{"id":284,"date":"2010-04-28T12:36:24","date_gmt":"2010-04-28T12:36:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=280"},"modified":"2025-05-03T20:46:53","modified_gmt":"2025-05-03T18:46:53","slug":"sozialepidemiologie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=284","title":{"rendered":"Sozialepidemiologie des Drogenkonsums"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"\/bild\/sozep_vs_gross.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/bild\/sozep.jpg\" alt=\"beschreibung\" title=\"titel\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>196 S. &#8211; 22,0 x 16,0 cm<br>Preis Fr. 50.-\u00a0 Eur 50.-<br>3. Auflage, ISBN 978-3-907230-00-8<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=1690\"><strong>Weiterlesen: Kapitel 2<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=1142\"><strong>Mehr lesen: Analyse biografischer Daten und Fragestellungen<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=88\"><strong>Weiterlesen: Drogenrepression<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u00a9 ProLitter<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pl01.owen.prolitteris.ch\/na\/plzm.13844105-a0fd-467c-9a9b-b4b16e55d4ef\" width=\"1\" height=\"1\">is, Josef Estermann<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=8\">Bestellen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Droge#Drogenkonsum\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Droge#Drogenkonsum<\/a><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 1, Einleitung <\/h1>\n\n\n\n<p>von Josef Estermann<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung der Epidemie des kompulsiven Gebrauchs von Heroin und Kokain in der Schweiz seit den sp\u00e4ten sechziger Jahren bekam seit Mitte der achtziger Jahre gesundheitspolitische Bedeutung, als das AIDS verursachende Virus (HIV) sich unter den injizierenden Drogenkonsumierenden fulminant verbreitete. Damit gewannen epidemiologische Fragestellungen nach Pr\u00e4valenz, Inzidenz, Remission und Mortalit\u00e4t an Gewicht. Im Zusammenhang mit der Ausbreitung von HIV, aber auch der Hepatitisviren HAV, HBV und HCV interessierte zunehmend, wie viele Personen welchen Alters und Geschlechts Heroin und Kokain konsumierten, wie h\u00e4ufig intraven\u00f6ser Konsum stattfand, wann sie mit dem Konsum begannen und unter welchen Bedingungen sie den Konsum einstellten.   <br><br> Dass diese Gruppe von Konsumierenden nun als Tr\u00e4ger einer t\u00f6dlichen Gefahr f\u00fcr die Allgemeinheit erschien, hatte zur Folge, dass in der Drogenpolitik der Schweiz ein gesundheitspolitischer Primat vor\u00fcbergehend den Vorrang erhielt vor der repressiven Verfolgung der Konsumierenden. Die sozialen Bedingungen und die Gesundheit der Konsumierenden sollte verbessert werden, um eigen- und fremd gef\u00e4hrdendes, gesundheitssch\u00e4digendes Verhalten zu vermeiden.<br><br> Anfang der neunzehnhundert neunziger Jahre schien jedoch die Aufrechterhaltung der \u00f6ffentlichen Ordnung durch diese politische Linie gef\u00e4hrdet. Das Ziel, die Zahl der Konsumierenden durch repressive Massnahmen deutlich zu senken, erhielt f\u00fcr Beh\u00f6rden und Politiker erneut Priorit\u00e4t. Mitte der neunzehnhundert neunziger Jahre konnte festgestellt werden, dass die Anstrengungen der Polizei ohne nachweisliche Effekte auf die Zahl der Neueinsteiger bleiben.  <br><br> Die in dieser Untersuchung vorgenommene Gruppengr\u00f6ssensch\u00e4tzung der Population der Heroin und Kokain konsumierender Personen zu verschiedenen Zeitpunkten und deren Typisierung bildet zudem eine Grundlage zur Einsch\u00e4tzung der Entwicklung der HIV\/AIDS- und Hepatitis-Epidemien in der Schweiz. Dar\u00fcber hinaus bietet sie die M\u00f6glichkeit zur Beurteilung unterschiedlicher drogenpolitischer Massnahmen in ihren Auswirkungen auf die Zahl konsumierender Personen und gibt Anhaltspunkte zur Belastung des Repressionsapparates und der sozialtherapeutischen und medizinischen Bereiche durch Drogenkonsumierende. Erg\u00e4nzend werden Erkenntnisse gesammelt und \u00fcber sozial integrierte Heroin und Kokain konsumierende Personen, die f\u00fcr gesellschaftspolitische Massnahmen keinen besonderen Anlass bieten. Biografien, die ohne Kontakte mit dem Repressionsapparat bleiben, haben eine g\u00fcnstige Prognose.  <br><br> Aus heutiger Perspektive wird vollkommen klar, dass der gesundheitspolitische Primat, welcher in der Schweiz gesetzt wurde, zu einem R\u00fcckgang der Fallzahlen des sozial problematischen Konsums, der HIV-Infektionen und der sozialen Verelendung gef\u00fchrt hat, ein Ergebnis, welches sich unter dem repressiven Primat nie eingestellt h\u00e4tte.    <br><\/p>\n\n\n\n<p> Das Kapitel 2 zeigt die Hintergr\u00fcnde und Methodologie der vorliegenden Unter\u00adsu\u00adchung und gibt Aufschlu\u00df \u00fcber die verschiedenen Typen von Drogenkon\u00adsumieren\u00adden sowie \u00fcber die Bedeutung der Interventionen der Repressions-, Gesundheits- und Sozialbeh\u00f6rden.<\/p>\n\n\n\n<p> Das Kapitel 3 st\u00fctzt sich auf qualitative biographische Interviews mit Drogen\u00adkon\u00adsumierenden und beschreibt die Bedeutung der f\u00fcr die Konsumkarriere zentralen Merkmale. Es zeigt sich, welche Faktoren protektiv sind, das hei\u00dft einen gesell\u00adschaftlich integrierten Konsum harter Drogen erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p> Im Kapitel 4 finden sich die quantitativen epidemiologischen Analysen. Sie geben Auskunft \u00fcber den Umfang der Gruppe der Heroin- oder Kokainkonsumierenden. Der erste Teil zeigt die methodischen Aspekte und ist f\u00fcr theoretisch interessierte Leser geschrieben. Die folgenden Teile referieren die Resultate f\u00fcr geschlossene Populationen und f\u00fcr die Absch\u00e4tzung der Dynamik des Zu- und Abgangs. Ein besonderes Gewicht wird der erh\u00f6hten Sterblichkeit und der Spontanremission bei\u00adgemessen.<\/p>\n\n\n\n<p> Das Kapitel 5 bringt eine Zusammenfassung der Resultate, entwirft Perspektiven und Vorschl\u00e4ge zur weiteren Ausgestaltung der Drogendiskussion.<\/p>\n\n\n\n<p> Herzlichen Dank f\u00fcr Anregungen und Kommentare an Claudia Honegger, emeritierte Professo\u00adrin f\u00fcr Soziologie an der Universit\u00e4t Bern und an Horst Skarabis, emeritierter Professor f\u00fcr Me\u00adthodenlehre am Institut f\u00fcr Soziologie der Freien Universit\u00e4t Berlin. Dank f\u00fcr ihre Bem\u00fchungen um die Finanzierung des Forschungsprojektes \u00abGruppengr\u00f6\u00dfen\u00adsch\u00e4tzung\u00bb, auf das sich die vorliegende Publikation unter ande\u00adrem st\u00fctzt, geb\u00fchrt Margret Rihs-Middel, Dr. phil., Schweizer Bundesamt f\u00fcr Ge\u00adsundheitswesen (BAG). Ganz besonderen Dank an Simone R\u00f4nez f\u00fcr ihre unverzichtbare Hilfe bei der Datenaufbereitung am Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) und an George Muriset (BFS) f\u00fcr seine Hilfe bei der Gestaltung der Grafiken. Ohne die Ressourcen, die das Bundesamt f\u00fcr Statistik in Bern zur Verf\u00fcgung gestellt hat, w\u00e4re diese Arbeit in ihrem Umfang nicht m\u00f6glich gewesen. Hier ist die Z\u00e4hlmarke der ProLitter<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pl01.owen.prolitteris.ch\/na\/plzm.13844105-a0fd-467c-9a9b-b4b16e55d4ef\" width=\"1\" height=\"1\">is.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Analyse biographischer Daten <\/h1>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=1142\"><strong>Mehr lesen: Daniela H\u00fcgi: Analyse biografischer Daten und Fragestellungen<\/strong><\/a> <\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Fragestellung, Vorgehensweise und Begriffsbestimmung <\/h1>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=1177\"><strong>Mehr lesen: Ute Herrmann und Josef Estermann: Fragestellungen, Vorgehensweisen und Begriffsbestimmungen<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>196 S. &#8211; 22,0 x 16,0 cmPreis Fr. 50.-\u00a0 Eur 50.-3. 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