{"id":3371,"date":"2025-02-15T17:40:45","date_gmt":"2025-02-15T15:40:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=3371"},"modified":"2025-04-25T21:03:53","modified_gmt":"2025-04-25T19:03:53","slug":"wirkungen-von-tieffluguebungen-in-norddeutschland","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=3371","title":{"rendered":"Wirkungen von Tiefflug\u00fcbungen in Norddeutschland"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=420\"><strong>Weiterlesen Kampf ums Recht, Abstracts<\/strong><\/a><br>\u00a9 ProLitter<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" height=\"1\" width=\"1\" src=\"http:\/\/pl01.owen.prolitteris.ch\/na\/plzm.ffe7ad27-be1b-4e22-87d1-8a6ec3e69a74\">is, Josef Estermann<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wirkungen von Tiefflug\u00fcbungen in Norddeutschland &#8211;<br>Angst, Einstellungen und Handlungsmuster verschiedener Strata<\/strong><br><br>Dieter Oremus, Josef Estermann, Institut f\u00fcr Soziologie, Freie Universit\u00e4t Berlin, Grafik Vera Rothamel<br><br><strong>Einleitung, Anlage und Durchf\u00fchrung der Untersuchung<\/strong><br><br>Die Notwendigkeit des milit\u00e4rischen Tiefflugbetriebs der Bundeswehr und der alliierten Streitkr\u00e4fte wird zwischen der betroffenen Bev\u00f6lkerung und den Betreibern bzw. den politischen Institutionen einerseits kontrovers diskutiert, andererseits regt sich in der Bev\u00f6lkerung immer mehr Protest gegen derartige \u00dcbungen. Das Spektrum reicht von konventionellen Protestformen (z.B. Wahlverhalten, Parteiarbeit) bis hin zu unkonventionellen (z.B. Behinderung des Flugbetriebs).<br><br>W\u00e4hrend die Tieffluggegner auf die Beeintr\u00e4chtigungen verschiedenster Art hinweisen und mit Blick auf ihre Grundrechte mit der Forderung nach drastischer Reduzierung bis hin zur ersatzlosen Streichung solcher \u00dcbungen aufwarten, verweist die Bundeswehrf\u00fchrung auf ihren (politischen und grundgesetzlich verankerten) Auftrag und dr\u00e4ngt die Bedenken und Einw\u00e4nde der Bev\u00f6lkerung ab, solange nicht der gesicherte, also wissenschaftliche Nachweis von Gesundheitssch\u00e4digungen erbracht wird oder die daf\u00fcr zust\u00e4ndigen politischen Institutionen nicht per Dekret die \u00dcbungen absagen. So finden weiterhin in dem f\u00fcr &#8222;notwendig erachteten Umfang&#8220; \u00fcber der Bundesrepublik Deutschland Tiefflug\u00fcbungen statt. (1)<br><br>Unabh\u00e4ngig von der Rechtslage und deren Auslegung oder der politischen Auseinandersetzungen um dieses Problemfeld, interessiert uns die Frage: Wie geht die betroffene Bev\u00f6lkerung mit diesem Problem um? Lassen sich anhand von Schichtdeterminanten Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen feststellen? Wie weit ist die Angst in der Bev\u00f6lkerung verbreitet, verl\u00e4uft diese entlang von Schichtungsmerkmalen? Gibt es Ver\u00e4nderungen in den Verhaltensweisen, den Einstellungsmustern und der Angst in Abh\u00e4ngigkeit zur Residenzdauer in beziehungsweise zwischen den Tieffluggebieten.<br><br>Der Fragebogen wurde am Institut f\u00fcr Soziologie der Freien Universit\u00e4t Berlin in Anlehnung an unsere Untersuchung in der Vorderpfalz (Projektgruppe FLUG, 1987) entwickelt. Die Konzeption der Untersuchung war so angelegt, da\u00df, falls vorhanden, die Unterschiede in den Einstellungs- und Handlungsmustern zwischen Gebieten mit unterschiedlichen Mindestflugh\u00f6hen bzw. ohne Tiefflugbetrieb durch eine standardisierte Befragung erhoben werden konnten.<br><br>Die Stichprobe wurde nach den Mindestflugh\u00f6hen bzw. dem Kontrollgebiet als Merkmal geschichtet; die in den einzelnen Erhebungsgebieten liegenden Gemeinden wurden angeschrieben und um finanzielle und organisatorische Hilfe gebeten. Die Auswahl der Gemeinden erfolgte unabh\u00e4ngig von der Resonanz auf die Anschreiben durch Zufallsauswahl. Die Anzahl der zu verteilenden B\u00f6gen richtete sich nach der Gr\u00f6\u00dfe der Gemeinden. Jeder nach dem random-route-Verfahren ausgew\u00e4hlte Haushalt erhielt zwei B\u00f6gen. Von 650 Personen erhielten wir auswertbare Frageb\u00f6gen zur\u00fcck. Dar\u00fcberhinaus wurden 34 qualitative Interviews gef\u00fchrt. Die Erhebungseinheiten waren Haushalte, die Untersuchungseinheiten Personen. Wir sind uns klar dar\u00fcber, da\u00df die schmale Datenbasis trotz der geschichteten Stichprobe keine f\u00fcr die gesamte Bundesrepublik verallgemeinerbaren Schl\u00fcsse zul\u00e4\u00dft. Sie ist aber ann\u00e4hernd repr\u00e4sentativ f\u00fcr die untersuchte Region (den S\u00fcden Schleswig-Holstein und den n\u00f6rdlichsten Teil Niedersachsen).<br><br><strong>Daten und Ergebnisse<\/strong><br><br>Erstaunlich ist, da\u00df die Exponierten in den untersuchten Gebieten mit 150 Meter-Tiefflugband st\u00e4rkere Beeintr\u00e4chtigungen des Wohlbefindens aufweisen als jene in der in Schleswig-Holstein gelegenen AREA 6 mit 75 Metern Mindestflugh\u00f6he, obwohl Gegenteiliges vermutet wurde. (2) Dieses Ergebnis ist erstens auf einen Kanalisationseffekt zur\u00fcckzuf\u00fchren, bedingt durch die Lage Hamburgs mit seinem Zivilflughafen und der entlang der Grenze verlaufenden 30 bis 50 km breiten Luftverteidigungs- und Identifikationszone (ADIZ, Air Defence Identification Zone) die beide nicht \u00fcber- bzw. durchflogen werden d\u00fcrfen, so da\u00df alle milit\u00e4rischen Strahlflugzeuge Hamburg weitr\u00e4umig und vor allem westlich umfliegen m\u00fcssen. Die aus dem S\u00fcden und Westen oder aus entgegengesetzter Richtung kommenden Piloten m\u00fcssen, wollen sie in das 75 Meter-Gebiet oder im Ostseeraum fliegen, unser 150 Meter-Erhebungsgebiet \u00fcberqueren. Zweitens liegt \u00fcber diesem ein f\u00fcr milit\u00e4rische Nutzung zeitlich reservierter Luftraum (TRA, Temporary restricted area), in und aus dem heraus besondere \u00dcbungen wie Abfangjagden und Luftk\u00e4mpfe, Sink- und Steigfl\u00fcge in andere Flugb\u00e4nder &#8211; letztere h\u00e4ufig unter Nachbrennergebrauch &#8211; stattfinden. Drittens ist \u00fcber diesem Gebiet eine festgelegte Nachtflugroute eingerichtet. Dagegen gelten f\u00fcr \u00dcbungsfl\u00fcge in der Areas restriktive Bestimmungen hinsichtlich des Aufenthalts im 75 Meterband, der t\u00e4glich gestatteten Einfl\u00fcge und der zul\u00e4ssigen \u00dcbungen. Ferner weist sie geografische Unterschiede zu anderen Tiefstfluggebieten auf. Es gibt keine Bergr\u00fccken oder sonstige Unebenheiten, so da\u00df dieses Gel\u00e4nde f\u00fcr \u00dcbungszwecke vermutlich nicht so attraktiv ist, weil ein Unterfliegen des Radars wegen der ausgedehnten Tiefebene kaum m\u00f6glich ist.<br><br>Durchschnittliche \u00dcberflugfrequenzen weisen zudem auf eine unterschiedliche Belastung der Regionen hin. Z\u00e4hlungen bei Stade ergaben durchschnittlich 23, bei Burg (Schleswig-Holstein) 15 \u00dcberfl\u00fcge pro Tag. Aussagen der von uns befragten Personen zufolge sind die \u00dcberflugzahlen im Raum Schleswig-Holstein r\u00fcckl\u00e4ufig. Aussagen von interviewten Personen, wonach sich viele Piloten nicht an die vorgeschriebenen H\u00f6hen halten w\u00fcrden, sind ebenfalls zu ber\u00fccksichtigen. (3)<br><br><strong>Angst<\/strong><br>Verschiedene Untersuchungen geben Hinweise darauf, da\u00df Flugl\u00e4rm zugleich einen speziellen Bedrohungsaspekt, n\u00e4mlich einen Flugzeugabsturz, signalisiert (vgl. Moran u.a., 1981; Curio\/Ising, 1986). Wir unterteilen Angst in eine Bedrohung, welche situationsabh\u00e4ngig ist, d.h. auch durch den visuellen Anblick eines Tieffliegers gepr\u00e4gt wird (4), und in eine Angst vor der Gef\u00e4hrdung der k\u00f6rperlichen Unversehrtheit bzw. der Existenz. Operationalisiert wurde der Begriff durch Items wie Bedrohungsempfinden bei Anblick bzw. \u00dcberflug eines Tieffliegers und durch die Frage nach der Angst vor Absturz bzw. nach dem Wissen um Abst\u00fcrze in der n\u00e4heren Umgebung\/Nachbarschaft (vgl. Moran u.a., 1981).<br><br>Diese Items sind zu einem auf zwei graduell unterschiedliche Angstzust\u00e4nde reduzierten Index zusammengefa\u00dft. Diese beiden Zust\u00e4nde nennen wir Bedrohung oder latente Angst und manifeste Existenzangst. (5) Die Unterscheidung scheint uns \u2013 ohne dem einzelnen seine Empfindung absprechen zu wollen &#8211; deshalb sinnvoll, weil diejenigen, die sich &#8222;nur&#8220; spontan bedroht f\u00fchlen, dieses Empfinden allein aktuell bei einem \u00dcberflug haben, w\u00e4hrend die existenzielle Angst (etwa die Angst vor einem Absturz, durch den das eigene Leben gef\u00e4hrdet werden k\u00f6nnte) schon mit dem Vorliegen der Voraussetzungen, etwa tiefflugtauglichen Witterungsbedingungen, eintreten kann. (6) Selbst wenn die statistische Wahrscheinlichkeit f\u00fcr den Einzelnen sehr gering ist, durch einen Absturz ums Leben zu kommen, so ist die Angst vor dem Eintreten des Ereignisses genauso real, wie dieses selbst.<br><br>Bei einer Umfrage zum Umweltbewu\u00dftsein von Chemie-Facharbeitern in dieser Region zeigte sich, da\u00df Angst vor einer Katastrophe, ausgel\u00f6st durch einen Tieffliegerabsturz, weit verbreitet ist (Heine\/Mautz 1989: 75). Da\u00df eine solche Katastrophe durchaus im Bereich des M\u00f6glichen liegt, erfuhren wir bei Arbeitern desselben Werks. Dort wurde uns mitgeteilt, da\u00df Direkt\u00fcberfl\u00fcge der Anlage keine Seltenheit sind. Die m\u00f6gliche Gef\u00e4hrdung oder gar Vernichtung der ganzen Region steht neben der eines Absturzes in dicht bewohnte Gebiete oder in Wohnh\u00e4user (Remscheid).n Interviews spezifizieren, da\u00df die Angst vor Abst\u00fcrzen am gr\u00f6\u00dften ist, wenn \u00fcber Ortschaften Abfangjagden und\/oder Zielanfl\u00fcge in unmittelbarer N\u00e4he zu Wohnanlagen simuliert werden. Wie weit Angst in dem eingangs genannten Sinne in Tieffluggebieten &#8211; kontrastiert mit dem Kontrollgebiet &#8211; verbreitet ist, zeigt Abbildung 1.<br><br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/186.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"593\" height=\"451\" src=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/186.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3383\" srcset=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/186.png 593w, https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/186-300x228.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 593px) 100vw, 593px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Abbildung wird ersichtlich, da\u00df die Existenzangst in Gebieten mit \u00dcbungsbetrieb sehr verbreitet ist. In dem 150 Meter- Gebiet ist sie sogar noch gr\u00f6\u00dfer als in dem Tiefstfluggebiet. Varianzanalytisch zeigen sich signifikante Unterschiede sowohl zwischen dem Kontrollgebiet und den beiden Tieffluggebieten als auch zwischen dem 150 Meter- und dem 75 Meter-Gebiet.7 Die Gr\u00fcnde f\u00fcr dieses Ergebnis liegen wohl in den oben beschriebenen Belastungsmerkmalen.<br><br>Da sich das Risiko auf alle auf dem Land Lebenden gleichm\u00e4\u00dfig verteilt, l\u00e4\u00dft sich keine Schichtspezifit\u00e4t nachweisen. Nur das Geschlecht weist auf einen bedeutsamen Unterschied hin. Frauen haben h\u00e4ufiger Angst als M\u00e4nner. Dabei sind Frauen der Altersgruppe zwischen 26 und 39 Jahren am st\u00e4rksten mit Angstgef\u00fchlen belastet. Wir wollen mit diesem Befund nicht das gesellschaftliche Vorurteil von den durch Irrationalit\u00e4t geleiteten Frauen wiederholen oder aufkommen lassen, denn M\u00e4nner, die keine Angst haben (ihr mittleres Alter betr\u00e4gt 55 Jahre), geben h\u00e4ufiger an, in gr\u00f6\u00dferer Entfernung zur Wohnung ihrer Arbeit nachzugehen und sind somit weniger exponiert. Weiterhin nehmen wir an, da\u00df es M\u00e4nnern schwerer f\u00e4llt, zuzugeben, dass sie Angst haben, denn dies kollidiert mit dem Selbstverst\u00e4ndnis ihrer eigenen Rolle als Mann und birgt die Gefahr eines Identit\u00e4tsverlustes. Auch wissen wir noch zu wenig \u00fcber die sozialisatorischen Wirkungen (8) des obligatorischen Dienstes bei der Bundeswehr und die Auswirkungen auf die Einstellungen bei M\u00e4nnern und haben keine direkten oder indirekten Abh\u00e4ngigkeiten der M\u00e4nner von der Bundeswehr, etwa durch Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse erhoben.<br><br><strong>RESIDENZDAUER UND ANGST<\/strong><br><br>In Untersuchungen, die an Flugpl\u00e4tzen gemacht wurden, deutet sich ein Zusammenhang zwischen der Wohndauer und Bedrohungsempfindungen gegen\u00fcber dem Flugbetrieb an (vgl. Sch\u00fcmer-Kohrs, Sch\u00fcmer, 1974: 208). Wir gehen davon aus, da\u00df die Wohndauer in Tieffluggebieten einen Einflu\u00df auf Angst und Bedrohungsempfindungen hat.<br><br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/188.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"567\" src=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/188.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3380\" srcset=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/188.png 700w, https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/188-300x243.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung 2 zeigt Angst und Bedrohungsgef\u00fchle in Abh\u00e4ngigkeit von der Wohndauer f\u00fcr die Daten aus den Tieffluggebieten. (9)<br><br>W\u00e4hrend es im Kontrollgebiet keinen Zusammenhang zwischen der Residenzdauer und der Angst gibt und auch nicht geben kann, zeigt die Verteilung den Trend, dass mit l\u00e4ngerw\u00e4hrender Residenz in einem Tieffluggebiet die Angst zunimmt. Die Unterschiede zwischen denjenigen, die angeben, mehr als zwei Jahre in Tieffluggebieten zu leben, sind signifikant gegen\u00fcber jenen, die entweder keinen Tiefflugbetrieb wahrnehmen oder Befragten, die erst kurze Zeit dort ans\u00e4ssig sind.10 Im Gegensatz dazu haben \u00e4ltere Personen mit einer Residenzdauer von mehr als 10 Jahren in den Tieffluggebieten eher weniger Angst.<br><br><strong>Einstellungen<br><\/strong><br>Eine einfache Stimulus-Response-Beziehung wurde schon in der Studie zur &#8222;Flugl\u00e4rmwirkung&#8220; der DFG als die Reaktionsdimension hoffnungslos unterdeterminierend abgelehnt. Deshalb wurde der Versuch unternommen, gleichzeitig die Effekte der die Reaktion moderierenden Faktoren zu ermitteln. Auch wir unterstellen, da\u00df die Einstellung zur L\u00e4rmquelle durch etliche Faktoren bestimmt wird \u2013 von denen wir nur einen Bruchteil gemessen haben -, die durch kognitive Prozesse vermittelt, zu dem jeweiligen Resultat, der Einstellung, f\u00fchren.11 Je nachdem, wie Stimuli aus der Umwelt, Gegenst\u00e4nde und Handlungen die T\u00e4tigkeit einer Person in dem ihr spezifischen sozialen Kontext beeinflussen, je nachdem, ob sie erw\u00fcnscht oder unerw\u00fcnscht sind, welche Empfindungen, Bed\u00fcrfnisse und Vorstellungen sie hervorrufen, ob und welche Erfahrungen mit ihnen gemacht wurden und in welchem Verh\u00e4ltnis sie zu anderen Erfahrungen dieser Person stehen sowie die M\u00f6glichkeit, sie durch Handeln zu beeinflussen, flie\u00dfen diese Randbedingungen in die Bewertung der Stimuli ein und bestimmen bei h\u00e4ufiger Wiederkehr eine l\u00e4ngerfristige Einstellung. (12)<br><br>Neben dem hohen Stellenwert der Arbeit, die f\u00fcr das Wohlbefinden der meisten Bundesb\u00fcrger wichtig ist (Arbeitsgruppe Sozialberichterstattung 1990: 19), wird der &#8222;Freizeit&#8220;, als Phase des Konsums, der Regeneration und Selbstbestimmung, gerade von den j\u00fcngeren Bev\u00f6lkerungsgruppen, zunehmend mehr Gewicht zugemessen.<br><br>Die generelle Einstellung zum Tiefflugbetrieb wurde &#8211; in Anlehnung an die Debatte um dessen Notwendigkeit zur Erhaltung der Verteidigungsf\u00e4higkeit \u2013 erhoben mit Statements wie:<br><br>TIEFFL\u00dcGE SIND AUF JEDEN FALL NOTWENDIG UND UNVERZICHTBAR.<br>ANDERE MASSNAHMEN W\u00c4REN GENAUSO SINNVOLL.<br>UNSERE SICHERHEIT IST NICHT VON TIEFFL\u00dcGEN ABH\u00c4NGIG.<br>TIEFFL\u00dcGE GEF\u00c4HRDEN UNSERE SICHERHEIT.<br><br>F\u00fcr die Darstellung ber\u00fccksichtigen wir nur eindeutige Aussagen, offensichtlich widerspr\u00fcchliches Antwortverhalten wird als indifferentes Antwortmuster behandelt. Die Bef\u00fcrworter sind dadurch definiert, da\u00df sie der Ansicht sind, Tieffl\u00fcge seien f\u00fcr unsere Sicherheit unabdingbar und deren Notwendigkeit bejahen. Dagegen setzen sich alle anderen Konfigurationen zusammen aus der dezidierten Verneinung dieser Notwendigkeit und den weiteren angebotenen Statements. Indifferente sind solche, die entweder keine Angabe machen oder solche, deren Antwortverhalten sowohl die Notwendigkeit als auch die Gef\u00e4hrdung bejahen. (13)<br><br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/191.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/191.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3378\" srcset=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/191.png 900w, https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/191-300x222.png 300w, https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/191-768x569.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><br><br>Wie Abbildung 3 zeigt (14), nimmt die Indifferenz mit &#8222;steigender Belastung&#8220; ab und die Einsch\u00e4tzung, der \u00dcbungsbetrieb gef\u00e4hrde die Sicherheit zu. Nur die Anzahl der Bef\u00fcrworter scheint in den drei untersuchten Gebieten etwa gleich gro\u00df zu sein. Das Kontrollgebiet weicht davon ein wenig ab. Bez\u00fcglich der Mittelwerte weist nur das 150 Meter-Gebiet gegen\u00fcber dem Kontrollgebiet einen signifikanten Unterschied auf. Wir k\u00f6nnen feststellen, da\u00df die Bef\u00fcrworter des Tiefflugs gegen\u00fcber jenen, die den Tiefflugbetrieb f\u00fcr unsere Sicherheit als nicht notwendig erachten, eine Minderheit darstellen. Die gr\u00f6\u00dfte Gruppe ist diejenige, welche den Tiefflugbetrieb als eine Gef\u00e4hrdung der Sicherheit einsch\u00e4tzt.<br><br>Betrachten wir die soziodemographischen Merkmale, f\u00e4llt auf, da\u00df die Gruppe der Bef\u00fcrworter von M\u00e4nnern dominiert wird, die der Gegner, die den Tiefflug als eine Gef\u00e4hrdung einstufen, von Frauen. Das durchschnittliche Alter der Bef\u00fcrworter liegt bei 55 Jahren, das der radikalen Ablehner bei 41 Jahren. Hinsichtlich des sozio\u00f6konomischen Status, sind es bei den M\u00e4nnern vor allem die Rentner mit niedrigem Bildungsabschlu\u00df und die Angestellten, die f\u00fcr den Tiefflugbetrieb votieren. Diejenigen, die den Betrieb strikt ablehnen, kommen eher aus den Gruppen der Selbst\u00e4ndigen, Arbeiter und Beamten.<br><br>Bei den Frauen sind nur Rentnerinnen tendenziell f\u00fcr, alle anderen Berufsgruppen einschlie\u00dflich der Hausfrauen eher gegen den Tiefflugbetrieb. Landwirte und ihre Frauen haben bez\u00fcglich des Tiefflugbetriebs h\u00e4ufiger eine indifferente Haltung.<br><br>Evident ist, da\u00df die Einstellung zum Tiefflug kein schichtspezifisches Ph\u00e4nomen ist. (15) Auf den ersten Blick scheinen hier unterschiedliche Einstellungen zweier Generationen und, schw\u00e4cher ausgepr\u00e4gt, Unterschiede zwischen den Geschlechtern vorzuliegen. Was vordergr\u00fcndig als generations- und geschlechtsspezifisches Ph\u00e4nomen erscheint, entpuppt sich als eine Bilanzierung von Nutzen und Kosten, die in die generalisierte Einstellung zum Tiefflug eingeht. Unter sozialen Kosten verstehen wir hier die aus einer ver\u00e4nderten sozialen Umwelt entstehenden zus\u00e4tzlichen Unannehmlichkeiten oder Aufwendungen auch nicht monet\u00e4rer Art. So korrelieren die als Folge von \u00dcberfl\u00fcgen wahrgenommenen Kinderreaktionen (.38), Bef\u00fcrchtungen gesundheitlicher Beeintr\u00e4chtigung (.36) und die existenzielle Angst (.44) hochsignifikant mit der Einsch\u00e4tzung der Kosten. Um deutlich zu machen, was z.B. Kosten sein k\u00f6nnen, zitieren wir aus einem Interviewbeitrag einer Frau mit drei Kleinkindern. Die Familie zog vor nicht allzu langer Zeit auf das Land.<br><br>&#8222;DIE KINDER SCHREIEN F\u00dcRCHTERLICH BEI DIESEM UNMENSCHLICHEN GET\u00d6SE. UM 12.00 UHR (NACH ZWEIST\u00dcNDIGEN \u00dcBERFL\u00dcGEN) WINSELN SIE NUR NOCH. WIR SIND IN DEN KELLER HINUNTERGESTIEGEN UND HABEN S\u00c4MTLICHE T\u00dcREN UND FENSTER VERSCHLOSSEN &#8230;. &#8222;.<br><br>Frauen sind, wenn sie halbtags oder ganztags im Haushalt t\u00e4tig sind, haupts\u00e4chlich f\u00fcr die psychische und materielle Versorgung der Kinder und des Mannes verantwortlich. (16) Die materielle Versorgung wird prim\u00e4r als &#8222;unmittelbare Reproduktion&#8220; (Ostner, 1979: 89ff, 110f) verstanden.<br><br>Darunter f\u00e4llt auch die Auf- und Zubereitung der Lebensmittel f\u00fcr den Konsum. Da sich die &#8222;nat\u00fcrlichen Bed\u00fcrfnisse&#8220; der Kinder (a.a.O., S. 136) nicht nach der Uhr abrufen und befriedigen lassen, ist besonders die T\u00e4tigkeit, die von der Mutter verrichtet wird, durch das Fehlen von Freizeit gekennzeichnet. F\u00fcr M\u00fctter von Kleinkindern sind nur die Zeiten zwischen der Versorgung des oder der Kinder f\u00fcr andere reproduktive Arbeiten, die eigene Regeneration\/Rekreation oder f\u00fcr ein St\u00fcck Selbstverwirklichung verf\u00fcgbar. Die psychische und materielle Versorgung der Kinder ist zugleich ein sehr labiles und st\u00f6ranf\u00e4lliges Interaktionsverh\u00e4ltnis. Extreme von au\u00dfen kommende Stimuli, wie sie der Tiefflugbetrieb erzeugt, machen diese Interaktion h\u00e4ufig zunichte. Vor allem die Ruhephasen der Kleinkinder werden unterbrochen. M\u00fctter sind dann gen\u00f6tigt, die Kleinkinder, die, wenn sie sich erschrecken, ihr Unbehagen schreiend artikulieren, zu beruhigen, d.h. alles andere stehen und liegen zu lassen. Die meisten Frauen sind einer &#8222;Doppelbelastung&#8220; (17) durch berufliche T\u00e4tigkeit, sei es halbtags oder auch ganzt\u00e4gig, und den familialen (h\u00e4uslichen) Aufgaben ausgesetzt. Diese doppelte Anforderung l\u00e4\u00dft ihnen ebenfalls kaum Zeit und Raum. Wenn die Nutzung der wenigen Zeitr\u00e4ume freier Verf\u00fcgung noch durch aversive Stimuli, die Angst und Bedrohungsempfindungen, h\u00e4ufig unmittelbar darauf folgende starke somatische Beeintr\u00e4chtigung des Wohlbefindens und Bef\u00fcrchtungen langfristiger gesundheitlicher Beeintr\u00e4chtigung ausl\u00f6sen (18), unterbunden wird, dann ist es aus oben dargelegten Gr\u00fcnden nicht verwunderlich, weshalb gerade j\u00fcngere Personen und zudem h\u00e4ufiger Frauen den Tiefflugbetrieb radikal ablehnen.<br><br>Arbeiter im Schichtdienst &#8211; und dies betrifft einen gro\u00dfen Teil der befragten Arbeiter &#8211; werden erheblich in ihrer Rekreation beeintr\u00e4chtigt. Wenn sie Fr\u00fchschichten verrichten, haben sie h\u00e4ufig einen verk\u00fcrzten Nachtschlaf und versuchen diesen mit einem Nachmittagsschlaf auszugleichen (Schl\u00f6sser, 1981: 76). Sie wenden sich nach einer kurzen Regenerationphase der Familie zu oder f\u00fchren der Jahreszeit entsprechende Freizeitaktivit\u00e4ten aus, die im Sommer h\u00e4ufig im eigenen Garten oder im Freien stattfinden. Ein wichtiger Aspekt f\u00fcr solche Nachmittage ist Ruhe; insbesondere bei \u00e4lteren Schichtarbeitern m\u00fcssen die &#8222;physisch-psychischen Belastungen durch eine l\u00e4ngere Phase passiver Regeneration&#8220; (a.a.O., S. 84) ausgeglichen werden.<br>Dies trifft auch f\u00fcr \u00e4ltere Arbeiter in der Normalschicht zu.<br><br>Deutlich wird, da\u00df nicht die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer bestimmten Schicht, sondern die mit den jeweiligen T\u00e4tigkeiten zusammenh\u00e4ngenden berufsspezifischen Anforderungen im Zusammenwirken mit den Noxen des Tiefflugbetriebs die Adaptionsf\u00e4higkeit der Individuen \u00fcbersteigt. Die Kosten\/Nutzen-Bewertung und dar\u00fcber die Einstellung zum Tiefflugbetrieb wird au\u00dferdem durch Angst, unmittelbare Reaktion auf \u00dcberfl\u00fcge und wahrgenommene Reaktionen bei Kindern bestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>RESIDENZDAUER UND EINSTELLUNGEN<br><\/strong><br>Untersuchungen an Flugh\u00e4fen weisen auf Zusammenh\u00e4nge zwischen Residenzdauer und Beeintr\u00e4chtigung hin (Sch\u00fcmer-Kohrs\/Sch\u00fcmer 1974: 208). Dabei konnte nicht eindeutig gekl\u00e4rt werden, inwieweit die Wohndauer die Globalreaktion moderiert. (19)<br><br>Abbildung 4 zeigt Einstellungen zum Tiefflugbetrieb in Abh\u00e4ngigkeit zur Wohn(Residenz-)dauer nur f\u00fcr die Tieffluggebiete.<br><br>Sp\u00e4testens nach zwei Jahren Exposition ver\u00e4ndert sich die Einstellung: Signifikant h\u00e4ufiger wird ge\u00e4u\u00dfert, da\u00df Tiefflug unsere Sicherheit gef\u00e4hrde. (20) Die Gruppe derer hingegen, die eine Residenzdauer von mehr als 10 Jahren aufweisen, sind eher der Ansicht, da\u00df Tiefflug notwendig w\u00e4re. Betrachtet man die erhobene Wohndauer idealtypisch als eine Chronologie, dann kann folgendes hypothetisches Modell zu Grunde gelegt werden: Wird Tiefflug gar nicht wahrgenommen, dominiert die \u00dcberzeugung, Tiefflug sei notwendig. Nach einigen Monaten Tiefflugbetrieb \u00e4ndert sich die Einstellung. Nun herrscht die Ansicht vor, unsere Sicherheit sei von Tiefflug unabh\u00e4ngig oder gef\u00e4hrde diese sogar. Nach zwei Jahren wird der \u00dcbungsbetrieb in erster Linie als gef\u00e4hrlich eingestuft. Nach \u00fcber zehnj\u00e4hriger Exposition, besonders bei \u00e4lteren Menschen, stellt sich dann in der Tendenz eine resignative Haltung ein, die versucht, die kognitive Dissonanz zwischen einer tendenziell unertr\u00e4glichen Situation und der Perzeption von Machtlosigkeit (vgl. Meyer, 1989) eher wieder mit dem Statement &#8222;Tieffl\u00fcge sind notwendig&#8220; zu \u00fcberwinden. Solche Muster stehen allerdings nicht zwangsl\u00e4ufig im Zusammenhang mit gesundheitlichen Auswirkungen.<br><br><strong>Handlungsdispositionen gegen den Tiefflugbetrieb<\/strong><br><br>Interessant ist die Frage nach dem politischen Handlungspotential. Dazu wurde speziell von der soziologischen Bewu\u00dftseinsforschung gearbeitet. In Anlehnung an Popitz u.a. (1957) entstand das Fatalismuskonzept von Kaufmann (Kaufmann, 1973). Danach ist Fatalismus eine generalisierte Erwartung hinsichtlich der Beschr\u00e4nktheit des eigenen Handlungspotentials. Das Konzept enth\u00e4lt die These, da\u00df die Position von Arbeitem im Produktionsproze\u00df und die Erfahrungen, die sie dort machen, eine Bewertung der eigenen sozialen Lage hervorbringt, die fatalistische Z\u00fcge aufweist. Es \u00fcberwiegt dabei die Ansicht, den Verlauf ihres Lebens kaum oder gar nicht durch eigenes Handeln beeinflussen zu k\u00f6nnen (vgl. ebenfalls Kudera u.a., 1983). F\u00fcr die Tiefflugproblematik ist interessant, ob auch hier bestimmte Gruppen Ohnmachtsgef\u00fchle zeigen, wenn es darum geht, etwas gegen die Belastung durch Tieffl\u00fcge zu tun. Erhoben wurde dies mit Fragen zur Handlungsbereitschaft.<br><br>Die einleitende Frage lautete: Wie ist Ihre langfristige Reaktion auf den Tiefflugl\u00e4rm? Angeboten wurden den befragten Personen folgende Statements:<br><br>ICH GEW\u00d6HNE MICH AN DEN L\u00c4RM UND NEHME IHN NICHT MEHR SO STARK WAHR (Keine Belastung).<br>ICH BIN NICHT MEHR BEREIT, DIE BELASTUNG HINZUNEHMEN, ABER F\u00dcHLE MICH HILFLOS (fatalistisch).<br>ICH BIN NICHT MEHR BEREIT, DIE BELASTUNG ZU AKZEPTIEREN UND VERSUCHE DAGEGEN VORZUGEHEN (aktiv).<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/194.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"617\" height=\"467\" src=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/194.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3376\" srcset=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/194.png 617w, https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/194-300x227.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Abb.4<br><br><br>Offensichtlich brauchen die Befragten im Kontrollgebiet einerseits keine Orientierung hinsichtlich m\u00f6glicher Abwehrhandlungen bez\u00fcglich des Tiefflugbetriebs, andererseits entfallen auch die Einsch\u00e4tzung \u00fcber die Erfolgschancen von und die m\u00f6glichen Erfahrungen mit verschiedenen Institutionen hinsichtlich durchgef\u00fchrter Handlungen zur Minderung der Belastung. Daher scheint es nicht verwunderlich, wenn diese Befragten keine Angabe zu den angebotenen Statements machen. Die neun Prozent, die im Kontrollgebiet wohnen und etwas gegen den Flugbetrieb tun wollen, sind entweder Pendler, welche in den Tieffluggebieten ihrer Arbeit nachgehen oder es sind Befragte, die sich auf die Diskussion um das &#8222;49er Modell&#8220; (21) beziehen und ihre Handlungsbereitschaft f\u00fcr den Fall \u00e4u\u00dfern, da\u00df der Tiefstflugbetrieb auf die gesamte Bundesrepublik ausgedehnt wird. Erstaunlich ist dennoch der verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfe Anteil derer, welche in der Area 6 angeben, sich an den L\u00e4rm gew\u00f6hnen zu k\u00f6nnen. Die hohen Zahlen fatalistischer Haltung in den Tieffluggebieten erkl\u00e4ren sich mindestens zum Teil aus schon vollzogenen und scheinbar erfolglos gebliebenen Aktivit\u00e4ten (22) dieser Gruppe (23). Dennoch wollen im 75 Meter-Gebiet 17 Prozent und im 150 Meter-Gebiet 30 Prozent der Befragten gegen die f\u00fcr sie nicht mehr hinnehmbare Belastung aktiv werden. Die Area unterscheidet sich signifikant von dem Kontrollgebiet und das 150 Meter-Gebiet gegen\u00fcber beiden anderen. (24)<br><br>Zu der Gruppe, welche h\u00e4ufiger angibt, keiner Belastung ausgesetzt zu sein, geh\u00f6ren Rentner\/-innen und Landwirte. Eine fatalistische Haltung zeigen eher Angestellten im mittleren und auch im h\u00f6heren Dienst.<br><br>Unseren Befunden entsprechend m\u00fcssen wir die Arbeiter aus Norddeutschland eher zu der Gruppe z\u00e4hlen, welche die Absicht \u00e4u\u00dfert, aktiv werden zu wollen, weil sie der \u00dcbungsbetrieb zu stark belastet. Viele befragte Arbeiter gaben an, im Schichtdienst t\u00e4tig zu sein und somit h\u00e4ufiger w\u00e4hrend ihrer Regeneration beeintr\u00e4chtigt zu werden. Diese zus\u00e4tzliche Belastung mit massiven Auswirkungen auf die Leistungsf\u00e4higkeit ist eine potentielle Quelle f\u00fcr Gef\u00e4hrdungen, sowohl der eigenen Sicherheit als auch der Sicherheit anderer, wenn die interviewten Arbeiter beispielsweise verantwortungsvolle Steuerungs- und Regelungsaufgaben in Betrieben mit der Produktion von G\u00fctern der Gefahrenklassen erf\u00fcllen m\u00fcssen, was in unserem Untersuchungsgebiet h\u00e4ufiger der Fall ist. Zudem wird die gesundheitliche Beeintr\u00e4chtigung, die durch die Schichtarbeit ohnehin schon hoch ist, noch gr\u00f6\u00dfer.<br><br>Abb. 5<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/196.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"673\" height=\"545\" src=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/196.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3374\" srcset=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/196.png 673w, https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/196-300x243.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 673px) 100vw, 673px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><br><br>Eine weitere Gruppe, welche gegen die L\u00e4rmbelastung vorgehen will, kommt aus den Reihen derer, die sich schon fast traditionell sowohl an konventionellen wie auch an unkonventionellen Protestformen (so z.B. erw\u00e4hnt bei Gei\u00dfler, 1987: 63) beteiligt, wenn diese im Rahmen der Legalit\u00e4t bleiben, n\u00e4mlich die Beamten. Dies ist auch nicht verwunderlich, sitzt doch diese Gruppe direkt in der Verwaltung, in der politische und rechtliche Normen durchgesetzt bzw. entwickelt oder Vorg\u00e4nge dazu bearbeitet werden. Sie kennen den b\u00fcrokratischen Apparat, seine Nischen und salopp ausgedr\u00fcckt, die Spielregeln der Politik.<br><br>Teilnahmebereitschaft an Protesthandlungen korreliert mit hohem formalen Bildungsabschlu\u00df. Aktivit\u00e4ten wollen vor allem diejenigen entfalten, die 5-10 Jahre dem Tiefflugbetrieb ausgesetzt sind. Es w\u00e4re jedoch fatal, aus den Handlungsdispositionen m\u00f6gliche Aktionen sowie deren Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung ableiten zu wollen.<br><br><strong>Handlungsdisposition und Residenzdauer<\/strong><br><br>Sauer u.a. (1980) finden, da\u00df kognitive Moderatoren &#8211; wie &#8222;Freiwilligkeit der Teilnahme an einer L\u00e4rmsituation&#8220; und die &#8222;antizipierte Dauer der Beeinflussung des L\u00e4rms&#8220; (a.a.O .: 120), d.h. wie lange eine Person glaubt, sich in der bel\u00e4rmten Umgebung aufhalten zu m\u00fcssen -, die &#8222;empfundene Aversivit\u00e4t einer L\u00e4rmquelle und das Ausma\u00df der Reaktion auf die aversive Reizung&#8220; (a.a.O .: 132f) mit bestimmen. W\u00e4hrend Freiwilligkeit versus Zuweisung keine unterschiedlichen Effekte auf der Verhaltensebene hervorbringt, treten Unterschiede auf, die von der &#8222;Antizipierte(n) Dauer der Beeinflussung des L\u00e4rms&#8220; ausgehen. &#8222;Personen, die nur kurzfristige Beeinflu\u00dfbarkeit antizipieren, gew\u00f6hnen25 sich schlechter an den ( &#8230; ) L\u00e4rm als Personen, die erwarten, ihn langfristig kontrollieren zu k\u00f6nnen&#8220; (a.a.O .: 129). In den Tieffluggebieten liegen f\u00fcr die Betroffen hinsichtlich der Freiwilligkeit und der Beeinflu\u00dfbarkeit26 \u00e4hnliche Bedingungen vor wie f\u00fcr die Versuchspersonen.<br><br>Bez\u00fcglich der Handlungdispositionen verteilt sich die Einsch\u00e4tzung der Erfolgschancen von Abwehrhandlungen im Verh\u00e4ltnis zur Wohndauer wie in Abbildung 6 dargestellt.<br><br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/197.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"882\" height=\"680\" src=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/197.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3373\" srcset=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/197.png 882w, https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/197-300x231.png 300w, https:\/\/www.orlux-ag.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/197-768x592.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 882px) 100vw, 882px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n\n\n\n<p>Signifikant ist nur der Unterschied zu der kleinen Gruppe, die im Tieffluggebiet angibt, keinem Tiefflug ausgesetzt zu sein. (27) Trotzdem ist eine Trendaussage m\u00f6glich: Schon im ersten Jahr der Exponierung werden Versuche unternommen, die Belastung durch den Tiefflug zu verringern, etwa durch Beschwerdef\u00fchrung und andere unkonventionelle politische Aktionen. Obwohl die (aktive) Handlungsorientierung relativ zunimmt, bleiben die Anteile fatalistischer Haltung nahezu konstant. Dies k\u00f6nnte auf die der Erfolglosigkeit oder der Einsch\u00e4tzung eigener Ressourcen (28) zur Durchsetzung der Interessen folgende Resignation zur\u00fcckzuf\u00fchren sein.<br><br><strong>Zusammenfassung und Schlu\u00dffolgerungen<\/strong><br><br>Es konnte gezeigt werden, da\u00df der milit\u00e4rische Tiefflugbetrieb sowohl die Arbeitsprozesse bestimmter Berufsgruppen st\u00f6rt als auch unabh\u00e4ngig von der sozialen Stellung die famili\u00e4re Reproduktions- und Konsumptionssph\u00e4re beeintr\u00e4chtigt, in der neben der materiellen und psychosozialen Betreuung der Kinder und der Regeneration im allgemeinen auch andere Formen von Aktivit\u00e4ten und Gestaltungen tangiert werden. Letztlich wird der Tiefflugbetrieb von der \u00fcberwiegenden Mehrheit als Beeintr\u00e4chtigung der Entwicklung ihrer Pers\u00f6nlichkeit bzw. als massive Einschr\u00e4nkung ihrer selbstbestimmten Zeit seitens des Staats aufgefasst, der durch seinen Protagonisten, die Bundeswehr, in ihre Privatsph\u00e4re eingreift.<br><br>Eine Ver\u00e4nderung der Einstellung und Emotionalit\u00e4t zeigt sich in unserem Untersuchungsgebiet nach etwa zweij\u00e4hriger Tiefflugexponierung, das im Vergleich z.B. zur Vorderpfalz (29) oder auch anderen Regionen der Bundesrepublik ein verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringes Flugaufkommen aufweist. Dies kann bez\u00fcglich m\u00f6glicher L\u00f6sungsmodelle Relevanz haben, da das 49er Modell dazu geeignet scheint, die ohnehin geringe Akzeptanz von milit\u00e4rischen \u00dcbungen, insbesondere von Tiefflug\u00fcbungen, in der Bev\u00f6lkerung weiter zu reduzieren. Entsprechend den \u00dcberflugzahlen und den anderen oben genannten Unterschieden ist die Bev\u00f6lkerung in dem 150 Meter-Gebiet tendenziell einer gr\u00f6\u00dferen Belastungen ausgesetzt. Dies spiegelt sich auch in den Angstreaktionen und in den Einstellungen wider. Wir kommen zu dem Ergebnis, dass nicht nur die zul\u00e4ssigen Flugh\u00f6hen, die \u00dcberflugfrequenzen und Pegelst\u00e4rken, sondern noch weitere Merkmale wie das Vorhandensein einer TRA30 bzw. die Durchf\u00fchrung bestimmter \u00dcbungen wie Abfangjagden und simulierte Zielanfl\u00fcge mit zu den Belastungsfaktoren zu z\u00e4hlen sind. Solche \u00dcbungen bewirken Angst vor Abst\u00fcrzen. Es scheint uns nicht ausreichend, sogenannte objektive Belastungsparameter wie \u00dcberflugfrequenz, Pegel und Mindestflugh\u00f6hen zu der alleinigen Grundlage der Absch\u00e4tzung der Reaktionsdimension in der Bev\u00f6lkerung zu machen. Dazu m\u00fcssen auch t\u00e4tigkeitsspezifische Belastungen erfa\u00dft werden, um die Wirkung des Tiefflugbetriebs auf die verschiedenen Bev\u00f6lkerungsgruppen ad\u00e4quater einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen.<br><br>Der geschlechtsspezifische Unterschied, der bez\u00fcglich der Angst und den Einstellungen gegen\u00fcber dem Tiefflugbetrieb deutlich hervortritt, ist wohl den verschiedenen sozialisatorischen Aspekten der Geschlechter geschuldet und wird manifest durch die dem jeweiligen Geschlecht normativ gesetzten bzw. gesellschaftlich anerkannten Verhaltensweisen. Frauen verweilen in der Regel h\u00e4ufiger am Wohnort, sei es, weil sie dort arbeiten, sei es wegen der h\u00e4uslichen Aufgaben. Aufgrund des ihrer Rolle inh\u00e4renten F\u00fcrsorglichkeitsprinzips, stellen sie eher die psychosozial optimalen Bedingungen f\u00fcr die Kinder her. Damit korreliert eine auf Bed\u00fcrfnisse ausgerichtete Wahrnehmung, die nicht nur andere, sondern auch die eigene Person zum Gegenstand hat sowie eine haupts\u00e4chliche Orientierung auf soziale Beziehungen. M\u00e4nner hingegen sind eher von Technik fasziniert, gerade durch ihren Kontakt mit Waffen bei der Bundeswehr. Die m\u00e4nnliche Sozialisation ist zugleich ein sich Vorbereiten auf eine Welt, in der nur derjenige weiter kommt, der es versteht zu konkurrieren &#8211; sprich zu k\u00e4mpfen &#8211; und sich in den jeweiligen Situationen gegen\u00fcber den M\u00e4chtigeren opportun verh\u00e4lt. Sie ist u.a. von der Ein\u00fcbung solcher Verhaltens- und Herangehensweisen bestimmt (31). F\u00fcr Frauen sind Waffensysteme abstrakter (32) und bedrohlicher und deren Funktion entspricht auch nicht den normierten Auseinandersetzungsformen weiblichen Verhaltens. (33)<br><br>\u00c4ltere Personen stehen dem Tiefflugbetrieb eher positiv gegen\u00fcber. Dabei k\u00f6nnen Kohorteneffekte (34), spezifischen Situationen von Altersgruppen (z.B. Kindererziehung) oder der vielfach konstatierte Wertewandel (35) im Lichte der sich abzeichnenden Entspannung im Ost-West-Konflikt eine Rolle spielen. J\u00fcngere Kohorten mit h\u00f6herem Bildungsstatus orientieren sich eher an postmateriellen Werten. M\u00f6glicherweise ist die Belastung \u00e4lterer Personen aufgrund ihrer allgemein verminderten H\u00f6rf\u00e4higkeit geringer, obwohl die Gefahr von Geh\u00f6rsch\u00e4digungen36 in allen Altersgruppen vorhanden ist.<br><br>Die Basis in der Bev\u00f6lkerung, in der die Tieffl\u00fcge als Teil der derzeitigen Verteidigungsanstrengungen einen eher positiven Widerhall finden oder eher eine indifferente Einstellung vorherrscht, ist mit 25 bis 40 Prozent jedenfalls klein. Diesen Bef\u00fcrwortern stehen nach unseren Daten mindestens 60 Prozent explizite Tieffluggegner gegen\u00fcber. Mit diesem Verh\u00e4ltnis steht ein Teil des Inhalts der offiziellen Formel &#8222;Verteidigung + Entspannung = Sicherheit&#8220; seitens der Bev\u00f6lkerung zur Disposition.<br><br>In unserer Untersuchung fordern 64 Prozent der Befragten die Einstellung von Tieffl\u00fcgen. Dies ist eine eindeutige Aussage seitens der betroffenen Bev\u00f6lkerung, der, nach den Ver\u00e4nderungen in den Warschauer Vertrags Staaten, ein neues Verteidigungskonzept gegen\u00fcbergestellt wird, in dem der Luftwaffe immer noch eine zentrale Rolle zugewiesen wird, was darauf schlie\u00dfen l\u00e4\u00dft, da\u00df \u00fcber der Bundesrepublik Deutschland weiterhin Tiefflug\u00fcbungen stattfinden werden.<br><br><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>(1) Siehe hierzu Hagena (1990) und Achilles (1987).<\/p>\n\n\n\n<p>(2) W\u00e4hrend der Explorationsphase, die in verschiedenen Regionen der Bundesrepublik durchgef\u00fchrt wurde, entstand der Eindruck, da\u00df die Tiefstfluggebiete deutlich st\u00e4rkeren Belastungen ausgesetzt seien.<\/p>\n\n\n\n<p>(3) In den tiermedizinischen Untersuchungen der Universit\u00e4t Hannover zeigt sich ein Unterschied zwischen der Flugh\u00f6he, die Piloten angaben und der vom Boden aus mit einem Goniometer ermittelten (Brach, 1983: S. 59-63).<br><br>(4) Curio\/Ising (1986) weisen auf das bedrohliche visuelle Erscheinungsbild eines Tieffliegers hin und erachten eine Trennung zwischen L\u00e4rm und Erscheinungsbild als problematisch.<br><br>(5) Angst wird in der Psychologie h\u00e4ufig unterschieden in eine &#8222;Zustandsangst&#8220;, die situationsspezifisch ist und in eine Eigenschaft oder Disposition \u00e4ngstlich zu sein, was als Pers\u00f6nlichkeitsmerkmal gilt (vgl. Schwarzer, 1981). Wir k\u00f6nnen keine Angaben \u00fcber die Verbreitung von Angst als Eigenschaft oder Disposition machen. Ebensowenig k\u00f6nnen wir Aussagen treffen \u00fcber die Korrelation zwischen der von uns gemessenen Existenzangst und der Verbreitung von Angstdispositionen in der Bev\u00f6lkerung. Uns interessierten in diesem Zusammenhang nur die Fragen: Wie verteilen sich die durch den milit\u00e4rischen Tiefflugbetrieb erzeugten Angstzust\u00e4nde und wieviel Einflu\u00df haben Bedrohungswahrnehmung und Bef\u00fcrchtungen existenzieller Art auf die Bewertung und Einsch\u00e4tzung des Tiefflugbetriebs.<br><br>(6) Wir beziehen uns nicht auf \u00c4ngstlichkeit als Pers\u00f6nlichkeitsmerkmal, sonder auf Erwartungs\u00e4ngste oder \u00c4ngste vor antizipierten Ereignissen. Die Angst kann im Lauf der Zeit in das &#8222;Selbstmodell&#8220; (Schwarzer, 1981: 80) eingehen, so da\u00df f\u00fcr wiederkehrende Situationen eine quasi abgespeicherte Situationseinsch\u00e4tzung vorliegt, die aktiviert wird. Das Individuum nimmt die Erregungszust\u00e4nde wahr und interpretiert sie unter Heranziehung der abgespeicherten Situationseinsch\u00e4tzung als Angst. \u00dcberfl\u00fcge mit hohen Pegelspitzen l\u00f6sen bei einer Vielzahl der Befragten somatische Reaktionen aus, die sowohl als Angstreaktion als auch als Beeintr\u00e4chtigung der Gesundheit gedeutet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>(7) Bez\u00fcglich der Angst sind die Mittelwerte\/Standardsch\u00e4tzfehler des Mittelwertes f\u00fcr das Kontrollgebiet: 1,559\/0,138, Area 6: 2,16\/0,041, 150 Meter-Gebiet: 2,482\/0,06. Chisquare=63,19 bei p &lt; 0,001. Die Kategorien sind mit folgenden Werten in die Berechnung eingegangen: 0=Indifferent, 1=keine Angst, 2=Bedrohung, 3=Existenzangst.<br><br>(8) Der Untersuchung von Volmerg u.a. (1983) k\u00f6nnen wir Hinweise \u00fcber bestimmte sozialisatorische Wirkungen des Aufenthalts von M\u00e4nnern bei der Bundeswehr entnehmen. M\u00e4nner bekommen ein besonderes Verh\u00e4ltnis zu Waffen, wobei h\u00e4ufig das Zerst\u00f6rungspotential zur\u00fccktritt zugunsten der Faszination durch die technische Seite von Waffensystemen (a.a.O .: 197f). Femer bleibt die Erinnerung an kollektive Erlebnisse, welche die Ohnmacht des Einzelnen gegen\u00fcber den autorit\u00e4ren Strukturen zur\u00fcckdr\u00e4ngt. Unter Zugrundelegung dieses Erfahrungskontextes ist es wahrscheinlich, da\u00df ein gro\u00dfer Anteil der Befragten &#8211; u.a. auch zur Reduzierung kognitiver Dissonanz &#8211; eher auf die positiven Erfahrungen des Wehrdienstes und seine Vertrautheit mit verschiedenen Waffensystemen &#8211; der Umgang vermindert die Angst &#8211; rekurriert, wenn es darum geht, \u00dcbungen der Bundeswehr &#8211; in unserem Fall Tieffl\u00fcge &#8211; zu beurteilen.<\/p>\n\n\n\n<p>(9) Bei den wenigen Befragten, die angeben, nicht vom Tiefflug betroffen zu sein, obwohl sie in unserem Datensatz den Tieffluggebieten zugeordnet wurden, handelt es sich zum gr\u00f6\u00dften Teil um Wochenendaufenthalter, die eigentlich au\u00dferhalb der Tieffluggebiete wohnen. Bei dem Rest handelt es sich um den Tiefflug extrem verdr\u00e4ngende Individuen mit inkonsistentem Antwortverhalten.<br><br>(10) Mittelwerte und Standardsch\u00e4tzfehler des Mittelwerts: kein Tf .: 1,92\/0,17, -2 Jahre: 2,18\/0,14, 2-5 Jahre: 2,6\/0,07, 5-10 Jahre: 2,63\/0,05, \u00fcber 10 Jahre: 2,54\/0,06. Die Werte der Kategorien sind: 1: keine Angst, 2: Bedrohung, 3: Existenzangst.<\/p>\n\n\n\n<p>(11) Erschwert wird die Interpretation dadurch, da\u00df unser Erhebungsinstrument kaum Aussagen \u00fcber intervenierende Faktoren zul\u00e4sst und durch die politischen Implikationen des \u00dcbungsbetriebs. Es ist gut m\u00f6glich, da\u00df in einzelnen F\u00e4llen nicht in erster Linie der L\u00e4rm die Einstellung zum Tiefflugbetrieb bestimmt, sondern eine bestimmte Werthaltung.<br><br>(12) Die Art der Betroffenheit, ob jemand konkret oder nur abstrakt, ist ein wichtiger Faktor f\u00fcr Einstellungen.<\/p>\n\n\n\n<p>(13) Letztere machen knapp drei Prozent des gesamten Samples aus.<br><br>(14) Kontrollgebiet: MW=2,25\/Semean=0,17; Area 6: 2,56\/0,09; 150 Meter-Gebiet: 2,77\/0,095; Chisquare=16,47, p=0,036. Kodierung: 0: Indifferent, 1: Bef\u00fcrworter, 2: Alternativen, 3: Kein Zusammenhang, 4: gef\u00e4hrdet Sicherheit.<br><br>(15) Schichtspezifische Unterschiede korrelieren mit anderen Belastungsquellen, z.B. Stra\u00dfenverkehrsl\u00e4rm. Eine Studie von Uniroyal (o.V., 1989) belegt, da\u00df h\u00f6here Einkommensschichten durch Stra\u00dfenverkehrsl\u00e4rm kaum belastet werden, weil sie in Wohngegenden residieren, deren Wohnqualit\u00e4t ihren Preis hat. Auch in der Flugl\u00e4rmuntersuchung der DFG (1974) deutet sich eine \u00fcberwiegende Flugl\u00e4rmbelastung unterer Einkommensschichten an. Offensichtlich sind einkommensst\u00e4rkere Gruppen nicht nur w\u00e4hlerischer bez\u00fcglich der Wohngegend, sondern zugleich auch mobiler. W\u00e4hrend sowohl Stra\u00dfen- bzw. Verkehrsf\u00fchrung und An- und Abflugstrecken bei Flugh\u00e4fen \u00fcberwiegend festliegen, ist dies bei dem milit\u00e4rischen \u00dcbungsbetrieb nicht der Fall.<\/p>\n\n\n\n<p>(16) Trotz der vielfach konstatierten Aufl\u00f6sung der Unterschiede zwischen Land- und Stadtbev\u00f6lkerung (vgl. U. Beck, 1986: 121ff) gehen wir davon aus, da\u00df Frauen auf dem Land &#8211; aufgrund der konservierenden Wirkung der sozialen Netzwerke &#8211; eher der &#8222;traditionelle(n) weibliche(n) Geschlechtsrollenidentit\u00e4t&#8220; (G. Nunner-Winkler, 1989: 175) und damit dem F\u00fcrsorglichkeitsprinzip verhaftet bleiben, in dessen Zentrum die Wahrnehmung und die Erf\u00fcllung der Bed\u00fcrfnisse anderer steht (vgl. E. Beck-Gemsheim, 1983: 323).<\/p>\n\n\n\n<p>(17) Siehe hierzu Becker-Schmidt, 1983: 253.<br><br>(18) Hinzuzurechnen sind noch Bef\u00fcrchtungen, die Kinder k\u00f6nnten durch den Tiefflugbetrieb in ihrer Entwicklung beeintr\u00e4chtigt werden und sp\u00e4ter hinsichtlich ihrer Marktchancen benachteiligt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>(19) &#8222;Als &#8218;moderierend&#8216; ( &#8230; ) soll eine Variable gelten, ( &#8230; ) wenn sie &#8211; ohne selbst bedeutsam mit dem Stimulus in Beziehung zu stehen &#8211; mit der Reaktion auf den Stimulus korreliert; d.h. wenn sie einen vom Stimulus unabh\u00e4ngigen Beitrag zur Vorhersage der Reaktion leistet ( &#8230; )&#8220; (Sch\u00fcmer-Kohrs\/Sch\u00fcmer, 1974: 159).<br><br>(20) Mittelwerte\/Semean sind: kein Tf .: 2,16\/0,28, -2 Jahre: 2.84\/0,21, 2-5 Jahre: 2,86\/0,14, 5-10 Jahre: 2,84\/0,11, \u00fcber 10 Jahre: 2,89\/0,11. Die Werte der Kategorien sind: 0: Indifferent, 1: Tiefflug notwendig, 2: Alternnativen, 3: kein Zusammenhang, 4: gef\u00e4hrdet Sicherheit.<\/p>\n\n\n\n<p>(21) Das 49er Modell beinhaltet die Einteilung der gesamten Bundesrepublik in 49 Tiefstfluggebiete, welche im Zuge eines Rotationsverfahrens, um der &#8222;gerechten Verteilung der Verteidigungslasten&#8220; (vgl. Meyer, 1989) willen, reihum f\u00fcr Tiefstfl\u00fcge (75 Meter) genutzt werden sollten. Hinzu kommt die neuere Diskussion um die Nutzung eines Teils der ADIZ (Luftverteidigungs- und Identifizierungszone), in der unser Kontrollgebiet liegt.<br><br>(22) Vgl. auch Estermann, 1989: 134.<br><br>(23) So f\u00fchrten 21 Prozent in dem 75 Meter-Gebiet und 36 Prozent im 150 Meter-Gebiet verschiedene Handlungen, auch passive wie Fenster abdichten oder wegfahren zur Reduzierung der Belastung durch den Tiefflugbetrieb durch.<br><br>(24) Mittelwerte\/Semean: Kontrollgebiet: 0,731\/0,10, Area 6: 1,753\/0,05, 150 Meter: 2,066\/0,05. Chisquare=177,88, p &lt;0,001. 0: Indifferent, 1: Keine Belastung, 2: Fatalistisch, 3: Aktiv.<\/p>\n\n\n\n<p>(25) Gew\u00f6hnung wird hier nicht als Gew\u00f6hnung an sich aufgefasst. In diesem Kontext interpretieren wir &#8217;sich schlechter gew\u00f6hnen&#8216; als ein ohnm\u00e4chtiges Hinnehmen widriger Umst\u00e4nde beziehungsweise eine sich schnell einstellende resignative Haltung, ein Handeln, das bestenfalls in Stereotypen verharrt, wenn das gewohnte Repertoire keinen Erfolg zeigt. Demgegen\u00fcber stehen solche Personen, die flexibel mit langfristig angelegten, auf st\u00e4ndiger Aufnahme von Informationen basierendem, an Strategien orientiertem Handeln agieren.<br><br>(26) Kollektive Protestaktionen f\u00fchrten h\u00e4ufiger zu einer kurzzeitigen Abnahme des milit\u00e4rischen Flugaufkommens.<\/p>\n\n\n\n<p>(27) Die Mittelwerte\/Semean sind: kein T .: 1,3\/0,16, -2 Jahre: 2,09\/0,09, 2-5 Jahre: 2,15\/0,06, 5-10 Jahre: 2,16\/0,05, \u00fcber 10 Jahre: 2,11\/0,05. Kodierung: 0: Indifferent, 1: keine Belastung, 2: Fatalistisch, 3: Aktiv.<br><br>(28) Wippler zufolge geh\u00f6ren Ressourcen wie Bildung und ein entsprechendes Einkommen zur Herstellung von Lebensqualit\u00e4t. Ohne die entsprechende Bildung ist es nicht m\u00f6glich, eine sich ver\u00e4ndernde soziale Umwelt zu bew\u00e4ltigen; die Folge ist zumeist ein Einbruch in der Lebensqualit\u00e4t. Ebenso fehlen dann h\u00e4ufiger die informellen Netzwerke, die eine gr\u00f6\u00dfere Einflu\u00dfchance hinsichtlich der Durchsetzung der eigenen Interessen gew\u00e4hrleisten.<br><br>(29) Siehe Projektgruppe FLUG (1987)<br><br>(30) Siehe S. 184<\/p>\n\n\n\n<p>(31) Vgl. Volmerg u.a., 1983, S. 199ff.<br><br>(32) Nunner-Winkler (1989) kommentiert Ergebnisse einer Studie, in der jugendliche Probanden Stellung zu verschieden Themen beziehen sollten. Die Autorin kommt zu dem Schlu\u00df, &#8222;da\u00df die Bereitschaft, allgemeine moralische Prinzipien kontextsensitiv anzuwenden, nicht eine Frage der Geschlechtszugeh\u00f6rigkeit, sondern vielmehr eine Frage der Betroffenheit oder auch eine Frage der Reife des moralischen Urteils&#8220; ist (S. 166f).<br><br>(33) Vgl. Volmerg u.a., 1983, S. 167ff.<br><br>(34) So wird in der SOWI Studie Nr. 23 von Lucian Kem (1989) bei Jugendlichen im wehrf\u00e4higen Alter eine Verschiebung der Bedrohungswahrnehmung von der milit\u00e4rischen &#8222;traditionellen Bedrohung&#8220; d.h. \u00f6stlichen (a.a.O., S. 30), hin zu \u00f6kologischen und atomaren (z.B. Nuklearkrieg) Katastrophen. Der Kontext, in dem das empirische Material untersucht wird, ist die Feststellung einer allgemeinen &#8222;Legitimationskrise der Bundeswehr&#8220; (a.a.O., S. 1). Von den in der erw\u00e4hnten Studie Befragten wird zwar die milit\u00e4rische Verteidigung nicht grunds\u00e4tzlich in Frage gestellt, sondern nur dann, wenn dabei bestimmte Mittel zum Einsatz kommen sollen. Wir vermuten, da\u00df \u00e4hnliche Grundeinstellungen zur Verteidigung versus Einstellungen zu dem besonderen Mittel Tiefflug in unserem Sample vorliegen.<\/p>\n\n\n\n<p>(35) Vgl. besonders Inglehart (1977). Kritisch dazu Dalton (1986).<br><br>(36) Vgl. z.B. Spreng u.a., 1987.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Literatur<\/strong><br><br>Arbeitsgruppe Sozialberichterstattung: Entwicklung der Wohlfahrt. Ver\u00e4nderte Lebensbedingungen und Einstellungen, WZB-Mitteilungen 47, Berlin, 1990, S. 16-20<br><br>Achilles, O. (Hrsg.): Tiefflug, Bomheim, 1987<br><br>Beck, U .: Risikogesellschaft, Frankfurt\/M, 1986<br><br>Beck-Gernsheim, E .: Vom &#8222;Dasein f\u00fcr andere&#8220; zum Anspruch auf ein St\u00fcck &#8222;eigenes Leben&#8220;, Soziale Welt, 1983, S. 307-340<br><br>Becker-Schmidt, R .: Einleitende Bemerkungen, in: Soziale Welt, SB 2: Soziale Ungleichheiten, 1983, S. 249-254<br><br>Brach, W .: Untersuchungen \u00fcber den Einflu\u00df von Flugl\u00e4rm auf die peri- und postpartalen Verluste beim Farmnerz (Mustela vison f. dom.), Dissertation, Tier\u00e4rztliche Hochschule Hannover, Hannover, 1983<br><br>Curio, I., Ising, H .: Gesundheitliche Auswirkungen des milit\u00e4rischen Tiefflugl\u00e4rms &#8211; Vorstudie, UBA Forschungsbericht 86105 01 112, Berlin, 1986<br><br>Dalton, R. J .: Wertewandel oder Wertwende &#8211; Die neue Politik und Parteienpolarisierung, in: Klingemann, H .- D., Kaase, M. (Hrsg.): Wahlen und politischer Proze\u00df, Opladen, 1986, S. 427-454<br><br>Estermann, J .: Rezeption von Umweltbedingungen, in: Hoffmann-Nowotny (Hrsg.): Kultur und Gesellschaft. Beitr\u00e4ge der Forschungskommitees, Sektionen und Ad-hoc-Gruppen, Z\u00fcrich, 1989, S. 133-135<br><br>Gei\u00dfler, R .: Politische Ungleichheit: Soziale Schichtung und Teilnahme an Herrschaft, in: Gei\u00dfler, R. (Hrsg.): Soziale Schichtung und Lebenschancen in der Bundesrepublik, Stuttgart, 1987, S. 50-78<\/p>\n\n\n\n<p>Hagena, H .: Tiefflug in Mitteleuropa &#8211; Chancen und Risiken offensiver Luftkriegsoperationen, Baden-Baden, 1990<br><br>Heine, H., Mautz, R .: Industriearbeiter contra Umweltschutz? &#8211; Eine SOFI-Studie, Frankfurt\/M, New York, 1989<br><br>Inglehart, R .: The Silent Revolution, Princeton, 1977<br><br>Kaufmann, F. X .: Sicherheit als soziologisches und sozialpolitisches Problem, Stuttgart, 1973<br><br>Kern, L .: Bedrohungswahrnehmung, Akzeptanz milit\u00e4rischer Verteidigung und Ver\u00e4nderung von Grundorientierungen bei Jugendlichen, SOWI-Arbeitspapier Nr. 23, M\u00fcnchen, 1989<br><br>Kudera, W., Ruff, K., Schmidt, R .: Zur Interessenorientierung und Interessenstrategie von Angestellten, in: Matthes J. (Hrsg.): Sozialer Wandel in Westeuropa, Frankfurt\/M, New York, 1979, S. 341-353<br><br>Kudera, W., Ruff, K., Schmidt, R .: Blue collar &#8211; white collar: grey collar? &#8211; Zum sozialen Habitus von Arbeitern und Angestellten in der Industrie, Soziale Welt, 1983, S. 201-227<br><br>Meyer, C .: Kognitive Dissonanz in der Kontroverse um den Tiefflug, Diplomarbeit, Freie Universit\u00e4t Berlin, 1989<br><br>Moran, S.V., Gunn, W.J., Loeb, M .: Annoyance by aircraft noise and fear of overflying airkraft in relation to attitudes toward the environment and community, The Journal of Auditory Research 21, 1981, S. 217-225<br><br>Naumann, A .: Milit\u00e4rischer Tiefflugbetrieb und L\u00e4rmbelastung im Luftraum \u00fcber der Bundesrepublik Deutschland, Jahrbuch der Luftwaffe, 14, 1981, S. 102-111<br><br>Nunner-Winkler, G .: Gibt es eine weibliche Moral?, in: Haller, M., Hoffmann-Nowotny, H .- J., Zapf, W. (Hrsg.): Kultur und Gesellschaft, Frankfurt\/M, New York, 1989, S. 165-178<br><br>Oremus, D .: Sozialwissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Flugl\u00e4rm, in: Projektgruppe FLUG, Estermann, J. (Hrsg.): Tieffluguntersuchung Norddeutschland &#8211; Erhebung 1987, Berlin, 1988, S. 27-36<br><br>Ostner, I .: Beruf und Hausarbeit &#8211; Die Arbeit der Frau in unserer Gesellschaft, Frankfurt\/M, New York, 1979<br><br>Popitz, H., Bahrdt, H.P., J\u00fcres, E.A., Kesting, H .: Das Gesellschaftsbild des Arbeiters. Soziologische Untersuchungen in der H\u00fcttenindustrie, T\u00fcbingen, 1957 (3. A. 1967)<br><br>Projektgruppe FLUG: Belastung der Bev\u00f6lkerung durch milit\u00e4rische Tieffl\u00fcge. Eine empirische Untersuchung, Mitteilungen aus dem Schwerpunkt Methodenlehre des Instituts f\u00fcr Soziologie, Freie Universit\u00e4t Berlin, 1987<br><br>Sauer, C., Kumpf, M., Volkmann, H .: Kognitive Moderatoren der Wirkung von L\u00e4rm, Zeitschrift f\u00fcr exp. und angew. Psychologie, Bd. 27, Heft 1, 1980, S. 120-134<br><br>Schl\u00f6sser, M .: Freizeit und Familienleben von Industriearbeitern,Frankfurt\/M, New York, 1981<br><br>Sch\u00fcmer-Kohrs, A., Sch\u00fcmer, R .: Der sozialwissenschaftliche Untersuchungsteil, in: DFG-Forschungsbericht Flugl\u00e4rmwirkungen Hauptbericht, Bonn-Bad Godesberg, 1974, S. 150-246<br><br>Schwarzer, R .: Stre\u00df, Angst und Hilflosigkeit, Stuttgart u.a., 1981<br><br>Spreng, M., Leupold, S., Emmert, B .: M\u00f6gliche Geh\u00f6rsch\u00e4den durch Tiefflugl\u00e4rm, UBA Forschungsbericht 10501 213\/04, Erlangen-N\u00fcrnberg, 1987<br><br>Uniroyal-Verkehrsuntersuchung (o.Verf.), in: Umwelt Magazin, Heft 10, 1989, S. 76-77<br><br>Volmerg, B., Volmerg, U., Leith\u00e4user, T .: Kriegs\u00e4ngste und Sicherheitsbed\u00fcrfnis. Zur Sozialpsychologie des Ost-West-Konflikts im Alltag, Frankfurt\/M, 1983<br><br>Wippler, R .: Kulturelle Ressourcen, gesellschaftlicher Erfolg und Lebensqualit\u00e4t, in: Haferkamp u.a. (Hrsg.): Soziale Ungleichheit, 1986, S. 221-254<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weiterlesen Kampf ums Recht, Abstracts\u00a9 ProLitteris, Josef Estermann Wirkungen von Tiefflug\u00fcbungen in Norddeutschland &#8211;Angst, Einstellungen und Handlungsmuster verschiedener Strata Dieter Oremus, Josef Estermann, Institut f\u00fcr Soziologie, Freie Universit\u00e4t Berlin, Grafik Vera Rothamel Einleitung, Anlage und Durchf\u00fchrung der Untersuchung Die Notwendigkeit des milit\u00e4rischen Tiefflugbetriebs der Bundeswehr und der alliierten Streitkr\u00e4fte wird zwischen der betroffenen Bev\u00f6lkerung und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=3371\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Wirkungen von Tiefflug\u00fcbungen in Norddeutschland<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-3371","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3371"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3371\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3688,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3371\/revisions\/3688"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}