{"id":2912,"date":"2024-02-28T21:28:17","date_gmt":"2024-02-28T19:28:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=2912"},"modified":"2024-03-20T21:56:48","modified_gmt":"2024-03-20T19:56:48","slug":"klassenjustiz-kap-5","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=2912","title":{"rendered":"Strafgefangene &#8211; Klassenjustiz Kap. 5"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=2793\">Weiterlesen Reflexivit\u00e4t  <\/a><br>\u00a9 ProLitter<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" src=\"http:\/\/pl01.owen.prolitteris.ch\/na\/plzm.83e4d3fe-5660-445c-8dae-ec94acce47fa\">is, Josef Estermann   <\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"5\">\n<li><strong>Empirische Auswertung und Thesenpr\u00fcfung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Die vorliegende Untersuchung ist durch zwei Thesenzusammenh\u00e4nge gekennzeichnet. Strafjustiz als Klassenjustiz bedeutet, da\u00df sich die Klasse, aus der sich die Richter rekrutieren, gegen die Klasse, aus der die Strafgefangenen stammen, durchsetzt. Im gesamten Kriminalisierungsproze\u00df m\u00fc\u00dften also die oberen Schichten gegen Kriminalsanktionen, das hei\u00dft hier Freiheitsentzug, immun sein, w\u00e4hrend die unteren Schichten verst\u00e4rkt kriminalisiert werden. In der deskripitven Statistik haben wir gesehen, da\u00df Unterschichtsangeh\u00f6rige im Gef\u00e4ngnis massiv \u00fcbervertreten sind. Da wir jedoch keine Daten \u00fcber den gesamten Kriminalisierungsproze\u00df haben, sondern nur \u00fcber die Strafgefangenen selber, kann sich der Thesenzusammenhang der Klassenjustiz nur in bezug auf graduelle Unterschiede bei der Kriminalisierung von Angeh\u00f6rigen verschiedener gesellschaftlicher Schichten best\u00e4tigen oder als falsch erweisen. Im einzelnen sind folgende Thesen zu \u00fcberpr\u00fcfen: Unterschichtsangeh\u00f6rige werden fr\u00fcher kriminalisiert als Angeh\u00f6rige oberer Schichten. Sie werden \u00f6fter verurteilt, das einzelne Strafma\u00df ist h\u00f6her und ebenso die gesamte Internierungsdauer.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Thesenzusammenhang bezieht sich auf die interaktionistische Kriminalsoziologie. Das im Gerichtsverfahren festgestellte kriminelle Handeln besitzt im Gegensatz zum tats\u00e4chlichen zu transformierenden Handeln keine objektiv oder naturwissenschaftlich feststellbare Qualit\u00e4t, sondern ist als Zuschreibung Resultat des Interaktionsprozesses zwischen den Instanzen sozialer Kontrolle und dem Betroffenen und eventuell weiteren Beteiligten (Zeugen, Rechtsanw\u00e4lte). Der Thesenzusammenhang der interaktionistischen Kriminalsoziologie trifft sich an der Stelle mit demjenigen der Klassenjustiz, wo wir annehmen, da\u00df aufgrund ihrer sozialen und \u00f6konomischen Lage Benachteiligte auch im Interaktionsproze\u00df der Kriminalisierung Nachteile in Kauf nehmen m\u00fcssen. In diesem Falle ist die schlechte sozio\u00f6konomische Lage ein Kriminalisierungsmerkmal sui generis, das nicht nur auf die Handlungsmotivationen und -dispositionen der Betroffenen wirkt, sondern auch als Auswahlkriterium der Instanzen sozialer Kontrolle fungiert. (1) Wir k\u00f6nnen also die oben formulierten Thesen auch der interaktionistischen Kriminalsoziologie zuordnen. Weiterhin ist zu vermuten, da\u00df jede erfolgreiche Zuschreibung kriminellen Handelns weitere Zuschreibungen wahrscheinlicher und folgenschwerer macht: Strafma\u00df und Dauer s\u00e4mtlicher Internierungen sind abh\u00e4ngig vom Zeitpunkt der ersten und der aktuellen Verurteilung, der Zahl der Vorstrafen und der Qualit\u00e4t der zugeschriebenen Handlungen, wobei die \u201ekriminelle Qualit\u00e4t&#8220; nicht in erster Linie als Verletzung von\u00b7 Pers\u00f6nlichkeitsrechten und pers\u00f6nlicher Integrit\u00e4t, sondern als Verletzung von Normen der Aneignung von G\u00fctern und Werten in Erscheinung tritt.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"5\">\n<li><strong>Die Bedeutung des Alters im Kriminalisierungsproze\u00df<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Wir vermuten, da\u00df das Lebensalter einen wesentlichen Einflu\u00dffaktor im Kriminalisierungsproze\u00df darstellt, einerseits als Zeitpunkt des Beginns der Kriminalisierung und andererseits als Zeitpunkt der aktuellen Zuschreibung von kriminellem Handeln. Das Alter k\u00f6nnte auch ein Index f\u00fcr bestimmtes kriminelles Handeln sein, beispielsweise f\u00fcr bestimmte Former, der Jugendkriminalit\u00e4t (,Zigarettenautomatenpl\u00fcnderer&#8216; oder ,Fahrrad- und Motorraddiebe&#8216;), die eventuell zu Fr\u00fchkriminalisierung f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Indikatoren f\u00fcr den Zeitpunkt des Beginns der kriminellen Karriere sind das Alter zur Zeit des ersten Kontaktes mit Instanzen sozialer Kontrolle, das Alter zur Zeit der ersten Verurteilung und das Alter zur Zeit der ersten Internierung aufgrund eines Gerichts- oder Verwaltungsaktes (Internierung in Erziehungsanstalt, Arbeitsanstalt oder Gef\u00e4ngnis). Diese drei Variablen sind sich in Verteilung und Richtung des Einflusses auf andere Variablen sehr \u00e4hnlich (Tabelle 1). Das Alter zur Zeit des Beginns der kriminellen Karriere h\u00e4ngt deutlich mit Aufenthalten in Heimen und Erziehungsanstalten zusammen. Je j\u00fcnger der Strafgefangene zu diesem Zeitpunkt war, desto eher wurde er in Heimen erzogen und desto l\u00e4nger war der Aufenthalt in Heimen, insbesonders Erziehungsanstalten. Deutlich ist auch der Einflu\u00df der Internierung der Eltern. Waren die Eltern des Strafgefangenen interniert wird seine Fr\u00fchkriminalisierung wahrscheinlicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Je j\u00fcnger der Strafgefangene zur Zeit seiner Erstkriminalisierung war, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Anzahl der Verurteilungen zum Zeitpunkt der aktuellen Verurteilung. Von einer ,Besserung&#8216; durch die Behandlung des Betroffenen mit strafrechtlichen oder sonstigen \u00f6ffentlichen Erziehungsma\u00dfnahmen kann also schwerlich die Rede sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein \u00fcberraschender Zusammenhang besteht zwischen dem Alter zu Beginn der kriminellen Karriere und der Art der ersten Verurteilung. Je j\u00fcnger der Betroffene war, desto eher f\u00fchrte die erste Verurteilung zum Freiheitsentzug. Es handelt sich hier meistens um freiheitsentziehende Jugendma\u00dfnahmen (Einweisung in Erziehungs- und Arbeitserziehungsanstalt). Das Jugendstrafrecht garantiert also durchaus keine \u201emildere&#8220; Behandlung als das Erwachsenenstrafrecht, sondern nur effektivere Selektionsm\u00f6glichkeiten. Ein hohes Alter zur Zeit der ersten Internierung h\u00e4ngt mit einer !angen Zeitspanne zwischem dem ersten Kontakt mit den Instanzen sozialer Kontrolle und der ersten Internierung zusammen. Der Zusammenhang mit dem Alter zur Zeit der ersten Verurteilung und des ersten Kontaktes mit den Instanzen ist schw\u00e4cher. Im Falle der Fr\u00fchkriminalisierung verk\u00fcrzt sich also die Zeitspanne zwischen erster Auff\u00e4lligkeit und erster Internierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Alter zu Beginn der kriminellen Karriere hat zwar nur einen schwach negativen Einflu\u00df auf die Dauer der aktuellen Freiheitsstrafe, auf die Gesamtinternierungsdauer vor dem aktuellen Urteil hingegen einen hochsignifikanten: Je j\u00fcnger ein Strafgefangener zur Zeit seiner Erstkriminalisierung war, desto l\u00e4nger ist die Dauer der Internierung vor der aktuellen Verurteilung und desto l\u00e4nger die gesamte Zeit, die er in totalen Institutionen wie Gef\u00e4ngnis oder Arbeitserziehungsanstalt verbracht hat. Hier zeigt sich die fatale Wirkung der Fr\u00fchkriminalisierung auf den Lebensverlauf und die kriminelle Karriere der Betroffenen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tabelle 1: Korrelationen der Altersvariablen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><br><\/td><td>AEK<\/td><td>AEI<\/td><td>AEV<\/td><td>AAV<\/td><\/tr><tr><td>Alter z. Zt. des ersten Kontaktes mit Instanzen (AEK)<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>Alter z. Zt. der ersten Internierung (AEI)<\/td><td><br>0,932<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>Alter z. Zt. der ersten Verurteilung (AEV)<\/td><td><br>0,796<\/td><td><br>0,705<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>Alter z. Zt. der aktuellen Verurteilung <strong>(AAV)<\/strong><\/td><td><br>0,480<\/td><td><br>0,469<\/td><td><br>0,501<\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>Zeitspanne erster Kontakt bis erste Internierung<\/td><td><br>0,233<\/td><td><br>0,576<\/td><td><br>0,136<\/td><td><br>0,295<\/td><\/tr><tr><td>Geschlecht (2)<\/td><td>ns<\/td><td>ns<\/td><td>0,141<\/td><td>0,067<\/td><\/tr><tr><td>Nationalit\u00e4t (3)<\/td><td>0, 096<\/td><td>0, 063<\/td><td>0,147<\/td><td>ns<\/td><\/tr><tr><td>Dauer der Heimerziehung<\/td><td>-0,536<\/td><td>-0,587<\/td><td>-0,341<\/td><td>-0,259<\/td><\/tr><tr><td>Dauer des Erziehungsheim\u00ad aufenthalts<\/td><td><br>-0,679<\/td><td><br>-0, 753<\/td><td><br>-0,405<\/td><td><br>-0, 189<\/td><\/tr><tr><td>Eltern interniert<\/td><td>-0,210<\/td><td>-0,232<\/td><td>-0,162<\/td><td>-0, 172<\/td><\/tr><tr><td>Erste Verurteilung Freiheitsentzug<\/td><td><br>-0,314<\/td><td><br>-0,362<\/td><td><br>-0,362<\/td><td><br>-0,160<\/td><\/tr><tr><td>Anzahl Verurteilungen<\/td><td>-0,187<\/td><td>-0,181<\/td><td>-0,237<\/td><td>0,427<\/td><\/tr><tr><td>aktuelles Strafma\u00df<\/td><td>ns<\/td><td>-0,069<\/td><td>ns<\/td><td>0,237<\/td><\/tr><tr><td>aktuelle Verurteilung Ma\u00dfnahmevollzug<\/td><td><br>-0,140<\/td><td><br>-0,176<\/td><td><br>-0, 118<\/td><td><br>0,227<\/td><\/tr><tr><td>Dauer der Vorinternierungen<\/td><td>-0,522<\/td><td>-0,569<\/td><td>-0,390<\/td><td>0,357<\/td><\/tr><tr><td>Gesamte Internierungsdauer<\/td><td>-0,303<\/td><td>-0,509<\/td><td>-0,254<\/td><td>0,323<\/td><\/tr><tr><td>erste Verurtei1ung &#8211; Diebstahl<\/td><td><br>-0,355<\/td><td><br>-0,357<\/td><td><br>-0,413<\/td><td><br>-0,223<\/td><\/tr><tr><td>&#8211; Betrug<\/td><td>0,134<\/td><td>0,087<\/td><td>0,149<\/td><td>0,188<\/td><\/tr><tr><td>&#8211; Raub<\/td><td>-0,072<\/td><td>-0,080<\/td><td>-0,098<\/td><td>-0, 177<\/td><\/tr><tr><td>&#8211; absichtliche T\u00f6tung<\/td><td>0,171<\/td><td>0,131<\/td><td>0, 183<\/td><td>ns<\/td><\/tr><tr><td>&#8211; Sexualdelikte ohne<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>Gewaltanwendung<\/td><td>0,102<\/td><td>0,100<\/td><td>0,134<\/td><td>0,135<\/td><\/tr><tr><td>&#8211; Verkehrsdelikte<\/td><td>-0,138<\/td><td>-0,123<\/td><td>-0, 172<\/td><td>-0,210<\/td><\/tr><tr><td>&#8211; Rauschgiftdelikte<\/td><td>ns<\/td><td>-0,056<\/td><td>ns<\/td><td>-0, 163<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Das Alter zur Zeit der aktuellen Verurteilung wird negativ beeinflu\u00dft von Heimaufenthalt, Internierung der Eltern und der Art der ersten Verurteilung. Je l\u00e4nger ein Heimaufenthalt gedauert hat, je eher die Eltern interniert waren und je eher die erste Verurteilung zu Freiheitsentzug gef\u00fchrt hat, desto j\u00fcnger ist der Strafgefangene zur Zeit der aktuellen Verurteilung. Hohes Alter zur Zeit der aktuellen Verurteilung h\u00e4ngt mit hohem aktuellen Strafma\u00df, langer Internierungsdauer vor der aktuellen Verurteilung und hoher Gesamtinternierungsdauer zusammen. Das weist einerseits darauf hin, da\u00df kriminelle Karrieren tats\u00e4chlich stattfinden, d.h. mehrmalige Verurteilungen, lange Gesamtinternierungsdauer und zunehmende H\u00e4rte der Urteile im Verlauf des Kriminalisierungsprozesses eine normale Erscheinung darstellen, andererseits sind die Zusammenh\u00e4nge nur Ausdruck dessen, da\u00df \u00e4ltere Strafgefangene mehr ,Gelegenheit&#8216; hatten, kriminalisiert zu werden und einen bedeutenden Teil ihrer Lebenszeit hinter Gittern zu verbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>In jugendlichem Alter sind Verurteilungen wegen Diebstahls, Raubes und wegen Verkehrsdelikten h\u00e4ufiger, wegen Betrugs, Sexualdelikten und T\u00f6tungsdelikten hingegen seltener. Jugendliches Alter f\u00f6rdert vor allem die Zurechnung <sub>\u201e<\/sub>\u00fcblicher\u201c Eigentumskriminalit\u00e4t, z.B. Entwendungen, Entrei\u00dfdiebst\u00e4hle bzw. Raub, Einbruch etc. Diese Art von Verurteilungen steht zumeist am Anfang der gerichtlich festgeschriebenen kriminellen Karriere.<\/p>\n\n\n\n<p>Niedriges Alter bei Beginn der Kriminalisierung ist ein Index f\u00fcr die Anwendung freiheitsentziehender Ma\u00dfnahmen und (zusammen mit hohem Alter zur Zeit der aktuellen Verurteilung) f\u00fcr das Vorliegen einer kriminellen Karriere, Heimaufenthalt und Internierung der Eltern sind Indices f\u00fcr die Zuschreibung kriminellen Handelns in jugendlichem Alter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5.2 Die Bedeutung des sozio\u00f6konomischen Status des Strafgefangenen und seiner Eltern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Herkunft hat einen starken Einflu\u00df darauf, ob und wie lange der sp\u00e4tere Strafgefangene in Heimen untergebracht war (Tabelle 2). Der sozio\u00f6konomische Status der Eltern ist also ein Selektionskriterium f\u00fcr Heimunterbringung, die wiederum ein selbst\u00e4ndiger Index f\u00fcr die Zuschreibung kriminellen Verhaltens ist. Noch st\u00e4rker ist der Zusammenhang mit der Dauer des Aufenthaltes in Erziehungsheimen und -anstalten, was in den meisten F\u00e4llen schon der Kriminalisierung nahekommt oder mit ihr zusammenf\u00e4llt. Je niedriger die Schichtangeh\u00f6rigkeit der Eltern, desto gr\u00f6\u00dfer die Wahrscheinlichkeit, in einem Heim untergebracht zu werden und desto l\u00e4nger der Aufenthalt in Heimen, insbesondere in Erziehungsheimen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tabelle 2: Korrelationen mit dem sozio\u00f6konomischen Status des Strafgefangenen und seiner Eltern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Herkunft<\/td><td>Status<\/td><td>Ausbil\u00ad dung<\/td><td>Beruf (4)<\/td><\/tr><tr><td>Dauer der Internierung in Heimen -0,289<\/td><td>-0,237<\/td><td>-0,201<\/td><td>-0, 211<\/td><\/tr><tr><td>Dauer der Internierung in Erziehungsheimen -0,350<\/td><td><br>-0,320<\/td><td><br>-0,275<\/td><td><br>-0,282<\/td><\/tr><tr><td>Dauer der Internierung vor der aktuellen Verurteilung -0,246<\/td><td><br>-0,232<\/td><td><br>-0,196<\/td><td><br>-0,202<\/td><\/tr><tr><td>Dauer der aktuellen Verurteilung <sup>(-<\/sup><sup>0,052)<\/sup><\/td><td>-0,144<sup>5<\/sup>)<\/td><td>-0,094<\/td><td>-0,149<\/td><\/tr><tr><td>Gesamte Dauer der Internierungen -0,227<\/td><td>-0,203<\/td><td>-0, 164<\/td><td>-0,181<\/td><\/tr><tr><td>Grad der Kriminalisierung -0, 284<\/td><td>-0,324<\/td><td>-0,291<\/td><td>-0,309<\/td><\/tr><tr><td>Alter z. Zt. des ersten Kontaktes mit Kontrollinstanzen (AEK) 0,322<\/td><td><br>0,318<\/td><td><br>0,236<\/td><td><br>0,307<\/td><\/tr><tr><td>&#8211; der ersten Internierung (AEI) 0,342<\/td><td>0,357<\/td><td>0,254<\/td><td>0,352<\/td><\/tr><tr><td>&#8211; der ersten Verurteilung (AEV) 0,186<\/td><td>0,276<\/td><td>0,196<\/td><td>0,280<\/td><\/tr><tr><td>&#8211; der aktuellen Verurteilung <strong>(AAV)<\/strong>0,135<\/td><td>0,238<\/td><td>0,098<\/td><td>0,285<\/td><\/tr><tr><td>Zeitraum erster Kontakt bis erste Internierung O, 222<\/td><td><br>0, 207<\/td><td><br>0,134<\/td><td><br>0,226<\/td><\/tr><tr><td>Erste Verurteilung Freiheitsentzug -0, 212<\/td><td>-0, 165<\/td><td>-0,128<\/td><td>-0, 172<\/td><\/tr><tr><td>Untersuchungshaft ns<\/td><td>-0, 090<\/td><td>-0,093<\/td><td>-0,067<\/td><\/tr><tr><td>Internierung der Eltern (6) -0,193<\/td><td>-0,142<\/td><td>-0, 112<\/td><td>-0,132<\/td><\/tr><tr><td>aktuelle Verurteilung Diebstahl -0, 126<\/td><td>-0, 275<\/td><td>-0,214<\/td><td>-0,252<\/td><\/tr><tr><td>aktuelle Verurteilung Betrug O, 138<\/td><td>0, 234<\/td><td>0,145<\/td><td>0,248<\/td><\/tr><tr><td>aktuelle Verurteilung Sexualdelikt ohne Gewaltanwendung -0, 078<\/td><td><br>-0, 106<\/td><td><br>-0,130<\/td><td><br>-0,070<\/td><\/tr><tr><td>aktuelle Verurteilung Verkehrsdelikte ns<\/td><td>-0, 102<\/td><td>-0,126<\/td><td>-0,078<\/td><\/tr><tr><td>aktuell Ma\u00dfnahmevollzug -0, 082 _<\/td><td>-0, 190<\/td><td>-0,123<\/td><td>-0,196<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Herkunft aus der Unterschicht hat auch einen direkten Einflu\u00df auf die Dauer der Internierungen vor der aktuellen Verurteilung und die Dauer s\u00e4mtlicher Freiheitsstrafen (Gesamtinternierungsdauer und Grad der Kriminalisierung), nicht aber auf die Dauer der aktuellen Freiheitsstrafe. Ein deutlicher Zusammenhang zwischen Herkunft und aktueller Internierungsdauer besteht jedoch bei denjenigen Strafgefangenen, die wegen Vergewaltigung, K\u00f6rperverletzungs- und T\u00f6tungsdelikten verurteilt wurden. Dieser Umstand k\u00f6nnte darauf hindeuten, da\u00df Unterschichtsherkunft bei der Transformation eines Verhaltens in kriminelles Handeln als Index f\u00fcr Gewaltanwendung gilt. Das entspr\u00e4che der verbreiteten Mittelschichtsvorstellung, die der Unterschicht einen Hang zu Brutalit\u00e4t und Gewaltanwendung zuschreibt. Auf jeden Fall ist bei Gewaltdelikten Unterschichtsherkunft ein strafversch\u00e4rfendes Kriterium.<\/p>\n\n\n\n<p>Signifikante Zusammenh\u00e4nge bestehen zwischen Herkunft und Alter zur Zeit der ersten Kriminalisierung. Je niedriger die Schichtangeh\u00f6rigkeit der Eltern, desto j\u00fcnger war der Strafgefangene zum Zeitpunkt des ersten Kontaktes mit den Instanzen sozialer Kontrolle, der ersten Verurteilung und der ersten Internierung. Der Zusammenhang mit dem Alter zur Zeit der aktuellen Verurteilung ist schw\u00e4cher, am st\u00e4rksten ist derjenige zwischen Herkunft und erster Internierung. Kinder aus Unterschichtsfamilien sind besonders von der Fr\u00fchkriminalisierung betroffen. Herkunft aus der Unterschicht ist ein Index f\u00fcr die Zurechnung kriminellen Verhaltens in jugendlichem Alter. Es besteht auch ein Zusammenhang zwischen Herkunft und dem Zeitraum vom ersten Kontakt mit den Instanzen bis zur ersten Internierung. Niederer Status der Eltern verk\u00fcrzt diese Zeitspanne.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein schwacher Zusammenhang besteht zwischen Herkunft aus der Unterschicht und der Internierung eines oder beider Elternteile im Gef\u00e4ngnis oder einer psychiatrischen Anstalt. Herkunft hat auch einen Einflu\u00df darauf, ob die erste Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe ohne Bew\u00e4hrung f\u00fchrt. Hier sind aus der Unterschicht stammende Personen ebenfalls benachteiligt. Kinder von Unterschichtsangeh\u00f6rigen werden h\u00e4ufiger wegen Diebstahls, seltener wegen Betrugs verurteilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Analoge Zusammenh\u00e4nge bestehen zwischen dem sozio\u00f6konomischen Status des Strafgefangenen und den soeben erw\u00e4hnten Variablen. Der Zusammenhang zwischen Status und aktueller Dauer der Freiheitsstrafe ist zwar signifikant, erkl\u00e4rt aber selbst bei Kontrolle der Deliktsarten nur knapp 4 % der Varianz der Strafdauer. Deutlich ist der Zusammenhang zwischen hohem Status und hohem Alter zur Zeit der aktuellen Verurteilung. Eine Parallelentwicklung von Status und Alter ist jedoch f\u00fcr alle Bev\u00f6lkerungsschichten gegeben und nicht typisch f\u00fcr. Strafgefangene. Der Zusammenhang zwischen hohem Alter zur Zeit der ersten Internierung und hohem Status hingegen deutet auf den negativen Einflu\u00df der Fr\u00fchkriminalisierung auf die sozio\u00f6konomischen Chancen des Betroffenen hin. Da die meisten Strafgefangenen schon vor ihrem zwanzigsten Lebensjahr kriminalisiert wurden, haben sich dadurch ihre M\u00f6glichkeiten verringert oder sogar aufgehoben, begehrte gesellschaftliche Positionen zu erreichen. Ebenso steht die Dauer der Internierung in Heimen in negativem Zusammenhang mit dem sozio\u00f6konomischen Status, insbesondere mit der Qualit\u00e4t der Berufsbildung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Status hat auch einen, zwar eher unbedeutenden Einflu\u00df auf die Art und die Umst\u00e4nde der aktuellen Verurteilung. Strafgefangene mit h\u00f6herem Status wurden seltener in Untersuchungshaft genommen. Sie wurden auch seltener wegen Diebstahls, Sexualdelikten und Verkehrsdelikten verurteilt, h\u00e4ufiger hingegen wegen Betrugs.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr deutlich ist der Zusammenhang zwischen sozio\u00f6konomischem Status und krimineller Karriere: Je schlechter die \u00f6konomischen Lebenschancen des Betroffenen, desto l\u00e4nger (absolut) und h\u00e4ufiger (relativ zu seiner Lebenszeit) wird er gefangen gehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Fassen wir zusammen: Niederer sozio\u00f6konomischer Status und niederer Status der Eltern sind Indices f\u00fcr die Verh\u00e4ngung h\u00f6herer Freiheitsstrafen, f\u00fcr die Zuschreibung kriminellen Handelns in jugendlichem Alter und f\u00fcr die Auspr\u00e4gung einer kriminelle Karriere (hohe Gesamtinternierungsdauer und hoher Grad der Kriminalisierung). Sie sind ein Index f\u00fcr Diebstahl, nicht aber f\u00fcr Betrug. Unterschichtsangeh\u00f6rigkeit h\u00e4ngt zusammen mit Internierung der Eltern, Aufenthalt in Heimen und langer Dauer des Aufenthalts, mit fr\u00fcher Kriminalisierung und h\u00e4rterer Behandlung bei der Verurteilung, d. h. eher Untersuchungshaft und eher Freiheitsstrafe ohne Bew\u00e4hrung bei der ersten Verurteilung und eher Ma\u00dfnahmevollzug bei der aktuellen Verurteilung.<\/p>\n\n\n\n<p>Soweit es die sozio\u00f6konomischen Merkmale betrifft, lassen sich die eingangs erw\u00e4hnten Thesenzusammenh\u00e4nge jedenfalls nicht falsifizieren. Obwohl die Koeffizienten zum Teil sehr niedrige Werte annehmen, kann man davon ausgehen, da\u00df die unteren Schichten verst\u00e4rkt kriminalisiert werden, was den Kern der Klassenjustiz ausmacht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5.3 Der Einflu\u00df von Herkunftsvariablen auf die ersten Kriminalisierungsereignisse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"5\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Frau zu sein immunisiert weitgehend gegen Kriminalisierung. \u00dcber andere Formen repressiver sozialer Kontrolle ist damit nichts gesagt, eine verst\u00e4rkte Psychiatrisierung von Frauen ist denkbar. Falls jedoch einer Frau kriminelles Handeln zugeschrieben wird, ergeben sich f\u00fcr sie im weiteren Verlauf der kriminellen Karriere keine deutlichen Vorteile.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"5\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Das Alter zur Zeit der ersten Verurteilung wird durch die Herkunftsvariablen nicht so gut erkl\u00e4rt wie das Alter zur Zeit der ersten Internierung und des ersten Kontaktes mit Instanzen sozialer Kontrolle. Dies entspricht auch dem Ergebnis, da\u00df je niedriger die Herkunftsschicht und je eher die Eltern interniert waren, desto k\u00fcrzer der Zeitraum zwischen erster Auff\u00e4lligkeit und erster Internierung ist. Die hier nicht aufgef\u00fchrten partiellen Korrelationen, d. h. Die von den einzelnen Herkunftsvariablen unter Abzug der zusammen mit den \u00fcbrigen Variablen erkl\u00e4rten Anteile der ersten Kriminalisierungsereignisse zeigen, da\u00df die Einfl\u00fcsse von Geschlecht, Nationalit\u00e4t, In\u00ad ternierung und Status der Eltern weitgehend voneinander unabh\u00e4ngig sind. Die Interkorrelationen zwischen den Herkunftsvariablen sind au\u00dfer Status\/Internierung der Eltern (Gamma = -0, 193) nicht signifikant.<\/p>\n\n\n\n<p>Tabelle 3: Korrelationen der Herkunftsvariablen<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>unabh\u00e4ngige Variablen (Herkunftsv aria blen)<\/td><td>Korre\u00ad lation<\/td><td>abh\u00e4ngige Variablen (erste Kriminalisierungs\u00ad ereignisse)<\/td><\/tr><tr><td>Internierung der Eltern<\/td><td>-0,232<\/td><td>Alter zur Zeit der<\/td><\/tr><tr><td>Status der Eltern<\/td><td>0,342<\/td><td>ersten Internierung<\/td><\/tr><tr><td>Nationalit\u00e4t ( 7)<\/td><td>0,063<\/td><td>16,3 % erkl\u00e4rte Varianz (8)<\/td><\/tr><tr><td>Internierung der Eltern<\/td><td>-0,201<\/td><td>Alter zur Zeit des ersten<\/td><\/tr><tr><td>Status der Eltern<\/td><td>0,322<\/td><td>Kontaktes mit Instanzen<\/td><\/tr><tr><td>Nationalit\u00e4t<\/td><td>0,096<\/td><td>13,1 % erkl\u00e4rte Varianz<\/td><\/tr><tr><td>Geschlecht (9)<\/td><td>0,141<\/td><td>Alter zur Zeit der<\/td><\/tr><tr><td>Internierung der Eltern<\/td><td>-0, 165<\/td><td>ersten Verurteilung<\/td><\/tr><tr><td>Status der Eltern<\/td><td>0,186<\/td><td>7, 8 % erkl\u00e4rte Varianz<\/td><\/tr><tr><td>Nationalit\u00e4t<\/td><td>0,147<\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>Internierung der Eltern<\/td><td>-0,125<\/td><td>Zeitspanne erster Kontakt<\/td><\/tr><tr><td>Status der Eltern<\/td><td>0,222<\/td><td>bis erste Internierung<\/td><\/tr><tr><td>Nationalit\u00e4t<\/td><td>-0,083<\/td><td>9, 2 % erkl\u00e4rte Varianz<\/td><\/tr><tr><td>Geschlecht<\/td><td>0,099<\/td><td>Dauer der Internierung<\/td><\/tr><tr><td>Internierung der Eltern<\/td><td>0,227<\/td><td>in Erziehungsheimen<\/td><\/tr><tr><td>Status der Eltern<\/td><td>-0,350<\/td><td>16, 8 % erkl\u00e4rte Varianz<\/td><\/tr><tr><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Die eigentliche abh\u00e4ngige Variable ist die erste Verurteilung: Die Kriminalisierung ist definitiv, wenn sie zu Freiheitsentzug gef\u00fchrt hat (Tabelle 4).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Einflu\u00df von Status und Internierung der Eltern ist vor allem \u00fcber das Alter zur Zeit des Beginns der kriminellen Karriere vermittelt. Eine wichtige Rolle spielt die Zeitspanne zwischen der ersten Auff\u00e4lligkeit und der ersten Internierung. Je k\u00fcrzer diese Zeitspanne, desto eher f\u00fchrt die erste Verurteilung zu Freiheits\u00ad entzug. Ebenso erh\u00f6ht ein Aufenthalt im Erziehungsheim die Wahr\u00ad scheinlichkeit eines freiheitsentziehenden Urteils. Allgemein l\u00e4\u00dft sich sagen: Je j\u00fcnger der Strafgefangene zur Zeit des Beginns der kriminellen Karriere war, desto eher wurde er schon im Zuge der ersten Verurteilung definitiv kriminalisiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tabelle 4: Korrelationen mit erster Verurteilung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Analyse der partiellen Korrelationen zeigt, da\u00df die drei Altersvariablen einen gro\u00dfen Anteil der Varianz der ersten Verurteilung gemeinsam erkl\u00e4ren. So ist z.B. der Zusammenhang zwischen dem Alter zur Zeit des ersten Kontaktes mit den Instanzen sozialer Kontrolle unter Ber\u00fccksichtigung des Einflusses des Alters zur Zeit der ersten Verurteilung nicht mehr signifikant. Die partielle Korrelation des Zeitraums zwischen erster Auff\u00e4lligkeit und erster Internierung hingegen bleibt bei der Kontrolle s\u00e4mtlicher \u00fcbrigen Variablen hochsignifikant und spielt somit eine eigenst\u00e4ndige und bedeutende Rolle in bezug auf den Ausgang der ersten Verurteilung. Viele Strafgefangene, besonders wenn sie fr\u00fch kriminalisiert wurden, waren schon vor ihrer ersten Verurteilung interniert. Der Einflu\u00df der Erziehungsheimaufenthalte ist bei Kontrolle des Zeitraums zwischen erster Auff\u00e4lligkeit und erster Internierung und bei Kontrolle des Alters zur Zeit der ersten Internierung verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schwach.<\/p>\n\n\n\n<p>Fassen wir zusammen. Niederer sozio\u00f6konomischer Status der Eltern und Internierung der Eltern sind Indices f\u00fcr eine Zuschreibung kriminellen Handelns in jugendlichem Alter. Jugendliches Alter zur Zeit des Beginns der kriminellen Karriere, kurzer Zeitraum zwischen erster Auff\u00e4lligkeit und erster Internierung sowie Aufenthalt in Erziehungsheimen sind Indices f\u00fcr die Wahl von ,Verurteilung zu Freiheitsentzug ohne Bew\u00e4hrung&#8216; als Rechtsfolge eines im Gerichtsverfahren definierten kriminellen Verhaltens.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5.4 Der Einflu\u00df fr\u00fcherer Kriminalisierungsereignisse auf die aktuelle Verurteilung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als fr\u00fchere Kriminalisierungsereignisse gelten s\u00e4mtliche Daten \u00fcber Kontakte mit den Instanzen sozialer Kontrolle vor der aktuellen Verurteilung, insbesondere Vorverurteilungen, Dauer der Aufenthalte in Gef\u00e4ngnis oder Erziehungsanstalten, Art der ersten Verurteilung (Bu\u00dfe\/Geldstrafe, Freiheitsstrafe oder strafrechtliche Ma\u00dfnahme) und die Art des Delikts, weswegen der Strafgefangene verurteilt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Dauer und Art der aktuellen Verurteilung nehmen die Korrelationskoeffizienten niedrige Werte an (Tabelle 5). Von wesentlicher Bedeutung ist nur die Dauer der Internierungen vor der aktuellen Verurteilung. Je l\u00e4nger die Vorinternierungsdauer, desto l\u00e4nger dauert der aktuelle Freiheitsentzug (12 % erkl\u00e4rte Varianz) und desto eher verh\u00e4ngt der Richter eine strafrechtliche Ma\u00dfnahme, wie z.B. Verwahrung als Gewohnheitsverbrecher ( 20 % erkl\u00e4rte Varianz). Wenn ein R\u00fcckfall im strafrechtlichen Sinne vorliegt, besteht derselbe Zusammenhang. Strafversch\u00e4rfung bei R\u00fcckfall oder bei \u201eerheblicher krimineller Energie des Straft\u00e4ters&#8220;, wof\u00fcr die bisherige Internierung ein Index sein k\u00f6nnte, liegt durchaus innerhalb des rechtlichen Entscheidungsprogramms im Strafverfahren. Die Ergebnisse zeigen, da\u00df dieses Entscheidungsprogramm auch faktische G\u00fcltigkeit hat, und da\u00df es einen wesentlichen Einflu\u00df auf die Festschreibung von kriminellen Karrieren aus\u00fcbt. Im Alltagswissen des Richters mag es die Form annehmen: ,,Je l\u00e4nger ein Angeklagter schon im Gef\u00e4ngnis war, desto eher ist er ein Krimineller, der hart bestraft werden mu\u00df.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere signifikant positive zusammenh\u00e4nge ergeben sich zwischen der aktuellen Internierungsdauer und der Dauer des Aufenthaltes in Heimen und Erziehungsanstalten, der Anzahl der Vorverurteilungen und dem Freiheitsentzug als Rechtsfolge der ersten Verurteilung. Je gr\u00f6\u00dfer der Zeitraum zwischen erster Auff\u00e4lligkeit und erster Internierung war, desto k\u00fcrzer ist die aktuelle Internierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Analoge Zusammenh\u00e4nge bestehen zwischen Kriminalisierungereignissen und der Verh\u00e4ngung einer strafrechtlichen Ma\u00dfnahme. Diese Ma\u00dfnahmen bedeuten einen erheblich l\u00e4ngeren Freiheitsentzug. Je j\u00fcnger der Strafgefangene zur Zeit seiner ersten Internierung war und je eher er schon einmal wegen Diebstahls oder Betrugs verurteilt wurde, desto eher wird eine strafrechtliche Ma\u00dfnahme verh\u00e4ngt. Eigentumsnormverletzungen und Fr\u00fchkriminalisierung haben eine zentrale Bedeutung im Kriminalisierungsproze\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Art der abgeurteilten Delikte ergeben sich au\u00dfer bei der Verurteilung wegen Diebstahls nur wenige schwach signifikante Zusammenh\u00e4nge. Die Gef\u00e4ngnisinsassen zeichnen sich durch eine weitgehend \u201ehomogene Deliktsstruktur&#8220; aus. Eine Verurteilung wegen Diebstahls hingegen ist umso wahrscheinlicher, je j\u00fcnger der Angeklagte zur Zeit des Beginns der kriminellen Karriere war, je l\u00e4nger die Internierung in Heimen und Erziehungsanstalten dauerte, je k\u00fcrzer die Zeitspanne zwischen erster Auff\u00e4lligkeit und erster Internierung und je l\u00e4nger die Internierungen vor der aktuellen Verurteilung dauerten. Die fr\u00fcheren Kriminalisierungsereignisse erkl\u00e4ren 32 % der Gesamtvarianz der Verurteilungen wegen Diebstahls.<\/p>\n\n\n\n<p>Tabelle 5 Korrelation fr\u00fcherer Kriminalisierungsereignisse mit der aktuellen Verurteilung<\/p>\n\n\n\n<p>Die Korrelationen von Vorverurteilung und aktueller Verurteilung wegen des gleichen Deliktes sind hoch: Wurde jemand wegen eines bestimmten Deliktes verurteilt, erh\u00f6ht sich die Wahrscheinlichkeit einer weiteren einschl\u00e4gigen Verurteilung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5.5 Regressionsanalyse des Strafma\u00dfes (Dauer des aktuellen Freiheitsentzuges)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie schon im vorhergehenden Abschnitt festgestellt, nehmen die Korrelationskoeffizienten mit Strafma\u00df (Tabelle 6) niedrigere Werte an. Deutlich ist nur der Einflu\u00df der Dauer der Vorinternierungen. Je l\u00e4nger der Strafgefangene schon vor seiner aktuellen Verurteilung im Gef\u00e4ngnis war, desto h\u00f6her ist das Strafma\u00df. Die Ereignisse und Merkmale, die zeitlich vor der aktuellen Verurteilung liegen, erkl\u00e4ren gemeinsam nur 13 % der Gesamtvarianz. Auch die Art der abgeurteilten Delikte erkl\u00e4ren nur 10 % zus\u00e4tzliche Varianz. Die angewendete Strafrechtsnorm ist nicht zentraler Bestimmungsfaktor des Strafma\u00dfes. Die letztendlich erkl\u00e4rten 77 % der Gesamtvarianz sind haupts\u00e4chlich auf die Variable Ma\u00dfnahmevollzug zur\u00fcckzuf\u00fchren. Wenn der Richter eine strafrechtliche Ma\u00dfnahme anstelle einer ,normalen&#8216; Freiheitsstrafe verh\u00e4ngt, steigt die Dauer des Freiheitsentzuges um durchschnittlich \u00fcber 60 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Betrachtet man aber nur eine Art von Verurteilungen (hier Diebstahl und kein weiteres Delikt, Tabelle 7), zeigen sich wesentlich deutlichere Zusammenh\u00e4nge: Je k\u00fcrzer der Zeitraum zwischen erstem Kontakt mit den Instanzen sozialer Kontrolle und der ersten Internierung, je niedriger der sozio\u00f6konomische Status, je l\u00e4nger die Dauer der Internierungen vor der aktuellen Verurteilung und je gr\u00f6\u00dfer die Anzahl der Vorverurteilungen, desto h\u00f6her ist das Strafma\u00df. Die Ereignisse und Merkmale, die zeitlich vor der aktuellen Verurteilung liegen, erkl\u00e4ren gemeinsam etwa die H\u00e4lfte der Varianz des Strafma\u00dfes. Der \u00fcbrige Teil der gesamten erkl\u00e4rten Varianz von 91 % ist auf die Verh\u00e4ngung von strafrechtlichen Ma\u00dfnahmen zur\u00fcckzuf\u00fchren, die die durchschnittliche Dauer des Freiheitsentzugs um 80 % erh\u00f6ht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Variablen, die nicht von den Eingriffen der Instanzen in das Leben des Strafgefangenen beeinflu\u00dft sind wie Geschlecht, Nationalit\u00e4t, Internierung und Status der Eltern bestimmen das aktuelle Strafma\u00df kaum. Auch der sozio\u00f6konomische Status korreliert nur schwach negativ mit der aktuellen Internierungsdauer. Einen st\u00e4rkeren Einflu\u00df haben vorhergegangene Kriminalisierungsereignisse (Anzahl der Vorstrafen, Dauer der Vorinternierungen) und Merkmale der aktuellen Verurteilung (R\u00fcckfall, Art des Deliktes), wobei gerade die Art des aktuell abgeurteilten Deliktes keine zentrale Rolle spielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Thesenzusammenhang der Klassenjustiz l\u00e4\u00dft sich aufgrund dieser Ergebnisse auf der Ebene der H\u00f6he der im Einzelfall verh\u00e4ngten Freiheitsstrafe nicht ohne weiteres belegen. Dabei mu\u00df allerdings beachtet werden, da\u00df Freispr\u00fcche, Bew\u00e4hrungsstrafen und vorgerichtliche Selektion sich unserem Zugriff entziehen. Die entsprechende These m\u00fc\u00dfte lauten: Wenn abweichendes Verhalten gerichtsrelevant wurde und wenn die Interaktion vor Gericht zur Verh\u00e4ngung einer Freiheitsstrafe ohne Bew\u00e4hrung gef\u00fchrt hat, l\u00e4\u00dft sich eine klassenspezifische Ungleichbehandlung bez\u00fcglich der H\u00f6he des Strafma\u00dfes nicht mit gen\u00fcgender Deutlichkeit nachweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Tabelle 6: Regressionsanalyse des aktuellen Strafmasses ( 14)<\/p>\n\n\n\n<p>mult. mult. Zuwachs einf.<\/p>\n\n\n\n<p>r r&#8216; <sup>r&#8216;<\/sup><sup> <\/sup>r<\/p>\n\n\n\n<p>1 Geschlecht Mann (0), Frau (1) 0,113 0,013 0,013 0, 113<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>2 Aufenthaltsdauer Erziehungsheim<\/td><td>0,189<\/td><td>0,036<\/td><td>0,023<\/td><td>0,130<\/td><\/tr><tr><td>3 erste Verurtei 1ung Freiheitsentzug<\/td><td>0, 206<\/td><td>0,043<\/td><td>0,007<\/td><td>0,103<\/td><\/tr><tr><td>4 Sozio\u00f6konomischer Status<\/td><td>0, 243<\/td><td>0,059<\/td><td>0.016<\/td><td>-0,144<\/td><\/tr><tr><td>5 Dauer der Vorinternierungen<\/td><td>0, 308<\/td><td>0,095<\/td><td>0,036<\/td><td>0,347<\/td><\/tr><tr><td>6 Alter z. Zt. der aktuellen Verurt.<\/td><td>0,316<\/td><td>0,100<\/td><td>0,005<\/td><td>0,234<\/td><\/tr><tr><td>7 Vorstrafe gemeingef\u00e4hrliches Delikt<\/td><td>0, 323<\/td><td>0, 104<\/td><td>0,004<\/td><td>0, 110<\/td><\/tr><tr><td>8 Vorstrafe Betrug<\/td><td>0, 327<\/td><td>0, 107<\/td><td>0,003<\/td><td>0,037<\/td><\/tr><tr><td>9 &#8211; Aufenthaltsdauer Erziehungsheim<\/td><td>0, 327<\/td><td>0, 107<\/td><td>-0<\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>10 Anzahl Verurteilungen<\/td><td>0, 331<\/td><td>0, 110<\/td><td>0,003<\/td><td>0,151<\/td><\/tr><tr><td>11 Vorstrafe Rauschgiftdelikte<\/td><td>0, 335<\/td><td>0,112<\/td><td>0,002<\/td><td>-0,058<\/td><\/tr><tr><td>12 Vorstrafe Verkehrsdel\u00fccte<\/td><td>0, 338<\/td><td>0,114<\/td><td>0,002<\/td><td>-0,060<\/td><\/tr><tr><td>13 Vorstrafe Diebstahl<\/td><td>0, 340<\/td><td>0, 116<\/td><td>0,002<\/td><td>0,076<\/td><\/tr><tr><td>14 Untersuchungshaft nein (0), UH (1)<\/td><td>0,360<\/td><td>0,130<\/td><td>0,014<\/td><td>0,139<\/td><\/tr><tr><td>15 aktuelle Verurteilung Milit\u00e4rdelikte<\/td><td>0,395<\/td><td>0,156<\/td><td>0,026<\/td><td>-0, 190<\/td><\/tr><tr><td>16 aktuelle Verurteilung T\u00f6tung<\/td><td>0, 423<\/td><td>0,179<\/td><td>0,023<\/td><td>0,152<\/td><\/tr><tr><td>17 aktuelle Verurteilung Raub<\/td><td>0,440<\/td><td>0,194<\/td><td>0,015<\/td><td>0,127<\/td><\/tr><tr><td>18 aktuelle Verurt. Vergewaltigung<\/td><td>0, 450<\/td><td>0,203<\/td><td>0,009<\/td><td>0,087<\/td><\/tr><tr><td>19 &#8211; Geschlecht<\/td><td>0,450<\/td><td>0,203<\/td><td>-0<\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>20 akt. Verurt. gemeingef\u00e4hrl. Delikte<\/td><td>0, 459<\/td><td>0, 211<\/td><td>0,008<\/td><td>0,078<\/td><\/tr><tr><td>21 aktuell Ma\u00dfnahmevollzug<\/td><td>0,870<\/td><td>0,757<\/td><td>0,546<\/td><td>0,785<\/td><\/tr><tr><td>22 &#8211; Anzahl Verurtei 1ungen<\/td><td>0, 870<\/td><td>0,757<\/td><td>-0<\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>23 aktuelle Verurteilung Verkehrsdelikte<\/td><td>0, 876<\/td><td>0,767<\/td><td>0,001<\/td><td>-0,067<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Status) vor den sp\u00e4teren (aktuelle Deliktsgruppe, Untersuchungshaft, Ma\u00dfnahmevollzug) eingef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>mul t. r: multipler Korrelationskoeffizient r<\/p>\n\n\n\n<p>mult. r&#8216;: multipler Determinationskoeffizient r&#8216;. oder gemeinsam erkl\u00e4rte Varianz<\/p>\n\n\n\n<p>einf. r: einfacher bivariater Korrelationskoeffizient<\/p>\n\n\n\n<p>Der Thesenzusammenhang der interaktionistischen Kriminalsoziologie und der Theorie der kriminellen Karriere l\u00e4\u00dft sich hingegen eindeutig best\u00e4tigen: Schon kriminalisierte Personen haben h\u00f6here Freiheitsstrafen zu erwarten, wobei nicht so sehr die Qualit\u00e4t der vorhergegangenen Kriminalisierung in Form der abgeurteilten Delikte der Vorstrafen, sondern deren blo\u00dfes Vorhandensein bzw. deren Quantit\u00e4t (Anzahl der Vorstrafen und Dauer der Vorinternierungen wesentlich ist. Je fr\u00fcher und je intensiver Kriminalisierung stattgefunden hat, desto wahrscheinlicher und schwerer in bezug auf das Strafma\u00df sind nachfolgende Kriminalisierungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Tabelle 7: Regressionsanalyse des Strafma\u00dfes, Diebstahl ist einziges aktuell abgeurteiltes Delikt, N = 142 <sup>(15)<\/sup><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td colspan=\"2\"><br><\/td><td>mult. r<\/td><td>mult. r\u2022<\/td><td>Zuwachs r\u2022<\/td><td>einf. r<\/td><\/tr><tr><td><sup>1<\/sup><sup> <\/sup><sup>Geschlecht<\/sup><sup> <\/sup><sup>Mann<\/sup><sup> <\/sup>(0<\/td><td>)&#8216; <sup>Frau<\/sup><sup> <\/sup><sup>(1)<\/sup><\/td><td>0,124<\/td><td>0,015<\/td><td>0,015<\/td><td>-0,124<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">2 Zeitraum Kontakt bis Internierung<\/td><td>0,253<\/td><td>0,064<\/td><td>0,049<\/td><td>-0,213<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">3 AEV<\/td><td>0,286<\/td><td>0,083<\/td><td>0,018<\/td><td>-0,138<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">4 Sozio\u00f6konomischer Status<\/td><td>0,381<\/td><td>0,145<\/td><td>0,063<\/td><td>-0,190<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">5 Dauer der Vorinternierungen<\/td><td>0,555<\/td><td>0,308<\/td><td>0,163<\/td><td>0,425<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">6 AAV<\/td><td>0,591<\/td><td>0,349<\/td><td>0,041<\/td><td>0,405<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">7 Anzahl Verurteilungen<\/td><td>0,607<\/td><td>0,368<\/td><td>0,018<\/td><td>0,261<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">8 aktuelle Verurt. Ma\u00dfnahmevol lzug<\/td><td>0,927<\/td><td>0,859<\/td><td>0,491<\/td><td>0,918<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">9 &#8211; Dauer der Vorinternierungen<\/td><td>0,917<\/td><td>0,859<\/td><td>-0<\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">10 &#8211; AEV<\/td><td>0,927<\/td><td>0,859<\/td><td>-0<\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">11 &#8211; Sozio\u00f6konomischer Status<\/td><td>0,926<\/td><td>0,858<\/td><td>-0,001<\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">12 Vorstrafe Diebstahl<\/td><td>0,937<\/td><td>0,878<\/td><td>0,020<\/td><td>0,147<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">13 Vorstrafe K\u00f6rperverletzung<\/td><td>0,942<\/td><td>0,887<\/td><td>0,009<\/td><td>0,082<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">14 Vorstrafe Betrug<\/td><td>0,946<\/td><td>0,894<\/td><td>0,007<\/td><td>0,150<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">15 Vorstrafe Vergewaltigung<\/td><td>0,949<\/td><td>0,900<\/td><td>0,006<\/td><td>0,175<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">16 Vorstrafe gemeingef\u00e4hrliche Delikte<\/td><td>0,952<\/td><td>0,906<\/td><td>0,006<\/td><td>0,077<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">17 Vorstrafe Verkehrsdelikte<\/td><td>0,954<\/td><td>0,911<\/td><td>0,005<\/td><td>0,075<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">5. 6 Regressionsanalyse der Dauer s\u00e4mtlicher Internierungen und des Grades der Kriminalisierung<\/h1>\n\n\n\n<p>Diese beiden Variablen sind Indikatoren f\u00fcr eine kriminelle Karriere. Liegt nur eine einzige Verurteilung zu einer kurzzeitigen Freiheitsstrafe vor, ist keine kriminelle Karriere gegeben: Die Dauer s\u00e4mtlicher Internierungen und der Koeffizient Dauer der Internierungen\/Lebensalter (Grad der Kriminalisierung) nehmen niedrige Werte an. Bei mehreren l\u00e4nger dauernden Freiheitsstrafen ergeben sich hohe Werte f\u00fcr beide Variablen, da die Interkorrelation \u00e4u\u00dferst hoch ist (r = 0,865).<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Frage ist, welche Variablen in einem engen Zusammenhang zur gesamten Internierungsdauer bzw. zum Grad der Kriminalisierung, also zur Auspr\u00e4gung einer kriminellen Karriere stehen. Es sind dies der sozio\u00f6konomische Status des Strafgefangenen und seiner Eltern sowie die Dauer des Heimaufenthaltes als Variablen, die von den Eingriffen der Instanzen sozialer Kontrolle weitgehend unabh\u00e4ngig sind. Eine wichtige Rolle spielen das Alter zur Zeit des Beginns der Kriminalisierung (erster Kontakt mit den Instanzen, erste Verurteilung, erste Internierung), der Zeitraum zwischen erster Auff\u00e4lligkeit und erster Internierung und der Zeitpunkt der aktuellen Verurteilung. Als instanzenabh\u00e4ngige Variablen stehen die Art der ersten Verurteilung, die Anzahl der Vorstrafen, die Delikte der Vorverurteilungen ( in erster Linie Diebstahl) und die Art der aktuellen Sanktion (Ma\u00dfnahmevollzug) in engem Zusammenhang mit der Auspr\u00e4gung einer kriminellen Karriere.<\/p>\n\n\n\n<p>60 % der Varianz der abh\u00e4ngigen Variablen (gesamte Internierungsdauer, Tabelle 8, und Grad der Kriminalisierung, Tabelle 9, beide am Schlu\u00df des Kapitels) werden durch Ereignisse und Merkmale erkl\u00e4rt, die zeitlich vor der aktuellen Verurteilung liegen, die H\u00e4lfte dieser Varianz von instanzenunabh\u00e4ngigen Merkmalen der Strafgefangenen. Die Merkmale der aktuellen Verurteilung erkl\u00e4ren nur 10 % zus\u00e4tzlicher Varianz, w\u00e4hrend 30 % unerkl\u00e4rt bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesen Ergebnissen l\u00e4\u00dft sich schlie\u00dfen, da\u00df die Art der einzelnen, aktuellen Verurteilung nur wenig zur Auspr\u00e4gung der Karriere im Sinne h\u00e4ufiger und langdauernder Freiheitsstrafen beitr\u00e4gt, w\u00e4hrend Zeitpunkt und Art der ersten Verurteilung sowie die instanzenunabh\u00e4ngigen sozio\u00f6konomischen Merkmale eine zentrale Rolle spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Thesenzusammenh\u00e4nge der interaktionistischen Kriminalsoziologie und der Theorie der Klassenjustiz ist die Analyse der Zusammenh\u00e4nge und Einfl\u00fcsse der instanzenunabh\u00e4ngigen Variablen auf den Kriminalisierungsproze\u00df wichtig. Der sozio\u00f6konomische Status des Strafgefangenen, Internierung und Status der Eltern korrelieren deutlich mit Grad der Kriminalisierung und gesamter Internierungsdauer. Sobald jedoch die instanzenabh\u00e4ngigen Kriminalisierungsereignisse in die Regressionsanalyse miteinbezogen sind, werden die erw\u00e4hnten Variablen ausgeschieden, sie erkl\u00e4ren also im Verh\u00e4ltnis zu den Kriminalisierungsereignissen keine zus\u00e4tzliche Varianz. Aus diesem Grunde kann Klassenjustiz und die damit zusammenh\u00e4ngende schichtspezifische Selektion ideologisch verdeckt werden: Der Richter scheint nicht deshalb jemanden als Kriminellen zu definieren oder h\u00e4rter zu bestrafen, weil er aus niederen Schichten stammt oder weil schon seine Eltern interniert waren, sondern weil er schon fr\u00fch auff\u00e4llig wurde, weil er schon einmal im Gef\u00e4ngnis sa\u00df und weil er ein \u201etypisches&#8220; Vorstrafenregister aufweist. Da\u00df alle diese Merkmale mit der Klassenzugeh\u00f6rigkeit korrelieren, mu\u00df innerhalb der richterlichen Argumentationsstruktur nicht weiter beachtet werden (16).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer interessanter Punkt ist die Bedeutung der Delikte in der kriminellen Karriere. Nicht Vorverurteilungen wegen Gewaltdelikten wie absichtliche T\u00f6tung, Vergewaltigung und K\u00f6rperverletzung f\u00f6rdern die weitere Kriminalisierung, sondern Eigentumsdelikte und darunter in erster Linie das geringf\u00fcgigste, n\u00e4mlich Diebstahl, gefolgt von Betrug und Raub. Auch Delikte gegen die Staatsgewalt sind typisch f\u00fcr die kriminelle Karriere. \u00c4hnlich sieht es bei den Delikten der aktuellen Verurteilung aus: Zu einem besonders hohen Grad der Kriminalisierung f\u00fchrt haupts\u00e4chlich Diebstahl und erst in zweiter Linie T\u00f6tung und Raub. Vergewaltigung spielt kaum eine Rolle und Verkehrsdelikte korrelieren negativ.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Ergebnisse sind ein weiterer Beweis f\u00fcr die zentrale Bedeutung der Eigentumsnormen und deren Sanktionierung im Strafjustizsystem. Ansonsten ist die Art der Delikte von untergeordneter Bedeutung, wesentlich ist die Kriminalisierung an und f\u00fcr sich, die im Kern allerdings auf Eigentumskriminalit\u00e4t beruht.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Bereich der kriminellen Karriere lassen sich beide angesprochenen Thesenzusammenh\u00e4nge best\u00e4tigen. Sowohl Art und Umst\u00e4nde der ersten Kriminalisierung und der weiteren Kriminalisierungsereignisse wie auch die sozio\u00f6konomischen Merkmale bestimmen die kriminelle Karriere. L\u00e4ngerdauernden Freiheitsstrafen sind vor allem Jugendliche, Unterschichtsangeh\u00f6rige und Z\u00f6glinge von privaten und \u00f6ffentlichen Heimen ausgesetzt. W\u00e4hrend sich bei einer einmaligen Verurteilung die Klassenmerkmale (bzw. der sozio\u00f6konomische Status) kaum in der H\u00f6he des Strafma\u00dfes niederschlagen, treten sie bei andauernder Karriere und wiederholter Verurteilung um so deutlicher hervor.<\/p>\n\n\n\n<p>Tabelle 8 Regressionsanalyse der gesamten Internierungsdauer<\/p>\n\n\n\n<p>Tabelle 9 Regressionsanalyse des Grades der Kriminalisierung (18)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6<\/strong><strong> SCHLUSSBEMERKUNGEN<\/strong><strong>UND<\/strong><strong>KONSEQUENZEN<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die vorliegende Arbeit soll zwei kriminalsoziologische Thesenzusammenh\u00e4nge empirisch erhellen. Wenden wir uns zuerst der Frage der Klassenjustiz zu. Dabei geht es nicht um den Vorwurf gegen\u00fcber den Instanzen sozialer Kontrolle, bewu\u00dft bei ihrer T\u00e4tigkeit Unterschichtsangeh\u00f6rige zu benachteiligen oder Repression auszu\u00fcben:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch bin nicht der Auffassung, da\u00df die Richter etwa bewu\u00dft und b\u00f6swillig das Recht beugen. Gewi\u00df gibt es auch solche Richter. Diese besch\u00e4ftigen uns nicht, denn nicht die Ausnahmen verbrecherischer Individuen, sondern die Regel, der Klassencharakter des Richters, ist sozial bedeutsam. Die Richter handeln im allgemeinen nach bestem Wissen, aber beim besten Willen k\u00f6nnen sie nichts anderes als Klassenjustiz aus\u00fcben. Sie k\u00f6nnen den Tatbestand nicht richtig erfassen. Sie verstehen alles anders, es gewinnt in ihren Augen alles eine andere Bedeutung.\u201c (Liebknecht, 1907, S. 39)<\/p>\n\n\n\n<p>Liebknechts Bestimmungsmerkmale der Klassenjustiz (vgl. Liebknecht, 1907, S. 38 ff) lassen sich anhand unseres empirischen Materials nicht ohne weiteres verifizieren oder falsifizieren. Die unterschiedliche Behandlung von Arbeitern und Besitzb\u00fcrgern, die sich gegen den Angeklagten wendende Unterschiedlichkeit des kulturellen und \u00f6konomischen Hintergrundes von Richter und Angeklagtem und die Auslegung der Gesetze im Sinne der Klasseninteressen finden ihre Entsprechung in den vorliegenden Daten: Die Unterschichtsangeh\u00f6rigen, besonders die sozial Deklassierten, sind im Gef\u00e4ngnis \u00fcbervertreten und Unterschichtszugeh\u00f6rigkeit f\u00f6rdert die Zuschreibung kriminellen Verhaltens und die kriminelle Karriere. Die zentrale Bedeutung der Verurteilungen wegen Verletzung der Eigentumsnormen, speziell der Eigentumsdelikte mit geringer Schadenssumme ist ein Hinweis auf die Wirksamkeit von Klasseninteressen bei der Zuschreibung kriminellen Verhaltens. Eine besondere H\u00e4rte der Strafen gegen politisch und sozial Mi\u00dfliebige konnte nicht festgestellt werden, zumal es im Datensatz keine zuverl\u00e4ssigen Informationen dar\u00fcber gibt, ob ein Verurteilter politisch oder sozial mi\u00dfliebig sei. Fest steht jedoch, da\u00df Unterschichtsangeh\u00f6rige mit einer l\u00e4nger dauernden kriminellen Karriere zu rechnen haben und ihre Gesamtinternierungsdauer h\u00f6her ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Thesenzusammenh\u00e4nge der interaktionistischen Kriminalsoziologie k\u00f6nnen im allgemeinen best\u00e4tigt werden. Personen, denen schon fr\u00fcher kriminelles Verhalten zugeschrieben wurde, sind f\u00fcr weitere Zuschreibungen anf\u00e4lliger. Unterschichtsangeh\u00f6rige und Jugendliche werden eher ohne vorg\u00e4ngige Kriminalisierung zu Freiheitsstrafen verurteilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen von sozialen und historischen Rahmenbedingungen abweichenden Verhaltens (vgl. z.B. Ahlheim u.a., 1971, S. 13 &#8211; 66) lassen sich die Auswahlkriterien bei der Zuschreibung von Kriminalit\u00e4t, wie Chambliss (1969) festgestellt hat, auf Kriminalisierungsstrategien zur\u00fcckf\u00fchren: Die Aktivit\u00e4ten der Instanzen sozialer Kontrolle sind daraufhin angelegt, die Maximierung der institutionellen Belohnung und die Minimierung der institutionellen Belastung zur Folge zu haben. Dieses generelle Prinzip spiegelt sich darin wieder, da\u00df in der Anwendung des Strafrechts diejenigen Personen verhaftet, angeklagt und verurteilt werden, die die kleinste Belohnung bei der Nichtdurchsetzung der Gesetze versprechen und deren Kriminalisierung m\u00f6glich ist, ohne da\u00df irgend eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Belastung f\u00fcr die Institutionen entsteht, die das Rechtssystem umfa\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits k\u00f6nnen die vorliegenden Ergebnisse die interaktionistische These nicht best\u00e4tigen, da\u00df allein die Analyse der Vorgehensweise der Instanzen sozialer Kontrolle das Ph\u00e4nomen Kriminalit\u00e4t ad\u00e4quat erkl\u00e4ren k\u00f6nnte, bzw. da\u00df allein das Handeln der Instanzen kriminelle Karrieren verursacht. Zwar sind sie verantwortlich f\u00fcr die Ausgestaltung krimineller Karrieren in der Form von langdauernden und wiederholten Gef\u00e4ngnisaufenthalten, doch folgen ihre Kriminalisierungsstrategien der Interpretation von Sachverhalten, die auf ganz bestimmten \u00f6konomischen und sozialen Verh\u00e4ltnissen und individuellen Probleml\u00f6sungsversuchen beruhen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht nur Tatsache, da\u00df Arbeitslosen eher ein Diebstahl zugeschrieben wird als Bankdirektoren, sondern auch, da\u00df sich Bankdirektoren seltener als Arbeitslose in Situationen befinden, die als Diebstahl bezeichnet werden k\u00f6nnten. Bankdirektoren w\u00e4ren zwar eher als Arbeitslose in Gefahr, aufgrund ihrer T\u00e4tigkeit als Wirtschaftskriminelle bezeichnet zu werden, doch sind sie seltener Zielobjekt der Instanzen sozialer Kontrolle. Nur so ist es zu erkl\u00e4ren, da\u00df sich kaum eigentliche Wirtschaftskriminelle im Gef\u00e4ngnis befinden, daf\u00fcr massenhaft Kleinkreditbetr\u00fcger mit Vorstrafen, vor allem mit Diebstahlsvorstrafen. Auch die Durchsetzung weniger schichtspezifischer Strafrechtsnormen wie Sexualverbrechen oder T\u00f6tung trifft zumeist Unterschichtsangeh\u00f6rige, die schlie\u00dflich ins Gef\u00e4ngnis eingewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Grundlage dieser Erkenntnisse kann eine sich als emanzipatorisch und gesellschaftlich verantwortlich verstehende Wissenschaft nur auf die Aufl\u00f6sung der Institution Gef\u00e4ngnis hinarbeiten (1) ohne jedoch deren soziale und \u00f6konomischen Gr\u00fcnde und die Verh\u00e4ltnisse der von ihr Betroffenen. aus den Augen zu verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p>1 Auf der rechtstheoretisch-philosophischen Ebene wird diese Forderung von Arno Plack erhoben, politisch sind die Aktivit\u00e4ten des Norwegischen Vereins f\u00fcr Kriminalreform (KROM) und dessen Nachfolgeorganisationen im angels\u00e4chsischen Raum (PROF) beispielhaft. Die Politik von KROM beruht auf den rechtssoziologischen Arbeiten von Mathiesen (1974) (vgl. dazu Papendorf, 1977 und Mathiesen, 1981).<\/p>\n\n\n\n<p>96<\/p>\n\n\n\n<p>Endnoten<\/p>\n\n\n\n<p>1 vgl. dazu z.B. Sch\u00fcler-Springorum, 1982 und Feest\/Lautmann, 1971<\/p>\n\n\n\n<p>2 Geschlecht: m\u00e4nnlich (0), weiblich (1)<\/p>\n\n\n\n<p>3 Nationalit\u00e4t: Inl\u00e4nder (0), Ausl\u00e4nder (1)<\/p>\n\n\n\n<p>4 Ausbildung und Beruf dienten als Grundlage f\u00fcr die Errechnung des sozio\u00f6konomischen Status. In dieser Tabelle wurde der Korrelationskoeffizient Gamma verwendet. Koeffizienten, die betragsm\u00e4\u00dfig h\u00f6her als 0,06 liegen sind signifikant auf dem 95 % &#8211; Niveau. Negatives Vorzeichen zeigt einen negativen Zusammenhang auf: Je h\u00f6her A desto niedriger B bzw. je niedriger A desto h\u00f6her B. Kein Vorzeichen bedeutet einen positiven Zusammenhang: Je h\u00f6her A desto h\u00f6her B bzw. je niedriger A desto niedriger B (siehe auch im statistischen Anhang)<\/p>\n\n\n\n<p>5 Bei der Kontrolle des Einflusses s\u00e4mtlicher Deliktsgruppen (partielle Korrelation) ist r(p) = -0,186, bei Kontrolle von Betrug r (p) = 0,211.<\/p>\n\n\n\n<p>6 Kein Elternteil interniert (0), ein Elternteil (1), beide Eltern (2)<\/p>\n\n\n\n<p>7 Nationalit\u00e4t: Inl\u00e4nder (0), Ausl\u00e4nder (1)<\/p>\n\n\n\n<p>8 Die erkl\u00e4rte Varianz in % entspricht dem Determinationskoeffizienten r2 in der multiplen Regressionsgleichung<\/p>\n\n\n\n<p>9 Geschlecht: m\u00e4nnlich (0), weiblich (1)<\/p>\n\n\n\n<p>10 Die erste Zahl ist Pearson&#8217;s Korrelationskoeffizient r (bzw. GAMMA), in Klammern der partielle Korrelationskoeffizient rpart.<\/p>\n\n\n\n<p>11 AEKI<\/p>\n\n\n\n<p>12 PHI positiv<\/p>\n\n\n\n<p>13 PHI negativ<\/p>\n\n\n\n<p>14 Angewendet wurde die Methode der schrittweisen Regression. Da bei gelangen die unabh\u00e4ngigen Variabeln einzeln in die Regressionsgleichung und nach jedem Schritt wird \u00fcberpr\u00fcft, ob die Variablen in der Regressionsgleichung noch einen signifikanten Zuwachs an Varianz ergeben. Ist dies nicht der Fall, schlie\u00dft das Rechenprogramm diese Variablen wieder aus. Dieser Vorgang wird in der Tabelle mit \u201e-\u201c gekennzeichnet. Die Reihenfolge des Einschlusses der Variablen habe ich so gesteuert, da\u00df zeitlich weiter zur\u00fcckliegende (z.B. Geschlecht, Erziehungsheimaufenthalt, Status) vor den sp\u00e4teren (aktuelle Deliktsgruppe, Untersuchungshaft, Massnahmenvollzug) eingef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>15 Zur Vorgehensweise siehe Fu\u00dfnote 14<\/p>\n\n\n\n<p>AEV: Alter zur Zeit der ersten Verurteilung<\/p>\n\n\n\n<p>AAV: Alter zur Zeit der aktuellen Verurteilung<\/p>\n\n\n\n<p>Zu beachten ist, da\u00df der Determinationskoeffizient r2 hier einen bedeutend h\u00f6heren Wert annimmt als in der vorhergehenden Regression, obwohl die Zahl. der unabh\u00e4ngigen Variablen kleiner ist, da die Spezifizierung nach weiteren Deliktsgruppen der aktuellen Verurteilung nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>16 Es sollen hier keine Kausalit\u00e4ten f\u00fcr eine strafrechtliche Verurteilung aufgelistet werden, sondern nur m\u00f6gliche Argumente des Richters f\u00fcr die Legitimation eines Freiheitsentzugs.<\/p>\n\n\n\n<p>17 Auch hier wurde die Methode der schrittweisen Regression angewendet. Wegen Multikollinearit\u00e4tsproblemen konnten die Variablen Dauer des Aufenthaltes in Erziehungsanstalten, Dauer der Vorinternierungen und Dauer der aktuellen Verurteilung nicht in die Analyse miteinbezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>AEK: Alter zur Zeit des ersten Kontaktes mit den Instanzen<\/p>\n\n\n\n<p>AAV: Alter zur Zeit der aktuellen Verurteilung<\/p>\n\n\n\n<p>18 Wegen Multikollinearit\u00e4tsproblemen konnten die Variablen Dauer des Aufenthaltes in Erziehungsanstalten, Dauer der Vorinternierungen, Dauer der aktuellen Verurteilung, Dauer der Gesamtinternierungen und Alter zur Zeit der aktuellen Verurteilung nicht in die Analyse miteinbezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>AEI: Alter zur Zeit der ersten Internierung AEV: Alter zur Zeit der ersten Verurteilung<\/p>\n\n\n\n<p>KBI: Zeitspanne zwischen erstem Kontakt mit den Instanzen sozialer Kontrolle und erster Internierung<\/p>\n\n\n\n<p><strong>ZITIERTE UND WEITERF\u00dcHRENDE LITERATUR<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>AHLHEIM, Rose u. a. (AUTORENKOLLEKTIV): Gefesselte Jugend. F\u00fcrsorgeerziehung im Kapitalismus, Frankfurt\/M, 1971<\/p>\n\n\n\n<p>AKERS, Ronald L.: Socio-Economic Status and Delinquent Behaviour, in Journal of Research in Crime and Delinquency 1964, S. 38-46<\/p>\n\n\n\n<p>ALBRECHT, Peter-Alexis \/ LAMNEK, Siegfried: Jugendkriminalit\u00e4t im Zerrbild der Statistik. Eine Analyse von Daten und Entwicklungen, M\u00fcnchen 1979<\/p>\n\n\n\n<p>ARBEITSGRUPPE BIELEFELDER SOZIOLOGEN (Hg.): Alltagswissen, Interaktion und gesellschaftliche Wirklichkeit, Bd. 1, Reinbek 1973<\/p>\n\n\n\n<p>ARBEITSKREIS JUNGER KRIMINOLOGEN (Hg.): Kritische Kriminologie. Positionen, Kontroversen und Perspektiven, M\u00fcnchen 1974<\/p>\n\n\n\n<p>BASAGLIA, Franco\/BASAGLIA-ONGARO, Franca: Die Wissenschaft und die Kriminalisierung der Bed\u00fcrfnisse, in BASAGLIA (Hg.): Befriedigungsverbrechen, Frankfurt\/M 1980, S. 54 \u2013 62 (Crimini di pace, Torino 1975)<\/p>\n\n\n\n<p>BAURMANN, Michael \/ HOFFERBERT Michael: B\u00fcrgerliche und marxistische Kriminologie, in ARBEITSKREIS JUNGER KRIMINOLOGEN (Hg.): Kritische Kriminologie, aaO. 1974, S. 158 &#8211; 189<\/p>\n\n\n\n<p>BECKER, Howard S.: Outsiders. Studies in the Sociology of Deviance, New York\/London 1963 (deutsch: Au\u00dfenseiter, Frankfurt\/M 1973)<\/p>\n\n\n\n<p>BECKER, Howard S. (ed.): The Other Side. Perspectives an Deviance, New York\/London 1964<\/p>\n\n\n\n<p>BENNHOLD, Martin: Diebstahls- und Wirtschaftskriminalit\u00e4t, in Krim. J. 1972, S. 161 &#8211; 180<\/p>\n\n\n\n<p>BERCKHAUER, Friedrich Helmut: Warnung da vor, Marx im Sack zu kaufen, in Krim. J. 1972, S. 299 f<\/p>\n\n\n\n<p>BERCKHAUER, Friedrich Helmut: Die Strafverfolgung bei schweren Wirtschaftsdelikten, Freiburg 1981<\/p>\n\n\n\n<p>BERGER, Peter L. \/ LUCKMANN, Thomas: The Social Construction of Reality, New York 1967<\/p>\n\n\n\n<p>BERNOULLI, Andreas: Die Anstalten von Bellechasse FR. Der schweizerische Strafvollzug Bd. 10, Aarau\/Frankfurt\/M 1980<\/p>\n\n\n\n<p>BIERBAUM, Christiane u. a. : Ende der Illusionen? Bewu\u00dftseinsver\u00e4nderungen in der Wirtschaftskrise, Frankfurt\/M 1977<\/p>\n\n\n\n<p>BISCHOFF, Joachim (Hg.): Die Klassenstruktur der BRD, 3. A., Hamburg 1980<\/p>\n\n\n\n<p>BITTNER, Egon: Police Discretion in Emergency Apprehension Mentally Ill Persons, in Social Problems 1967, S. 278-292<\/p>\n\n\n\n<p>BLANKENBURG, Erhard: Die Selektivit\u00e4t rechtlicher Sanktionen, Mannheim 1968<\/p>\n\n\n\n<p>BLANKENBURG, Erhard: Die Staatsanwaltschaft im Proze\u00df sozialer Kontrolle, in Krim. J. 1973, S. 181 &#8211; 196<\/p>\n\n\n\n<p>BLANKENBURG, Erhard\/SESSAR, Klaus\/STEFFEN, Wiebke: Die Schichtverteilung der (Eigentums- und Verm\u00f6gens-) Kriminalit\u00e4t: Eine Willk\u00fcr der Instanzen? in Krim. J. 1975, S. 36-47<\/p>\n\n\n\n<p>BLANKENBURG, Erhard\/STEINERT, Heinz\/TREIBER, Hubert: Empirische Rechtssoziologie und Strafrechtsdogmatik, in Kritische Justiz 1977, S. 126 &#8211; 146<\/p>\n\n\n\n<p>BLANKENBURG, Erhard\/SESSAR, Klaus\/STEFFEN, Wiebke: Die Staatsanwaltschaft im Proze\u00df strafrechtlicher Sozialkontrolle, Berlin 1978<\/p>\n\n\n\n<p>BLASIUS, Dirk: B\u00fcrgerliche Gesellschaft und Kriminalit\u00e4t, G\u00f6ttingen 1976<\/p>\n\n\n\n<p>BLASIUS, Dirk: Kriminalit\u00e4t und Alltag. Zur Konfliktgeschichte des Alltagslebens im 19. Jahrhundert, G\u00f6ttingen 1978<\/p>\n\n\n\n<p>BOHNSACK, Ralph\/SCH\u00dcTZE, Fritz: Die Selektionsverfahren der Polizei in ihrer Beziehung zur Handlungskompetenz der Tatverd\u00e4chtigen, in Krim. J. 1973, S. 270 &#8211; 290<\/p>\n\n\n\n<p>BOLTE, Karl Martin\/KAPPE, D.\/NEIDHART, F: Soziale Schichtung, Opladen 1966<\/p>\n\n\n\n<p>BOLTE, Karl Martin u.a.: Beruf und Gesellschaft in Deutschland, Opladen 1974<\/p>\n\n\n\n<p>BORDUA, David J.: The Police. Six Sociological Essays, New York 1967<\/p>\n\n\n\n<p>BROOM, Leonard\/JONES, F. Lancaster: Problematics in Stratum Consistency and Stratum Formation: An Australian Example, in AJS (82.2) 1977, S. 808 &#8211; 825<\/p>\n\n\n\n<p>BRUSTEN, Manfred: Determinanten selektiver Sanktionierung durch die Polizei, in FEEST\/LAUTMANN, aaO. 1971, S. 31- 70<\/p>\n\n\n\n<p>BRUSTEN, Manfred: Soziale Schichtung, selbstberichtete Delinquenz und Prozesse der Stigmatisierung in der Schule, in Krim. J. 1974, S. 29 &#8211; 46<\/p>\n\n\n\n<p>BUCKNER, Taylor H.: Transformation of Reality in the Legal Process, Boston 1968<\/p>\n\n\n\n<p>BUCKNER, Taylor H.: Deviance, Reality, and Change, New York 1971<\/p>\n\n\n\n<p>BURT, Cyrill: The Young Delinquents, London 1960<\/p>\n\n\n\n<p>CHAMBLISS, William J.: Crime and Legal Process, New York 1969 CHRISTIE, Nils: Youth as Crime Generating Problem, in Neue Perspektiven, aaO. 1975, S. 95 &#8211; 104<\/p>\n\n\n\n<p>CICOUREL, Aaron V.: The Social Organisation of Juvenile Justice, New York\/London\/Sidney 1968<\/p>\n\n\n\n<p>CICOUREL, Aaron V.: Methode und Messung in der Soziologie, Frankfurt\/M 1970a<\/p>\n\n\n\n<p>CICOUREL, Aaron V.: The Acquisition of Social Structure, in DOUGLAS (ed.), aaO. 1970b, S. 136 &#8211; 168<\/p>\n\n\n\n<p>CICOUREL, Aaron V.: Basic and\u00b7 Normative Rules in the Negotiation of Status and Role, in SUDNOW (ed.): Studies in Social Interaction, New York 1972a S. 229 &#8211; 258 (deutsch: Basisregeln &#8230; , in Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen, aaO. 1973, S. 147- 188)<\/p>\n\n\n\n<p>CICOUREL, Aaron V. : Sprache in der sozialen Interaktion, M\u00fcnchen 1975<\/p>\n\n\n\n<p>CLARK, John\/WENNINGER, Eugene P.: Socio-Economic Class and Area<\/p>\n\n\n\n<p>as Correlates of Illegal Behaviour Among Juveniles, in ASR (27) 1962, S. 626 &#8211; 634<\/p>\n\n\n\n<p>CLOWARD, Richard H.\/OHLIN, Lloyd E.: Delinquency and Opportunity. A Theory of Delinquent Gangs, New York 1960<\/p>\n\n\n\n<p>COLLINS, Randall: Functional and Conflict Theories of Educational Stratification, in ASR ( 36) 1971, S. 1002 &#8211; 1019<\/p>\n\n\n\n<p>D\u00c4UBLER, Wolfgang: Das soziale Ideal des Bundesarbeitsgerichts, Frankfurt\/M. \/K\u00f6ln 1975<\/p>\n\n\n\n<p>DANZIGER, Rainer \/ JESCHEK, Peter \/ EGGER, Josef: Der Weg ins Gef\u00e4ngnis, Weinheim\/Basel 1979<\/p>\n\n\n\n<p>DENTLER, Robert A.\/MONROE, Lawrence J.: Social Correlation of Early Adolescent Theft, in ASR (26) 1961, S. 733 &#8211; 743<\/p>\n\n\n\n<p>DICKENS, Charles: Die Silvesterglocken, Leipzig 1957<\/p>\n\n\n\n<p>DOUGLAS, Jack D. (ed.): Understanding Everyday Life. Toward the Reconstruction of Sociological Knowledge, Chicago 1970<\/p>\n\n\n\n<p>D\u00dcRKOP, Marlis\/HARDTMANN, Gertrud: Frauenkriminalit\u00e4t, in Kritische Justiz 1974, S. 219 &#8211; 236<\/p>\n\n\n\n<p>D\u00dcRKOP, Marlis: Der Angeklagte.Eine sozialpsychologische Studie zum Verhalten vor Gericht, M\u00fcnchen 1977<\/p>\n\n\n\n<p>D\u00dcRKOP, Marlis (Hg.): Frauen im Gef\u00e4ngnis, Frankfurt\/M 1976a<\/p>\n\n\n\n<p>D\u00dcRKOP, Marlis: &#8222;So kaput kannst du gar nicht sein, bis die etwas<\/p>\n\n\n\n<p>positives machen w\u00fcrden.&#8220; Methodologisches zu empirischen Untersuchungen im Strafvollzug, in Krim. J. 1976, S. 153 &#8211; 156 (1976b)<\/p>\n\n\n\n<p>D\u00dcRKOP, Marlis: Frauen als Terroristen. Zur Besinnung auf das soziologische Paradigma, in Krim. J. 1976, S. 264 &#8211; 260 (1976c)<\/p>\n\n\n\n<p>D\u00dcRKOP, Marlis \/ GIPSER, Dietlinde: M\u00e4nner und Frauen als Interpreten abweichenden Verhaltens, in Krim. J. 1976, S. 241 &#8211; 247<\/p>\n\n\n\n<p>DURKHEIM, Emile:Die Regeln der soziologischen Methode, 2. A, Neuwied 1965 (Les R\u00e8gles de la methode sociologique, Paris 1919)<\/p>\n\n\n\n<p>DURKHEIM, Emile: Erziehung, Moral und Gesellschaft, Neuwied\/Darmstadt 1973a (L&#8217;education morale, Paris 1903)<\/p>\n\n\n\n<p>DURKHEIM, Emile: Der Selbstmord, Neuwied\/Berlin 1973b (Le suicide, Paris 1960)<\/p>\n\n\n\n<p>EMPEY, La Mar Taylor \/ ERICKSON, Maynard L.: Hidden Delinquency and Social Status, in Social Forces (45) 1966, S. 546 &#8211; 554<\/p>\n\n\n\n<p>ERICKSON, Maynard L. \/ EMPEY, La Mar Taylor: Class Position, Peers and Delinquency, in Sociology and Social Research 1965, S. 266 &#8211; 262<\/p>\n\n\n\n<p>ERIKSON, Kai T.: Wayward Puritans. A Study in the Sociology of Deviance, New York\/London\/Sydney 1966<\/p>\n\n\n\n<p>FEEST, Johannes\/LAUTMANN, R\u00fcdiger: Die Polizei, Opladen 1971<\/p>\n\n\n\n<p>FEEST, Johannes: Die Situation des Verdachts, in FEEST\/LAUTMANN, aaO. 1971, S. 71 &#8211; 92<\/p>\n\n\n\n<p>FEEST, Johannes\/BLANKENBURG, Erhard: Die Definitionsmacht der Polizei, D\u00fcsseldorf 1972<\/p>\n\n\n\n<p>FEYERABEND, Paul K. : Die Wissenschaften in einer freien Gesellschaft, in Zimmerli (Hg.): Wissenschaftskrise und Wissenschaftskritik, Basel\/Stuttgart 1974, S. 107 &#8211; 119<\/p>\n\n\n\n<p>FISCHER, Henning: Zur Labeling-Approach-Diskussion in der BRD, soziologische Diplomarbeit, Berlin 1977<\/p>\n\n\n\n<p>FOUCAULT, Michel: Wahnsinn und Gesellschaft, Frankfurt\/M 1969 (Histoire de la folie a l&#8217;\u00e2ge classique, Paris 1961)<\/p>\n\n\n\n<p>FOUCAULT, Michel: \u00dcberwachen und Strafen, Frankfurt\/M 1976a (Surveiller et punir. La naissance de la prison, Paris 1975)<\/p>\n\n\n\n<p>FOUCAULT, Michel: Mikrophysik der Macht. \u00dcber Strafjustiz, Psychiatrie und Medizin, Berlin 1976b<\/p>\n\n\n\n<p>FR\u00c4NKEL, Ernst: Zur Soziologie der Klassenjustiz, Berlin 1927<\/p>\n\n\n\n<p>FURTH, Peter \/GREFFRATH, Mathias: Soziologische Positionen. Interviews und Kommentare, Frankfurt\/M 1977<\/p>\n\n\n\n<p>GARFINKEL, Harold: Conditions of Successfull Degradation Ceremonies, in AJS (61) 1956, S. 420 &#8211; 424<\/p>\n\n\n\n<p>GARFINKEL, Harold: Das Alltagswissen \u00fcber soziale und innerhalb sozialer Strukturen, in ARBEITSGRUPPE BIELEFELDER SOZIOLOGEN,<\/p>\n\n\n\n<p>aaO. 1973, S. 189 &#8211; 214<\/p>\n\n\n\n<p>GARFINKEL, Harold\/SACKS, Harvey: \u00dcber formale Strukturen praktischen Handelns, in WEINGARTEN\/SACK\/SCHENKEIN (Hg.), aaO. 1976,<\/p>\n\n\n\n<p>S. 130 &#8211; 176<\/p>\n\n\n\n<p>GENSER-DITTMANN, Ute: Richterliche Urteilsbildung in Jugendgerichtsprozessen, in Krim. J. 1972, S. 120 &#8211; 126<\/p>\n\n\n\n<p>GENSER-DITTMANN, Ute: Ungeregelte Lebensf\u00fchrung als Strafzumessungsgrund? in Krim. J. 1975, S. 28 &#8211; 35<\/p>\n\n\n\n<p>GIBBONS, Don C.: Crime and Punishment. A Study in Social Attitudes, in Social Forces ( 47) 1969, S. 391 &#8211; 397<\/p>\n\n\n\n<p>GIDDENS, Anthony: New Rules of Sociological Method, London 1976<\/p>\n\n\n\n<p>GILLIG, Volker: Staatsanwaltschaftliche Ermittlungst\u00e4tigkeit und staatsanwaltschaftliche Selektionskriterien bei geringwertigen Ladendiebstahlsverfahren, in Krim. J. 1976, S. 205 &#8211; 213 (1976a)<\/p>\n\n\n\n<p>GILLIG, Volker: Soziologische Dimensionen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungst\u00e4tigkeit und Sanktionskriterien bei geringwertigen Ladendiebstahlsverfahren, Dissertation Frankfurt\/M 1976b<\/p>\n\n\n\n<p>GIPSER, Dietlinde: Devianz als Probleml\u00f6sung. \u00dcberlegungen zur Erkl\u00e4rung frauenspezifischen Probleml\u00f6sungsverhaltens, in Krim. J. 1978, s. 305 &#8211; 307<\/p>\n\n\n\n<p>GLUECK, Sheldon und Eleanor: Unraveling Juvenile Delinquency, New York 1950<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00d6PPINGER, Hans: Kriminologie, 3. A., M\u00fcnchen 1976<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00d6SSNER, Rolf\/HERZOG, Uwe: Der Apparat. Ermittlungen in Sachen Polizei, K\u00f6ln 1982<\/p>\n\n\n\n<p>GOFFMAN, Erving: Encounters, Indianapolis 1961<\/p>\n\n\n\n<p>GOFFMAN, Erving: Stigma. \u00dcber die Techniken der Bew\u00e4ltigung besch\u00e4digter Identit\u00e4t, Frankfurt\/M 1967<\/p>\n\n\n\n<p>GOFFMAN, Erving: Asyle. \u00dcber die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen, Frankfurt\/M 1972<\/p>\n\n\n\n<p>GOLD, Martin: Undetected Delinquent Behaviour, in Journal of Research in Crime and Delinquency 1966, S. 27 &#8211; 46<\/p>\n\n\n\n<p>GOVE, Walter R.: The Labeling of Deviance: Evaluating a Perspective, New York 1975<\/p>\n\n\n\n<p>HAFERKAMP, Hans: Kriminalit\u00e4t ist normal, Stuttgart 1972<\/p>\n\n\n\n<p>HAFERKAMP, Hans: Soziale Lage und kriminelles Handeln, in Krim. J. 1974, 171 &#8211; 181<\/p>\n\n\n\n<p>HAFERKAMP, Hans: Kriminelle Karrieren. Handlungstheorie, Teilnehmende Beobachtung und Soziologie krimineller Prozesse, Reinbek 1975a<\/p>\n\n\n\n<p>HAFERKAMP, Hans: Zur Schichtverteilung der Kriminalisierung. Eine Erwiderung auf Blankenburg, Sessar und Steffen, in Krim. J. 1975, S. 48 &#8211; 53 (l975b) .<\/p>\n\n\n\n<p>HAFERKAMP, Hans: Mittelschichtsinterne Sozialkontrolle und Legitimation von Unterschichtskriminalisierung &#8211; Zur Funktion der Erziehungsberatung in der BRD, in Krim. J. 1977, S. 161 &#8211; 174<\/p>\n\n\n\n<p>HARDT, Robert H.: Delinquency and Social Class. Studies of Juvenile Deviations for Police Dispositions, Syracuse 1965<\/p>\n\n\n\n<p>HARDWIG, Werner: Die Zurechnung. Ein Zentralproblem des Strafrechts, Hamburg 1957<\/p>\n\n\n\n<p>HARDT, Herbert L. A.: The Ascription of Responsibility and Rights, in A. FLEW: Essays on Logic and Language, Oxford 1951, S. 145- 167<\/p>\n\n\n\n<p>HARDT, Herbert L. A.: Punishment and Responsibility. Essays in the Philosophy of Law, Oxford 1968<\/p>\n\n\n\n<p>HEILAND, Hans-G\u00fcnther: Konjunktur und Eigentumskriminalit\u00e4t. Skizzierung eines theoretischen Bezugsrahmens und M\u00f6glichkeiten der empirischen \u00dcberpr\u00fcfung, in Krim. J. 1977, S. 223- 230<\/p>\n\n\n\n<p>HELLMER, Joachim: Kriminalp\u00e4dagogik, Berlin 1959<\/p>\n\n\n\n<p>HESS, Henner: Kriminelle Karrieren Jugendlicher in einem Armengetto, in Krim. J. 1972, S. 258 &#8211; 271<\/p>\n\n\n\n<p>HESS, Henner: Repressives Verbrechen, in Krim. J. 1976, S. 1 &#8211; 22<\/p>\n\n\n\n<p>HINSCH, Joachim \/ LEIRER, Herbert \/ STEINERT, Heinz: Richter als Diagnostiker, in STEINERT (Hg.), aaO. 1973, S. 124 &#8211; 143<\/p>\n\n\n\n<p>HINSCH, Joachim \/ LEIRER, Herbert \/ STEINERT, Heinz: Wie man sie &#8222;schafft&#8220;- \u00dcber Spezialpr\u00e4vention durch Jugendstrafvollzug, in STEINERT (Hg.), aaO. 1973, S. 157 &#8211; 167<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00d6BBEL, Dieter: Bew\u00e4hrung des statistischen Prognoseverfahrens im Jugendstrafrecht, G\u00f6ttingen 1968<\/p>\n\n\n\n<p>HOLLINGSHEAD, August Belmont de\/REDLICH, Frederick: Social Class and Mental Illness. A Community Study, New York 1958<\/p>\n\n\n\n<p>HOOTON, Ernest A.: Crime and the Man, Cambridge 1933 HOOTON, Ernest A.: The American Criminal, Cambridge 1939<\/p>\n\n\n\n<p>HORNTHAL, Steffen: Analyse psychologischer Merkmale im Ermessen von Polizeibeamten, Dissertation Hamburg 1975<\/p>\n\n\n\n<p>HOROWITZ, Irving L.\/LIEBOWITZ, Martin: Social Deviance and Political Marginality, in Social Problems 1968, S. 280 &#8211; 296<\/p>\n\n\n\n<p>JOHNSON, Weldon T.\/PETERSEN, Robert E.\/WELLS, L. Edward: Arrest Probabilities for Marihuana Users as Indicators of Selective Law Inforcement, in AJS (83) 1978, S. 681 &#8211; 699<\/p>\n\n\n\n<p>JUBELIUS, Werner \/ KLEIN-SCHONNEFELD, Sabine: &#8222;Kriminalit\u00e4t der M\u00e4chtigen&#8220; im Rahmen kriminologischer Theoriebildung &#8211; dargestellt am Beispiel der Sanktionspraxis, in Krim. J. 1977, S. 24 &#8211; 37<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00dcRGENS, Hans W.: Asozialit\u00e4t als biologisches und sozialbiologisches Problem, Stuttgart 1961<\/p>\n\n\n\n<p>KAISER, G\u00fcnther: Kriminologie. Eine Einf\u00fchrung in die Grundlagen, Heidelberg \/ Karlsruhe 1971<\/p>\n\n\n\n<p>KAISER, G\u00fcnther: Strategien und Prozesse strafrechtlicher Sozialkontrolle. Legitimation, Wirklichkeit und Alternativen, Frankfurt\/M 1972<\/p>\n\n\n\n<p>KAISER, G\u00fcnther: Was ist eigentlich kritisch an der &#8222;Kritischen Kriminologie&#8220;? in Festschrift f\u00fcr R. Lange, hg. von G. Warda u.a., New York\/Berlin 1976, S. 521 &#8211; 539<\/p>\n\n\n\n<p>KAUPEN, Wolfgang: Die H\u00fcter von Recht und Ordnung. Die soziale Herkunft, Erziehung und Ausbildung der deutschen Juristen, Neuwied\/ Berlin 1969<\/p>\n\n\n\n<p>KAUPEN, Wolfgang\/VOLKS, Holger\/WERLE, Raimund: Compendium of Results of a Representative Survey among the German Population, K\u00f6ln 1970<\/p>\n\n\n\n<p>KAUPEN, Wolfgang \/ RASEHORN, Theo: Die Justiz zwischen Obrigkeitsstaat und Demokratie, Neuwied\/Berlin 1971<\/p>\n\n\n\n<p>KECKEISEN, Wolfgang: Die gesellschaftliche Definition abweichenden Verhaltens, M\u00fcnchen 1974<\/p>\n\n\n\n<p>KITSUSE, John I.: Social Reaction to Deviant Behaviour: Problem of Theory and Method, in Social Problems 1962, S. 248 &#8211; 256<\/p>\n\n\n\n<p>KLEIN-SCHONNEFELD, Sabine: Frauen und Recht. Zur Konstitution des Rechtsbewu\u00dftseins von Frauen, in Krim. J. 1978, S. 248 &#8211; 263<\/p>\n\n\n\n<p>KLEINING, Gerhard\/MOORE, Harriett: Soziale Selbsteinstufung (SSE). Ein Instrument zur Messung sozialer Schichten, in KZfSS (20) 1968, S. 502 \u2013 552<\/p>\n\n\n\n<p>KOECK, Regine: Das Problem der &#8222;ethnomethodologischen Indifferenz&#8220;, in Soziale Welt 1976, S. 261 &#8211; 277<\/p>\n\n\n\n<p>KOHN, Melvin E.: Class and Conformity, Chicago 1977<\/p>\n\n\n\n<p>KRIZ, J\u00fcrgen: Statistik in den Sozialwissenschaften, Hamburg 1973 K\u00dcHL, J\u00f6rn: Was hei\u00dft &#8222;askriptiv&#8220;? in Krim. J. 1981, S. 214 &#8211; 219 KUHLEN, Lothar: Die Objektivit\u00e4t der Rechtsnormen, Frankfurt\/M 1978<\/p>\n\n\n\n<p>KUHN, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt\/M 1967 (The Structure of Scientific Revolutions, Chicago 1962)<\/p>\n\n\n\n<p>KUNZ, Karl-Ludwig: Das Absehen von der Strafverfolgung bei Bagatelldelinquenz. Empirische Untersuchung zu \u00a7\u00a7 153, 153a der Strafproze\u00dfordnung, in Krim. J. 1979, S. 35 &#8211; 49<\/p>\n\n\n\n<p>KURZEYA; Dietmar: Jugendkriminalit\u00e4t und Verwahrlosung, 4. A., Giessen 1976<\/p>\n\n\n\n<p>LAMNEK, Siegfried: Kriminalit\u00e4tstheorien &#8211; kritisch. Anomie und Labeling im.Vergleich, M\u00fcnchen 1977<\/p>\n\n\n\n<p>LAMNEK, Siegfried: Sozialisation und kriminelle Karriere. Befunde aus empirischen Untersuchungen, in SCH\u00dcLER-SPRINGORUM, aaO. 1982, S. 13 &#8211; 85<\/p>\n\n\n\n<p>LAUTMANN, R\u00fcdiger: Justiz von Innen betrachtet, in Krim. J. 1970, S. 141 &#8211; 160<\/p>\n\n\n\n<p>LAUTMANN, R\u00fcdiger: Soziologie vor den Toren der Jurisprudenz, Stuttgart 1971a<\/p>\n\n\n\n<p>LAUTMANN, R\u00fcdiger: Politische Herrschaft und polizeilicher Zwang, in FEEST \/ LAUTMANN, aaO. 1971, S. 11 &#8211; 30 (1971b)<\/p>\n\n\n\n<p>LAUTMANN, R\u00fcdiger: Justiz &#8211; Die stille Gewalt, Frankfurt\/M 1972<\/p>\n\n\n\n<p>LAUTMANN, R\u00fcdiger\/PETERS, Dorothee: Ungleichheit vor dem Gesetz: Strafjustiz und soziale Schichten, in Vorg\u00e4nge Nr. 1, Weinheim 1973, S. 45 &#8211; 54<\/p>\n\n\n\n<p>LEMERT, Edwin M.: Human Deviance, Social Problem, and Social Control, Englewood Cliffs 1967<\/p>\n\n\n\n<p>LEMERT, Edwin M.: Social Pathology: A Systematic Approach to the Study of Sociopathic Beha viour, New York u.a. 1951<\/p>\n\n\n\n<p>LEMERT, Edwin M.: Paranoia und die Dynamik der Auschliessung, in BASAGLIA u.a.: Die abweichende Mehrheit, Frankfurt\/M 1972, S. 33 &#8211; 60<\/p>\n\n\n\n<p>LIEBKNECHT, Karl: Rechtsstaat und Klassenjustiz (1907), in Gesammelte Reden und Schriften, Bd. 2, Berlin 1960, S. 17 &#8211; 42<\/p>\n\n\n\n<p>LIEBKNECHT, Karl: Gegen die preu\u00dfische Klassenjustiz (1910), in Gesammelte Reden und Schriften, Bd. 3, Berlin 1960, S. 3 &#8211; 35<\/p>\n\n\n\n<p>LIEBKNECHT, Karl: Justiz gegen die Arbeiterklasse (1911), in Gesammelte Reden und Schriften, Bd. 4, Berlin 1961, S. 48 &#8211; 81<\/p>\n\n\n\n<p>LIEBKNECHT, Karl: Gegen Dunkelm\u00e4nnergeist und Klassenjustiz (1914), in Gesammelte Reden und Schriften, Bd. 7, Berlin 1971, S. 49 &#8211; 92<\/p>\n\n\n\n<p>LIEBKNECHT, Karl: Hintergr\u00fcnde der Verhaftung Rosa Luxemburgs (1915), in Gesammelte Reden und Schriften, Bd. 8, Berlin 1966, S. 210 &#8211; 217<\/p>\n\n\n\n<p>LINEBAUGH, Peter: Karl Marx, the Theft of Wood and Working-class Composition, in PLATT\/TAKAGI, aaO. 1981, S. 85 &#8211; 109<\/p>\n\n\n\n<p>LOCKWOOD, David: The blackcoated Worker. A Study in Class Consciousness, London 1958<\/p>\n\n\n\n<p>L\u00d6SEL, Friedrich: Lehrerurteil, implizite Devianztheorie und sei bstberichtete Delinquenz, in Krim. J. 1974, S. 47 &#8211; 60<\/p>\n\n\n\n<p>L\u00d6SEL, Friedrich: Handlungskontrolle und Jugenddelinquenz, Stuttgart 1975<\/p>\n\n\n\n<p>LOMBROSO, Cesare: Der Verbrecher, Hamburg 1890<\/p>\n\n\n\n<p>LOMBROSO, Cesare: Neue Fortschritte in den Verbrechensstudien, Gera 1899<\/p>\n\n\n\n<p>LOMBROSO, Cesare: Die Ursachen und Bek\u00e4mpfung des Verbrechens, Berlin 1902<\/p>\n\n\n\n<p>LUHMANN, Niklas: Rechtssoziologie, Reinbek 1972<\/p>\n\n\n\n<p>LUDWIG, Wolfgang: Mehrfacht\u00e4ter im Kontext gesellschaftlicher Produktion von Jugendkriminalit\u00e4t. Eine Untersuchung anhand von Polizeiakten, in SCH\u00dcLER-SPRINGORUM, aaO. 1982, S. 86 &#8211; 125<\/p>\n\n\n\n<p>MACNAUGHTON-SMITH, Peter: The Second Code: Towards (or away from) an Empirie Theory of Crime and Delinquency, in Journal of Research in Crime and Delinquency 1968, S. 189 &#8211; 197<\/p>\n\n\n\n<p>MACNAUGHTON-SMITH, Peter: Vorstellungen der Bev\u00f6lkerung \u00fcber kriminalisierbare Situationen, in Krim. J. 1974, S. 217- 223<\/p>\n\n\n\n<p>MALINOWSKI, Bronislaw: Sitte und Verbrechen bei den Naturv\u00f6lkern, Wien 1940 (Crime and Custom in Savage Society, London 1926)<\/p>\n\n\n\n<p>MALINOWSKI, Peter: Soziale Kontrolle, Neuwied\/Darmstadt 1975<\/p>\n\n\n\n<p>MARX, Karl: Debatten \u00fcber das Holzdiebstahlsgesetz (1842), in Marx-Engels-Werke, Bd. 1, Berlin 1955, S. 109 &#8211; 147<\/p>\n\n\n\n<p>MARX, Karl: Kritik des Hegelschen Staatsrechts (1843a), in MEW Bd. 1, Berlin 1955, S. 203 &#8211; 333<\/p>\n\n\n\n<p>MARX, Karl: Zur Judenfrage (1843b), in MEW Bd. 1, Berlin 1955, S. 347 &#8211; 377<\/p>\n\n\n\n<p>MARX, Karl: Grundrisse der Kritik der politischen \u00d6konomie (1858), Berlin 1953<\/p>\n\n\n\n<p>MATHIESEN, Thomas: Det uferdige, Oslo 1971<\/p>\n\n\n\n<p>MATHIESEN, Thomas: The Politics of Abolition, Oslo 1974<\/p>\n\n\n\n<p>MATHIESEN, Thomas: \u00fcberwindet die Mauern! Die skandinavische Gefangenenbewegung als Modell politischer Randgruppenarbeit, Neuwied\/Darmstadt 1979<\/p>\n\n\n\n<p>MATHIESEN, Thomas: On Saying &#8222;No&#8220; to the Prison System, in Krim. J. 1981, S. 278 &#8211; 284<\/p>\n\n\n\n<p>MACDONALD, Lynn: Social Class and Delinquency, London 1969<\/p>\n\n\n\n<p>MELOSSI, Dario: The Penal Question in Capital, in PLATT \/TAKAGI, aaO. 1981, S. 187 &#8211; 204<\/p>\n\n\n\n<p>MERTON, Robert K.: Social Theory and Social Structure, New York\/London 1968, enlarged edition, erstmals 1949 (1968a)<\/p>\n\n\n\n<p>MERTON, Robert K.: Sozialstruktur und Anomie, in SACK\/K\u00d6NIG, aaO. 1968, S. 283 &#8211; 314 (1968b)<\/p>\n\n\n\n<p>NEUE PERSPEKTIVEN IN DER KRIMINOLOGIE, Z\u00fcrich 1975<\/p>\n\n\n\n<p>NEUND\u00d6RFER, Ludwig: Die Angestellten. Neuer Versuch einer Standortbestimmung, Stuttgart 1961<\/p>\n\n\n\n<p>NIE, Norman H. u.a.: SPSS. Statistical Package for the Social Sciences, 2. A., New York u.a. 1975<\/p>\n\n\n\n<p>NYE, Ivan F.\/SHORT, James F.\/OLSON, Virgil J.: Socioeconomic Status and Delinquent Beha viour, in AJS ( 63) 1958, S. 381- 389<\/p>\n\n\n\n<p>OEVERMANN, Ulrich: Sprache und soziale Herkunft, Frankfurt\/M 1972<\/p>\n\n\n\n<p>OPP, Karl-Dieter: Kriminalit\u00e4t und Gesellschaftsstruktur, Neuwied\/ Berlin 1968<\/p>\n\n\n\n<p>OPP, Karl-Dieter: Die &#8222;alte&#8220; und die &#8222;neue&#8220; Kriminalsoziologie. Eine kritische Analyse einiger Thesen des labeling approach, in Krim. J. 1972, s. 32 &#8211; 52<\/p>\n\n\n\n<p>ORTNER, Helmut: Strafzeit. Vom Ausgrenzen und Einsperren, Darmstadt 1980<\/p>\n\n\n\n<p>ORTNER, Helmut (Hg.): Freiheit statt Strafe. Pl\u00e4doyers f\u00fcr die Abschaffung der Gef\u00e4ngnisse, Frankfurt\/M 1981<\/p>\n\n\n\n<p>OTTOMEYER, Klaus: \u00d6konomische Zw\u00e4nge und menschliche Beziehungen, Reinbek 1977<\/p>\n\n\n\n<p>PAPENDORF, Knut: F\u00fcr eine Strategie der Negation &#8211; Beispiel KROM, in Krim. J. 1977, S. 305 &#8211; 313<\/p>\n\n\n\n<p>PARSONS, Talcott: The Structure of Social Action, Bd. 1, 3. A., New York\/London 1968, erstmals 1937 (1968a)<\/p>\n\n\n\n<p>PARSONS, Talcott: Beitr\u00e4ge zur soziologischen Theorie, 2. A., Neuwied\/Berlin 1968, erstmals Glencoe 1954 ( 1968b)<\/p>\n\n\n\n<p>PARSONS, Talcott: Sozialstruktur und Pers\u00f6nlichkeit, Frankfurt\/M 1968, erstmals New York 1964 (1968c)<\/p>\n\n\n\n<p>PASCHUKANIS, Eugen: Allgemeine Rechtslehre und Marxismus, Frankfurt\/M 1969, erstmals Wien\/Berlin 1929<\/p>\n\n\n\n<p>PETERS, Dorothee: Genese der richterlichen Urteilsbildung und Schichtverteilung der Kriminalit\u00e4t, in Krim. J. 1970, S. 210- 232<\/p>\n\n\n\n<p>PETERS, Dorothee: Die soziale Herkunft der von der Polizei aufgegriffenen T\u00e4ter, in FEEST \/LAUTMANN, aaO. 1971, S. 93 &#8211; 106<\/p>\n\n\n\n<p>PETERS, Dorothee und Helge: Theorielosigkeit und politische Botm\u00e4\u00dfigkeit, in Krim. J. 1972, S. 241 &#8211; 257<\/p>\n\n\n\n<p>PETERS, Dorothee: Richter im Dienste der Macht, Stuttgart 1973<\/p>\n\n\n\n<p>PETERS, Dorothee und Helge: Zuweisung und \u00dcbernahme devianter Rollen, in Krim. J. 1974, S. 130 &#8211; 136<\/p>\n\n\n\n<p>PETERS, Dorothee und Helge: Kritik an Hess&#8216; Kritik \u2013 im Namennseiner Kritik, in Krim. J. 1976, S. 46 &#8211; 51<\/p>\n\n\n\n<p>PETERS, Hilke: Rechtstheoretische Grundlagen der sozialistischen Kriminologie, in Krim. J. 1975, S. 81 &#8211; 98<\/p>\n\n\n\n<p>PINE, Gerald: Social Class, Social Mobility, and Delinquent Behaviour, in Personnel and Guidance Journal 1964, S. 770 &#8211; 774<\/p>\n\n\n\n<p>PLACK, Arno: Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Abschaffung des Strafrechts, M\u00fcnchen 1974<\/p>\n\n\n\n<p>PLATT, Toni\/TAKAGI, Paul: Crime and Social Justice, London 1981<\/p>\n\n\n\n<p>POLLNER, Melvin: Sociological and Common-sense Models of the Labeling Process, in R. Turner (ed.): Ethnomethodology, Hammondsworth 1974, S. 24 &#8211; 40<\/p>\n\n\n\n<p>PONGRATZ, Liselotte \/ SCH\u00c4FER, Maria \/ J\u00dcRGENSEN, Peter \/ WEISSE, Dirk: Kinderdelinquenz, M\u00fcnchen 1975<\/p>\n\n\n\n<p>POPITZ, Heinrich: Die Pr\u00e4ventivwirkung des Nichtwissens. Dunkelziffer, Norm und Strafe, T\u00fcbingen 1968<\/p>\n\n\n\n<p>QUENSEL, Stefan und Edelgart: L\u00e4\u00dft sich Delinquenzbelastung messen?, in Krim. J. 1969, S. 4 ff<\/p>\n\n\n\n<p>QUENSEL, Stefan: Soziale Fehlanpassung und Stigmatisierung &#8211; Ein Test zum Messen der delinquenten Entwicklung, in Jahrbuch f\u00fcr Rechtssoziologie und Rechtstheorie, Bd. 3 1972, S. 447 &#8211; 490<\/p>\n\n\n\n<p>QUENSEL, Stefan: Wie macht man Kriminelle? in Kritische Justiz 1978, S. 20 &#8211; 35<\/p>\n\n\n\n<p>QUINNEY, Richard: The Social Reality of Crime, Boston 1970<\/p>\n\n\n\n<p>QUINNEY, Richard: Class, State, and Crime, New York 1977<\/p>\n\n\n\n<p>RADBRUCH, Gustav: Elegantiae Juris Criminalis, 2. A., Basel 1950<\/p>\n\n\n\n<p>RASEHORN, Theo: Rechtslosigkeit als Klassenschicksal, in Vorg\u00e4nge Nr. 1, Weinheim 1973, S. 5 &#8211; 25<\/p>\n\n\n\n<p>REISS, Albert \/ RHODES, Albert L.: The Distribution of Juvenile Delinquency in the Social Class Structure, in ASR ( 26) 1961, S. 720 \u2013 732<\/p>\n\n\n\n<p>ROTTLEUTHNER, Hubert: Klassenjustiz? In Kritische Justiz 1969, S. 1 &#8211; 26<\/p>\n\n\n\n<p>ROTTLEUTHNER, Hubert: Richterliches Handeln. Zur Kritik der juristischen Dogmatik, Frankfurt\/M 1973<\/p>\n\n\n\n<p>ROTTLEUTHNER, Hubert: Rechtstheorie und Rechtssoziologie, Freiburg\/ M\u00fcnchen 1981<\/p>\n\n\n\n<p>ROTTLEUTHNER, Hubert: Probleme der Arbeitsgerichtsbarkeit. Unv. Manuskript, Forschungsbericht f\u00fcr die VW-Stiftung, Berlin 1982<\/p>\n\n\n\n<p>RUBINGTON, Earl\/WEINBERG, Martin S.: Deviance, 2. A., New York 1968<\/p>\n\n\n\n<p>R\u00dcTHER, Werner: Selektion Zuschreibung im Strafvollzug. Zur Praxis der Auswahlkriterien im Vollzug des Landes Nordrhein-Westfahlen, in Krim. J. 1978, S. 107 &#8211; 117<\/p>\n\n\n\n<p>RUSCHE, Georg \/ KIRCHHEIMER, Otto: Punishment and Social Structure, New York 1939 (Sozialstruktur und und Strafvollzug, Frankfurt\/M 1974)<\/p>\n\n\n\n<p>SACK, Fritz \/ K\u00d6NIG, Rene: Kriminalsoziologie, Frankfurt\/M 1968<\/p>\n\n\n\n<p>SACK, Fritz: Neue Perspektiven in der Kriminalsoziologie, in SACK \/ K\u00d6NIG, aaO. 1968, S. 431 &#8211; 477<\/p>\n\n\n\n<p>SACK, Fritz: Probleme der Kriminalsoziologie, in R. K\u00d6NIG (Hg.): Handbuch der empirischen Sozialforschung, Bd. 2, Stuttgart 1969, S. 961 &#8211; 1049<\/p>\n\n\n\n<p>SACK, Fritz: Definition von Kriminalit\u00e4t als politisches Handeln. Der labeling approach, in Krim. J. 1972, S. 3 &#8211; 31<\/p>\n\n\n\n<p>SACK, Fritz: Klassenjustiz und Selektionsprozesse, in Vorg\u00e4nge Nr. 1, Weinheim 1973, S. 55 &#8211; 60<\/p>\n\n\n\n<p>SACK, Fritz: Interessen im Strafrecht: Zum Zusammenhang von Kriminalit\u00e4t und Klassen-(Schicht-)Struktur, in Krim. J. 1977, S. 248 &#8211; 278<\/p>\n\n\n\n<p>SACKS, Harvey: Sociological Description, in Berkeley Journal of Sociology ( 8) 1963<\/p>\n\n\n\n<p>SACKS, Harvey: Notes on Police Assessment of Moral Character, in D. SUDNOW: Studies in Social Interaction, New York 1972, S. 280 &#8211; 293<\/p>\n\n\n\n<p>SCHAFHEUTLE, Dr.: Das Gesetz gegen gef\u00e4hrliche Gewohnheitsverbrecher und \u00fcber Ma\u00dfregeln der Sicherung und Besserung. Vom 24. November 1933, in Juristische Wochenschrift 1933, S. 2794 &#8211; 2799<\/p>\n\n\n\n<p>SCHEUCH, Erwin \/ DAHEIM, Hansj\u00fcrgen: Sozialprestige und soziale Schichtung, in Soziale Schichtung und Mobilit\u00e4t, Sonderheft 5 der KZfSS, 1968<\/p>\n\n\n\n<p>SCHOREIT, Arno: Problem Ladendiebstahl, Heidelberg 1979<\/p>\n\n\n\n<p>SCH\u00dcLER-SPRINGORUM, Horst (Hg.): Mehrfach auff\u00e4llig. Untersuchungen zur Jugendkriminalit\u00e4t, M\u00fcnchen 1982<\/p>\n\n\n\n<p>SCH\u00dcTZ, Alfred: Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt, 2. A., Wien 1960 (erstmals 1934)<\/p>\n\n\n\n<p>SCH\u00dcTZ, Alfred: Collected Papers, hg. von A. Broderson, Den Haag 1964<\/p>\n\n\n\n<p>SCHUMANN, Carola und Karl F.: Wie marxistisch ist der Labeling\u00ad Ansatz? in Krim. J. 1972, S. 229 &#8211; 234<\/p>\n\n\n\n<p>SCHUMANN, Carola: Kriminalit\u00e4t durch F\u00fcrsorge? in Krim. J. 1974, S. 89 &#8211; 104<\/p>\n\n\n\n<p>SCHUMANN, Karl F.: Ungleichheit, Stigmatisierung und abweichendes Verhalten. Zur theoretischen Orientierung kriminologischer Forschung, in Krim. J. 1973, S. 81 &#8211; 96<\/p>\n\n\n\n<p>SCHUMANN, Karl F.: Produktionsverh\u00e4ltnisse und staatliches Strafen. Zur aktuellen Diskussion \u00fcber Rusche \/ Kirchheimer, in Kritische Justiz 1981, S. 64 &#8211; 77<\/p>\n\n\n\n<p>SCHUR, Edwin M.: Reactions to Deviance, in AJS (75) 1969, S. 309 &#8211; 322<\/p>\n\n\n\n<p>SMITH, Douglas A.\/TITTLE, Charles R.\/VILLEMEZ, Wayne J.: The Myth of Social Class and Criminality: An Empirical Assessment of the Empirical Evidence, in ASR (43) 1978, S. 643 &#8211; 656<\/p>\n\n\n\n<p>SCHWENDINGER, Hermann \/ SCHWENDINGER, Julia: Social Class and the Definition of Crime, in PLATT\/TAKAGI, aaO. 1981, S. 59 &#8211; 81<\/p>\n\n\n\n<p>STAIBER, J\u00f6rg (Hg.),: Kriminalpolitik und Strafvollzug, AG SPAK Materialien 34, Berlin 1978<\/p>\n\n\n\n<p>STALLBERG, Friedrich W. (Hg.): Abweichung und Kriminalit\u00e4t. Konzeptionen, Kritik, Analysen, Hamburg 1975<\/p>\n\n\n\n<p>STEFFEN, Wiebke: Analyse polizeilicher Ermittlungst\u00e4tigkeit aus der Sicht des sp\u00e4teren Strafverfahrens, Wiesbaden 1976<\/p>\n\n\n\n<p>STEIN-HILBERS, Marlene: Zur Frage der geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Strafverfolgung, in Krim. J. 1978, S. 281 &#8211; 291<\/p>\n\n\n\n<p>STEIN, Ekkehard \/ SCHUMANN, Karl F. \/ WINTER, Gerd: Organisatorische Probleme des Strafprozesses, in STEINERT, aaO. 1973, S. 112 &#8211; 123<\/p>\n\n\n\n<p>STEINERT, Heinz (Hg.): Der Proze\u00df der Kriminalisierung. Untersuchungen zur Kriminalsoziologie, M\u00fcnchen 1973<\/p>\n\n\n\n<p>STRAFURTEILE IN DER SCHWEIZ, Eidgen\u00f6ssisches Statistisches Amt, Bern verschiedene Jahrg\u00e4nge<\/p>\n\n\n\n<p>STRATENWERTH, G\u00fcnter\/ \u00c4BERSOLD, Peter: Der schweizerische Strafvollzug &#8211; Programm, Methode und Durchf\u00fchrung einer empirischen Untersuchung. Der schweizerische Strafvollzug Bd. 1, Aarau\/Frankfurt\/M 1976<\/p>\n\n\n\n<p>STUTTE, Hermann: Grenzen der Sozialp\u00e4dagogik, Marburg 1958<\/p>\n\n\n\n<p>SUTHERLAND, Edwin M.: Principles of Criminology, Philadelphia 1939<\/p>\n\n\n\n<p>TREIBER, Hubert: Des Kaisers neue Kleider. Nicht Popper, nicht Kuhn, vielmehr Feyerabend f\u00fcr Kaiser, in Krim. J. 1979, S. 124 &#8211; 142<\/p>\n\n\n\n<p>TURK, Austin T.: Prospects for Theories of Criminal Beha viour, in Journal of Criminal Law, Criminology and Political Science 1964, S. 454 &#8211; 461<\/p>\n\n\n\n<p>TURK, Austin T.: Conflict and Criminality, in ASR (31) 1966, S. 338 &#8211; 352<\/p>\n\n\n\n<p>TUCHOLSKI, Kurt: Politische Justiz. Zusammengestellt von Martin Swarzenski, Reinbek 1970 (Das Gedicht im Vorwort findet sich auf S. 69 f)<\/p>\n\n\n\n<p>VOSS, Michael: Gef\u00e4ngnis &#8211; f\u00fcr wen?, Bielefeld 1979<\/p>\n\n\n\n<p>VOSS, Michael: Einkerkerung statt Entkerkerung. Die Folgen der amerikanischen Diversionspolitik, in Krim. J. 1981, S. 247 &#8211; 262<\/p>\n\n\n\n<p>WASSERMANN, Rudolf: Gedanken zur Wirtschaftskriminalit\u00e4t, in Vorg\u00e4nge Nr. 1, Weinheim 1973, S. 26 &#8211; 31<\/p>\n\n\n\n<p>WEBER, Max: Grundriss der Sozial\u00f6konomik, Abt. 3: Wirtschaft und Gesellschaft, 2. A., T\u00fcbingen 1934<\/p>\n\n\n\n<p>WEBER, Max: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, 8. A., T\u00fcbingen 1934<\/p>\n\n\n\n<p>WEBER, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie, T\u00fcbingen 1956<\/p>\n\n\n\n<p>WEINGARTEN, Elmar \/SACK, Fritz\/SCHENKEIN, Jim (Hg. ) : Ethnomethodologie. Beitr\u00e4ge zu einer Soziologie des Alltagshandelns, Frankfurt\/M 1976<\/p>\n\n\n\n<p>WEIS, Kurt: Askriptive und deskriptive Beobachtungen in der Kriminalsoziologie, in Krim. J. 1976, S. 130 &#8211; 135<\/p>\n\n\n\n<p>WERKENTIN, Falco: Kriminalit\u00e4t und Verwahrlosung in der Klassengesellschaft. Anmerkungen zu der b\u00fcrgerlichen Kriminologie T. Mosers, in Erziehung und Klassenkampf 1971, S. 49 &#8211; 63<\/p>\n\n\n\n<p>WERTE UND WERTORDNUNGEN IN DER SCHWEIZ, unver\u00f6ffentlichte Randausz\u00e4hlung, Institut f\u00fcr Soziologie der Universit\u00e4t Bern, Bern 1974<\/p>\n\n\n\n<p>WESEL, Uwe: Zur Entstehung von Recht in fr\u00fchen Gesellschaften, in Kritische Justiz 1979, S. 233 &#8211; 252<\/p>\n\n\n\n<p>WIEDER, La wrence: &#8222;Telling the Code&#8220;, in Jedermanns-Soziologie und soziale Realit\u00e4t, Sonderheft 20 der KZfSS, 1978, S. 353 &#8211; 375<\/p>\n\n\n\n<p>WITTGENSTEIN, Ludwig: Philosophische Untersuchungen, Frankfurt\/M 1977<\/p>\n\n\n\n<p>WOLFF, J\u00f6rg: Die benachteiligende Funktion der Untersuchungshaft, in Krim. J. 1975, S. 17 &#8211; 27<\/p>\n\n\n\n<p>YAMANE, Taro: Statistik, Frankfurt\/M 1976<\/p>\n\n\n\n<p>ZIMMERMAN, Don H. \/ WIEDER, Lawrence D.: Ethnomethodology and the Problem of Social Order, in J. D. Douglas (ed.), aaO. 1970, S. 285 &#8211; 298<\/p>\n\n\n\n<p>ZIMMERMAN, Don H. \/ POLLNER, Melvin: Die Alltagswelt als Ph\u00e4nomen, in WEINGARTEN \/ SACK \/ SCHENKEIN, aaO. 1976, S. 64 &#8211; 104<\/p>\n\n\n\n<p>Verwendete Abk\u00fcrzungen<\/p>\n\n\n\n<p>AJS American Journal of Sociology<\/p>\n\n\n\n<p>ASR American Sociological Revue<\/p>\n\n\n\n<p>Krim. J. Kriminologisches Journal<\/p>\n\n\n\n<p>KZfSS K\u00f6lner Zeitschrift f\u00fcr Soziologie und Sozialpsychologie<\/p>\n\n\n\n<p><strong>ANHANG 1: STRUKTUR DES PRIM\u00c4RMATERIALS UND DOKUMENTATION DES DATENCORPUS<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hier dokumentiere ich diejenigen Teile des Frage-Antwort-Bogens der Prim\u00e4rerhebungen, die in zehn Schweizer Strafanstalten durchgef\u00fchrt wurden, die f\u00fcr die vorliegende Untersuchung relevant sind. F\u00fcr jeden der 1012 Probanden der Prim\u00e4rerhebung f\u00fcllten die Interviewer einen solchen Frage-Antwort-Bogen aus. In den verschiedenen untersuchten Strafanstalten war jeweils ein anderer Forscher t\u00e4tig. Zwei Drittel der Interviews wurden in deutscher, die \u00fcbrigen in franz\u00f6sischer Sprache gef\u00fchrt. Die Aufzeichnung der Antworten erfolgte in den entsprechenden Sprachen. In einigen F\u00e4llen mu\u00dfte die Befragung in Englisch oder Italienisch durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterhin dokumentiere ich Muster von Strafregisterausz\u00fcgen, wie sie das Eidgen\u00f6ssische Polizei- und Justizdepartement und das Schweizerische Zentralpolizeib\u00fcro f\u00fcr jeden der 1012 Probanden zur Verf\u00fcgung stellten. Die Angaben in den Strafregisterausz\u00fcgen wurden mit den Angaben der Strafgefangenen verglichen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weiterlesen Reflexivit\u00e4t \u00a9 ProLitteris, Josef Estermann Die vorliegende Untersuchung ist durch zwei Thesenzusammenh\u00e4nge gekennzeichnet. Strafjustiz als Klassenjustiz bedeutet, da\u00df sich die Klasse, aus der sich die Richter rekrutieren, gegen die Klasse, aus der die Strafgefangenen stammen, durchsetzt. Im gesamten Kriminalisierungsproze\u00df m\u00fc\u00dften also die oberen Schichten gegen Kriminalsanktionen, das hei\u00dft hier Freiheitsentzug, immun sein, w\u00e4hrend die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=2912\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Strafgefangene &#8211; Klassenjustiz Kap. 5<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2619,"menu_order":6,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2912","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2912","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2912"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2912\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2948,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2912\/revisions\/2948"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2619"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2912"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}