{"id":88,"date":"2010-04-20T17:38:59","date_gmt":"2010-04-20T15:38:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=88"},"modified":"2025-05-03T20:45:18","modified_gmt":"2025-05-03T18:45:18","slug":"interdisziplinare-rechtsforschung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=88","title":{"rendered":"Auswirkungen der Drogenrepression"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"\/bild\/9783907230015_.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/bild\/9783907230015.jpg\" alt=\"beschreibung\" title=\"titel\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Sammelband mit 32 Beitr\u00e4gen<\/p>\n\n\n\n<p>272 S. &#8211; 22,0 x 16,0 cm<\/p>\n\n\n\n<p>Preis&nbsp; Fr. 50.-&nbsp; Eur 50.-<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=2407\"><strong>Weiterlesen<\/strong><\/a><br>\u00a9 ProLitter<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pl01.owen.prolitteris.ch\/na\/plzm.9cc3862f-3e82-45a8-b113-9780a05ec8bf\" width=\"1\" height=\"1\">is, Josef Estermann <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andr%C3%A9_Seidenberg\">Zu den AutorInnen auf Wikipedia<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=8\">Bestellen<\/a><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Robert H\u00e4mmig<\/li>\n\n\n\n<li>Andr\u00e9 Seidenberg<\/li>\n\n\n\n<li>Josef Estermann<\/li>\n\n\n\n<li>Andreas Fuhrer<\/li>\n\n\n\n<li>Joachim Nelles<\/li>\n\n\n\n<li>Christoph Maeder<\/li>\n\n\n\n<li>Heino St\u00f6ver<\/li>\n\n\n\n<li>Jutta Jakob<\/li>\n\n\n\n<li>Hans Schultz<\/li>\n\n\n\n<li>Christian Buschan<\/li>\n\n\n\n<li>Beat Z\u00fcrcher<\/li>\n\n\n\n<li>Norbert Klossner<\/li>\n\n\n\n<li>Judith Voney<\/li>\n\n\n\n<li>Thomas Hansjakob<\/li>\n\n\n\n<li>Heiner Bosch<\/li>\n\n\n\n<li>Wolfgang Lesting<\/li>\n\n\n\n<li>Robert B\u00f6hm <\/li>\n\n\n\n<li>M. Samui<\/li>\n\n\n\n<li>Piitsch Galbier<\/li>\n\n\n\n<li>Raphael Calzaferri<\/li>\n\n\n\n<li>Michael R. Gr\u00fcninger<\/li>\n\n\n\n<li>Yolanda Uebelhardt<\/li>\n\n\n\n<li>Paul Weber<\/li>\n\n\n\n<li>Regine Linder<\/li>\n\n\n\n<li>Oliviero Pettenati<\/li>\n\n\n\n<li>Olaf Gersemann<\/li>\n\n\n\n<li>Ingo Pies<\/li>\n\n\n\n<li>Urs W. Studer<\/li>\n\n\n\n<li>Akzept E.V.<\/li>\n\n\n\n<li>David Winizki<\/li>\n\n\n\n<li>Boris Boller<\/li>\n\n\n\n<li>Wolfgang Schneider<\/li>\n\n\n\n<li>Ute Herrmann<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einleitung des Herausgebers<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Josef Estermann<\/strong><br><br>Nachdem unsere Forschungsgruppe an der Universit\u00e4t Bern vom Schweizer Bundesamt f\u00fcr Gesundheit den Auftrag erhalten hatte, Pr\u00e4valenz und Inzidenz des Konsums sogenannter harter, illegaler Drogen zu analysieren, wurde im Verlauf des Forschungsprojektes klar, welche immense Bedeutung die Repression f\u00fcr den Verlauf von Drogenkarrieren hat. Nicht nur stammten zu diesem Zeitpunkt die einzigen halbwegs validen Daten, die f\u00fcr eine Epidemiologie des Drogenkonsums h\u00e4tten verwendet werden k\u00f6nnen, aus dem Bereich der Repression. Es zeigte sich auch, dass repressive Eingriffe einen Einfluss auf den Gesundheitsszustand der Konsumierenden haben k\u00f6nnen. Dabei waren insbesondere infektionsepidemiologische \u00dcberlegungen um die Verbreitung von HIV (AIDS) und Hepatitis (vor allem die HB- und HC-Viren) und die Situation im Strafvollzug sowie Fragen der sozialen Verelendung von Interesse.<br><br> Nach dem Abschluss des epidemiologischen und des qualitativen Teils der Studie und der Identifikation von protektiven Faktoren war es unabdingbar, neben dem Drogenkonsum die Repression selbst einer n\u00e4heren Betrachtung zu unterziehen. Dies umso mehr, als sich der Status der Repression seit den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wesentlich ver\u00e4ndert hatte. Die umfassende Darstellung der Auswirkungen der Drogenrepression war jedoch durch eine einzelne Forschungsgruppe nicht zu leisten, so dass namhafte Wissenschaftlerinnen, Praktiker und Politikerinnen eingeladen wurden, die Repressionsauswirkungen, den Status und die zu erreichenden Ziele jeweils in dem von ihnen bearbeiteten Bereich zu beschreiben. Die Ergebnisse sind in dem vorliegenden Sammelband zusammengestellt. Allerdings sind hier diejenigen Stimmen, die repressiven Ans\u00e4tzen den Vorzug geben, ausserhalb der Bereiche Polizei und Justiz kaum vertreten. Dies wiederum ist ein Spiegel der wissenschaftlichen Diskussion, die sich in den vergangenen Jahren von repressiven Ans\u00e4tzen weit entfernt hat.   <br><br> Der erste Abschnitt des  vorliegenden Sammelbandes, <em>&#8222;Drogenrepression und Gesundheit&#8220;<\/em>, beleuchtet die medizinische und sozialmedizinischen Aspekte. <em>Robert H\u00e4mmig<\/em> macht auf die historische Entwicklung der Drogenprohibition und ihre Auswirkungen auf die Verbreitung von Infektionskrankheiten aufmerksam, w\u00e4hrend <em>Andr\u00e9 Seidenberg<\/em> den bedenklichen Gesundheitszustand und die Mortalit\u00e4t (Sterblichkeit) der patienten aufzeigt. Beide Autoren kommen zum Schluss, dass die Prohibition sowohl Morbidit\u00e4t (Krankheitsstand) als auch Mortalit\u00e4t der Konsumierenden negativ beeinflusst. Diese Erkenntnisse decken sich mit den weiter unten abgedruckten Berichten der Betroffenen und der Betreuer. Der folgende Artikel von <em>Josef Estermann<\/em> schl\u00e4gt die Br\u00fccke zwischen Opiatabgabeprogrammen und Drogenrepression und zeigt die Auswirkungen kriminalit\u00e4tsbedingter Desozialisation auf. <br><br> Der folgende Abschnitt \u201e<em>Drogen im Strafvollzug<\/em>\u201c ber\u00fchrt das besonders sensible Problem der Behandlung Drogenabh\u00e4ngiger im Gef\u00e4ngnis. Strafvollzugsanstalten haben auf der einen Seite Verurteilte aufzunehmen, die gerade aufgrund ihres Rauschmittelkonsums beziehungsweise der gesellschaftlichen Bedingungen dieses Konsums und der problematischen und mangelhaften individuellen Verarbeitung dieser Bedingungen straff\u00e4llig geworden sind. Die immer h\u00e4ufiger werdende und zur Zeit j\u00e4hrlich Tausende von Personen betreffende Einweisung von Drogens\u00fcchti\u00adgen und -h\u00e4ndlern in die Strafanstalten hat dazu gef\u00fchrt, dass in diesen veritable Drogensubkulturen entstanden sind. Dadurch entstanden Legitimationsschwierig\u00adkeiten des Strafvollzugs, deren fehlende Thematisierung verantwortlich gemacht werden kann f\u00fcr hunderte von zus\u00e4tzlichen Infektionen durch HIV, Hepatitiden und anderen Infektionskrankheiten. <em>Andreas Fuhrer<\/em> und <em>Joachim Nelles<\/em> berichten \u00fcber ein \u00e4usserst erfolgreiches Interventions- und Forschungsprojekt in der Frauenvoll\u00adzugsanstalt Hindelbank. Es konnte gezeigt werden, dass die Spritzenabgabe, die implizit bedeutet, dass die Existenz der Drogensubkultur in den Strafanstalten end\u00adlich anerkannt wird, sehr positive Effekte gezeigt hat. Ihr kommt eine zentrale Rolle bei der Pr\u00e4vention von Infektionskrankheiten zu. <em>Christoph M\u00e4der<\/em> analysiert diese Subkultur qualitativ. Die Akzeptanz der Lebenswelt der vielleicht auch wegen Ver\u00adsorgungs- und Finanzengp\u00e4ssen gerade abstinenten oder aber mit geringer Dosis lebenden Abh\u00e4ngigen durch die Angestellten im Strafvollzug wird als Konstituti\u00adonsbedingung f\u00fcr das Funktionieren der Anstalten verdeutlicht. <em>Heino St\u00f6ver<\/em> und <em>Jutta Jakob<\/em> berichten \u00fcber den Stand der Infektionsprophylaxe in deutschen Straf\u00adanstalten und \u00fcber die Bem\u00fchungen um \u201eharm reduction\u201c in diesen Institutionen. Deutlich wird, wie gering <em>in praxi<\/em> die Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz sind und wie wichtig eine Entlastung des Strafvollzugs von Drogenab\u00adh\u00e4ngigen f\u00fcr die Volksgesundheit ist.  <br><br> Der dritte Abschnitt besch\u00e4ftigt sich mit<em> Polizei, Rechtspflege und Rechtswissen\u00adschaft<\/em>. Vorab wird der Status der Kriminalisierung des Drogenkonsums und der kriminalstatistische Rahmen durch den Herausgeber dargelegt. Als zentraler histo\u00adrischer Beitrag folgt der Abdruck eines Referates von <em>Hans Schultz<\/em> aus dem Jahre 1972. Kurzlebig ist das kollektive Ged\u00e4chtnis bez\u00fcglich der Diskussion um die Drogenprohibition, so dass hier mit den Vorurteilen, die Strafbarkeit des Konsums illegaler Drogen w\u00e4re schon immer Konsens gewesen, die entsprechende Rechts\u00adlage w\u00e4re schon uralt und die massive Epidemie des Opiatgebrauchs w\u00e4re j\u00fcngsten Datums, dringend aufger\u00e4umt werden muss. Es folgen die Beitr\u00e4ge aus verschiede\u00adnen Schweizer Polizeiorganisationen (<em>Christian Buschan<\/em>, Bundesamt f\u00fcr Polizei\u00adwesen, <em>Beat Z\u00fcrcher<\/em> und <em>Norbert Klossner<\/em>, Stadtpolizei Z\u00fcrich, <em>Judith Voney<\/em>, Kantonspolizei Bern), die deutlich machen, dass der Polizei ein Verzicht auf die Strafbarkeit des Drogenkonsums eher schwer fallen d\u00fcrfte. <em>Thomas Hansjakob<\/em> beschreibt die Verfolgung von Drogenkonsum und -handel aus der Sicht eines Untersuchungsrichters und <em>Heiner Bosch<\/em> aus der Sicht der Polizeiforschung mit Schwergewicht auf die Bedeutung der umfassenden Fahndungsdateien und der Tiefe der Registrierung in diesem Bereich. Schlie\u00dflich referiert <em>Wolfgang Lesting<\/em> \u00fcber die sogenannte offene Szene und Probleme des Polizeirechts und der b\u00fcrgerli\u00adcher Freiheiten bei deren Unterdr\u00fcckung.   <br><br> Der dritte Abschnitt besch\u00e4ftigt sich mit<em> Polizei, Rechtspflege und Rechtswissen\u00adschaft<\/em>. Vorab wird der Status der Kriminalisierung des Drogenkonsums und der kriminalstatistische Rahmen durch den Herausgeber dargelegt. Als zentraler histo\u00adrischer Beitrag folgt der Abdruck eines Referates von <em>Hans Schultz<\/em> aus dem Jahre 1972. Kurzlebig ist das kollektive Ged\u00e4chtnis bez\u00fcglich der Diskussion um die Drogenprohibition, so dass hier mit den Vorurteilen, die Strafbarkeit des Konsums illegaler Drogen w\u00e4re schon immer Konsens gewesen, die entsprechende Rechts\u00adlage w\u00e4re schon uralt und die massive Epidemie des Opiatgebrauchs w\u00e4re j\u00fcngsten Datums, dringend aufger\u00e4umt werden muss. Es folgen die Beitr\u00e4ge aus verschiede\u00adnen Schweizer Polizeiorganisationen (<em>Christian Buschan<\/em>, Bundesamt f\u00fcr Polizei\u00adwesen, <em>Beat Z\u00fcrcher<\/em> und <em>Norbert Klossner<\/em>, Stadtpolizei Z\u00fcrich, <em>Judith Voney<\/em>, Kantonspolizei Bern), die deutlich machen, dass der Polizei ein Verzicht auf die Strafbarkeit des Drogenkonsums eher schwer fallen d\u00fcrfte. <em>Thomas Hansjakob<\/em> beschreibt die Verfolgung von Drogenkonsum und -handel aus der Sicht eines Untersuchungsrichters und <em>Heiner Busch<\/em> aus der Sicht der Polizeiforschung mit Schwergewicht auf die Bedeutung der umfassenden Fahndungsdateien und der Tiefe der Registrierung in diesem Bereich. Schliesslich referiert <em>Wolfgang Lesting<\/em> \u00fcber die sogenannte offene Szene und Probleme des Polizeirechts und der b\u00fcrgerli\u00adcher Freiheiten bei deren Unterdr\u00fcckung.   <br><br> Im Abschnitt \u00fcber <em>die Lage der Konsumierenden<\/em> kommen einerseits Betroffene zu Wort, die bis anhin eher Objekt als Subjekt der Drogendiskussion darstellten, sowie Personen, die sich im sozialen Bereich, also sozusagen an der \u201eFront\u201c mit den Pro\u00adblemen praktisch besch\u00e4ftigen. <em>Robert B\u00f6hm<\/em> beschreibt Entstehung und Zielset\u00adzung des Drogenhilfenetzwerkes JES, eine der wichtigsten Selbsthilfeorganisatio\u00adnen in der Bundesrepublik. <em>Mario Samui<\/em> zeigt in journalistischer Aufbereitung ein\u00adzelne und typische Repressionsereignisse mit den lokalen Schwerpunkten Frankfurt und Berlin auf. <em>Piitsch Galbier<\/em> skizziert die neuesten f\u00fcr die Leute auf der Szene wichtigen drogenpolitischen Entwicklungen in Z\u00fcrich und Luzern. <em>Raphael Calza\u00adferri<\/em>, <em>Michael Gr\u00fcninger<\/em>, <em>Yolanda \u00dcbelhardt<\/em> und <em>Paul Weber<\/em> beschreiben die Betreuung der lokalen Szene in Luzern. <em>R\u00e9gine Linder<\/em> und <em>Oliviero Pettenati<\/em> ana\u00adlysieren die Situation in Bern.   <br><br> Zunehmend wichtig im Bereich der Drogenpolitik werden wirtschaftliche Fragen, die im Abschnitt \u201e<em>Drogenmarkt und \u00f6konomische Aspekte der Drogenrepression<\/em>\u201c abgehandelt sind. Dabei stehen die Funktionsweise der M\u00e4rkte (<em>Ingo Pies<\/em>), deren Interaktion mit Repressionsstrukturen (<em>Olaf Gersemann<\/em>) und die Kosten der Repression (<em>Josef Estermann<\/em>) im Vordergrund. Deutlich wird in allen Beitr\u00e4gen die \u00f6konomische Problematik der Prohibition und ihre Nachteile gegen\u00fcber staatlichen Abgabemodellen oder auch weitergehenden Vorschl\u00e4gen zur Aufhebung des Schwarzmarktes. Theoretische Analysen und empirische Daten zeigen, dass der Schwarzmarkt unter den aktuellen Bedingungen der Prohibition auch unter noch so grossen repressiven Anstrengungen bl\u00fcht.  <br><br> Der vorletzte Abschnitt gilt <em>drogenpolitischen Positionen<\/em>. Als erstes schildert <em>Urs W. Studer<\/em> die Probleme einer st\u00e4dtischen Exekutive mit der Situation auf der Drogenszene, ohne den Blick f\u00fcr die B\u00fcrgerrechte der Konsumierenden und die allgemeine Bev\u00f6lkerung zu verlieren. Die Vereinigung <em>akzept e.V.<\/em> stellt ihre Forde\u00adrungen f\u00fcr eine Politik der Akzeptanz der Drogenkonsumierenden in Deutschland vor. <em>David Winizki<\/em> pr\u00e4sentiert die antiprohibitionistischen Forderungen der Schwei\u00adzer drogenpolitischen Initiative DroLeg. Eine Stellungnahme der Schweizer Prohibitionsinitiative \u201eJugend ohne Drogen\u201c war trotz mehrfacher Anfrage nicht erh\u00e4ltlich, obwohl der hinter dieser Initiative stehende Verein f\u00fcr Psychologische Menschenkenntnis (VPM) in seinen Verlautbarungen die wissenschaftlich und rational gegr\u00fcndete Form der Auseinandersetzung hochzuhalten vorgibt.   <br><br> Der letzte Abschnitt ist den <em>sozial- und kommunikationswissenschaftlichen Aspek\u00adten<\/em> gewidmet. <em>Boris Boller<\/em> behandelt die Darstellung von Drogen, Kriminalit\u00e4t und Repression in der Schweizer Presse und macht deutlich, dass nicht etwa Drogen und Gesundheit oder Drogen und das Verlangen nach Rausch in den Medien die zentrale Rolle spielt, sondern bedingt durch die Prohibition, die Verbindung der Droge mit Kriminalit\u00e4t. <em>Wolfgang Schneider<\/em> zeigt neue Wege in der Suchtpr\u00e4ven\u00adtion auf und stellt einige Dogmen der herk\u00f6mmlichen Drogenforschung in Frage. <em>Ute Herrmann<\/em> schliesslich beleuchtet den Zusammenhang zwischen den differenten Geschlechterrollen der Drogenszene und der Repression. \n<br><br> <br><br><strong>Kosten der Drogenrepression <br>Josef Estermann<\/strong> <br><br>  Die polizeiliche und juristische Aktivit\u00e4t im Drogenbereich, Strafvollzug inbegriffen, hat zum Ziel, den Konsum und den Handel mit illegalen Substanzen einzuschr\u00e4nken und insbesondere auch im Sinne einer F\u00f6rderung der \u00f6ffentlichen Gesundheit, generalpr\u00e4ventiv die Anzahl der Konsumierenden und speziell der Neueinsteiger zu vermindern. Abgesehen von einer Diskussion \u00fcber die Tauglichkeit der Mittel, die dabei zum Einsatz kommen sowie deren juristischen und materiellen Rahmenbedingungen, stellt sich die Frage nach dem Aufwand. Pr\u00e4vention und auch die Aufrechterhaltung der \u00f6ffentlichen Ordnung muss eine ausreichende Kosten-Nutzen-Effizienz aufweisen k\u00f6nnen. Falls diese nicht gegeben ist, m\u00fcssen alternative Wege gefunden werden, um den Schaden, welcher der Gesellschaft durch den Problemkomplex \u201eDrogen\u201c erwachsen, einzuschr\u00e4nken und zu vermindern. Ohne in der Folge die Effizienz der repressiven Ma\u00dfnahmen zu evaluieren, wird in der Folge ein Status \u00fcber ihre Kosten erstellt. <br>  Direkte quantifizierbare Kosten f\u00fcr die repressive Durchsetzung des Verbots von Konsum und Handel mit illegalen Drogen fallen in den Bereichen Polizei, Justiz und Strafvollzug an. (1) Indirekte Kosten der Normdurchsetzung, etwa im medizinischen Bereich oder Folgekosten eines Gef\u00e4ngnisaufenthaltes (Wiedereingliederung, Schuldenregulierung, Arbeitsvermittlung etc.) oder auch Kosten, die durch planerische und analytische Arbeiten au\u00dferhalb des Polizei- und Justizbereichs, oder durch internationale Vernetzungsarbeit entstehen, bleiben an dieser Stelle unber\u00fccksichtigt. Ebenso finden in dieser Analyse jene Kosten keine Ber\u00fccksichtigung, die Privatpersonen erwachsen, die sich um Rehabilitation der Betroffenen k\u00fcmmern oder die als Freunde, Verwandte oder auch Bestohlene die Sucht der Abh\u00e4ngigen und die \u00fcberh\u00f6hten Schwarzmarktpreise mitfinanzieren. Insofern kann in der Folge klar von Kosten der Drogenrepression und nicht etwa von Kosten des Drogenkonsums gesprochen werden. Au\u00dfer Betracht bleiben auch die im Rahmen von \u201ehuman capital\u201c-\u00dcberlegungen anfallenden weiteren indirekten, schwierig zu quantifizierenden Aufwendungen auf Seiten der Drogenkonsumierenden und -h\u00e4ndler, der Angeh\u00f6rigen, Freunden und Bekannten und der Organe der Strafrechtspflege sowie der Verlust an produktiven Lebensjahren durch Krankheit und Tod. Sicher ist jedoch, dass diese indirekten Kosten ein mehrfaches der direkten Kosten der Drogenrepression ausmachen. <br> Bis anhin haben in der Schweiz mehrere Autoren den Versuch unternommen, unter anderem die Kosten der sogenannten Drogenkriminalit\u00e4t zu sch\u00e4tzen (Danthine et al. 1990, Ammon 1991, Nydegger 1992, Bernasconi 1993). Sie litten zum Teil an der suboptimalen Datenlage und untersch\u00e4tzten insbesondere die Kosten, die bei der Polizei zur Verfolgung des Drogenkonsums und -handels anfallen (Estermann 1995), da sie sich in der Hauptsache auf die Lohnkosten von Spezialeinheiten im Drogenbereich st\u00fctzten, allgemeine und fixe Kosten jedoch nicht ber\u00fccksichtigten. Zum anderen beziehen sich diese Sch\u00e4tzungen im wesentlichen auf Daten, die aus der Zeit vor der Intensivierung der Verfolgung des Drogenkonsums und -handels seit dem Jahre 1990 stammen. <br> Den folgenden Betrachtungen liegen Finanzaggregate der Jahre 1991 und 1992 zugrunde. In diesem Zeitraum wurde gegen\u00fcber 1990 die Drogenrepression in der Schweiz betr\u00e4chtlich verst\u00e4rkt. Bei den Sch\u00e4tzungen handelt es sich um Minima. Die Maxima liegen 10% bis 20% \u00fcber den angegebenen Werten. Es handelt sich dabei nur um direkte Kosten. <br><br>Tabelle 1: Entwicklung der Kosten der Drogenrepression<br> 1991 1992 Zuwachs brutto Mio. sFr. netto Mio. sFr. brutto Mio. sFr. netto Mio. sFr. brutto netto Polizeikorps 299.8 297.8 318.2 316 0.061 0.061 \u00dcbrige Polizei 24.6 20.3 24.8 20.6 0.008 0.015 Justiz 23.6 16.9 25.1 16.8 0.064 -0.006 Strafanstalten 156.0 107.4 176.9 125.4 0.134 0.168 \u00fcbriger Strafvoll-zug, Schutzaufs. 32.8 30.4 36.4 33.5 0.110 0.102 Summe 536.8 472.8 581.4 512.3 0.083 0.084 <br><br> Weil bei der vorliegenden Berechnung der Umstand ausser Acht gelassen wurde, dass der Anstieg 1991\/92 beispielsweise bei der Zahl der Anzeigen gem\u00e4ss Bet\u00e4ubungsmittelgesetz satte 29% und derjenige der Anzahl der BetmG-Delinquenten 16% betrug und damit der Anteil der Drogenrepression an der Polizeiarbeit und den Inhaftierungskosten insgesamt massiv angestiegen ist, liegt der wahre Betrag der Kostensteigerung um Einiges \u00fcber den hier angegebenen Minimalwerten.  <br>  Die hier errechnete Minimalsteigerung vom 8% innerhalb eines Jahres betr\u00e4gt mehr als das Doppelte der Inflation. Die st\u00e4rkste Nettosteigerung entfiel dabei auf die Strafanstalten. Dies aus haupts\u00e4chlich zwei Gr\u00fcnden, n\u00e4mlich der sich verschlechternden Wirtschaftslage, die geringere Einnahmen der Strafanstalten durch Arbeit der Gefangenen mit sich bringt, und dem erh\u00f6hten Investitionsvolumen bedingt durch die steigende Imprisonierungsrate in der Schweiz, die in dem fraglichen Zeitraum zu einem oft beschworenen \u201eGef\u00e4ngnisnotstand\u201c gef\u00fchrt haben soll. Dieser wurde in der Folge durch Neubauten behoben. Auch die Kostensteigerung bei der Polizei ist bedeutend, w\u00e4hrend die Justiz selbst unter Einrechnung der Inflation eher billiger gearbeitet hat, wobei hier nat\u00fcrlich die Einnahmen aus Bu\u00dfen und Konfiskationen zu Buche schlagen.   <br>  Jedenfalls gestaltet sich die Bek\u00e4mpfung des Drogenkonsums und Drogenhandels mit repressiven Mitteln au\u00dferordentlich aufwendig. Der Betrag von einer halben Milliarde Franken entspricht immerhin einem Sechstel der Gesamtausgaben f\u00fcr die Hochschulen, 50% der Kosten der Universit\u00e4tskliniken eingeschlossen. Die Tendenz ist steigend, so dass beinahe von einer Kostenexplosion der Drogenrepression gesprochen werden kann. Die Kosten in anderen L\u00e4ndern sind durchaus vergleichbar, besonders hoch sind sie in den USA, dort vor allem wegen der exorbitanten Imprisonierungsrate von mehr als 3 Promille der Gesamtbev\u00f6lkerung oder fast 3 Prozent der M\u00e4nner zwischen 14 und 34 Jahren (vgl. etwa oben Gersemann und Kathy Hellenbrand Rocklen, Association of the Bar of the City of New York, 1994).  <br>  Um den Stellenwert der Kosten der Drogenrepression, die in einem \u00f6konomischen Sinne Regulierungskosten des Schwarzmarktes darstellen, richtig einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ist ein Vergleich mit den Regulierkosten, den Marktvolumen und den Steuereinnahmen im Bereich der legalen Suchtmittel hilfreich. Die wesentlich anders aufgebauten, nicht von der Prohibition betroffenen, legalen und staatlich organisierten Genussgiftm\u00e4rkte pr\u00e4sentieren sich von der Regulierungskostenseite her sehr viel bescheidener. W\u00e4hrend Alkohol sehr hohe Gesundheitskosten verursacht und nicht selten zu Fr\u00fchinvalidit\u00e4t f\u00fchrt, schl\u00e4gt Nikotin vor allem bei der Mortalit\u00e4t, nicht aber bei der Morbidit\u00e4t zu Buche: Raucher sterben zwar bedeutend fr\u00fcher, doch in der Regel erst im Rentenalter und sind nicht l\u00e4nger krank als Nichtraucher. Diese Genussgifte haben ein h\u00f6heres Marktvolumen und geringere Regulierungskosten. Beim Alkohol steht ein Marktvolumen von 8 Mia. Fr. Steuereinnahmen von 1,3 Mia. Fr., beim Nikotin ein Marktvolumen von 3 Mia. Fr. Steuereinnahmen von 1,4 Mia. Fr. entgegen. Illegale Drogen haben alle zusammen ein Marktvolumen von ca. 2,3 Mia. Fr., bringen keine Steuern ein und die Regulierungskosten betragen mehr als 0,5 Mia. Fr. Insgesamt umfasst das Marktvolumen der Genussgifte 13 Mia. Fr. oder knapp vier Prozent des Bruttosozialprodukts der Schweiz, w\u00e4hrend dasjenige der illegalen deutlich unter einem Prozent liegt.   <br><br> Tabelle 2: Volumen und Kosten der Genussgiftm\u00e4rkte in Franken<br>            Volumen Marktpreis in Mio.Fr. Regulierungskosten (Mio. Fr.) Steuereinnahmen (Mio. Fr.) Illegale Genussgifte Heroin 11&#8217;000 kg 1\u2019100 2 Kokain 6&#8217;000 kg 700 3 Hanfprodukte 50&#8217;000 kg 500 3 insgesamt illegale Genussgifte ca. 70 t 2\u2019300 500 03 Legale Genussgifte Nikotin 0,8 Mia. Schachteln Zig. 3\u2019000 n.a. 4 1\u2019400 Alkohol 75&#8217;000&#8217;000 l 8\u2019000 n.a. 5 1\u2019300 insgesamt legale Genussgifte 11\u2019000 100 2\u2019700 insgesamt legale und illegale Genussgifte ca. 13 Mia. Fr. ca. 1 Mia. Fr. ca. 3 Mia. Fr. <br><br> Publizierte amerikanische Sch\u00e4tzungen, die den illegalen Drogenmarkt auf \u00fcber f\u00fcnf Prozent der gesamten G\u00fcterproduktion der Welt sch\u00e4tzen, sind wissentlich oder unwissentlich der falschen Annahme gefolgt, dass das ganze Volumen zu \u00fcberh\u00f6hten Gassen-Endpreisen konsumiert w\u00fcrde, was jedoch nicht zutriff. Der \u00fcberaus dramtisierende Sch\u00e4tzwert von f\u00fcnf Prozent liegt um das doppelte oder dreifache zu hoch.   <br> Bei den Kosten im Bereich illegale Drogen nicht eingerechnet ist der Verlust an Einkommenssteuern, die entrichtet w\u00fcrden, wenn die illegalen Eink\u00fcnfte aus Handel, Transport und Verarbeitung steuerbar w\u00e4ren. Als die Regulierungskosten vermindernd eingerechnet sind hingegen Bu\u00dfgelder, Einnahmen aus Konfiskationen und Verfahrenskosten\u00fcberw\u00e4lzungen auf die Verurteilten. Eine Regulation des Marktes unter Verzicht auf strafrechtliche Intervention und Besteuerung w\u00fcrde die Regulierungskosten mindestens um die H\u00e4lfte senken. Steuereinnahmen d\u00fcrften bei auch bei weiter sinkenden Preisen f\u00fcr die illegalen Drogen Gr\u00f6\u00dfenordnungen von deutlich \u00fcber einer Milliarde Franken erreichen, wovon ein bedeutender Teil f\u00fcr die Pr\u00e4vention und ein weiterer Teil f\u00fcr Behandlung aufgewendet werden k\u00f6nnte. Dass eine staatliche Regulierung des Marktes unter Verzicht auf strafrechtliche Intervention eine Erh\u00f6hung der Inzidenz bringen sollte, ist eine unbewiesene Behauptung. Jedenfalls hat die repressive Politik in den vergangenen 25 Jahren keine Senkung der Inzidenz gebracht und die auf dem Schwarzmarkt zirkulierende Menge nicht beeinflusst (vgl. dazu auch die Arbeit von Pies in diesem Buch). Erfahrungen aus den Zeiten der Alkoholprohibition lassen auch kein anderes Ergebnis erwarten.    <br> Bei einer staatlichen Heroinabgabe w\u00fcrden die direkten Kosten unter 10 Franken t\u00e4glich betragen, die Bruttokosten d\u00fcrften sich im Bereich von 40 Franken bewegen (Uchtenhagen 1997). Die patienten haben einen pers\u00f6nlichen finanziellen Beitrag zur Behandlung zu leisten. Die Kostenersparnisse im Bereich der Pr\u00e4vention von Krankheiten sind betr\u00e4chtlich, ebenso wie diejenigen im Bereich der Reduktion von Kriminalit\u00e4t. Im Verh\u00e4ltnis zur station\u00e4ren Behandlung oder zur Inhaftierung, die sich auf mehrere hundert Franken t\u00e4glich belaufen (die Vollkosten eines Tages Gef\u00e4ngnisaufenthalt betragen ca. 400 Franken), sind die Programme zur Opiatabgabe an Schwersts\u00fcchtige ausserordentlich kosteneffizient, wobei die Heroinabgabe im Verh\u00e4ltnis zur Methadonabgabe davon profitieren kann, dass einerseits die Substanz billiger, andererseits die Bed\u00fcrfnislage der Personen, die von der Szene geholt werden sollen, besser getroffen wird. Allerdings m\u00fcssen f\u00fcr unterschiedliche Typen von Abh\u00e4ngigen auch unterschiedliche Behandlungsschemata zur Disposition stehen. Dabei spielt die abstinenzorientierte Therapie eine wichtige Rolle, zeigt es sich doch, dass einige Personen aus den Opiatverschreibungsprogrammen dahin wechseln.         <br> Die \u00f6ffentliche Verwaltung als Tr\u00e4gerin der Drogenrepression ger\u00e4t zunehmend unter den Druck, die Effizienz der ergriffenen Massnahmen auch belegen zu m\u00fcssen, und zwar nicht nur mit Erfolgsmeldungen \u00fcber Verhaftungen und Konfiskationen in den Zeitungen. Der Effizienznachweis ist unter anderem auch ein zentrales Instrument des New Public Management, um \u00f6ffentliche Finanzmittel in Bereiche zu lenken, die Erfolge vorweisen und dem Gemeinwohle dienen. Da die Effizienz der Drogenrepression bei der Kontrolle des Drogenmarktes, der Reduktion von Angebot und Nachfrage, auch bei einer Multiplikation der Ressourcen nicht gew\u00e4hrleistet ist (Pommerehne und Hart 1991), sind politische Entscheidungen in diesem Bereich f\u00e4llig. Zudem liegen die direkten Kosten f\u00fcr medizinische Betreuung, Sozialarbeit, Pr\u00e4vention und Forschung bei nicht mehr als einem Drittel der Repressionskosten (Bernasconi 1993). In den letzten Jahren konnte einzig ein gewisser Erfolg bei der Verdr\u00e4ngung der sogenannten offenen Szenen erzielt werden, wobei allerdings auch Verschlechterungen des Gesundheitszustandes der Betroffenen wegen schlechterer Erreichbarkeit in Betracht gezogen werden muss. Dieser negative Nebeneffekt konnte allerdings wohl durch die Ausweitung der Methadonprogramme und die Abgabe von Heroin im Rahmen des Schweizer Forschungsprojektes kompensiert werden (Uchtenhagen 1997).  <br> hier sitzt die Z\u00e4hlmarke der ProLitter<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pl01.owen.prolitteris.ch\/na\/plzm.9cc3862f-3e82-45a8-b113-9780a05ec8bf\" width=\"1\" height=\"1\">is  <\/p>\n\n\n\n<p><br><br> <\/p>\n\n\n\n<p><br><br><br>   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sammelband mit 32 Beitr\u00e4gen 272 S. &#8211; 22,0 x 16,0 cm Preis&nbsp; Fr. 50.-&nbsp; Eur 50.- Weiterlesen\u00a9 ProLitteris, Josef Estermann Zu den AutorInnen auf Wikipedia Bestellen Einleitung des Herausgebers Josef Estermann Nachdem unsere Forschungsgruppe an der Universit\u00e4t Bern vom Schweizer Bundesamt f\u00fcr Gesundheit den Auftrag erhalten hatte, Pr\u00e4valenz und Inzidenz des Konsums sogenannter harter, illegaler &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/?page_id=88\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Auswirkungen der Drogenrepression<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":25,"menu_order":5,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-88","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/88","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=88"}],"version-history":[{"count":49,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/88\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3670,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/88\/revisions\/3670"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/25"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orlux-ag.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=88"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}