. Jedoch werden die Wechsel der Minuten angezeigt. Im zweiten Interview wurden die Zeitangaben von Hand eingetragen. Aus diesem Grund kann es sein, dass die Zeitangaben auf einzelne Sekunden ungenau ist. Die Transkription erfolgte mit Hilfe des Programms f4.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Christina de Vries<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weiterlesen\u00a9 ProLitteris, Autorin: Raffaela Christina de Vries (Volltext) Einleitung Seit Donnerstag, dem 27. August 2020, gilt im Kanton Z\u00fcrich aufgrund des SARS-CoV-2 (Severe acute respiratory coronavirus type 2) eine Maskentragpflicht in den L\u00e4den. Als Reaktion darauf konnte man in den Einkaufszentren der angrenzenden Kantone Schwyz oder Aargau eine deutliche Zunahme an z\u00fcrcherischen Eink\u00e4ufern feststellen1. Erkl\u00e4rt &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=2767\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Aushandlung der Maskenpflicht deVries<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2767","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2767"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2767\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3014,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2767\/revisions\/3014"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}